Elektroautos und Verbrenner in der ADAC Pannenstatistik
Drei Jahre alte E-Autos fallen halb so häufig aus wie Verbrenner

Die ADAC Pannenstatistik 2026 zeigt deutliche Unterschiede zwischen Elektroautos und Verbrennern: Dreijährige E-Autos fallen mit gut halb so vielen Pannen auf wie gleich alte Diesel oder Benziner. Wo liegen die Unterschiede?
Bild: ADAC / Martin Hangen
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Mit zunehmendem Autoalter zeigt sich: Elektroautos sind unterm Strich zuverlässiger als Diesel oder Benziner, und zwar über alle Altersklassen hinweg. Das ergibt die Pannenstatistik 2026 des ADAC. Aber wenn etwas kaputtgeht am Auto, dann ist es über alle Antriebsarten das gleiche elektrische Problembauteil: die 12-Volt-Batterie. Auf sie entfielen in der aktuellen Statistik fast die Hälfte aller Panneneinsätze der Gelben Engel.
Fast 3,7 Millionen Mal rückten die Helfer des Automobilclubs 2025 aus, um liegen gebliebenen Fahrzeugen beizustehen, das sind 1,6 Prozent mehr Einsätze als noch 2024. Generell sind es die älteren Fahrzeuge, die mit Pannen ausfallen. Das hat zum Teil seinen Grund im zunehmenden Alter der Autos in Deutschland. Die liegen gebliebenen Wagen waren im Schnitt knapp 14 Jahre alt.
In der Statistik wertet der ADAC insgesamt 158 Fahrzeugmodelle von 27 Herstellern aus. Als Messgröße dient die sogenannte Pannenkennziffer (PKS), die besagt, wie viele Pannen auf 1000 Fahrzeuge auftreten. Bei vier Jahre alten E-Autos betrug diese Zahl 6,5 – im Falle von gleich alten Verbrennern dagegen lag sie bei 12,5. Also sind Elektroautos dieses Alters halb so pannenfällig wie Verbrenner.

Im direkten Vergleich schneiden E-Autos durch die Bank zuverlässiger ab als Verbrenner. Bei Autos Jahrgang des Jahrgangs 2023 liegt die Pannenhäufigkeit bei fast nur einem Drittel des Wertes gleich alter Verbrenner.
Bild: ADAC
Und doch ist die Ursache für die Pannen bei elektrischen Fahrzeugen wie auch Verbrennern am häufigsten das gleiche Bauteil: die 12-Volt-Batterie. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum Forscher die 12-Volt-Batterie in E-Autos abschaffen wollen. Bei fast jedem zweiten liegen gebliebenen Auto verweigerte die 12-Volt-Batterie den Dienst, damit ist sie eines der verschleißanfälligsten Bauteile im Auto.

Gelbe Engel rücken aus zur Reparatur der Autoelektrik: Das am häufigsten ausfallende Bauteil war auch 2026 die 12-Volt-Batterie.
Bild: ADAC / Martin Hangen
Bei den Elektroautos zeigt sich allerdings auch, dass die Bordelektronik besonders anfällig ist: Wenn man nur das Bordnetz vergleicht, sind E-Autos in Bezug auf die PKS sogar anfälliger als Verbrenner. Der ADAC sieht die Ursache in einer komplizierteren Elektronik bei batterieelektrischen Fahrzeugen.
Unter den dreijährigen E-Fahrzeugen stechen zwei Modelle mit besonders geringer Pannenhäufigkeit hervor: Auf 1000 Autos fielen nur 0,4 BMW i3 aus – und nur 0,7 Exemplare des Tesla Model 3. Unter den reinen Verbrennern ragen Mini und BMW X2 mit 0,8 Pannen auf 1000 Autos als besonders zuverlässig heraus. Eines der unzuverlässigsten Autos aller Jahrgänge: der Toyota C-HR.

Spitzen-Ergebnis in der aktuellen Pannenstatistik des ADAC: Von 10.000 zugelassenen Tesla Model 3 blieben 2024 nur durchschnittlich fünf Exemplare mit einem Defekt liegen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Insgesamt werden die Autos auf deutschen Straßen zwar älter, aber die Zuverlässigkeit steigt. Noch 2015 lag die Pannenwahrscheinlichkeit eines zehnjährigen Autos bei 6,5 Prozent. Der vergleichbare Wert im Jahr 2025: 3,1 Prozent.
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