Die besten Autos mit mehr als 500 PS im Test
Welches Modell jenseits der 500-PS-Grenze kann im Test überzeugen?

500 PS und mehr waren früher Supersportlern vorbehalten. Dank Elektrifizierung und leistungsstarker Benziner wird die 500-PS-Marke in den verschiedensten Segmenten schnell geknackt. AUTO BILD zeigt, welche leistungsstarken Modelle die besten sind.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
- Jens Borkum
Vor nicht allzu langer Zeit waren Leistungswerte jenseits der 500 PS nur mit großvolumigen Motoren mit sechs oder mehr Zylindern zu machen. Und auch ohne Aufladung ging nur selten etwas. In Zeiten der Elektromobilität sieht das ganz anders aus. Zwar sind 500 PS und mehr immer noch nicht alltäglich, aber zumindest sportliche Ableger von vollelektrischen Modellen sind auf Wunsch mit einer entsprechenden Leistung zu haben.
Und auch Verbrenner profitieren von der Elektrifizierung und stellen mittels Plug-in-Hybrid eine gehörige Portion Leistung zur Verfügung. Bleibt nur die Frage: Welches Modell jenseits der magischen 500-PS-Grenze kann im Test überzeugen?

2.
Polestar
4 Long Range Dual Motor
1,7
gut
Preis
69.900 EUR

5.
Xpeng
G9 AWD Performance
1,9
gut
Preis
71.600 EUR

5.
Cadillac
Lyriq 600 E4 Sport AWD
1,9
gut
Preis
79.900 EUR

8.
Mercedes-AMG
E-Klasse E 53 Hybrid 4Matic+ Limousine
2,1
gut
Preis
109.242 EUR

9.
BMW Alpina
B3 GT Touring Allrad B3 GT Touring Allrad
2,2
gut
Preis
102.900 EUR

10.
Mercedes-AMG
GLE 53 Hybrid 4Matic+
2,3
gut
Preis
125.515 EUR
AUTO BILD zeigt in dieser Bestenliste die unterschiedlichen Konzepte dieser Fahrzeuge und klärt natürlich auch die Frage, welches Kraftpaket die Leistung souverän und sportlich auf die Straße bringt.
Für wen eignen sich Fahrzeuge mit mehr als 500 PS?
Leistungsstarke Fahrzeuge hatten früher eine ganz klare Zielgruppe – Performance-Fans und Autoliebhaber mit dem nötigen Kleingeld. Dadurch, dass immer mehr Baureihen auf Wunsch mit 500 PS zu haben sind, ändert sich dies gerade ein wenig. Eines ist aber klar: Zufällig greift sicher niemand zum Modell mit maximaler Performance. Daher muss eine gewisse Vorliebe für eine schnelle Fortbewegung definitiv vorhanden sein.
Typische Zielgruppen:
- Motorsport-Fans
- wohlhabende Autosammler
- Personen, die viel Kraft im Hängerbetrieb benötigen
- Autofahrer, die gerne sportlich unterwegs sind
Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren wollen und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind.
Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, neueste Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis und den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen (Zustand, Historie), sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie. Gerade bei sportlichen Fahrzeugen birgt der Griff zum Gebrauchten aber einige Risiken.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen wollen und sich nicht um Wiederverkauf kümmern möchten. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gerne alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden sehr individuell verhandelt –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können Zusatzkosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber ohne Eigentum.
Audi S6 Sportback e-tron – der Testsieger
Im Test macht der Audi S6 Sportback e-tron schnell klar, dass die Zukunft elektrisch ist. Und dass diese Tatsache eben auch für sportliche Modelle gilt. Das aktuell stärkste Modell der vollelektrischen e-tron-Baureihe liefert dank zweier Elektromotoren eine Leistung von 370 kW oder 503 PS. Und als ob das nicht genug wäre, mobilisiert Audi für die Launch Control noch einmal zusätzliche Power. Dann drücken 405 kW den Piloten in den Sportsitz.
Fast schon logisch, dass diese Leistung zu dynamischen Spitzenwerten führt. In unter vier Sekunden meistert die Elektro-Limousine den Sprint auf Tempo 100, der Vortrieb endet erst bei 240 Kilometer pro Stunde. Das passt nur bedingt zum Klischee einer auf Effizienz getrimmten Elektromobilität.

Elektro-Punch: Mit seinen 551 PS Spitzenleistung stürmt der S6 Sportback e-tron in 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Vmax: 240 km/h.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Ähnlich beeindruckend geht es an der Ladesäule zu. Der 100-kWh-Akku wird dank 800-Volt-Bordnetz in nur 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen. Maximal füllt der S6 e-tron seine Akkus mit einer Ladeleistung von 270 kW.
Auch wenn der Innenraum des Elektro-Sportlers im Test nicht vollends überzeugen kann, bietet der Ingolstädter als Sportback ausreichend Platz. Der etwas hohe Fahrzeugboden und die nach hinten abfallende Dachlinie führen allerdings dazu, dass große Menschen in der zweiten Reihe nicht bequem sitzen können. In Sachen Fahr- und Reisekomfort lässt der sportliche Stromer hingegen nichts anbrennen. Unterm Strich ist der S6 e-tron ein wirklich beeindruckendes Fahrzeug, das sehr viel richtig macht und diese Bestenliste verdient anführt.
Als reines Elektroauto ist der Audi S6 Sportback e-tron für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Polestar 4 Long Range Dual Motor – der Preis-Leistungs-Tipp
Schon auf den ersten Blick wird klar, dass der Polestar 4 anders ist als die meisten seiner Konkurrenten. An seinem Antrieb mit beeindruckenden 544 PS Maximalleistung liegt das aber genauso wenig wie an der modernen Ausstattung. Ein Blick auf das Heck des Polestar offenbart die einmalige Besonderheit, denn der Polestar 4 hat keine Heckscheibe. Um den Blick nach hinten zu gewährleisten, gibt es dafür am Heck des wuchtigen SUV-Coupés eine Kamera.
Trotz seiner Power ist das in China produzierte Fahrzeug nicht unbedingt für dynamische Einsätze gedacht. Im Test fällt die leichte Tendenz zum Untersteuern ebenso negativ auf wie die gefühllose Lenkung, die nur bedingt Rückmeldung gibt. Dafür beeindruckt der Polestar 4 Long Range Dual Motor beim Geradeausfahren. Das Drehmoment von 686 Newtonmetern schiebt das breite Fahrzeug in gerade einmal 3,8 Sekunden auf Tempo 100.

Die 544 PS und 686 Nm Drehmoment der Dual-Motor-Version reichen für 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Im Innenraum setzt der Polestar 4 seinen Sonderweg fort und macht auch bei der Bedienung einiges anders. Es gibt nur wenige haptische Tasten und Dreh-Drückregler, insgesamt wirkt die Bedienung über die Touchpads (auch am Lenkrad) unnötig kompliziert. Während der Fahrt lenkt das schnell ab und zieht dann einen Hinweis der Aufmerksamkeitsassistenz nach sich.
Wen das nicht stört, der sollte sich den Polestar 4 Long Range Dual Motor trotzdem unbedingt einmal genauer anschauen. Denn dank seines vergleichsweise niedrigen Preises von 69.900 Euro (der Testwagen kostete 79.900 Euro) ist das unkonventionelle Modell der Preis-Leistungs-Tipp dieser Bestenliste.
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Als reines Elektroauto ist der Polestar 4 Long Range Dual Motor für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Mercedes-AMG GLE 53 Hybrid 4Matic+ – der Langstrecken-Champion
Man könnte durchaus den Eindruck bekommen, dass Power heutzutage nur noch bei Elektrofahrzeugen vorhanden ist. Der Mercedes-AMG GLE 53 Hybrid 4Matic+ zeigt, dass auch Verbrenner mit E-Support mit den reinen Elektromodellen mithalten können. Zu den 449 PS des Sechszylinder-Benziners mit drei Litern Hubraum gesellen sich noch 125 kW des Elektromotors. Zusammen stellt der Plug-in-Antrieb eine Systemleistung von 400 kW bzw. 544 PS bereit.
So beeindruckend es auch ist, dass die beiden Motoren das 2,8-Tonnen-SUV sportlich nach vorne treiben, eine andere Tatsache ist noch beeindruckender: die Reichweite. Mit geladenem Akku und vollem Tank schafft das Power-SUV bis zu 635 Kilometer am Stück. Das verhilft dem Mercedes-AMG in dieser Bestenliste zum Titel Langstrecken-Champion.

Sprintstark: Dank 750 Nm Drehmoment und 544 PS Systemleistung braucht der 2,8 Tonnen schwere AMG GLE nur 4,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der drehfreudige Reihensechszylinder-Turbo arbeitet hervorragend mit den E-Komponenten des Mercedes-Hybrids zusammen, und so stellen sowohl der Benziner als auch das E-Aggregat ihre besten Eigenschaften zur Verfügung. Wer Power will, bekommt sie umgehend serviert, der speziell abgestimmte Allradantrieb AMG Performance 4Matic+ liefert exzellente Traktion. Aber der GLE kann eben auch sanft, sparsam und vor allem angenehm ruhig. Das sorgt für tollen Fahrkomfort.
Beim leistungsstarken GLE-Plug-in-Hybrid gibt es allerdings ein großes Aber. Und das ist der Preis: Allein der Grundpreis für den GLE 53 Hybrid 4Matic+ betrug zum Zeitpunkt des Tests stolze 126.883 Euro, der Testwagen legt da noch einmal fast 20.000 Euro drüber. Das muss man sich wirklich leisten wollen.
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So testet AUTO BILD
Bei Fahrzeugen mit mehr als 500 PS kommt es im Test natürlich vor allem auf die Performance an, schließlich achtet die Zielgruppe darauf besonders. Da die Fahrzeuge oftmals hochpreisig sind, darf auch der Komfort nicht zu kurz kommen. Idealerweise gesellen sich zu einem guten Topspeed-Wert auch noch eine große Portion Alltagstauglichkeit. Kurz gesagt: Auch sportliche Fahrzeuge sollten den Spagat zwischen maximaler Performance und komfortablem Alltag meistern. Entsprechend wichtig ist es, im Test verschiedene Einsatzszenarien abzubilden und die Modelle genau unter die Lupe zu nehmen.
Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion harte Messwerte mit authentischen Eindrücken aus dem Alltag. Erst die Verbindung aus Zahlen und Erfahrung zeigt, wie gut ein Auto wirklich ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. In das Ergebnis fließen sowohl objektive Faktoren wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Eindrücke ein – etwa Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit.
Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss also mehr bieten als nur Tempo oder Effizienz. Entscheidend ist der beste Gesamteindruck.
Häufige Fragen zu Autos über 500 PS
Welche Fahrzeuge gibt es mit einer hohen Leistung?
Früher waren Leistungswerte jenseits der 500 PS Supersportlern und Rennwagen vorbehalten. Inzwischen bieten aufgeladene Benziner und die Elektrifizierung aber ganz andere Möglichkeiten.
Typische Fahrzeugklassen:
- Sportwagen: auf Performance ausgelegtes Modell mit geringer Alltagstauglichkeit
- Hypercars: extrem seltener und teurer Supersportwagen mit Leistungswerten von über 1000 PS
- sportliche Ableger herkömmlicher Modelle: soll neben gewohnter Alltagstauglichkeit ein bisschen mehr Sportlichkeit ermöglichen
- Elektrofahrzeuge: viele E-Modelle mit zwei Motoren und Allrad bieten für vergleichsweise kleines Geld eine hohe Leistung
Kurz: Eine hohe Leistung hängt nicht mehr vom Fahrzeugsegment, sondern eher vom Geldbeutel des Interessenten ab.
Was kosten Fahrzeuge mit mehr als 500 PS?
Die Preisspanne hängt hier stark vom gewünschten Modell ab. Bei Tesla und anderen Elektro-Baureihen gibt es 500 PS und mehr schon ab 50.000 Euro, echte Sportwagen oder Luxussportler kosten selten weniger als 100.000 Euro. Nach oben hin gibt es keine echte Grenze.
Für wen lohnen sich Modelle mit 500 PS und mehr?
Im Alltag braucht man nur selten so viel Leistung. Einige Personen benötigen für das Ziehen eines Anhängers stärkere Antriebe mit hohem Drehmoment. Meist greifen aber Motorsport- und Performance-Fans zu Fahrzeugen mit hoher Leistung, um mehr Fahrspaß zu haben und in den Genuss einer tollen Beschleunigung und einer maximalen Höchstgeschwindigkeit zu kommen.
Welche Antriebe bieten 500 PS und mehr?
Hohe Leistung gibt es mit vielen unterschiedlichen Antrieben.
- Benziner: bei Modellen mit mindestens sechs Zylindern und Turbo-/Kompresseraufladung möglich.
- Diesel: heutzutage nicht mehr serienmäßig erhältlich, früher aber zum Beispiel beim Audi Q7 V12 TDI
- Plug-in-Hybrid: sportliche abgestimmt Plug-in-Hybride mit großen Benzinern und starken E-Motoren
- Elektro: meist Allradmodelle mit zwei oder mehr Elektromotoren
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