Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Fahrbericht

Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Fahrbericht

— 20.02.2017

Erste Fahrt im neuen Mitsubishi-SUV

Mit dem Eclipse Cross will Mitsubishi wieder richtig durchstarten. AUTO BILD ist das neue SUV schon vor der Messepremiere in Genf gefahren!

Lange nichts mehr gehört von Mitsubishi. Vor fünf Jahren, also 2012, stellte der Hersteller zuletzt ein neues Modell vor. Jetzt sind die Japaner aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht, wollen weg von der Beliebigkeit der vergangenen Jahre, hin zu mehr Design – und zum SUV. Und sie wollen wieder mehr verkaufen als die bundesweit 40.000 Exemplare im Jahr 2016. Den Auftakt macht der Eclipse Cross. Eclipse? Moment, da war doch was! Das Sportcoupé gab es zwei Generationen lang auch bei uns, bis es aus der Modellpalette verschwand – wohl auch, weil die zweite Generation keinen großen Erfolg mehr brachte. Nun feiert der Name seine Auferstehung – für ein SUV-Coupé im Format à la Nissan Qashqai oder Mazda CX-4.
Premiere ist auf dem Autosalon in Genf (9. bis 19. März 2017)

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Nah dran an der Studie

Ein großer, schlundartiger Grill und zackige Linien kennzeichnen das Mitsubishi-SUV.

Optisch fährt der Eclipse eine scharfe Linie und erinnert stark an das Showcar "XR-PHEV II" vom Autosalon Genf 2015. Unter der Tarnung unseres Testwagens waren Front und Heck schwer erkennbar, doch der markante Kühlergrill und das ausgeprägt gestaltete Heck mit den Rückleuchten direkt unterhalb der Heckscheibe dürften es in die Serie schaffen. Geblieben sind mit Sicherheit die zwei charakterischen Linien an der Seite und das abfallende Dach, das Passagieren über 1,80 Meter im Fond die Luft über der Frisur dünn werden lässt – und die niedrigen Türausschnitte bergen
Kopfnussgefahr. Die Kniefreiheit hingegen ist einwandfrei, zudem ist die Rückbank nicht nur klapp- sondern auch längs verschiebbar. Vorne genießen Fahrer und Beifahrer massig Platz nach oben.
Und auch wenn große Teile des Cockpits noch mit schweren Tüchern verhangen waren, ließen die sichtbaren Teile schon durchblicken: Der Armaturenträger wird in der Horizontalen gegliedert, oben thronen die Anzeigen (darunter auch ein hoch sitzendes Display in der Mitte), unten befinden sich die wichtigen Bedieneinheiten. Und weil Mitsubishi vor drei Jahren nicht nur den Designer gewechselt hat (kommt von Nissan), sondern auch die Qualitätssicherungsverfahren verbessert hat, sollen auch die Materialien deutlich hochwertiger sein als bisher. Das konnten wir allerdings beim Entwicklungsmodell noch nicht testen – wäre im Prototypenstatus ja auch unfair.

Die Neuheiten vom Genfer Autosalon 2017

Lieber das manuelle Getriebe nehmen

Für unsere Prototypen-Fahrt war der Eclipse Cross noch getarnt – in Genf steht er dann unverhüllt auf der Messebühne.

Technisch ist der Mitsubishi Eclipse Cross entfernt verwandt mit dem Outlander. Mit knapp 4,50 Metern ist er aber kürzer – und soll auch breiter sein. Neu kommt ein 1,5 Liter großer Turbobenziner mit Direkteinspritzung zum Einsatz. Er soll ein großes Drehmoment schon bei geringer Motordrehzahl bieten, schon ab 1500 Touren soll das Maximum erreicht sein. Bei unserem Testwagen war er an ein stufenloses automatisiertes Getriebe (CVT) gekoppelt, das dank Softwareeinsatz acht virtuelle Stufen hat. Die Kombination ist Geschmackssache, denn auch wenn das Getriebe durchaus vernünftig abgestimmt ist, neigt der Motor zum gelegentlichen Aufheulen unter Last und kann seine Leistung gefühlt nicht voll entfalten. Da es sich bei unserem exklusiven Testwagen noch um ein Vorserien- und Entwicklungsmodell handelt und die Ingenieure an Details feilen, dürfte es bis zum Marktstart noch Veränderungen geben. Wir empfehlen trotzdem das sechsstufige manuelle Getriebe. Und wer zum alternativen 2,2-Liter-Diesel greift, der soll auch ein achtstufiges Automatikgetriebe bestellen können. Ob ein Hybrid kommt, ließ Mitsubishi noch nicht durchblicken.

Komfortbetontes Fahrwerk

Die erste Testfahrt zeigt: Bei der Abstimmung des Fahrwerks setzt Mitsubishi auf Komfort.

Beim Fahrwerk setzt der Eclipse Cross mehr auf Komfort als auf Sportlichkeit. Er federt entgegen dem allgemeinen Trend eher angenehm weich und bequem, heftigere Wellen dringen dann aber auch spürbar durch. Die Lenkung arbeitet angenehm direkt und nicht zu leichtgängig wie etwa beim Skoda Kodiaq, der allzu entkoppelt wirkt. In Kombination mit Allradantrieb ist serienmäßig das System S-AWC mit an Bord, das die Kraft nicht nur nach vorne und hinten, sondern auch auf die jeweils linken oder rechten Räder verteilt.
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Bei rund 22.000 Euro gehen die Preise los

Nach der Messepremiere auf dem Genfer Autosalon geht die Entwicklungsarbeit noch etwas weiter. Im Oktober 2017 soll die Serienproduktion starten, sodass die ersten Modelle in etwa ab November oder Dezember bei den Händlern stehen. Der Preis dürfte etwas über dem des kleineren ASX (20.000 Euro) rangieren, also bei rund 22.000 Euro.

Mitsubishi Eclipse Cross (2017): Fahrbericht

Das plant Mitsubishi außerdem

Das "Red Car", wie Mitsubishi den Eclipse Cross aufgrund der Farbe des Concept Cars von 2015 nennt, ist erst der Anfang einer SUV-Offensive der Japaner. Schließlich sind jetzt schon 77 Prozent aller verkauften Mitsubishi-Modelle in Europa SUVs, nur der Kleinwagen Space Star spielt noch eine weitere tragende Rolle. Innerhalb der kommenden drei bis vier Jahre soll auch noch ein "Yellow Car" (entsprechend der Studie aus Tokio 2016) folgen, das die Nachfolge des ASX antritt. Und schließlich folgt noch das "White Car" (Concept 2016 in Paris), das den Outlander ersetzen könnte.

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Kompakt-SUV

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