Die besten Plug-in-Hybride im Test
Diese Plug-in-Hybride überzeugen im Test

Eine perfekte Zwischenlösung oder halbherzige Zwitter? Plug-in-Hybride polarisieren, werden aber staatlich gefördert. Eine Kaufberatung.
Bild: VW
Ein Herz fürs Doppelherz: Ab diesem Jahr gibt es für privat gekaufte Plug-in-Hybride wieder Geld vom Staat. Zwischen 1500 und 4500 Euro sind drin, je nach Einkommen und Kinderzahl. Bedingungen: mindestens 80 Kilometer elektrische Reichweite oder maximal 60 g CO₂/km – beides nach WLTP gemessen. Zumindest die Reichweite schaffen hier alle.
So weit, so gut. Doch wir wollen wissen, was die PHEV wirklich verbrauchen, unter realistischen Bedingungen. Und was sie können, wie sie sich fahren, wo Stärken und Schwächen liegen. Unsere Bestenliste verschafft Ihnen einen Überblick!

2.
Opel
Astra Plug-In-Hybrid
2,1
gut
Preis
38.460 EUR

7.
Mercedes-AMG
GLE 53 Hybrid 4Matic+
2,3
gut
Preis
125.515 EUR
Für wen lohnen sich Plug-in-Hybride am meisten?
Nicht jedes Fahrprofil passt zum reinen Elektroauto – genau hier spielen Plug-in-Hybride ihre Stärken aus. Sie lohnen sich vor allem für Nutzer, die im Alltag viele Strecken elektrisch zurücklegen können, gleichzeitig aber regelmäßig auch längere Fahrten zurücklegen und dabei nicht auf Ladepausen angewiesen sein wollen. Wer konsequent lädt, reduziert im täglichen Betrieb Verbrauch und Kosten deutlich, bleibt aber dank Verbrenner jederzeit flexibel.
Typische Zielgruppen
- Pendler mit kurzer bis mittlerer Strecke
Ideal für tägliche Wege, die rein elektrisch gefahren werden können (z. B. 20–60 km). - Dienstwagenfahrer mit Steuervorteil
Attraktiv durch reduzierte Versteuerung und oft niedrige Betriebskosten im Alltag. - Stadt- und Umlandbewohner
Profitieren von lokal emissionsfreiem Fahren in der City bei gleichzeitig hoher Reichweite für längere Fahrten. - Umsteiger ohne Ladeangst
Kunden, die Elektromobilität ausprobieren wollen, aber noch Flexibilität eines Verbrenners behalten möchten. - Haushalte mit eigener Lademöglichkeit
Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, schöpft das Effizienzpotenzial eines Plug-in-Hybrids voll aus.
Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren möchten und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind. Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, moderne Assistenzsysteme und keine Vorschäden.
Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis sowie den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen – Zustand und Historie prüfen, sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen möchten und sich nicht um den Wiederverkauf kümmern wollen. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden individuell vereinbart –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können zusätzliche Kosten entstehen.
Testsieger: VW Golf GTE
Für den Vortrieb sorgen ein 177 PS starker 1,5-Liter-Turbobenziner und ein Elektromotor mit 116 PS. Gemeinsam liefern sie 272 PS Systemleistung und beschleunigen den Golf in nur 6,1 Sekunden auf Tempo 100. Trotz der sportlichen Fahrleistungen bleibt der Plug-in-Hybrid erstaunlich effizient. Besonders beeindruckend ist die elektrische Reichweite. Dank des auf 19,7 kWh gewachsenen Akkus schafft der Golf GTE im AUTO-BILD-Test 108 Kilometer rein elektrisch. Zusammen mit dem sparsamen Benziner ergibt sich eine Gesamtreichweite von rund 820 Kilometern.
Auch im Alltag überzeugt der Golf mit einem großzügigen Platzangebot, moderner Technik und serienmäßigem Schnellladen mit bis zu 40 kW. Wer einen Plug-in-Hybrid sucht, der Fahrspaß, Effizienz und Langstreckentauglichkeit gleichermaßen beherrscht, findet im Golf GTE aktuell den Maßstab seiner Klasse.
Familientipp: Volvo XC90 T8 AWD
Wer möglichst viel Platz mit einem Plug-in-Hybrid verbinden möchte, kommt am Volvo XC90 kaum vorbei. Das große SUV bietet serienmäßig sieben Sitze, einen Kofferraum mit bis zu 1941 Litern Volumen und jede Menge Komfort für lange Reisen.
Für den Antrieb sorgen ein 310 PS starker Turbobenziner und ein Elektromotor mit 145 PS. Gemeinsam liefern sie beeindruckende 455 PS Systemleistung, beschleunigen den XXL-Schweden in nur 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und ermöglichen bis zu 51 Kilometer elektrische Reichweite im AUTO-BILD-Test.
Trotz seiner Größe fährt sich der XC90 angenehm entspannt. Bequeme Sitze, hoher Reisekomfort und viel Platz in allen Reihen machen ihn zum idealen Begleiter für Familien. Auch die Anhängelast von bis zu 2400 Kilogramm spricht für den Volvo.
Mit Preisen ab 88.990 Euro gehört der XC90 zwar nicht zu den günstigen Plug-in-Hybriden. Wer jedoch maximalen Platz, sieben Sitze und Langstreckenkomfort sucht, findet hier eines der besten Familienautos auf dem Markt.
Bremsweg-Bester: Audi Q3 Sportback e-hybrid
Wer bei einem Plug-in-Hybrid besonderen Wert auf Sicherheit legt, sollte den Audi Q3 Sportback e-hybrid auf dem Zettel haben. Im AUTO-BILD-Test überzeugt das kompakte SUV vor allem mit seinen hervorragenden Bremswerten. Aus 100 km/h kommt der Audi warm bereits nach nur 32,8 Metern zum Stehen – ein Spitzenwert in diesem Vergleich.
Für den Antrieb sorgen ein 177 PS starker Turbobenziner und ein Elektromotor mit 116 PS. Gemeinsam liefern sie 272 PS Systemleistung und ermöglichen bis zu 95 Kilometer elektrische Reichweite im Test.
Auch darüber hinaus hinterlässt der Audi einen sicheren Eindruck. Die präzise Lenkung, das früh eingreifende ESP und das insgesamt stabile Fahrverhalten sorgen für viel Vertrauen hinter dem Steuer. Besonders auf langen Strecken punktet der Plug-in-Hybrid zudem mit seiner hohen Gesamtreichweite von rund 680 Kilometern.
Mit Preisen ab 51.150 Euro gehört der Q3 Sportback e-hybrid nicht zu den günstigen Vertretern seiner Klasse. Wer jedoch Wert auf moderne Technik, hohe elektrische Reichweite und exzellente Bremsleistungen legt, findet hier einen der sichersten Plug-in-Hybriden auf dem Markt.
Beschleunigungs-Sieger: Mercedes-AMG GLE 53 Hybrid 4Matic+
Wenn es um Fahrleistungen geht, fährt der Mercedes-AMG GLE 53 Hybrid der Konkurrenz davon. Trotz 2,8 Tonnen Gewicht sprintet das Luxus-SUV in nur 4,7 Sekunden von null auf 100 km/h und ist damit der schnellste Plug-in-Hybrid in dieser Bestenliste.
Fahrzeug-Deals
Möglich macht das die Kombination aus einem 449 PS starken Reihensechszylinder-Turbobenziner und einem 170 PS starken Elektromotor. Gemeinsam liefern sie 544 PS Systemleistung und gewaltige 750 Newtonmeter Drehmoment. Das Ergebnis sind Fahrleistungen auf Sportwagen-Niveau bei gleichzeitig erstaunlich kultiviertem Fahrverhalten.
Trotz seiner enormen Leistung bleibt der AMG alltagstauglich. Bis zu 65 Kilometer elektrische Reichweite sind im Test möglich, während Luftfederung, hochwertige Sitze und ein großzügiges Raumangebot für hohen Reisekomfort sorgen.
Seinen Preis hat die Leistung allerdings: Der Mercedes-AMG GLE 53 Hybrid startet bei 126.883 Euro. Wer maximale Performance mit Plug-in-Hybrid-Technik verbinden möchte, findet derzeit jedoch kaum ein beeindruckenderes Gesamtpaket.
„Wer regelmäßig laden kann, bekommt mit einem Plug-in-Hybrid das Beste aus zwei Welten: elektrisches Fahren im Alltag und volle Flexibilität auf langen Strecken – ganz ohne Reichweitenstress.“
So testet AUTO BILD
AUTO BILD kombiniert im Fahrzeugtest objektive Messwerte mit intensiven Alltagseindrücken. Gerade bei Anfängerautos ist diese Mischung entscheidend – hier zählt nicht nur die reine Leistung, sondern vor allem die Beherrschbarkeit im Alltag. Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten.
In jede Kategorie fließen sowohl messbare Werte als auch subjektive Eindrücke ein. Für dieses Segment werden bestimmte Kriterien besonders stark gewichtet. Dazu gehören Übersichtlichkeit, ein gutmütiges Fahrverhalten, leichtgängige Lenkung und ein sicher dosierbares Bremssystem. Auch der Bremsweg hat eine hohe Relevanz, da er direkt die Sicherheitsreserven beeinflusst. Messwerte wie Verbrauch, Reichweite oder Ladeleistung liefern die objektive Basis.
Ergänzt werden sie durch Eindrücke aus dem Alltag – etwa zur Bedienbarkeit oder zum Fahrgefühl. Am Ende entscheidet der Gesamteindruck. Denn ein gutes Anfängerauto muss vor allem Vertrauen schaffen und im Alltag funktionieren – nicht nur auf dem Papier überzeugen.
Häufige Fragen zu Plug-in-Hybriden
Was ist ein Plug-in-Hybrid?
Ein Plug-in-Hybrid kombiniert einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor. Die Batterie kann extern geladen werden und ermöglicht rein elektrisches Fahren über viele Kilometer.
Wie weit fahren Plug-in-Hybride elektrisch?
Moderne Modelle schaffen heute oft zwischen 80 und 120 Kilometer rein elektrisch. Im Alltag reicht das für viele Pendler bereits aus, um die meisten Fahrten ohne Sprit zurückzulegen.
Lohnt sich ein Plug-in-Hybrid noch?
Ja, besonders für Fahrer, die regelmäßig laden können. Wer viele Kurzstrecken elektrisch fährt und für längere Reisen auf den Verbrenner zurückgreift, profitiert von den Vorteilen beider Antriebsarten.
Muss ein Plug-in-Hybrid geladen werden?
Technisch nicht. Ohne regelmäßiges Laden steigt jedoch der Verbrauch deutlich an, da das zusätzliche Gewicht der Batterie mitgeschleppt werden muss.
Sind Plug-in-Hybride günstiger als reine Elektroautos?
Das hängt vom Modell ab. Viele Plug-in-Hybride liegen preislich auf ähnlichem Niveau wie vergleichbare Elektroautos, bieten dafür aber die Flexibilität eines Verbrenners auf langen Strecken.
Für wen eignet sich ein Plug-in-Hybrid besonders?
Vor allem für Pendler, Dienstwagenfahrer und Familien, die im Alltag elektrisch fahren möchten, aber regelmäßig auch längere Strecken zurücklegen und dabei nicht auf Ladepausen angewiesen sein wollen.
Fazit
Plug-in-Hybride bleiben eine spannende Alternative zwischen Verbrenner und Elektroauto. Sie ermöglichen im Alltag oft rein elektrisches Fahren, bieten auf langen Strecken aber weiterhin die gewohnte Reichweite eines klassischen Antriebs. Die besten Modelle überzeugen dabei nicht nur mit hoher Effizienz, sondern auch mit viel Komfort, starken Fahrleistungen und moderner Technik. Wer regelmäßig laden kann und maximale Flexibilität sucht, findet unter den aktuellen Plug-in-Hybriden passende Fahrzeuge für nahezu jeden Einsatzzweck.
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