Peugeot 308 GTi Facelift (2017): Test

Peugeot 308 GTi Facelift (2017): Test

Neue Optik, gleiche Leistung

Peugeot verpasst dem kompakten Sportmodell 308 GTi ein Facelift. Die Optik wird überarbeitet, es bleibt bei 272 PS. Fahrbericht plus alle Infos!
Vorstellung: Schwarze Front für das Topmodell
Interieur: Schalensitze und sportliche Details
Fahren: Fahren: Das Torsen-Differenzial bringt Traktion (Update!)
Ausstattung: Zweifarb-Lackierung gegen Aufpreis
Connectivity: i-Cockpit mit "Mirror Screen" im GTi
Motor: Es bleibt beim 1,6-Liter-Vierzylinder
Technische Daten und Preis: 272 PS und 330 Nm reichen für 250 km/h

Vorstellung: Schwarze Front für das Topmodell

Video: Peugeot 308 GTi Facelift (2017)

GTI auf Französisch

Der Franzosen-GTi bekommt ein Facelift: Im Rahmen der Überarbeitung des 308 frischt Peugeot auch das Topmodell GTi auf. Am deutlichsten entwickeln die Designer den Kompakten an der Front weiter: Die Motorhaube ist neu, der Kühlergrill bekommt einen geänderten Einsatz und wird geschwärzt. Anders als beim zivilen 308 trug auch schon die Vorfacelift-Version des GTi den Peugeot-Löwen in der zentralen Kühlluftöffnung. Unterhalb des Kennzeichens hat das Facelift drei horizontale Streben, die angedeutete Frontlippe ist rot lackiert, und auch die Tagfahrlichter wurden neu gestaltet. Im Vergleich zum normalen 308 ist der GTi elf Millimeter tiefergelegt. Am Heck fallen die Änderungen deutlich moderater aus: Die Rückleuchten bekommen die Markensignatur der angedeuteten drei Krallen, ansonsten ändert sich wenig. Der Doppelauspuff und der dezente Diffusor bleiben. An der Leistung ändert sich nichts, der 1,6-Liter-Vierzylinder bringt es nach wie vor auf 272 PS und 330 Nm Drehmoment. Der Peugeot 308 GTi ist ab sofort für mindestens 35.350 Euro bestellbar, das macht 600 Euro Aufpreis gegnüber dem Vorgänger.

Interieur: Schalensitze und sportliche Details

Der 308 GTi soll 250 km/h schaffen.

Auch im Innenraum verpasst Peugeot dem 308 GTi Facelift sportliche Details. Die Schalensitze sind mit Kunstleder und Alcantara bezogen. Rote Ziernähte und das GTi-Logo an Sitzen und Lenkrad sollen für einen sportlichen Look sorgen. Für besseren Halt kommt das Topmodell mit einer Alu-Pedalerie. Vom normalen 308 übernimmt der GTi das sogenannte i-Cockpit mit 9,7-Zoll Touchscreen.

Fahren: Das Torsen-Differenzial bringt Traktion

AUTO BILD war mit dem Peugeot 308 GTi schon auf der Rennstrecke! Gut, Revolution war hier nicht zu erwarten. Die optischen Änderungen, die Peugeot seinem Golf-Jäger 308 GTi da hat angedeihen lassen, muss man fast mit der Lupe suchen. Aber mal ehrlich: Man muss das Rad jetzt auch nicht alle vier Jahre neu erfinden. Den 308 GTi hat Peugeot im ersten Wurf schon ziemlich gut hingekriegt. Und der Kompaktsportler steht nicht irgendwo in der Garage, sondern in der Boxengasse des Ascari Race Circuits! 

Allrad? Nicht nötig! Dank Torsen-Differenzial hat der Fronttriebler trotz 272 PS und 330 Nm jederzeit ausreichend Grip.

Schon eingangs der ersten Kurve nach der Boxengasse greift das Torsen-Differenzial regelnd in die angetriebene Vorderachse ein und schiebt mehr Antriebsmoment auf das kurvenäußere Rad. Dieser Vorteil des Fronttrieblers wird am Kurvenausgang richtig spürbar, wo er sich mit den 330 Newtonmeter Drehmoment vehement aus dem langgezogenen Eck herauszieht. 272 PS treiben den schnellsten 308 an und bringen ihn in glatten sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h. Gleichzeitig soll er bei langsamer Gangart laut Normzyklus mit sechs Litern Super auf 100 Kilometer auskommen. Nach leichtem Anbremsen stürzen wir uns in die überhöhte Bathurst-Kurve. Das Torsendifferenzial ist hier voll gefordert, leistet aber gute Dienste. Obwohl das maximale Drehmoment zwischen 1900 und 5500 Umdrehungen anliegt, schiebt der GTi erst ab 2500 Umdrehungen so richtig nach vorne. Dann gibt es allerdings Vortrieb, bis der Drehzahlbegrenzer bei rund 7500 Touren Einhalt gebietet. Der Leistungs-Zenit liegt bei 6000 Umdrehungen. Der Fahrwerksabstimmung merkt man die Suche nach einem Kompromiss zwischen Alltagstauglichkeit und sportlichen Ambitionen an: Für mehr Komfort auf schlechten Wegen ist die Federung nicht superhart ausgefallen. Das bringt auf der Rennstrecke minimale Wankbewegungen der Karosse mit sich. Die Sitze mit guter Seitenführung fangen dagegen die Passagiere in den Kurven gut wieder ein. Dennoch: Das ist vielleicht der einzige Punkt, bei denen sich der Golf GTI wirklich besser schlägt. In Sachen Fahrwerksabstimmung macht Wolfsburg eben so schnell niemand was vor. 

Ausstattung: Zweifarb-Lackierung gegen Aufpreis

Die Zweifarb-Lackierung "Coupe Franche" gibt es wahlweise in Rot/Schwarz oder Blau/Schwarz und kostet 1800 Euro Aufpreis.

Dem Peugeot 308 GTi Facelift spendieren die Franzosen ab Werk LED-Scheinwerfer, Zweizonen-Klimaautomatik und eine Einparkhilfe. Speziell für das sportliche Topmodell gibt es ein Sperrdifferential, 19-Zoll-Felgen mit Reifen der Marke Michelin Pilot Super Sport, eine Sportbremse mit 380 Millimeter großen Scheiben an der Vorderachse, Schalensitze und ein Sportlenkrad mit GTi-Logo. Die zweifarbige Sonderlackierung "Coupe Franche" jeweils mit roter oder blauer Front und glänzend schwarzem Heck kostet 1800 Euro Aufpreis. Wer die Zweifarb-Lackierung bestellt, der muss allerdings auf das optionale Panorama-Glasdach verzichten.

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Connectivity: i-Cockpit mit "Mirror Screen" im GTi

Mit dem Facelift des 308 bietet Peugeot auch das digitale i-Cockpit im Kompakten an. Dank "Mirror Screen" lassen sich Smartphone-Inhalte via Android Auto oder Apple CarPlay auf das eingebaute Infotainment spiegeln. Zudem verfügt der Peugeot 308 über eine 3D-Navigation inklusive Echtzeit-Verkehr und Sprachsteuerung. Bei den Assistenzsystemen haben die Franzosen aufgerüstet und versprechen insgesamt acht neue Technologien – darunter der Notbremassistent, der aktive Spurhalteassistent und der adaptive Geschwindigkeitsregler. Außerdem im Angebot sind das "Clever-Paket" mit Park- und Totwinkelassistent, sowie das "Safety-Paket", das einen Fernlichtassistent, einen Müdigkeitswarner und eine Verkehrsschilderkennung beinhaltet.

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Motor: Es bleibt beim 1,6-Liter-Vierzylinder

Am Motor ändert sich beim Facelift des 308 GTi nichts. Die Franzosen setzen weiterhin auf den 1,6-Liter-Vierzylinder, der dank Turbo 272 PS und 330 Nm maximales Drehmoment leistet. Peugeot bietet den 308 GTi nur mit einer Sechsgang-Handschaltung an. Der Sprint auf 100 km/h soll nach glatten sechs Sekunden erledigt sein, die Höchstgeschwindigkeit soll bei autobahntauglichen 250 km/h liegen.

Peugeot 308 GTi Facelift (2017): Test

Technische Daten und Preis: 272 PS reichen für 250 km/h

Peugeot 308 GTi • Motor: Vierzylinder-Benziner • Hubraum: 1598 ccm • Leistung: 200 kW (272 PS) bei 6000 U/min • max. Drehmoment: 330 Nm bei 1900 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 6,0 s • Vmax: 250 km/h • Gewicht: 1280 kg • Verbrauch: 6,0 l/100 km • Preis: ab 35.350 Euro.

Markus Mechnich

Fazit

Der Peugeot 308 GTi hat durchaus das Potenzial, dem Wolfsburger Platzhirsch in die Parade zu fahren. Der Preis passt, der Auftritt ist erfrischend anders, und der Franzosen-GTI lässt sich auch ohne Allrad souverän bewegen. Vielleicht nicht revolutionär, aber schnell. Und darauf kommt es doch an.

Autoren: Jan Götze, Markus Mechnich

Stichworte:

Kompaktklasse

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