Viermal Note 1, aber ausgerechnet ein Golf bescherte VW bislang das schlechteste Ergebnis in einem Dauertest. Hier kommen alle VW-Ergebnisse seit 2014 in einer Kurzzusammenfassung.

VW T-Cross 1.0 TSI – Note 1

VW T-CROSS 1.0 TSI
Stramme 100.000 Kilometer in einem VW T-Cross, dem kleinsten SUV aus dem Hause Volkswagen. Kann das gut gehen? Absolut!
Bild: AUTO BILD
Es gibt unter den Mini-SUV wohl kaum ein Auto, das sich erwachsener anfühlt als der VW T-Cross. Und unser Dauertest mit abschließender Zerlegung zeigt, dass auch die technische Basis stimmt und sich keine Schwächen erlaubt. Zum Testbericht

VW Golf Sportsvan 1.4 TSI – Note 1

VW Golf Sportsvan 1.6 TSI
Der Golf Sportsvan hatte die ersten 100.000 Kilometer so überzeugend und pannenfrei überstanden, dass wir ihm 50.000 Kilometer Zuschlag aufbrummten.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Nach 100.000 Kilometern lautete das Urteil: fast wie neu und viel zu schade zum Zerlegen. Also fuhr der VW Golf Sportsvan noch mal 50.000 Kilometer weiter. Ein 150.000 Kilometer langer Marsch ohne Defekte und vor allem ohne Pannen ist etwas Besonderes im AUTO BILD-Dauertest. Dennoch ist die lange Reise auch am Sportsvan nicht spurlos vorübergegangen. Am Endschalldämpfer bildeten sich Risse. Ein Schönheitsfehler, der nur die äußere Hülle betrifft. Die dickere zweite Hülle sichert eine lange Weiterfahrt ohne Funktionsbeeinträchtigung. Zum Testbericht

VW Tiguan II 2.0 TSI 4Motion – Note 1-

VW Tiguan 2.0 TSI 4Motion DSG
Der Tiguan hatte sich über 100.000 Kilometer hervorragend bewährt. Wir haben ihm dafür die Note 1 bescheinigt. Allerdings ohne finale Demontage. Die war wegen Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2020 nicht machbar. Also rollte der Testkandidat 25.000 Kilometer weiter.
Bild: Holger Karkheck / AUTO BILD
Den Dauertest über 100.000 Kilometer bestand der VW Tiguan 2020 mit Note 1. Allerdings ohne die abschließende Demontage – die fiel wegen Corona zunächst aus. Also lief der Tiguan noch 25.000 Kilometer weiter. Auch die spulte er unauffällig ab, stand am Ende blendend da. Erst mit der Demontage ergaben sich Minuspunkte: unter anderem wegen beginnender Korrosion an der Gepäckraumkante, beginnendem Ölaustritt zwischen DSG-Automatik und Verteilergetriebe und minimalem Kühlmittelaustritt am Thermostat. Die Fehler mögen harmlos sein. Für eine glatte Eins reichte es so am Ende nicht mehr. Zum Testbericht

VW Passat Variant (B8) 1.8 TSI – Note 1-

VW Passat Variant
Auch der Passat Variant ging nach 100.000 Kilometern in die Verlängerung – weitere 50.000 Kilometer mit gutem Ergebnis.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
100.000 Kilometer? Ein Klacks für den Passat Variant 1.8, der mit Note 1- ins Ziel kam. Also ging der Dauertest in die Verlängerung – weitere 50.000 Kilometer. Die Qualität stimmt, bis zum 150.000-Kilometer-Finale gab es keine weiteren Schäden. Es blieb bei acht Minuspunkten (u. a. für das zu langsam anspringende Start-Stopp, die geräuschstarke Mechanik der Massagesitze und dem veralteten Stand einiger Assistenten), sodass es für den Variant bei einer 1- als Gesamtnote blieb. Zum Testbericht

VW Up 1.0 Up – Note 3+

VW Up!
Wasser im Fußraum und die Klimaanlage im Eimer – Wolfsburgs Kleinster machte uns auf 100.000 Kilometern trotzdem Spaß.
Bild: Roman Raetzke
So sehr Straßenlage, Komfort und Fahrsicherheit überzeugen, so enttäuscht im Dauertest teilweise die Qualität. Mängel bei Ausstattung und Montage zeigen, dass VW seinem Anspruch anfangs nicht gerecht wurde. So versagte etwa im letzten Testvierte der Klimakompressor. Und eine falsch montierte Abdeckung an der Spritzwand führte dazu, dass Kondenswasser der Klimaanlage nicht außen abtropfte, sondern nach innen floss. Immerhin hat VW inzwischen stark nachgebessert. Und: Der Up macht eine Menge Spaß. Zum Testbericht

VW Golf 7 1.4 TSI – Note 3-

VW Golf VII 1.4 TSI
Der Golf 7 ging zusammen mit einer Mercedes A-Klasse in den Dauertest. Die A-Klasse hat bald die halbe Million erreicht, für den Golf war nach 287.147 Kilometern Schluss.
Bild: Sven Krieger
2013 schickte AUTO BILD den Golf zusammen mit einer Mercedes A-Klasse ins Rennen – diesmal ohne Kilometerbegrenzung, das heißt, kein vorgesehenes Testende bei 100.000 Kilometern. Bereits bei 37.000 Kilometern patzte der Golf zum ersten Mal. Die Klimaanlage verlor Kondenswasser, das in den Innenraum lief. Bei Kilometerstand 81.000 zickte die Start-Stopp-Automatik. Bei 153.772 Kilometern war Schluss für das Getriebe. Bei 200.000 Kilometern fiel der Golf mit einem ölverschmierten Unterboden negativ auf (beschädigter Simmerring am Getriebe). Ab 220.000 Kilometern stieg der Ölverbrauch zunehmend an.
Neben dem erhöhten Ölverbrauch kündigten klappernde Ventile und ein unangenehmes Laderpfeifen das Ende an. Das Klappern wurde im Laufe der Zeit lauter, die Leistung des Motors weniger. In der Ölwanne fanden sich Bruchstücke eines Kolbens, ein zweiter Kolben zeigte ebenfalls Risse. Damit war's das für den Golf. Der Test endete für ihn bei 287.147 Kilometern. Zum Testbericht
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