BMW: Dauertest
BMW-Modelle im Dauertest: sechsmal Note eins!

Vom Elektro-Pionier i3 bis zum Sportler M3 – so haben BMW-Modelle im Dauertest über 100.000 Kilometer abgeschnitten. Alle Ergebnisse im Überblick!
Bild: AUTO BILD/Christoph Börries
Von zehn getesteten Modellen sechsmal die Note eins, das kann sich sehen lassen. BMW hat im AUTO BILD-Dauertest eine durchaus positive Bilanz. Der BMW M3 belegt in unserem ewigen Dauertest-Ranking noch immer Platz 1. Auch der iX3, Z4 und ein 3er Touring sind unter den Top 10. Lediglich der i3 und ein 2er Active Tourer haben unseren hohen Erwartungen an BMW nicht entsprochen. Hier kommen alle Ergebnisse seit 2014 in einer Kurzzusammenfassung.
BMW M3 – Note 1+

Haltbar und schnell: BMW M3 mit 480 PS starkem R6.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
So fehlerfrei und gesund wie der BMW M3 ist noch keines der fast 200 Autos der vergangenen 30 Jahre AUTO BILD-Dauertest durch die Prüfung gerast. Kaum Verschleiß, absolut pannenfrei im Alltag, sehr ordentlich montiert – so das Haltbarkeitsfazit. Heißt insgesamt: Wer den schmerzhaften Kaufpreis erträgt, bekommt einen absoluten Traumwagen. Zum Testbericht
BMW iX3 M Sport – Note 1

Mit dem iX3 stellte BMW schon 2020 einen vollelektrischen X3 vor. Im AUTO BILD-Dauertest über 100.000 Kilometer konnte er abliefern!
Bild: AUTO BILD/Christoph Börries
Steherqualitäten bewies der BMW iX3 bei der finalen Untersuchung – und konterte damit die Ängste all jener, die den schnellen Verlust von Akkukapazität fürchten: 100 Prozent "State of Health" (deutsch: "Gesundheitszustand") nach 100.000 Kilometern. Und das, obwohl auch viel Langstrecke auf dem Plan stand – inklusive vielen Schnellladevorgängen. Die Demontage offenbarte ebenfalls ein solides Gesamtbild: ein leichter Rostansatz am Hinterachsträger und der vorderen Crashbox, gerissene Staubschutzmanschetten an beiden vorderen Stoßdämpfern (ein Fehlerpunkt) – das war's. Verschleißbedingte Abnutzungsspuren hielten sich in Grenzen. Sieht man vom hohen Wertverlust ab, können wir den iX3 uneingeschränkt empfehlen. Zum Testbericht
BMW Z4 sDrive 30i – Note 1

Der 100.000-Kilometer-Dauertest war für den BMW Z4 ein Klacks. Der Bayern-Roadster machte keinen Ärger, aber dafür jede Menge Spaß.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Während des gesamten Dauertests musste der Z4 nie unplanmäßig in die Werkstatt. Auch die Zerlegung förderte weder Mängel noch nennenswerten Verschleiß zutage. Dass die gefahrenen 100.000 Kilometer an Bodenteppichen oder dem ledernen Lenkradkranz vollkommen spurlos vorübergegangen sind, spricht für die Qualität der verwendeten Materialien. Angesichts des mittlerweile auf knapp über 50.000 Euro gestiegenen Grundpreises eigentlich Ehrensache, aber dennoch keine Selbstverständlichkeit. Der Z4 hat den 100.000-Kilometer-Marathon praktisch verschleißfrei und ohne Komplikationen weggesteckt. Spaßfaktor, Alltagstauglichkeit und Qualität sind top. Zum Testbericht
BMW 320d Touring – Note 1

Unser 320d Touring stand schon in der Basis mit wenig bescheidenen 43.866 Euro in der Preisliste, die Rechnung für unser Exemplar beläuft sich mit allen Extras auf stattliche 66.626 Euro!
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Ganz unaufgeregt und souverän meistert der BMW 320d Touring unseren Dauertest über 100.000 Kilometer Der finale Stopp zur Zerlegung bleibt ohne Überraschungen. Die unteren Hauptlagerschalen weisen minimale Einlaufspuren auf, in den Zylindern sind leichte Ölkohledurchzieher zu beobachten, ein paar Befestigungsbolzen zeigen einen Anflug von Rost – das war's. Ein paar funktionale Schwächen im Alltag, ein paar (eher kosmetische) Beanstandungen bei der Zerlegung und der hohe Preis – mehr ist auf der Negativseite nicht zu notieren. Zum Testbericht
BMW 223d xDrive Active Tourer – Note 1

Der BMW 223d Active Tourer musste 100.000 Kilometer im Zeitraffer abspulen, fuhr dennoch stets im grünen Bereich. Allerdings dürfte der BMW-Service ruhig sorgfältiger arbeiten.
Bild: AUTO BILD/Christoph Boerries
Im Rahmen einer Serviceaktion erhielt der 223d eine verbesserte Abdichtung der Ausgangswelle des Verteilergetriebes. Eine an sich problemlose wie schnelle Prozedur. Allerdings: Dass BMW im Rahmen dieser Maßnahme eine korrosionsschützende Fettschicht auf der Verzahnung fordert, ignorierten die Mechaniker komplett – mit entsprechend rostigem Ergebnis bei der Zerlegung. Noch ärgerlicher: Bei Kilometer 87.651 muckte der Active Tourer das einzige Mal im Laufe der Testdistanz auf, ließ ein verschlissenes Gelenk am Fahrwerk hörbar klackern. Auf unsere Bitte, das Geräusch zu lokalisieren, winkte der Betrieb nach kurzer Probefahrt nur ab – alles in Ordnung. Erst der nächste Werkstattstopp brachte eine ausgeleierte Koppelstange auf die Tagesordnung. Das Gesamtergebnis macht dennoch zufrieden. Mit dem machen Sie nichts falsch. Ein angenehmes Auto – sparsam, schnell, stark, zuverlässig und sehr variabel. Gleichzeitig modern vernetzt und hilfreich über Fahrassistenz abgesichert. Auch das Fahrgefühl – eine Mischung aus Dynamik und Nutzwert – hat uns gefallen. Ein genauso solides Ergebnis hätten wir uns jedoch auch vom Kundendienst gewünscht. Zum Testbericht
BMW X1 xDrive 20i – Note 1-

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Ein Alleskönner zum Wohlfühlen! So empfanden nicht wenige den BMW X1 im Dauertest: Der kann reisen, schleppen, angasen und verwöhnen. Fürs viele Geld wird eine Menge geboten, am Ende auch reibungslose 100.000 Kilometer. Bei der abschließenden Zerlegung fand der DEKRA-Sachverständige oberflächliche Korrosion an den Achsträgern und an einem Türscharnier, Laub in den Wasserabläufen im Motorraum und minimale Scheuerstellen am Unterboden – macht in Summe einen Strafpunkt. Einen weiteren gibt es für die leichte Leckage an einem Ladeluftschlauch und etwas Öl im Ansaugsystem. Das hat da nichts zu suchen. So kassiert der X1 unterm Strich fünf Minuspunkte. Macht eine 1–. Der Einser-Kandidat wird am Ende ein Einser-Absolvent. Und rehabilitiert BMW für den 218i Active Tourer, der 2017 mit einer enttäuschenden Vier abschloss. Na also, geht doch. Zum Testbericht
BMW 320d xDrive GT – Note 2

Bild: Roman Rätzke
Ab Kilometerstand 53.200 begann beim BMW 320d xDrive GT der Motor, bei Halbgas zu ruckeln. Als die Ruckelei nicht aufhörte, las BMW bei der 60.000er-Wartung das Getriebesteuergerät aus. Fehler? Nein. Aber Neustart. Und das Ruckeln war weg. Und das bei der hervorragenden Achtstufenautomatik, die auch im Dauertest hoch gelobt wurde. Im Kaltlauf und im Stadtverkehr fiel der raue 184-PS-Diesel negativ auf, der nicht so recht zum eleganten Charakter des Autos passen wollte. 2015 tauschte BMW den Brummbären gegen einen aktuellen, etwas kultivierteren Vierzylinder mit 190 PS. Die abschließende Zerlegung des Herzens förderte einen kleinen Riss in einem Kolben zutage, für den DEKRA-Sachverständigen Günter Schiele ein Grund zur Sorge. "Einzelfall", sagt BMW. Und die Geräusche, die bei Testende von der Hinterachse kamen? Ein Klacks Fett soll reichen. Aber den hatten die BMW bei früheren Dauertests nicht nötig. Nach den Einser-Kandidaten der Weiß-blauen kam der GT "nur" auf Note Zwei. Zum Testbericht
BMW 540i xDrive touring – Note 3

Bild: Joachim Staat / AUTO BILD
So schön, so praktisch, so stark. Mit dem 540i xDrive Touring hatten wir traumhaft schnelle Glücksmomente – und ungeahnte Werkstattpausen. Ein Traumwagen? Eindeutig ja! Note drei für die Zuverlässigkeit ist nur eine Seite der Medaille. Unser Testwagen wurde ein Opfer der Bauteiletoleranzen. Hier ein Zehntel zu wenig, dort ein My zu viel. Tolerierbar? Nicht bei einem BMW für 84.000 Euro. Zum Testbericht
BMW i3 Range Extender – Note 3-

Bild: Kolja Ensthaler / AUTO BILD
Erfahrungen haben wir in fünf Jahren reichlich gesammelt. Eine Erkenntnis: Billig ist E-Mobilität nicht. 17 Cent pro Kilometer klingt günstig, aber ein vergleichbarer Golf 1.4 TSI hätte im direkten Vergleich auch nur knapp 20 Cent gekostet. Dafür überzeugt die Technik. Die "schlechte" Note ist hauptsächlich dem Ausfall des Range Extenders nach einem Dauer-Einsatz geschuldet. Weitere Ausfälle: ein defekter Lüftermotor, ein defekter Drucksensor, der dazu führte, dass sich die Tankklappe nicht mehr richtig öffnen ließ und der Ausfall mehrerer Ladekabel. Zum Testbericht
BMW 218i Active Tourer – Note 4

Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Der Active Tourer ist kein echter BMW. Und damit meinen wir jetzt nicht Frontantrieb und Dreizylinder – das halten wir aus. Wir reden von der mäßigen Qualität. Dem Motor drohte ein kapitaler Schaden, Kupplung und Schaltung arbeiten nicht markenlike. Hier wurden der eigene Anspruch und die hohen Erwartungen der Käufer kaputt gespart. Zum Testbericht
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