VW T-Roc: Alle Infos
So schlägt sich der T-Roc gegen Renault Captur und Ford Puma
Bessere Materialien und weniger Farbe: Das Facelift macht den T-Roc erwachsen. Alle Infos zu Preisen und der Vergleich mit Ford Puma und Renault Captur!
Bild: AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
- Vorstellung und Preis – T-Roc kostet über 27.000 Euro
- Kaufen – VW T-Roc mit Rabatt kaufen
- Vergleich – Der T-Roc tritt gegen Ford Puma und Renault Captur an (Update!)
- Optik – leichte Überarbeitung für den VW T-Roc
- Innenraum – endlich gibt es aufgeschäumte Flächen im VW
- Connectivity und Displays – drahtlose Smartphone-Anbindung
- Assistenten – Travel Assist jetzt auch für das Crossover
- Motoren – Topmodell bleibt der T-Roc R mit 300 PS
- Gebrauchtwagen – der Vorgänger des Facelifts ist noch keineswegs alt
Facelift für den T-Roc: Volkswagen hat seinem Kompakt-Crossover eine Frischekur verpasst. Die beinhaltet nicht nur das Aufhübschen der Karosserie, sondern auch eine gesteigerte Innenraumqualität. Das treibt auch den Preis nach oben, der aktuell bei 27.085 Euro startet. Das Topmodell T-Roc R gibt es ab 52.260 Euro, für das Cabrio verlangt VW mindestens 35.885 Euro.
Die Preise auf einen Blick:
T-Roc | Life | Style | R-Line | T-Roc R | |
|---|---|---|---|---|---|
Benziner: | |||||
1.0 TSI OPF (116 PS) | ab 27.850 Euro | ab 30.065 Euro | ab 33.365 Euro Cabrio: ab 36.910 Euro | ab 34.445 Euro | – |
1.5 TSI OPF (150 PS) | – | ab 32.955 Euro | ab 36.255 Euro Cabrio: ab 39.800 Euro | ab 37.335 Euro Cabrio: ab 42.080 Euro | – |
1.5 TSI OPF DSG (150 PS) | – | ab 35.120 Euro | ab 38.505 Euro Cabrio: ab 42.050 Euro | ab 39.585 Euro Cabrio: ab 44.330 Euro | – |
2.0 TSI OPF 4Motion (190 PS) | – | – | – | ab 44.465 Euro | – |
2.0 TSI OPF 4Motion (300 PS) | – | – | – | – | ab 53.140 Euro |
Diesel: | |||||
2.0 TDI SCR (116 PS) | ab 31.450 Euro | ab 33.665 Euro | ab 36.965 Euro | ab 38.045 Euro | – |
2.0 TDI SCR DSG (150 PS) | – | ab 38.805 Euro | ab 42.190 Euro | ab 43.270 Euro | – |
2.0 TDI SCR 4Motion (150 PS) | – | – | ab 44.740 Euro | ab 45.820 Euro | – |
VW T-Roc Cabrio Facelift: Preise
Style | R-Line | |
|---|---|---|
1.0 TSI OPF (110 PS) | ab 35.885 Euro | – |
1.5 TSI OPF (150 PS) | ab 38.775 Euro | ab 41.055 Euro |
1.5 TSI OPF DSG (150 PS) | ab 41.025 Euro | ab 43.305 Euro |
Den T-Roc gibt es bei carwow.de (Kooperationspartner von AUTO BILD) als Neuwagen mit Rabatt. Bis zu 9215 Euro unter Listenpreis sind für den Zweiliter-TDI mit Allrad in der Ausstattung "R-Line" möglich. Aber auch auf andere Varianten und Ausstattungslinien gibt es Preisnachlässe (mehr Infos dazu gibt's hier).
Dass der T-Roc zu den am besten verkauften Autos in Deutschland zählt, dürfte bekannt sein. Doch wie schlägt sich der Crossover im Vergleich gegen seine Konkurrenten? Dafür tritt der Wolfsburger gegen den Ford Puma und den Renault Captur an, um sein Revier zu verteidigen. Wir vergleichen die Drei so, wie sie auch gekauft werden – mit Frontantrieb und Motoren von 140 PS im Captur, 150 PS im VW und 155 PS im Ford Puma.

Angetreten zum Vergleich: Die drei SUVs Ford Puma, Renault Captur und der frische VW T-Roc laufen im Test zur Höchstform auf.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Und direkt beim Einsteigen holt der T-Roc erste Punkte, bietet den besten Einstieg und den meisten Platz im Innenraum, da zwickt es beim Captur und Puma etwas früher. Gerade beim Kölner muss man gut aufpassen, um nicht mit dem Kopf anzustoßen, und auch der Franzose ist nicht für großgewachsene Leute. Immerhin tendiert bei ihm als einzigem die Beinfreiheit nicht gegen null. Oder anders: Die Beine drücken sich hinter etwas größeren Fahrern nicht sofort in deren Rücken. Bei der Connectivity liegt wiederum der T-Roc vorn.
Der T-Roc federt komfortabel bis sportlich
Fahrwerksseitig zeigt sich das aufpreispflichtige DCC-Fahrwerk des VW von seiner weichen Seite, zumindest im Komfortmodus. Im Sportmodus lässt es dagegen keine Unklarheiten über den Fahrbahnbelag mehr aufkommen. Gleiches gilt für die Lenkung, die für jeden Geschmack die notwenige Härte mitbringt. Der Puma ist grundsätzlich etwas sportlicher ausgelegt, der Captur lässt etwas mehr Feedback zu wünschen.
Das eher gemütliche Naturell des Franzosen wird auf der Teststrecke deutlich, wo sein ESP – das übrigens bei keinem der drei abschaltbar ist – den Crossover am besten verzögert (35,4 Meter). Der VW bremst durchschnittlich mit 38,2 Metern, der Puma ist mit 37,6 Metern nur minimal besser, bei warmer Bremse liegen alle drei wiederum gleichauf (den gesamten Test gibt's hier).
Front und Heck wurden für den neuen Lebensabschnitt leicht überarbeitet. Am vorderen Ende ziehen serienmäßig LED-Scheinwerfer ein, optional gibt es mit dem "IQ.Light" jetzt auch Matrix-LED-Licht. Je nach Lichtoption ziert zudem ein Leuchtstreifen in bester VW Manier den Kühlergrill. Neue Schürzen vorne und hinten sollen das Design aufpeppen und differenzieren die einzelnen Ausstattungslinien nun stärker voneinander. Am Heck kommen neue Rückleuchten zum Einsatz, die es aber nur in Verbindung mit dem Matrix-Licht vorne gibt. Ansonsten bleibt es bei den bisherigen Leuchten, die allerdings abgedunkelt wurden.
Wirklich interessant ist das Facelift aber im Innenraum. Hier gab es in der Vergangenheit viel Kritik an der Qualität. Nicht ohne Grund, denn bislang war bei der Materialauswahl Hartplastik angesagt. In der ersten Reihe sind diese Zeiten nun vorbei. Das Armaturenbrett ist aufgeschäumt, die Türtafeln tragen selbst in der Basis schon Stoffeinlagen. Der Fond muss sich allerdings weiterhin mit den tristen Verkleidungen ohne Dekoreinlagen begnügen. Den farblichen Anstrich verliert der T-Roc beim Crossover, nur Cabrio und das Topmodell T-Roc R haben die Option noch und lassen sich so aufpeppen. Die Bedienung der Klimaautomatik erfolgt künftig per Touch, die Bedieneinheit ist dabei schon vom Passat bekannt. Für Sitzkomfort sollen außerdem neue "Ergo-Active" Sitze mit Massagefunktion sorgen.

Nur T-Roc R und die R-Line kommen mit Touch-Lenkrad. Ansonsten wird es digitaler im T-Roc.
Bild: Volkswagen AG
Ein Multifunktionslenkrad gehört zum Standardumfang jedes T-Roc, ebenso wie ein volldigitales Kombiinstrument mit acht Zoll Diagonale. Optional ist das "Active Info"-Display auch mit 10,25 Zoll erhältlich. Beim Infotainment zieht dank MIB 3 auf Wunsch drahtloses Apple CarPlay und Android Auto ein, das Display erreicht eine Größe bis zu 9,2 Zoll (6,5 Zoll in der Basis) und wird künftig auf das Armaturenbrett aufgesetzt. Dank des MIB 3 ist der T-Roc auf Wunsch immer online und vernetzt. Das bedeutet zum einen die Anbindung an die "We Connect App" und zum anderen Echtzeitdaten für das Navigationssystem und den Wetterbericht.

Das Cabrio wird weiterhin angeboten. Hier gibt es auf Wunsch auch rote Dekore im Innenraum.
Bild: Volkswagen AG
Auch bei den Assistenten baut VW den Funktionsumfang des T-Roc weiter aus. So gibt es unter anderem nun auch den "Travel Assist". Er kombiniert Spurführung und Abstandstempomat, der zum Facelift jetzt sogar vorausschauend auf den Verkehr achtet.
Die Assistenten im Detail:
Die Assistenten im Detail:
- IQ.DRIVE Travel Assist – Bündelung von ACC und Lane Assist
- Prädiktives ACC – Adaptiver Tempomat mit GPS Unterstützung
- Front Assist – Notbremsassistent
- Side Assist - Totwinkelwarner
- Lane Assist - Spurhalteassistent
- Park Assist - Parklenkassistent
- Proaktives Insassenschutzsystem
Die Antriebe übernimmt das Facelift unverändert vom Ausgangsmodell. Elektrifizierung spielt beim Wolfsburger also auch jetzt noch keine Rolle.

Das R-Modell inklusive optionaler Akrapovic-Auspuffanlage wird ebenfalls weiterhin angeboten.
Bild: Volkswagen AG
Klassische Benzin- und Dieselmotoren gehen unter der Haube ihrer Arbeit nach. Top-Modell bleibt der T-Roc R mit 300 PS und Technik aus dem Golf.
Die technsichen Daten im Überblick:
1.0 TSI OPF | 1.5 TSI OPF | 1.5 TSI DSG OPF | 2.0 TSI OPF 4Motion | 2.0 TSI 4Motion OPF (VW T-Roc R) | 2.0 TDI | 2.0 TDI SCR | 2.0 TDI SCR 4Motion | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Motor | Dreizylinder-Benziner | Vierzylinder-Benziner | Vierzylinder-Benziner | Vierzylinder-Benziner | Vierzylinder-Benziner | Vierzylinder-Diesel | Vierzylinder-Diesel | Vierzylinder-Diesel |
Hubraum | 999 cm³ | 1498 cm³ | 1498 cm³ | 1984 cm³ | 1984 cm³ | 1968 cm³ | 1968 cm³ | 1968 cm³ |
Leistung | 85 kW (116 PS) | 110 kW (150 PS) | 110 kW (150 PS) | 140 kW (190 PS) | 221 kW (300 PS) | 85 kW (116 PS) | 110 kW (150 PS) | 110 kW (150 PS) |
max. Drehmoment | 200 Nm | 250 Nm | 250 Nm | 320 Nm | 400 Nm | 300 Nm | 360 Nm | 360 Nm |
Antrieb | Front | Front | Front | Allrad | Allrad | Front | Front | Allrad |
Getriebe | Sechsgang-Handschaltung | Sechsgang-Handschaltung | Siebengang-DSG | Siebengang-DSG | Siebengang-DSG | Sechsgang-Handschaltung | Siebengang-DSG | Siebengang-DSG |
0-100 km/h | 10,1 s 11,3 s* | 8,8 s 10 s* | 8,4 s 9,5 s* | 7,2 s | 4,9 s | 10,7 s | 8,8 s | 8,6 s |
Höchstgeschwindigkeit | 189 km/h 187 km/h* | 208 km/h 205 km/h* | 207 km/h 203 km/h* | 218 km/h | 250 km/h | 190 km/h | 206 km/h | 201 km/h |
Da es sich beim neuen T-Roc nur um ein Facelift handelt, können sich Interessenten getrost auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen.

Da sich technisch zum neuen Modell nur wenig ändert, ist das Vorfacelift noch immer eine interessante Alternative.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Weniger gut ausgestattete Exemplare starten in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 17.000 Euro. Wenn ein T-Roc Probleme macht, dann meistens eher mit Kleinigkeiten. Rost kennt das noch junge SUV nicht.
Neben den harten Kunststoffen sind auch die Sitzbezüge im Innenraum nicht immer besonders langlebig. Die Lautsprecher scheppern teilweise unangenehm. Die Infotainmentsysteme können sporadisch abstürzen. Der 1,5-Liter-TSI nervt teilweise mit Motorruckeln beim Anfahren: Hierzu gab es ein Softwareupdate. Mehrere Rückrufe wegen Sicherheitsgurt, Dachkantenspoiler (2018), Bordbuch (2017-2018), Rücksitzlehne (2018) und Parkbremse (2018).
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