ADAC: Höhere Mitgliedsbeiträge

ADAC-Kostencheck 2019

ADAC: Erhöhung der Mitgliedsbeiträge

ADAC-Mitgliedschaft wird bald teurer

Auf die rund 21 Millionen ADAC-Mitglieder kommen wohl bald höhere Beiträge zu. Doch es soll auch mehr geboten werden. Außerdem gibt es einen neuen Vizepräsidenten.
(dpa/cj) Der ADAC will seine Beiträge erhöhen – aber auch seinen Mitgliedern mehr bieten. Das erklärte ADAC-Präsident August Markl bei der Hauptversammlung von Europas größtem Verkehrsklub am 11. Mai 2019 am Nürburgring. Der Internetauftritt der Vereins werde modernisiert, die ADAC-Pannenhilfe-App für Smartphones erweitert und die neue App "ADAC Trips" für touristische Informationen geschaffen. Auch über eine Premium-Mitgliedschaft zur besseren Absicherung werde nachgedacht, ergänzte Markl. Endgültig entschieden werde solle über die "wahrscheinliche" Erhöhung der Beiträge bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14./15. November 2019 in München.

Rote Zahlen, aber 759 Millionen Euro in der Kasse

ADAC-Präsident August Markl kündigte eine "wahrscheinliche" Beitragserhöhung für Mitglieder an.

Hintergrund der ADAC-Pläne sind operative rote Zahlen. Der Vizepräsident für Finanzen, Jens Kuhfuß, sagte vor den Delegierten: "Die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen decken nicht die Ausgaben." 2018 lag der operative Fehlbetrag bei etwa acht Millionen Euro. Dennoch verbuchte der ADAC im vergangegen Jahr nach eigenen Angaben einen immensen Gewinn: Nach internen Sonderzahlungen vor allem aus Reserven blieben unterm Strich 759 Millionen Euro in der Kasse. Kuhfuß sagte, der Club arbeite daran, mit seinem Zukunftsprogramm "Pole Position" bis spätestens 2021 auch operativ eine Null zu schreiben. 

Becker zum neuen ADAC-Vize gewählt

Auf der Versammlung wurde zudem der bisherige Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker, zum Stellvertreter Markls gewählt. Fast 38 Prozent der rund 240 Delegierten der 18 Regionalklubs stimmten allerdings gegen den Juristen, gut 62 Prozent für ihn. Er war einziger Kandidat. Becker könnte in zwei Jahren die Nachfolge des jetzt 70-jährigen Markl antreten. Bei der äußerlich ruhigen Hauptversammlung an der legendären Rennstrecke in der Eifel verweigerte fast jeder dritte der Delegierten (31,5 Prozent) dem bisherigen Präsidium die Entlastung. 68,5 Prozent gaben grünes Licht. Zwei Delegierte enthielten sich. Derzeit sind fast 21 Millionen Menschen ADAC-Mitglied, etwa ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland. Laut Kuhfuß wolle man die junge Generation mehr in den Blick nehmen: "Es muss wieder cool und hip sein, Mitglied im ADAC zu sein."

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