Jaguar-SUV

— 18.05.2011

2014 kommt die Wildkatze

Für 2014 plant Jaguar einen kompakten Leichtbau-Crossover, der Elemente
des Range Rover Evoque mit denen einer neuen Pkw-Baureihe vereint. Als Antriebsquelle sind sparsame Turbo-Vierzylinder und ein V6-Diesel vorgesehen.



Jaguar und Land Rover haben große Pläne. Nach dem Facelift von Jaguar XK und XF stehen im nächsten Jahr der XF Kombi und der komplett neue Range Rover auf dem Programm – Letzterer soll satte 500 Kilo abspecken! Schon Ende 2013 ist dann der Nachfolger des Range Rover Sport an der Reihe. Fast zeitgleich bringt Jaguar einen neuen Sportwagen unterhalb des XK. Für 2014 haben die Produktplaner den XF-Nachfolger und den ersten Jaguar-Crossover avisiert. Was alle diese Modelle eint, ist das Kürzel PLA. Es steht für Premium Lightweight Architecture. Diese neue modulare Leichtbau-Matrix erinnert an Audis modularen Längsbaukasten MLB, der vom A4 bis zum Q7 fast die gesamte Audi-Palette abdeckt.

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Der noch namenlose Crossover wird ein modernes Auto ohne schwülstige Proportionen. Das Design orientiert sich am ersten Infiniti FX.

Der Crossover ist nicht nur Teil von PLA, sondern auch Teil einer neuen, kompakten Jaguar-Modellfamilie mit dem Entwicklungscode X760. Doch statt 3er-Reihe, C-Klasse und A4 mit dem üblichen Mix aus Limousine, Kombi, Coupé und Cabriolet Paroli zu bieten, denken die Briten über ein viertüriges Coupé, einen Sportcombi mit großer Heckklappe und besagten Crossover nach. Um sich von der Land Rover/Range Rover-Familie abzugrenzen, soll der Jaguar-Crossover nicht mit den erstaunlich geländetauglichen Anlagen des Evoque gepaart werden, der sich erst langfristig in die PLA-Strategie integrieren lässt. Stattdessen wollen Insider von einer Kombination aus Leichtbaukarosserie und Range-Rover-Allrad-Know-how wissen. Dabei geht es weniger um schwere 4WD-Komponenten als um Software und Synergien im Antriebsbereich.

Oberklasse-Diesel im Vergleich: Jaguar XF/Infiniti M30d/Citroën C6

Jaguar-Chefdesigner Ian Callum hat sich schon mit XK, XF und XJ vom Retrolook verabschiedet. Auch der noch namenlose Crossover wird ein modernes Auto ohne Buckingham-Palace-Proportionen. Als heimliches Vorbild der Formfinder gilt die erste Version des Infiniti FX von 2003, das mit klaren Linien und bulligem Auftritt als eines der schönsten SUVs des vergangenen Jahrzehnts gilt. Weil der Jaguar mindestens eine halbe Nummer größer und geräumiger ausfallen soll als der Evoque, zielen die Engländer in die Lücke zwischen X3/X5, Q5/Q7 und GLK/ML. Während die deutschen Marken auf Pragmatismus und eher knappe Abmessungen setzen, will Jaguar auch beim SUV nicht auf eine lange Haube, auf eine coupéähnliche Dachpartie und auf einen etwas großzügigeren Überhang mit entsprechend geräumigerem Gepäckabteil verzichten. Der X760 Crossover ist ein Fünfsitzer, von dem es auch eine sogenannte Portfolio-Luxusversion mit zwei hinteren Einzelsitzen geben soll. Eine optionale dritte Sitzreihe ist der Langversion der PLA-Matrix vorbehalten, die bei Jaguar kaum vor 2015 eingeführt wird – und dann auf Basis des nächsten RR Sport.

Mit PLA beherrschen die Engländer die komplette Hightech-Palette vom leichten Spaceframe-Aufbau über das Nebeneinander von Stahl- und Luftfederung sowie Heck- und Allradantrieb bis zum Motoren-Trio aus Vierzylinder, V6 und V8 – alle drei ab 2014 auf Wunsch auch als Plug-in-Hybrid. Den Jaguar-Crossover sollen der 2,2-Liter-Diesel mit 190 PS (aus dem Freelander), der 3,0-Liter-V6-Selbstzünder mit 240 PS (aus dem Discovery) oder der ebenfalls 240 PS starke 2,0 Liter-Turbobenziner (aus dem Evoque) antreiben. Von Letzterem soll es auch eine schwächere und sparsamere Ausführung geben. Als Kraftübertragung für alle Modelle hat angeblich der Acht-Stufen-Automat von ZF das Rennen gemacht. Vier neue Baureihen in nur vier Jahren plus neue Range-Rover-Modelle – die Briten haben sich viel vorgenommen.

Autor: Georg Kacher

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