
Mercedes-Benz CLA
Generation III
: seit 2025
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Vorstellung
Vorstellung

Der CLA wird erstmals elektrisch
Es ist noch gar nicht so lange her, da zeigte Mercedes auf der IAA eine spektakuläre Elektro-Studie, die einmal den Nachfolger des CLA stellen soll. Die Ziele waren ambitioniert: 800-Volt-Technik, 12 kWh Verbrauch und über 790 Kilometer Reichweite. Angesichts dieser Zahlen wähnten einige schon ein Luftschloss, doch jetzt steht fest: Mercedes hält Wort.
Mercedes CLA (2025)
Neuer Mercedes CLA wird erstmals zum E-Auto
Bild: Mercedes
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- Ausstattung
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Preis
Preis

Mercedes CLA startet bei rund 46.000 Euro
Nach der Elektro-Version kam Ende 2025 auch der CLA als Mildhybrid mit 48-Volt-Technik auf den Markt – zu Preisen ab 46.243 Euro. Fünf verschiedene Antriebs-Versionen sind konfigurierbar, davon zwei mit Allradantrieb.
Der elektrische CLA ist schon etwas länger bestellbar: Die beiden Varianten mit Heckantrieb, CLA 200 mit 224 PS und CLA 250+ mit EQ Technologie (272 PS), sind ab 49.421 Euro beziehungsweise 55.869 Euro zu haben. Neu hinzu kommt jetzt der CLA 250, der sich zwischen dem CLA 200 und CLA 250+ einordnet und zu Preisen ab 52.872 Euro bei den Händlern stehen wird. Der Preissprung zum 354 PS starken CLA 350 4Matic mit EQ Technologie ist gar nicht so groß, den gibt es ab 60.380 Euro.
Mercedes nennt Preise für elektrischen Shooting Brake
Beim CLA Shooting Brake beginnt die Motorisierung mit dem CLA 250+ mit EQ Technologie – der Preis startet bei 57.096 Euro. Die Top-Variante ist auch hier der CLA 350 4Matic mit EQ Technologie (354 PS) und ist ab 61.654 Euro zu haben.
Aktuelle Listenpreise
Auf einen Blick: Hier finden Sie die Preise für alle neu verfügbaren Fahrzeuge.
Stand: 06. Mai 2026
Aufbauart: Kombi
Benzin
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
CLA 180 Shooting Brake
136 PS
47.612 €
CLA 200 Shooting Brake
163 PS
50.325 €
CLA 200 4Matic Shooting Brake
163 PS
52.527 €
CLA 220 Shooting Brake
190 PS
53.395 €
CLA 220 4Matic Shooting Brake
190 PS
55.597 €
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
CLA 200 EQ Shooting Brake
224 PS
50.789 €
CLA 250+ EQ Shooting Brake
272 PS
57.096 €
CLA 350 EQ Shooting Brake 4MATIC
353 PS
61.654 €
CLA 250 Shooting Brake + mit EQ Technologie, Edition
272 PS
70.240 €
CLA 350 Shooting Brake 4MATIC mit EQ Technologie, Edition
353 PS
74.797 €
Aufbauart: Limousine
Benzin
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
CLA 180
136 PS
46.243 €
CLA 200
163 PS
48.957 €
CLA 200 4Matic
163 PS
51.158 €
CLA 220
190 PS
52.027 €
CLA 220 4Matic
190 PS
54.228 €
Fahrzeug-Variante
Leistung
Listenpreis
CLA 250 EQ
272 PS
52.872 €
CLA 250 EQ, Edition
272 PS
66.301 €
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Design
Design

Shooting Brake komplettiert das Angebot
Auch der dritten CLA-Generation stellt Mercedes wieder eine Shooting Brake-Version zur Seite. Im Juli 2025 vorgestellt, soll der sportliche Kombi ab Winter bestellbar sein und ab Mitte des nächsten Jahres ausgeliefert werden.
Der CLA unterscheidet sich von der Limousine natürlich vor allem durch sein Platzangebot. Der Kofferraum fällt 50 Liter größer aus, fasst 455 bis 1290 Liter Volumen. Zudem fällt die Kopffreiheit hinten spürbar größer aus. Allerdings baut auch hier der Fahrzeugboden recht hoch, sodass die Oberschenkel des Autors (1,73 Meter) kaum auf der Sitzfläche der Rückbank aufliegen.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es im Innenraum zwei Unterschiede zur Limousine: Schon zum Marktstart bekommt der Shooting Brake ein Lenkrad mit haptischen Tasten auf den oberen Lenkradspeichen. Sie steuern die Geschwindigkeit (Tempomat) sowie die Audiolautstärke. Und: Das Panoramadach im Shooting Brake lässt sich optional mit vielen kleinen Mercedes-Sternchen beleuchten und milchig schalten. Beide Features sollen mittelfristig aber auch in der Limousine Einzug halten. Ausführlichere Infos zum Shooting Break gibt es hier.
Der CLA ist reich mit Sternen übersät
Klar, das Design der Studie ließ sich nicht eins zu eins in die Serie übertragen, die glatt gezogene Silhouette und die riesigen Felgen haben sich noch verändert. Und wenn es dem Auftritt an einem nicht mangelt, dann an Sternen: Die Sternengrafik zwischen den Hauptscheinwerfern übernimmt der CLA von der Studie – beleuchtet ist sie aber nur in Kombination mit dem Multibeam-LED-Licht. In der Basis bestehen die Elemente aus Chrom.
Auch der Grill bekommt LED-Elemente verpasst – erstmals bei Mercedes nicht nur am Rand, sondern großflächig verteilt. In Summe besteht die Zierbeleuchtung aus 142 kleinen LED-Sternen, komplettiert vom großen Stern in der Mitte, ebenfalls mit beleuchtetem Rand.

Erstmals seit dem Mercedes 130 (W 23) gibt es mit dem neuen CLA einen "Frunk". Hier passen 101 Liter rein.
Bild: Mercedes-Benz AG
Sogar am Heck funkeln die Sterne: Anstelle eines durchgehenden Leuchtstreifens werden die Rückleuchten durch 40 kleine LED-Blöcke miteinander verbunden.
Neuer CLA in alle Richtungen gewachsen
Markante Designlinien ziehen sich von den Scheinwerfern über die Kotflügel in die Seitenlinie, betont elegant und weiterhin im Coupé-Stil. Kaum zu glauben, dass der CLA mit gut 4,72 Meter Länge mehr als drei Zentimeter zugelegt hat, der Radstand ist sogar um satte 61 Millimeter gewachsen.
Da sollte man meinen, dass der Platz fürs Gepäck ebenfalls gestiegen ist, doch der Kofferraum fasst mit 405 Litern genau 40 Liter weniger als bisher. Dafür feiert der CLA eine Renaissance: Erstmals nach über 90 Jahren ist wieder ein Benz mit einem Frunk ausgestattet – zuletzt hatte das der Mercedes 130 mit dem Baucode W 23 in den 1930er-Jahren. Vorne unter der Haube gibt es beim neuen CLA noch mal 101 Liter Stauraum. In Summe hat er mit 506 Litern also mehr Ladevolumen als bislang.
Die Abmessungen auf einen Blick:
- Länge: 4723 mm (+ 35 mm zum Vorgänger)
- Breite: 1855 mm (+ 25 mm zum Vorgänger)
- Höhe: 1468 mm (+ 29 mm zum Vorgänger)
- Radstand: 2790 mm (+ 61 mm zum Vorgänger)
- Kofferraumvolumen: Limo: 405 l plus 101 l im Frunk, Shooting Brake: 455 bis 1290 l plus 101 l im Frunk
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Antrieb
Antrieb

Neuer E-Antrieb für den CLA (Update!)
Zum bisherigen Trio gesellt sich nun eine vierte E-Motorisierung, die sich zwischen CLA 200 und CLA 250+ einordnet. Der neue CLA 250 ist technisch nahezu baugleich mit dem 250+, kommt jedoch mit reduzierter Reichweite. Mercedes setzt weiterhin auf den 85-kWh-Akku, beschränkt die nutzbare Kapazität allerdings per Software auf 71 kWh. Darauf weist auch das identische Leergewicht beider Varianten hin. Mit dem freigeschalteten Energieinhalt sollen bis zu 674 Kilometer nach WLTP möglich sein.
Den Einstieg markiert der CLA 200 mit EQ-Technologie. Er leistet 165 kW (224 PS), treibt die Hinterräder an und soll mit seiner 58-kWh-Batterie bis zu 541 Kilometer nach WLTP schaffen. An der Spitze der heckgetriebenen Modelle steht der CLA 250+ mit EQ-Technologie: 200 kW (272 PS) stark, beschleunigt er in 6,7 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht maximal 210 km/h. Reichweite nach WLTP: bis zu 792 Kilometer.
Über 300 kW Ladeleistung möglich
Der CLA basiert als erstes Modell der Marke auf der neuen MMA-Plattform. Sie bringt 800-Volt-Technik und ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 320 kW – genug, um in zehn Minuten mehr als 300 Kilometer Reichweite nachzuladen.
Allerdings gilt dieses Tempo nur für die Top-Motorisierungen CLA 250+ und CLA 350 4Matic. Die Einstiegsversionen laden langsamer: Der CLA 200 kommt auf maximal 200 kW, der CLA 250 auf bis zu 250 kW.

Die Performance-Version, der CLA 350 4Matic, bringt eine Leistung von 354 PS auf die Straße.
Bild: Mercedes-Benz AG
Der Mercedes CLA kann mit bis zu 200 kW rekuperieren und somit beim Bremsvorgang Energie in den Akku zurückspeisen. Eine optimierte Aerodynamik und effiziente Motoren mit einem anvisierten Verbrauch von 12,3 kWh auf 100 Kilometer sollen insgesamt für erstaunliche 792 Kilometer (WLTP) Reichweite sorgen – zumindest mit dem großen 85-kWh-Akku.
Die technischen Daten im Überblick:
Mercedes CLA 200 mit EQ-Technologie | Mercedes CLA 250 mit EQ-Technologie | Mercedes CLA 250+ mit EQ-Technologie | Mercedes CLA 350 4Matic mit EQ-Technologie | Mercedes CLA 180 | Mercedes CLA 200 | Mercedes CLA 200 4Matic | Mercedes CLA 220 | Mercedes CLA 220 4Matic | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Motor | Elektromotor, hinten | Elektromotor, hinten | Elektromotor, hinten | Zwei Elektromotoren, vorn und hinten | Vierzylinder-Mildhybrid | Vierzylinder-Mildhybrid | Vierzylinder-Mildhybrid | Vierzylinder-Mildhybrid | Vierzylinder-Mildhybrid |
Antrieb | Heckantrieb | Heckantrieb | Heckantrieb | Allradantrieb | Vorderrradantrieb | Vorderrradantrieb | Allradantrieb | Vorderrradantrieb | Allradantrieb |
max. Leistung | 165 kW (224 PS) | 200 kW (272 PS) | 200 kW (272 PS) | 260 kW (354 PS) | 100 + 22 kW (136 + 30 PS) | 120 + 22 kW (163 + 30 PS) | 120 + 22 kW (163 + 30 PS) | 140 + 22 kW (190 + 30 PS) | 140 + 22 kW (190 + 30 PS) |
max. Drehmoment | 335 Nm | 335 Nm | 335 Nm | 515 Nm | 200 Nm | 250 Nm | 250 Nm | 300 Nm | 300 Nm |
0-100 km/h | 7,5 s | 6,7 s | 6,7 s | 4,9 s | 8,8 s | 8,0 s | 7,9 s | 7,2 s | 7,1 s |
Höchstgeschwindigkeit | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 218 km/h | 232 km/h | 228 km/h | 240 km/h | 237 km/h |
Akkukapazität | 58 kWh | 71 kWh | 85,5 kWh | 85,5 kWh | – | – | – | – | – |
max. Ladeleistung DC | 11 kW | 11 kW | 11 kW | 11 kW | – | – | – | – | – |
max. Ladeleistung AC | 200 kW | 250 kW | 320 kW | 320 kW | – | – | – | – | – |
Reichweite nach WLTP* | 541 km | 674 km | 792 km | 771 km | – | – | – | – | – |
Verbrauch (WLTP)* | 12,3 kWh/100 km | 12,3 kWh/100 km | 12,3 kWh/100 km | 12,7 kWh/100 km | 4,9 l/100 km | 4,9 l/100 km | 5,2 l/100 km | 5,0 l/100 km | 5,3 l/100 km |
CO2-Ausstoß (WLTP)* | – | – | – | 111 g/km | 111 g/km | 119 g/km | 113 g/km | 120 g/km | |
Leergewicht | 2045 kg | 2055 kg | 2055 kg | 2135 kg | 1695 kg | 1705 kg | 1770 kg | 1705 kg | 1770 kg |
Zuladung | 455 kg | 455 kg | 455 kg | 440 kg | 430 kg | 430 kg | 430 kg | 430 kg | 430 kg |
zul. Gesamtgewicht | 2500 kg | 2510 kg | 2510 kg | 2575 kg | 2125 kg | 2135 kg | 2200 kg | 2135 kg | 2200 kg |
Verbrenner-CLA mit gleich fünf Antriebsoptionen
Neben den vier Elektro-Varianten ist der CLA auch als Mildhybrid zu haben. Gleich fünf verschiedene Versionen werden angeboten, zwei davon mit Allradantrieb. Die Leistungen rangieren zwischen 136 und 190 PS, mit der 48-Volt-Technologie kommt bei allen Modellen kurzzeitig ein Elektro-Boost mit bis zu 30 PS hinzu.
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- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Ausstattung
Ausstattung

Inhaltsverzeichnis
Im Innenraum genießen die Passagiere mehr Bewegungsfreiheit, auch wenn der CLA durch seine flache Dachlinie sicher nicht zum Raumwunder mutiert. Mit serienmäßigem Panoramadach ist für den Kopf ausreichend Platz, viel größer als 1,90 Meter sollte man aber nicht sein.

Der riesige MBUX Superscreen der vierten Generation erstreckt sich über die gesamte Innenraumbreite, das Beifahrerdisplay gibt's optional.
Bild: Mercedes-Benz AG
Dafür sitzt man sehr bequem, vor allem in den optionalen Sportsitzen. Bei der Materialauswahl legt Mercedes Wert auf Nachhaltigkeit, größtenteils kommen recycelte Stoffe zum Einsatz. Einzig die großflächige Verwendung von hartem Plastik in den unteren Bereichen des Innenraums ist für ein Auto dieser Preisklasse verbesserungswürdig.
Over-the-Air-Updates halten das System frisch
Das große Highlight des CLA befindet sich aber in Reihe eins: der große MBUX Superscreen der vierten und damit neuesten Generation. Wenn der Superscreen geordert wird, sind insgesamt drei Bildschirme an Bord – neben dem 10,25-Zoll-Cockpit kommen zwei 14-Zoll-Displays zum Einsatz. Befeuert werden sie vom neuesten MB.OS-Betriebssystem mit KI-gestützter Sprachsteuerung.
Darüber hinaus bedient sich das eigens entwickelte Navigationssystem an Google-Daten, ist also immer auf dem aktuellsten Stand. Gleiches gilt für das gesamte Infotainment, das sich mit Over-the-Air-Updates frisch hält.
Zur Markteinführung ist der in unserem Fotofahrzeug verbaute "Superscreen" mit insgesamt drei Bildschirmen nicht bestellbar. Der Beifahrer blickt auf ein Zierelement statt auf einen Bildschirm. Voraussichtlich ab August 2025 ist das dritte Display dann aber im Konfigurator des Coupés zu finden.

Vorerst gibt es den CLA nur mit zwei Bildschirmen. Der Beifahrer blickt auf eine Abdeckung mit Sternenmuster.
Bild: Mercedes-Benz AG
Standardausstattung ist die "Progressive Line". Damit steht der CLA auf 17-Zoll-Rädern und hat Matrix-LED-Scheinwerfer. Die mit Kunstleder bezogenen Sitze lassen sich elektrisch einstellen, und der Fahrer hat ein Lederlenkrad in den Händen.
Sportlicher wird es traditionell mit der "AMG Line". Spezielle 18-Zoll-Felgen und etwas schärfere Schürzen kennzeichnen den Look. Im Innenraum finden sich Sportsitze und ein Nappalederlenkrad.
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Test
Test

Inhaltsverzeichnis
Mit seinem langen Radstand von 2,79 Metern rollt der neue elektrische CLA komfortabel über Unebenheiten hinweg – auch ohne adaptive Dämpfer. Die Federung zeigt sich ausgewogen, das Fahrverhalten bleibt kontrolliert. Die Lenkung arbeitet direkt, mit kleinem "Dead Spot" in der Mitte. Positiv fällt der kleine Wendekreis auf.
Weniger überzeugend: die vergleichsweise hohe Sitzposition, die nicht ganz zur sportlich-flachen Silhouette passt. Dafür punktet der CLA in technischer Hinsicht: Eine luftseitige Wärmepumpe, eine Disconnect-Unit für den Frontmotor beim Allradler und ein Zweiganggetriebe an der Hinterachse helfen dabei, Verbrauch und Reichweite zu optimieren. Das Zweiganggetriebe ermöglicht zudem Anhängelasten von bis zu 1,8 Tonnen.
Der getestete CLA 350 4Matic bringt es auf 354 PS, sprintet in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 771 Kilometern. Die Rekuperation fällt mit bis zu 200 kW stark aus und sorgt für effektives Verzögern im Alltag. Schlussendlich hat der CLA inklusive einiger Kilometer auf einer limitierten Autobahn ziemlich genau 15 Kilowattstunden verbraucht (WLTP: 12,7 kWh/100 Kilometer) – und wir waren dabei nicht mal im extra effizienten Eco-Modus unterwegs. Das Endergebnis ist damit tatsächlich beeindruckend: Rechnerisch ergibt sich eine Realreichweite von rund 566 Kilometern. Während der Fahrt hatten wir eine Außentemperatur von ungefähr 18 Grad Celsius.

Sparsam? Schon. Wer im Eco-Modus fährt und eher urban unterwegs ist, sollte 600 Kilometer Reichweite ohne viel Mühe schaffen können. Spaßarm? Nein. Einziger Wermutstropfen bleibt die hohe Sitzposition.
Bild: Mercedes-Benz AG
Auch einen ersten Ladetest überstand der CLA: Wir hatten uns das Auto extra mit beinahe leerem Akku geben lassen, um die Performance testen zu können. Ergebnis: Maximal 244 kW lagen an, Mercedes spricht von bis zu 320 kW unter optimalen Bedingungen. Den Akku wieder von 10 auf 80 Prozent zu laden, dauerte so 24 statt 22 Minuten. Allerdings brach der Ladevorgang einmal mittendrin ab, musste dann wieder aufgebaut werden. Insgesamt erscheinen die Mercedes-Angaben damit glaubwürdig.
Eine erste Fahrt im Prototyp des CLA Hybrid war zunächst sehr vielversprechend, die Serienversion hingegen war eher ernüchternd. Doch der Reihe nach, denn der Blick aufs Datenblatt lässt Gutes hoffen: Die Beschleunigung auf Tempo hundert in 7,1 bis 8,8 Sekunden ist durchaus ordentlich, und mit bis zu 240 km/h kann der Hybrid die Elektromodelle in puncto Topspeed überflügeln. Wie bei der Elektroversion geht's beim Mildhybrid aber vor allem um Effizienz. So soll sich der CLA 4,9 bis 5,3 Liter Super auf 100 Kilometer genehmigen.

Die Lenkung ist direkt und recht präzise, das Auto will bei Lenkbefehl aktiv in die Kurve fahren.
Bild: Mercedes-Benz AG
Klingt alles gut, aber bei unserer ersten Fahrt durch die Tiroler Alpen erweist sich der Motor als unausgereift. Besonders der Übergang vom Elektro- in den Benzinbetrieb wirkt etwas holprig. Gibt man Gas, dreht der Vierzylinder unüberhörbar hoch, nur der Vortrieb lässt gern auf sich warten. Erst nach einer guten Gedenksekunde tut sich was, und der CLA nimmt Fahrt auf – da muss Mercedes noch mal nacharbeiten. Etwas schade, besonders weil Lenkung und Fahrwerk echt überzeugen.
Wie schon die Elektroversion zeichnet sich auch der Hybrid als komfortabel aus, bügelt Unebenheiten im Fahrbahnuntergrund sauber weg. Lenkung und Allradantrieb geben ein gutes Feedback, mit sportlich gestellter Traktionskontrolle lässt der CLA einen Hauch mehr Ambitionen zu, ohne einen gleich aus der Bahn zu werfen.
Der Allradabtrieb ist überraschend hecklastig
Die Unterschiede der beiden verfügbaren Lenkungsmodi sind zwar vorhanden, aber nur geringfügig. Die sportliche Einstellung ist besonders um die Mittellage einen Tick spitzer und feinfühliger, wirkt aber im Komfort-Modus keineswegs blind. Gerade bei schlechteren Bedingungen macht sich die Lenkung in Kombination mit dem Allrad bemerkbar.
Die Kraftverteilung ist betont hecklastig, 60 Prozent der Leistung gehen an die Hinterachse. Das wird auf Schnee schnell deutlich, ohne einem dabei das Gefühl der Machtlosigkeit zu geben. Ist das ESP eingeschaltet, gibt der CLA allerdings in engen Kurven nur sehr verzögert Leistung frei und bremst das Auto – sicherlich gut für die Sicherheit, auf einer abgesperrten, verschneiten Strecke macht der CLA mit abgeschaltetem ESP aber deutlich mehr Spaß.

Das Fahrwerk des Hybrid-CLA ist komfortabel abgestimmt. Das Allradsystem zeigt seine Stärke gerade auf den verschneiten Passstraßen Österreichs.
Bild: Mercedes-Benz AG
An der Kurve anbremsen, einlenken und raus aufs Gas. Das Allradsystem lässt einen gewissen Driftwinkel zu, fängt dich aber schnell wieder ab und bringt den CLA auf Spur. Es braucht aber keine verschneite Straße, um den Allradler sportlich durch Kurven zu jagen. Auch auf normalen Strecken wirkt der CLA agil und will in die Kurve fahren, lässt dabei sogar minimales Übersteuern zu. Gleichzeitig sorgen die Regelsysteme dafür, dass der Fahrer den Wagen nicht verliert.
Wer den Mercedes allerdings sehr forciert über alpine Landstraßen scheucht, braucht sich nicht über einen höheren Verbrauch zu wundern. Angegeben mit 5,2 Litern auf 100 Kilometern kam der CLA in unserer ersten Fahrt nicht unter die 7,8-Liter-Marke. Dafür macht das Kurvenräubern Spaß – selbst in einem Auto, das gar nicht für den sportlichen Einsatz gedacht ist. Schade nur, dass einem der Motor mit seinem verzögerten Ansprechverhalten wieder eine Menge Freude nimmt. Besonders vor dem Hintergrund, dass man bei einem Grundpreis von 46.243 Euro mehr erwarten darf.
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- Antrieb
- Ausstattung
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- Sebastian Friemel
- Thomas Geiger
- Wolfgang Gomoll
- Jonas Uhlig
Technisch lehnt sich der neue CLA an die 2022 präsentierte Studie Vision EQXX an.
Fazit
In vielen Punkten ist der CLA ein rundes Paket – Fahrwerk, Komfort und Lenkung können echt überzeugen. Nur der Motor erweist sich als unausgereift, erinnert mit seinem stark verzögerten Ansprechverhalten an das klassische Turboloch. In diesem Punkt hatte ich mehr erwartet, da muss Mercedes noch mal ran.
Technische Daten im Überblick
Listenpreis
- 46.243 – 55.597 €
Leistung
- 136 – 190 PS
Höchstgeschwindigkeit
- 215 – 240 km/h
Hubraum
- 1.499 cm3
Verbrauch (kombiniert)
- 4,9 – 5,4 l/100 km
0 – 100 km/h
- 7,1 – 8,9 s
Kofferraumvolumen
- 405 – 1.295 l
Anhängelast
- 750 – 2.000 kg
Technische Daten & Varianten

Mercedes-Benz CLA III, Kombi
Bauzeitraum: seit 11/2025
2 Kraftstoffarten
Benzin
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Verbrauch
Listenpreis
CLA 180 Shooting Brake seit 03/2026
136 PS
8,9 s
5 l/100km
47.612 €
CLA 200 4Matic Shooting Brake seit 03/2026
163 PS
8 s
5,3 l/100km
52.527 €
CLA 200 Shooting Brake seit 03/2026
163 PS
8,1 s
5 l/100km
50.325 €
2 weitere Varianten anzeigen
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Reichweite
Listenpreis
CLA 200 EQ Shooting Brake seit 03/2026
224 PS
7,6 s
444 km
50.789 €
CLA 250 Shooting Brake + mit EQ Technologie, Edition seit 11/2025
272 PS
6,8 s
–
70.240 €
CLA 250+ EQ Shooting Brake seit 11/2025
272 PS
6,8 s
657 km
57.096 €
2 weitere Varianten anzeigen

Mercedes-Benz CLA III, Limousine
Bauzeitraum: seit 11/2025
2 Kraftstoffarten
Mercedes-Benz CLA Bilder
Mercedes-Benz CLA Generationen
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Mercedes CLA (2025)

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Es ist noch gar nicht so lange her, da zeigte Mercedes auf der IAA eine spektakuläre Elektro-Studie, die einmal den Nachfolger des CLA stellen soll. Die Ziele waren ambitioniert: 800-Volt-Technik, 12 kWh Verbrauch und über 750 Kilometer Reichweite. Angesichts dieser Zahlen wähnten einige schon ein Luftschloss, doch jetzt steht fest: Mercedes hält Wort.
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Klar, das Design ließ sich nicht eins zu eins in die Serie übertragen, die glatt gezogene Silhouette und die riesigen Felgen haben sich noch verändert. Und wenn es dem Auftritt an einem nicht mangelt, dann an Sternen: Die Sternengrafik zwischen den Hauptscheinwerfern übernimmt der CLA von der Studie – beleuchtet ist sie aber nur in Kombination mit dem Multibeam-LED-Licht.
Bild: Mercedes-Benz AG

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In der Basis bestehen die Elemente aus Chrom. Auch der Grill bekommt LED-Elemente verpasst – erstmals bei Mercedes nicht nur am Rand, sondern großflächig verteilt. In Summe besteht die Zierbeleuchtung aus 142 kleinen LED-Sternen, komplettiert vom großen Stern in der Mitte, ebenfalls mit beleuchtetem Rand.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Sogar am Heck funkeln die Sterne: Anstelle eines durchgehenden Leuchtstreifens werden die Rückleuchten durch 40 kleine LED-Blöcke miteinander verbunden. Markante Designlinien ziehen sich von den Scheinwerfern über die Kotflügel in die Seitenlinie, betont elegant und weiterhin im Coupé-Stil. Kaum zu glauben, dass der CLA mit gut 4,72 Meter Länge mehr als drei Zentimeter zugelegt hat, der Radstand ist sogar um satte 61 Millimeter gewachsen.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Da sollte man meinen, dass der Platz fürs Gepäck ebenfalls gestiegen ist, doch der Kofferraum fasst mit 405 Litern genau 40 Liter weniger als bisher. Dafür feiert der CLA eine Renaissance: Erstmals nach über 90 Jahren ist wieder ein Benz mit einem Frunk ausgestattet – zuletzt hatte das der Mercedes 130 mit dem Baucode W 23 in den 1930er-Jahren. Vorne unter der Haube gibt es beim neuen CLA noch mal 101 Liter Stauraum.
Bild: Mercedes-Benz AG

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In Summe hat er mit 506 Litern also mehr Ladevolumen als bislang. Mehr Bewegungsfreiheit genießen aber vor allem die Passagiere, auch wenn der CLA durch seine flache Dachlinie sicher nicht zum Raumwunder mutiert. Dank serienmäßigem Panoramadach ist für den Kopf ausreichend Platz, viel größer als 1,90 Meter sollte man aber nicht sein.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Dafür sitzt man sehr bequem, vor allem in den optionalen Sportsitzen. Bei der Materialauswahl legt Mercedes Wert auf Nachhaltigkeit, größtenteils kommen recycelte Stoffe zum Einsatz. Einzig die großflächige Verwendung von hartem Plastik in den unteren Bereichen des Innenraums ist für ein Auto dieser Preisklasse verbesserungswürdig.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Das große Highlight des CLA befindet sich aber in Reihe eins: der große MBUX-Superscreen der vierten und damit neuesten Generation. Wenn der Superscreen geordert wird, sind insgesamt drei Bildschirme an Bord – neben dem 10,25-Zoll-Cockpit kommen zwei 14-Zoll-Displays zum Einsatz. Befeuert werden sie vom neuesten MB.OS-Betriebssystem mit KI-gestützter Sprachsteuerung.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Darüber hinaus bedient sich das eigens entwickelte Navigationssystem an Google-Daten, ist also immer auf dem aktuellsten Stand. Gleiches gilt für das gesamte Infotainment, das sich mit Over-the-Air-Updates frisch hält.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Mit dem neuen CLA stehen auch neue Lackfarben wie das "Klarblau metallic" oder "Aquamint" zur Auswahl. Außerdem gibt es außergewöhnliche und nachhaltige Zierelemente. Darunter gebürstetes Aluminium und eine gemusterte Papieroberfläche.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Technisch modern ist auch der Antriebsstrang des CLA. Obwohl es die Coupé-Limousine auch als Mildhybrid-Benziner geben wird, liegt der Fokus auf Elektromobilität. Und da sind die Schwaben ambitioniert: Auf der MMA-Plattform bieten sie ihr erstes Modell mit 800-Volt-Technik und Ladeleistungen von bis zu 320 Kilowatt an. Genug, um rund 300 Kilometer Reichweite in zehn Minuten nachzuladen.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Darüber hinaus kann das Auto mit bis zu 200 kW rekuperieren und somit beim Bremsvorgang Energie in den Akku zurückspeisen. Eine optimierte Aerodynamik und effiziente Motoren sollen insgesamt für erstaunliche 792 WLTP-Kilometer Reichweite sorgen – zumindest mit dem großen 85-kWh-Akku. Die Leistungswerte rangieren zwischen 272 PS und 354 PS, je nachdem, ob man sich für den Hecktriebler oder den Allradler entscheidet.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Doch ganz ohne Verbrenner scheint es nicht zu gehen, so wird Mercedes auch eine Variante mit Vierzylinder plus 48-Volt-Mildhybridsystem anbieten. Diese folgt aber erst 2026.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Bei niedrigen Geschwindigkeiten sollen die Hybridmodelle auch rein elektrisch fahren können. Außerdem kann der Motor in allen Gängen mit bis zu 25 kW rekuperieren.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Der Shooting Brake hat die gleichen Abmessungen, soll aber praktischer sein. So bietet er eine integrierte Dachreling für bis zu 75 Kilogramm Dachlast ...
Bild: Mercedes-Benz AG

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... und 455 bis 1290 Liter Ladevolumen – plus 101 Liter im Frunk vorne. Schade: Eine Fernentriegelung für die hintere Bank gibt es nicht.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Dafür verfügt das Shooting-Brake-Lenkrad über echte Tasten für Lautstärkeregelung und die Geschwindigkeitsregelung des Tempomaten.
Bild: Mercedes-Benz AG

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Erstmals hier zu sehen: Im Shooting Brake gibt es ab Marktstart eine dimmbare Version des Panoramadachs, das darüber hinaus mit kleinen Mercedes Sternen beleuchtet werden kann. Beide Features – Lenkrad und Leucht-Dach – sollen mittelfristig auch für die Limousine zu haben sein.
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