Schnelles Laden ist für E-Auto-Käufer ein wichtiges Entscheidungskriterium. Der Grund ist klar: Wer nicht nur in der Stadt unterwegs ist, sondern auf Strecke geht, will keine langen Pausen mit dem Aufladen verbringen.
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Das Ziel: 80 Prozent aufladen in weniger als 20 Minuten

Das Schnellladen beginnt bei 50 Kilowatt (kW) Ladeleistung und reicht mittlerweile bis zu 350 kW. Ab 150 kW spricht man von High Power Charging (HPC) oder Ultraschnellladen. Beim zügigen Stromzapfen dauert das Auffüllen des Akkus für 100 Kilometer Reichweite nur wenige Minuten. Als Zielzeit gilt ein voller Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent (State of Charge/SOC) in weniger als 20 Minuten.

Welcher Strom fließt beim E-Auto-Schnellladen?

Anders als beim normalen Laden fließt beim Schnellladen ausschließlich Gleichstrom (DC = Direct Current). DC-Ladestationen wandeln den Wechselstrom (AC = Alternating Current) aus dem Stromnetzwerk selbst in Gleichstrom (DC) um. Dadurch wird der Netzumwandler im Auto umgangen, der DC-Saft fließt direkt in die Autobatterie. Als Steckerarten werden dafür CCS oder CHAdeMo (oder Tesla Supercharger) benötigt.
Ladezeiten
So läuft das Laden eines 58-kWh-Akkus von 20 auf 80 Prozent der Kapazität.
Neben der Leistungsfähigkeit der Ladestationen sind auch Wetterbedingungen und Ladeleistung, also das Batteriemanagement der Elektrofahrzeuge, enorm wichtig. Hat die Traktionsbatterie beispielsweise im kalten Winter nicht ihre Wohlfühltemperatur, fließt der Strom auch beim Schnellladen langsamer als im Sommer.
Als optimal gelten in diesem Zusammenhang 20 bis 30 Grad Celsius Außentemperatur. Bei einigen Fahrzeugen ist es möglich, den Akku automatisch vorzuheizen, wenn im Navi eine Schnellladestation als Ziel ausgewählt wird.

Kann Schnellladen dem E-Auto schaden?

Die Ladegeschwindigkeit ist nicht während des gesamten Ladevorgangs gleich, sondern sie sinkt mit zunehmendem Füllstand, um den Akku zu schonen – denn das schnelle Laden stellt durch den hohen Ladestrom auch eine besondere Belastung für das Material dar.
Es entstehen nach einer Weile sehr hohe Temperaturen im Akku, die zur Anlagerung von metallischem Lithium an der Anode führen können. Das verkürzt die Lebensdauer des Akkus. Generell ist es ratsam, auch ein schnellladefähiges E-Auto – wenn möglich – langsam und damit schonender zu laden.
Porsche Taycan 4S
Der Porsche Taycan ist Vorreiter bei der Schnellladetechnik mit 800 Volt Spannung.
Die Ladeleistung hängt auch von der Spannung ab. Daher setzen einige Hersteller wie Porsche (Taycan), Audi (e-tron GT), Hyundai (Ioniq 5) und Kia (EV6) bei einigen Modellen auf die 800-Volt-Technik (statt wie üblich 400 Volt), weitere werden folgen. Allerdings ist dieses Spannungsvermögen auch bei den Ladestationen nötig, zudem wird zur Schonung der Batterie die Ladekraft gedrosselt. (Übersicht: So schnell laden die E-Automodelle)

Schnellladeparks meist an Autobahnen

Aber wo kann man zügig Strom tanken, wenn man unterwegs ist? Turbo-Lader stehen bevorzugt an den großen Verkehrsachsen. Anbieter wie Ionity, EnBW oder Fastned betreiben auf Raststätten, Autohöfen und in Industriegebieten sogenannte Schnellladeparks. Das sind Stationen mit drei oder mehr Ladepunkten. Die Champions unter den Anbietern von Schnellladepunkten hat der E-Mobility Excellence Report 2022 ermittelt.
EnBW-Schnellladepark Kamen
Im EnBW-Schnellladepark am Kamener Kreuz kommen 52 E-Autos gleichzeitig zum Zug.

Tesla Supercharger mit Sonderrolle

Dabei kommt Tesla eine Sonderrolle zu. Der US-Hersteller ist mit seinen Superchargern Pionier bei der Errichtung innovativer und schneller Lademöglichkeiten. Allerdings sind diese überwiegend Model S, Model X, Model 3 und Model Y vorbehalten. Lediglich an 16 Standorten können auch markenfremde Elektroautos Supercharger nutzen.
Tesla Supercharger
Von Teslas Superchargern in Deutschland sind nur sehr wenige auch von markenfremden E-Autos nutzbar.

Apps helfen beim Navigieren und Bezahlen

Bei der Suche nach Express-Säulen hilft zum Beispiel die webbasierte App "Schnellladepark". Dort sind knapp 800 Ladeparks mit mindestens drei Zapfpunkten gelistet.
Außerdem helfen Gratis-Apps wie "Plugsurfing", "Next Plug", "NextCharge" oder "Chargemap". Sie navigieren zum nächsten Schnelllader und zeigen Preise und Bezahlmöglichkeiten. Die Kosten pro Kilowattstunde liegen zwischen 40 und 80 Cent. Gestartet und bezahlt werden die Turbosäulen in der Regel über Ladekarten oder das Smartphone.