GLC statt GLK, GLS statt GL: Mercedes baut seine Benennungen kräftig um. Und im Rahmen eines Facelifts bekommt auch die M-Klasse einen neuen Namen. Als GLE ist das SUV mit neuen Scheinwerfern samt integriertem Tagfahrlicht und neuen Kotflügeln sowie LED-Heckleuchten, neuen Endrohrblenden und einem dreidimensionalen Unterschutz auf der New York Auto Show vorgefahren. Die gute Nachricht: Die Preise bleiben auf dem Niveau des Vorgängermodells. Günstigste Variante ist der 204 PS starke kleine Diesel 250 d für 45.350 Euro, einen Benziner gibt es ab 51.200 Euro (GLE 400 4Matic, 333 PS). Der neue Plug-in-Hybrid GLE 500 e 4Matic kann für 73.899 Euro bestellt werden. Die Auslieferung beginnt laut Mercedes im August.
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Mercedes GLE
Am Heck hat sich nur wenig getan: neue LED-Rückleuchten und Endrohrblenden.
Bild: Werk
Plug-in-Hybrid? Ja, tatsächlich: Erstmals bekommt ein Mercedes-SUV ein Doppelherz als Antriebsvariante. Die Kombination aus 333 PS starkem V6-Benziner und 116 PS starker Elektromaschine (Systemleistung: 442 PS) bringt es im GLE 500 e 4Matic auf ein Drehmoment von 650 Newtonmetern. Je nach eingestelltem Fahrmodus steuert das System das Verhältnis von Elektro- und Verbrennerpower oder lässt den GLE rein elektrisch fahren – bis zu 30 Kilometer weit und 130 km/h schnell. Ebenso möglich: Ein Lademodus und ein Sparmodus, um die Akkuladung beizubehalten. Geschaltet wird über das siebenstufige Automatikgetriebe. Großer Vorteil: Anders als ein herkömmlicher Hybrid lässt sich der Plug-in auch an der heimischen Steckdose aufladen – und hat einen Normverbrauch von 3,3 Litern pro 100 Kilometer.

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Die weiteren Motorenvarianten:
● GLE 400 4Matic: V6-Biturbobenziner, 3,0-Liter-Hubraum, 333 PS, 480 Nm Drehmoment bei 1600-4000 U/min, siebenstufiges Automatikgetriebe, permanenter Allradantrieb
● GLE 500 4Matic: V8-Biturbobenziner, 4,7-Liter-Hubraum, 435 PS, 700 Nm Drehmoment bei 1800-4000 U/min, siebenstufiges Automatikgetriebe, permanenter Allradantrieb
● GLE 250 d/GLE 250 d 4Matic: Reihen-Vierzylinder-Diesel mit Direkteinspritzung und Turbolader, 2,2-Liter-Hubraum, 204 PS, 480/500 Nm Drehmoment bei 1600-1800 U/min, Neunstufiges Automatikgetriebe, Heckantrieb/permanenter Allradantrieb
● GLE 350 d 4Matic: V6-Diesel mit Direkteinspritzung und Turbolader, 3,0-Liter-Hubraum, 258 PS, 620 Nm Drehmoment bei 1600 U/min, neunstufiges Automatikgetriebe, permanenter Allradantrieb.
Optional bei den Dieselvarianten ist erstmals eine Geländeuntersetzung mit Zentralsperre. Diese lässt sich mit dem serienmäßigen "Drive Select"-Fahrmodusschalter aktivieren. Daneben sind verschiedene Charakteristika möglich: Sport-, Komfortmodus, Unterstützung bei Glätte und ein Offroad-Programm. Durch die aufpreispflichtige, neu abgestimmte Luftfederung ist eine Bodenfreiheit von fast 29 Zentimetern und eine Wattiefe von 60 Zentimetern möglich.

Mit an Bord: neue Assistenten

Mercedes GLE
Der Monitor im Cockpit ist mit dem Facelift nun teilintegriert, das System geht auch online.
Bild: Werk
Bei der Serienausstattung orientiert sich das Facelift am Vorgängermodell. Serienmäßig sind nun auch der Seitenwindassistent, ein Auffahrwarner, Start-Stopp-Funktion sowie der Fahrmodusschalter "Dynamic Select", ein überarbeitetes Multifunktionslenkrad sowie ein Infotainmentsystem mit 7-Zoll-Display und Kommunikationsmodul für die "Connect me"-Services mit an Bord. Optional gibt es unter anderem einen Lenkassistenten, Fußgängererkennung, Spurhalteassistenten, automatisches Servoschließen der Türen oder die 360-Grad-Kamera und aktivem Parkassistenten. Das Infotainmentsystem "Comand online" mit 8-Zoll-Display und Touchpad geht ins Internet, erkennt Verkehrszeichen und gibt Umleitungsempfehlungen mithilfe von Echtzeit-Verkehrsdaten.
Erstmals bekommt der GLE auch eine elektrisch ein- und ausfahrbare Anhängekupplung mit ESP-Anhängerstabilisierung. Und auch im Innenraum gibt es Neuerungen: Besonders auffällig ist das größere Display, das teilintegriert auf der Instrumententafel steht. Neue Ausstattungsfarben wie Ingwerbeige oder Porzellan erweitern das Portfolio, auch schwarzer Klavierlack oder Carbonelemente sind möglich.

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Die AMG-Versionen haben bis zu 585 PS

In den Topversionen Mercedes-AMG GLE 63 und 63S kommt ein 5,5-Liter-V8-Biturbomotor mit 557 oder 585 PS zum Einsatz. Für diese sportliche Variante wurde das Fahrwerk überarbeitet, und mit dem AMG-Familiengesicht samt A-Wing und Twinblade-Kühlergrill hat diese Variante auch ihren speziellen optischen Auftritt. Dazu sind die Radläufe breiter geraten, 20-Zöller sind Serie, genauso wie die zwei verchromten Doppelendrohre. Zusätzlich bei den Fahreinstellungen ist der Sport+ - Modus für eine besondere Fahrdynamik, zudem hat der Allradantrieb des 63 und 63S ein eigenständiges Verteilergetriebe, das das Motormoment im Verhältnis 40:60 (statt 50:50) verteilt.