BMW iX3 im ersten Test

BMW iX3 im ersten Test

BMW iX3: Test, Elektro-SUV, Preis, Reichweite

E-Antrieb ist feinfühlig abgestimmt, Reichweite geht (noch) in Ordnung

Mit dem in China gebauten und rein elektrisch betriebenen BMW iX3 wird manches anders. Auch besser? AUTO BILD macht den Test.
Sie sind spät dran bei BMW. Dabei waren sie mal die Allerersten, 2013 mit dem elektrischen i3. Doch inzwischen sind die Karten neu verteilt, bei den Elektro-SUVs etwa hat Audi schon seit 2018 den e-tron am Start, genau wie Jaguar den I-Pace. Mercedes liefert den EQC seit 2019, bei VW und Skoda stehen ID.4 und Enyaq in den Startlöchern. 
Und die Münchener? Kommen jetzt mit dem iX3. Als Elektroversion des X3, zusätzlich zu den Varianten mit Otto-, Diesel- und Hybridantrieb. Der Kunde hat also die Wahl.

Erstmals läuft ein BMW X3 in China vom Band

BMW iX3 (2020): Neuvorstellung - Elektro - SUV - Info

BMW bringt den elektrischen X3

BMW macht es damit anders als andere mit reinen E-Plattformen. Wobei, nicht ganz. Ende 2021 kommt der auf einer Elektro-Architektur stehende iX. Immerhin hat der iX3 jetzt aber schon die neueste E-Technik-Generation an Bord, dazu gehören E-Motor, Leistungselektronik und Ladetechnik. Gebaut wird der iX3 in der Stadt Shenyang im kalten Nordosten Chinas, auch für den Export zu uns nach Europa. Das gab es bei BMW noch nie, der X3 kommt ja eigentlich aus Spartanburg in den USA. Und es klappt ganz gut, das China-Mobil ist ordentlich gefertigt. Außen fällt die Umwandlung in ein Elektromobil nicht weiter auf, der Grill ist geschlossen, es gab Aero-Feinschliff und ein paar blaue Akzente. An Bord sieht es aus wie in jedem anderen X3, auch das Platzangebot blieb unverändert, wir haben das nachgemessen.

Bei den Fahrleistungen liegt das E-SUV auf Verbrenner-Niveau

Starker Antritt: Der iX3 absolviert den Sprint von 0 auf Tempo 100 in schlanken 6,8 Sekunden.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Also geht es vorn und hinten geräumig zu. Im Fond ist, typisch BMW, die Rückbank relativ flach über dem Boden montiert. Nur der Kofferraum hat verloren – der schluckt jetzt 510 bis 1560 Liter statt 550 bis 1600 beim Verbrenner. Klar, das Fach unter dem Ladeboden ist jetzt besetzt. Der an der Hinterachse liegende E-Motor liefert 286 PS und 400 Nm. Im Test schaffte der iX3 damit den Sprint von null auf hundert in 6,8 Sekunden. Zum Vergleich: Der 252 PS starke X3 xDrive30i mit 2,0-Liter-Benziner brauchte 6,5 Sekunden. Der E-Motor zieht kräftig an und beschleunigt den iX3 zügig, aber nicht übermütig. Auffällig ist, wie fein sich die Leistung dosieren lässt, der Motor reagiert sensibel aufs "Gas". Und das gilt auch für die gut funktionierende, in vier Stufen verstellbare Rekuperation. Mit etwas Übung bekommt man das Fahren mit nur einem Pedal flüssig hin.
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Besonders gut funktioniert das in der Stadt, da flitzt der iX3 mit seinem schnellen Ansprechverhalten geschmeidig durch den Verkehr. Auf der Landstraße fährt er sich dann handlich, aber eben nicht so agil wie der bekannt knackige X3. Das verhindern das hohe Gewicht von 2,2 Tonnen und eine für BMW-Verhältnisse ungewohnt leichtgängige Lenkung.

Autobahnfahrten reduzieren die Reichweite ganz erheblich

Unter optimalen Bedingungen soll der iX3 für 458 Kilometer gut sein. Im Test schafften wir nur 306.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Auf der Autobahn schmilzt die Reichweite dann dahin wie Restschnee in der Frühlingssonne. Der iX3 schwimmt hier bis etwa 160 km/h locker mit, darüber wirkt er zunehmend angespannt. Abgeregelt wird sowieso bei Tempo 180. An Bord bleibt es dabei bemerkenswert leise. Damit das nicht langweilig wird, haben sie bei BMW die "IconicSounds Electric" komponiert (Serie bei Impressive). Dabei hatte Hans Zimmer, Großmeister der Hollywood-Tonkunst, seine Hand im Spiel. Beim Beschleunigen und Bremsen erklingt auf Wunsch ein dunkler, tiefer, kräftiger Sound. Alphorn im Tunnel? Paul van Dyk im Berghain? U-Bahn in Tokio? Wohl ein Mix aus allem! Ungewohnt, aber nicht unsympathisch. Für den 80-kWh-Akku gibt BMW eine Reichweite von 458 Kilometern an. (Zu Hause laden: 900 Euro Zuschuss für Wallboxen)
Nun ja, im Test kam der iX3 auf 306 Kilometer bei einem Verbrauch von 24,1 kWh/100 km. Geladen werden kann mit bis zu 11 kW Wechselstrom und bis zu 150 kW Gleichstrom. Der wirklich üppig ausgestattete iX3-Testwagen steht ab 71.800 Euro in der Liste, minus 7975 Euro Förderung. Auch neue Wege haben ihren Preis. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
Das Fazit: Beim X3 gibt es jetzt die große Auswahl – auch die E-Version funktioniert gut. Der iX3 hat Platz, Komfort und fährt sich angenehm. Der E-Antrieb ist feinfühlig abgestimmt, und die Reichweite geht (noch) in Ordnung. AUTO BILD-Testnote: 2

BMW iX3 im ersten Test

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Autoren: , Berend Sanders

Fotos: Christoph Börries / AUTO BILD

Stichworte:

SUV Allradantrieb

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