Mercedes GLC Coupé (New York 2016) im Test: Sitzprobe

Mercedes GLC Coupé (New York 2016): Sitzprobe

— 23.03.2016

Eine ganz schräge Nummer

Das Mercedes GLC Coupé will etwas sein, was theoretisch nicht geht: ein sportliches SUV-Coupé mit vier Türen. Doch was sagt die Praxis?

Liebling, ich habe das GLE Coupé geschrumpft! Das GLC Coupé tritt in Konkurrenz zum BMW X4.

Hand aufs Herz, eigentlich passt hier doch gar nichts. Coupés sind schnittige Zweitürer mit abfallender Dachlinie. Und sportlich ist sicherlich ein AMG GT, aber doch nicht ein 1,60 Meter hohes viertüriges SUV? Stimmt nicht, sagt Mercedes und tritt den Beweis mit dem GLC Coupé an. Aber AUTO BILD lässt sich nicht so einfach überzeugen und macht die Sitzprobe!
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Video: Mercedes GLC Coupé (NYIAS 2016)

Neues Mercedes-SUV

Die A-Säule des GLC Coupé neigt sich stärker als beim normalen GLC, das Dach des neuesten Modells fällt dynamisch nach hinten ab und endet in einem wohlgeformten Heck, das an das S-Klasse Coupé erinnert. Schmale Heckleuchten, integrierte Endrohrblenden und ein als Diffusor ausgebildeter Unterfahrschutz prägen den Hintern des GLC Coupés. Insgesamt sieht es stimmiger aus als beim GLE Coupé, weil beim 4,73 Meter langen GLC Coupé die Proportionen besser passen.

Mercedes GLC Coupé (2016): Mitfahrt

Mit dem Begriff "Coupé" tun sich dennoch viele bei einem viertürigen SUV schwer. Aber die Automobilindustrie hat uns ja seit Mercedes CLS, BMW 6er Gran Coupé und X6 langsam daran gewöhnt. "Coupé" steht jetzt für eine abfallende Dachlinie und sportliche Anmutung, die das GLC Coupé mit dem steilen Diamantgrill, Einzellamelle, kurzen Überhängen und den großen Lufteinlässen sicherlich hat. Als Edition 1 setzt das weiße Showcar mit AMG Line Exterieur sowie 20 Zoll-AMG-Felgen mit Mischbereifung sogar noch einen drauf. Doch was kostet den Kunden der Trend zur dynamischen Dachlinie? Wie sieht es mit den Platzverhältnissen im Fond und Kofferraum aus?
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Das Kofferraumvolumen schrumpft

Das Heck ähnelt dem des GLE Coupé, ist allerdings harmonischer und graziler gezeichnet.

Obwohl das Coupé acht Zentimeter länger ist als der GLC, gibt es nicht automatisch mehr Platz für die Passagiere. Erstens bleibt der Radstand mit 2,87 Meter gleich und zweitens verliert das Coupé nach oben vier Zentimeter. Beim Kofferraum gilt es zuerst die hohe Ladekante zu überwinden. Was bei 1,87 m Körpergröße nicht dramatisch ist, dürfte für kleinere Menschen schon eine größere Hürde beim Beladen darstellen. Mit einem Volumen von 491 bis 1205 Litern verliert der schnittige GLC gegenüber seinem höheren Modellgenossen 59 beziehungsweise 395 Liter. Zumindest nach dem Datenblatt von Mercedes. Damit packt das GLC Coupé auch ein paar Literchen weniger als der Konkurrent X4 (500 bis 1400 Liter). Wer schön sein will, muss eben leiden – und zwei Golftaschen passen trotzdem rein. Wer sich für ein Coupé entscheidet, muss immer einen Platzverlust in Kauf nehmen.

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Kleiner Trick im Fond mit großer Wirkung

Nicht verzichten muss man im GLC Coupé auf den bequemen hohen Einstieg. Gesäß auf die Rückbank und Beine rein. Menschen über 1,80 m müssen dabei den Kopf einziehen, was allerdings keine akrobatische Zirkusnummer abverlangt. Auf der Rückbank bekommen wir locker die Hände vor die Knie und über den Kopf. Die Coupé-Linie lässt einen nicht das Dach auf die Birne drücken. Mercedes hat dazu in die Trickkiste gegriffen und hinten eine flachere Sitzfläche verbaut, die beim ersten Po-Kontakt ebenso bequem erscheint wie die Polster im GLC. Eng wird es also nur mit drei Personen im Fond.

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Mercedes SLC Illustration Mercedes A-Klasse Illustration Mercedes C-Klasse Cabrio Illustration

Das Cockpit kennen wir weitgehend aus dem GLC und der C-Klasse.

Die Kommandozentrale vor Fahrer und Beifahrer ist identisch mit der des GLC und letztlich aus der C-Klasse bekannt. Neu sind optionale Sportsitze. Im Showcar nehmen wir allerdings auf Ledersitzen in Bi-Color Optik Platz, denen es nicht an Komfort mangelt. Mit dem griffigen Lenkrad ist bei allen Coupé-Modellen eine neu abgestimmte Lenkung mit direkterer Übersetzung als beim herkömmlichen GLC an Bord. Hinzu kommt ein serienmäßiges Sportfahrwerk mit fünf Fahrprogrammen. Die Maßnahmen greifen. AUTO BILD konnte sich bereits bei der ersten Mitfahrt davon überzeugen, dass sich das Coupé sportlicher anfühlt als der GLC. Es geht also, ein sportliches SUV-Coupé ist keine graue Theorie mehr. Doch was kommt als Nächstes? Unser Tipp: das Mercedes GLC Cabrio.

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Robin Hornig

Fazit

Kann man mögen oder nicht, SUV-Coupés werden mehr und mehr unser alltägliches Straßenbild prägen. Nach X6, X4, GLE- und GLC Coupé steht bereits der Mazda CX-4 in den Startlöchern. Und nicht vergessen: Gebaut wird, was gefällt und sich gut verkauft. Und weil es die Statistiken bisher so zeigen, gehe ich gerne eine Wette ein, dass zahlreiche Kunden zugreifen werden, wenn das GLC Coupé im September 2016 ab 45.0000 Euro bei den Händlern steht.

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