VW T-Roc

Diesel gegen Benziner: der große Test

Bin ich doof, wenn ich zum Diesel greife?

Schluss mit den hysterischen Diesel-Debatten! Im großen Vergleich gegen Benziner klären wir, womit Sie besser fahren. Zwölf Auto-Paare im Test.
Ob man nun Diesel-Panik sagt, von Hysterie sprechen will oder wirklich an das Gute in der Sache glauben möchte – auf jeden Fall ging es den Selbstzündern im vergangenen Jahr ordentlich an den Motorblock. Motto: Diesel stinken und verpesten mit ihren NOx-Emissionen die Luft. Leider mit offiziellem "Segen": Die Verwaltungsgerichte haben geprüft, ihre Häkchen daran gesetzt und Städte in der Folge verdonnert. Wo die Luft zu trüb wird, dürfen Fahrverbote verhängt werden. Alte Selbstzünder – sprich Euro-5-Modelle und alles, was darunter liegt – haben zum Beispiel in der Stuttgarter City, in Bereichen Hamburgs oder sogar auf Autobahnteilen im Ruhrgebiet nichts mehr zu suchen.

Alle Testkandidaten sind sauber nach Abgasnorm Euro 6d-Temp

Antriebsfrage: Beim E 200 und beim E 200 d setzt Mercedes auf einen Turbo-Vierzylinder.

Ob das Aussperren der Ölbrenner hilft? Das weiß keiner so genau. Was wir aber wissen: Wie es um aktuelle Dieselmodelle steht. Vor allem im direkten Vergleich mit den wieder in der Beliebtheit steigenden Benziner-Brüdern. Wir haben verglichen: Kosten, Fahrcharakter, Abgasreinigung – bei insgesamt 24 Typen der derzeit höchsten Abgasnorm Euro 6d-Temp. Dazu haben wir akribisch untersucht, welcher Antrieb im Kampf gegen die neuen Fahrverbote die besseren Karten hat. Im ersten Teil sind sechs Paarungen dran. Im Kostenkapitel haben wir in Cent pro Kilometer erfasst, wo die finanziellen Unterschiede liegen und bei welcher Fahrleistung (wenn überhaupt) der Diesel seine Berechtigung findet. Für die Verbrauchsbetrachtung haben wir uns dabei nicht auf die Werksangaben verlassen. Die zugrunde gelegten Werte haben wir auf der AUTO BILD-Praxisrunde ermittelt, entsprechend in Spritkosten umgemünzt. Für alle Typen haben wir eine Haltedauer von vier Jahren bei einer Fahrleistung von 60.000 Kilometern (also 15.000 Kilometer pro Jahr) angenommen.
Pro und Contra zum Thema Diesel
Für die Unterhaltskosten zählten wir Steuersätze, Haftpflicht-und Vollkaskoprämien sowie die der Laufleistung entsprechenden Inspektionskosten zusammen. Für die subjektive Einschätzung bewerteten wir zudem Laufkultur, Fahreigenschaften und Kraftentfaltung der jeweiligen Motoren. Am Ende sprechen wir eine klare Empfehlung aus.
Gerald Czajka

Gerald Czajka

Fazit

Zwölf Paare, zwölf Duelle in allen Klassen und aus allen Preisligen – am Ende geht es nach unserer Bewertungsmethode unentschieden aus. Das zeigt, wie gut der Dieselantrieb noch ist – und wie gut die Benziner geworden sind. Letztere verlieren ihr trinkfreudiges Image zu Recht. Unsere Verbrauchsmessungen beweisen, dass der Ottomotor auch in der Praxis zum Sparen taugt. Beim Diesel sehen wir allein über die ebenfalls immer weiter sinkenden Praxisverbräuche auch in Zukunft deutliche Kostenvorteile. Immer vorausgesetzt, der Besitzer fährt auch tatsächlich richtig viel. Noch immer gilt zudem, dass zusätzliche (und durch AdBlue und Co komplexe) Technik mehr Geld kostet. Durch die Bank haben wir entsprechend deutliche Differenzen beim Kaufpreis festgestellt. Beim Diesel haben wir zudem den Eindruck, dass die aktuellen anspruchsvollen Abgasnormen der Technik zusetzen. In Sachen Laufkultur tuckerte der Diesel in der Vergangenheit schon samtiger und leiser – also noch besser.

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