Immer mehr Elektroautos werden in Deutschland neu zugelassen, trotzdem herrschen rund um die E-Mobilität noch viele Unklarheiten. Eine repräsentative Umfrage von Verivox enthüllte jetzt: 43 Prozent der Teilnehmer wussten nicht, wie ein Auto zu Hause aufgeladen wird.
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Kein Wunder: Wer noch nie ein Elektroauto zumindest für ein paar Tage gefahren hat, hat dessen Besonderheiten noch nicht kennengelernt – denn das Laden, ob nun zu Hause an der Wallbox oder per CCS-Schnelllader, ist der größte Unterschied zwischen E-Autos und Verbrennern.

Wichtige Fragen und Antworten zum Elektroauto-Laden

Kann mir jemand einfach so den Stecker abziehen?

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Frage: Wenn ich an einer öffentlichen Säule gerade mein Fahrzeug lade, habe ich natürlich nicht die Zeit (und Lust), während des Ladens danebenzustehen. Kann da nicht jemand, der vorbeikommt, den Stecker einfach aus der Ladesäule oder meinem Auto abziehen? 
Antwort: Nein, das ist nicht möglich. Es funktioniert nur, wenn man den Fahrzeugschlüssel hat, denn der Stecker wird von der Ladesäule verriegelt und erst nach dem Ende des Ladevorgangs freigegeben. Ihr E-Auto fährt zum Beispiel auch keinen Meter, wenn der Stecker noch drin steckt – es ist elektronisch gesichert. Anders als beim Diesel/Benzin mit Tankschlauch.

Wie kann ich den Ladevorgang beenden, wenn der Akku nicht voll ist?

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Frage: Woher weiß die Ladesäule, dass ich derjenige bin, der den Stecker meines Autos aus der Säule entfernen möchte – dass ich also berechtigt bin, den Ladevorgang zu beenden, bevor er zu 100 Prozent abgeschlossen ist? 
Antwort: Die Ladesäule erkennt Sie entweder an der Ladekarte eines Ladestromanbieters – oder Sie beenden den Vorgang selbstständig im Auto. Dort gibt es meist direkt neben dem Steckeranschluss eine Taste zur Trennung von Auto und Ladesäule. Vorher muss das Auto aber entriegelt werden. Sie können auch Ihre Tankkarte (mit der Sie den Vorgang gestartet haben) erneut vor die Wallbox oder Ladesäule halten, dann wird der Vorgang gestoppt und der Stecker freigegeben. Viele Stromanbieter verlangen das auch, damit nicht irgendjemand die Ladung stoppt.

Muss ich an der Ladesäule in der Stadt zusätzlich Parkgebühren zahlen?

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Frage: Angenommen, jemand schließt sein E-Auto morgens an eine öffentliche Ladesäule an, um zu laden. Kann das Fahrzeug dann den ganzen Arbeitstag (ca. 8 bis 10 Stunden) dort stehen und die Säule für alle anderen, die Strom tanken möchten, blockieren? 
Antwort: Das kann es, aber dann zahlt er Parkgebühren. An den öffentlichen Ladestationen stehen Parkschilder. Zwei Stunden, vier Stunden, manchmal ohne Begrenzung, daran müssen auch Elektroautofahrer sich halten.  Es ist leider nicht einheitlich. Oft ist das Parken während des Ladens dort kostenlos, manchmal nicht. Am Schnelllader (die an den Autobahnen bei Shell, Aral, Fastned usw.) stehen Sie ja nie lange, da ist es egal. In den Städten ist es nervig. Daher besser am Arbeitsplatz laden oder zu Hause, sofern es geht. Oder nach vier Stunden (Erinnerung im Smartphone programmieren!) das Auto abholen.

Werde ich bestraft, wenn ich vor einer Ladesäule parke, ohne zu laden?

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Frage: Im neuen Bußgeldkatalog steht etwas von einer Strafe, wenn ich auf einem E-Auto-Parkplatz parke, ohne zu laden. Gilt das auch, wenn mein Fahrzeug geladen wurde, nun fertig ist, ich aber erst nach Stunden zum Auto zurückkehre? 
Antwort: Ja, es gilt dann aber nicht diese Strafe, sondern nur die überzogene Parkgebühr . Allerdings: Da wird es vermehrt Zoff zwischen Hybrid- und Voll-E-Fahrern geben. Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Hybridfahrer blockierte den ganzen Tag eine von zwei Ladesäulen vor dem Belantis-Freizeitpark südlich von Leipzig. Dabei ist sein Auto nach ein, zwei Stunden voll. Wir aber mussten lange laden, um den Weg nach Hamburg  zurückzuschaffen.

Wie finde ich den aktuellen Strompreis einer Ladesäule heraus?

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Frage: Wie erfahre ich vor dem Betanken, wie viel ich für eine Kilowattstunde bezahlen muss? An einer normalen Tankstelle für Verbrenner kann man den Preis schon im Vorbeifahren erkennen. Aber wo steht bei Ladesäulen der Energiepreis?
Antwort: An immer mehr Ladesäulen ist ein Preisschild angebracht, oder es wird im Display angezeigt. Bei vielen allerdings noch nicht. Da, wo Sie per App laden (übrigens eher unpraktisch; besser sind zwei Ladekarten, damit kommen Sie überall durch), sehen Sie es automatisch – nur eben nicht direkt auf der Ladesäule, sondern in der App. Laden Sie per Karte, können Sie den Preis ebenfalls zuvor mit dem Smartphone ermitteln. Einfach den QR-Code auf der Ladesäule einscannen, dann wird Ihnen – meist nach ein-zwei Menü-Schritten – der aktuelle Preis im Internet angezeigt.

Wie viele Kabel muss ich unterwegs an Bord haben?

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Frage: Wie viele Kabel muss ich in meinem E-Auto mitführen, um wirklich an jeder Säule laden zu können? 
Antwort: Eigentlich nur das Typ-2-Ladekabel. Das stellt die Verbindung zwischen Wallbox und Auto her. Es ist inzwischen Standard in Europa. Fürs Schnellladen benötigen Sie kein Extra-Kabel: Es ist an den Schnellladestationen (wie die Zapfpistole an der Tankstelle) immer fest dran. Wenn Sie wollen, packen Sie noch das Adapter-Kabel Typ2/Schuko-Stecker dazu. Das ist bei den meisten E-Autos dabei, um sie notfalls auch an der Haushaltssteckdose zu laden (Oma-Laden heißt das).

Warum stehen die Säulen nicht direkt an der Tankstelle?

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Frage: Überall entstehen angeblich Ladesäulen. Aber wo kann ich meine Scheiben waschen und den Luftdruck der Reifen prüfen? Warum rüsten die Tankstellen nicht nach?
Antwort: Aral, Total, Shell usw. haben an ihren Autobahntankstellen (meist Autohöfe) mit E-Ladern inzwischen aufgerüstet. Spürbar. Die befinden sich immer auf dem Betriebsgelände, das heißt, Sie haben Zugriff auf Wischwasser, Luft usw. Aral stellt Wischwasser sogar direkt an die E-Lader (keine Kurzschluss-Gefahr!), aber hier kommt es auf die Pfiffigkeit der Pächter an. Ionity zieht nur in die ungefähre Nähe von Tankstellen, da müssen Sie laufen, selbst um einen Mülleimer zu finden (das sparen die sich, der müsste nämlich extra geleert werden). Fastned ebenso. Zum Thema Luftdruck: Das ist an den meisten Tankstellen inzwischen ja ein Extra-Platz, so wie fürs Saugen auch.