Zwei Hybrid-SUVs im Test

Hyundai Santa Fe, Toyota Highlander: Test, SUV, Hybrid, Motor, Preis

Riesengroß und steckerlos: Toyota Highlander trifft auf Hyundai Santa Fe

Verbrauchsbewusste Familienmenschen dürfen sich freuen: Toyota schickt sein Vollhybrid-SUV Highlander gegen den Hyundai Santa Fe ins Rennen.
Platz 1 mit 547 von 800 Punkten: Hyundai Santa Fe 1.6 T-GDI Hybrid. Kürzere Bremswege, günstigere Versicherungstarife und moderneres Infotainment sichern dem Koreaner den Sieg.
Platz 2 mit 498 von 800 Punkten: Toyota Highlander 2.5 Hybrid. Typisch undynamisches US-Modell. Vorteile: noch mehr Platz hinten, mehr Zuglast, dritte Sitzreihe und Notrad Serie.
Diese beiden Selbstladehybride wollen keine Prämie abgreifen und keine Steuern sparen, die wollen bis zu sieben Menschen plus Gepäck transportieren, und zwar sparsam. Gleiches Ziel, verschiedene Wege: Hyundai nimmt beim Santa Fe einen Downsizing-Turbobenziner mit 1,6 Liter Hubraum und unterstützt ihn beim Anfahren per 60-PS-Elektromotor im Gehäuse seiner Sechsstufen-Wandlerautomatik. Die Kraft geht primär auf die Vorderräder, bei Bedarf beteiligt eine SUV-übliche Lamellenkupplung die Hinterräder.

Der Highlander-Antrieb ist eine Mischung aus RAV4 und Lexus RX

Hybride: Den Verbrenner hat der Highlander vom RAV4, den elektrischen Allradantrieb vom Lexus RX.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Toyotas Familienfreund Highlander kommt aus Indiana/USA und teilt sich die Bodengruppe mit dem Camry. Er verbindet den 2,5-Liter-Saugbenziner des RAV4 mit dem rein elektrischen Allradantrieb des Lexus RX: Ein Elektromotor sitzt im stufenlosen Planetengetriebe (182 PS), ein weiterer an der Hinterachse (54 PS). Eine Kardanwelle nach hinten existiert nicht – eine Art Prius in riesengroß plus elektrisch angetriebener Hinterachse. Man könnte auch sagen: ein Lexus RX minus V6 und einiger Luxusdetails. Die Grundpreise liegen nur 1800 Euro auseinander, die Abmessungen unterscheiden sich deutlicher: Der Toyota (ab 53.250 Euro) ist drei Zentimeter breiter (1,93 m) und 18 Zentimeter länger (4,97 m) als der Hyundai (ab 51.450 Euro), passt also knapp in die Normgarage. Er baut nicht so irre breit wie der ebenfalls aus den USA importierte Ford Explorer, dennoch sind das ohne Zweifel US-Abmessungen. Gemeinsame Klammer unserer Kontrahenten: Beide sind klar für Tempolimit-Länder konzipiert. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)

Das deutlich fahraktivere Auto ist der Hyundai Santa Fe

Hyundai Santa Fe Facelift (2020): Neuvorstellung - SUV - Hybrid

Das kostet der frische Hyundai Santa Fe

Der Japaner regelt bei 180 km/h ab, der Koreaner bei 187 km/h. Und der Toyota kann nur gemütlich: Er beschleunigt nach den Papierdaten zwar sogar einen Hauch flotter als der Hyundai, quittiert das aber mit gequälten Dröhnfrequenzen aus Richtung Antrieb/CVT-Getriebe. Bei hektischen Ausweichmanövern überbremst er gern mal ein Vorderrad. Die Vorderachse wogt und wiegt sich echt amerikanisch über unsere unebene Teststrecke, wo die langhubige Federung vorn auch mal auf Anschlag geht. Obwohl eine völlig andere Sorte Auto, erinnert das Fahrgefühl an den bei uns nicht mehr angebotenen großen Land Cruiser, gepaart mit einem unerwartet kleinen Wendekreis. Kein Dynamiker, aber stets sicher und beherrschbar. Der Hyundai Santa Fe wirkt im direkten Vergleich wie ein sportlicher Kompakter und zeigt mehr Bereitschaft, sich der Stimmung seines Fahrers anzupassen. Er kann auch mal flott, weil die 60 PS und 264 Nm seines Elektromotors die Anfahrschwäche des kleinen Turbobenziners so effektvoll überspielen.

Gebrauchte Santa Fe mit Garantie

16.499 €

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Style, Diesel

69.000 km
145 kW (197 PS)
02/2015
Zum Inserat
Diesel, 5.9 l/100km (komb.) CO2 156 g/km*
17.980 €

Hyundai Santa Fe 2.0 CRDi Trend blue fest, Diesel

40.000 km
110 kW (150 PS)
09/2016
Zum Inserat
Diesel, 5.8 l/100km (komb.) CO2 154 g/km*
19.090 €

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Premium blue, Diesel

127.109 km
147 kW (200 PS)
07/2016
Zum Inserat
Diesel, 6.6 l/100km (komb.) CO2 174 g/km*
19.890 €

Hyundai Santa Fe 2.2 Style Automatik, Diesel

68.196 km
145 kW (197 PS)
01/2015
Zum Inserat
Diesel, CO2 0 g/km*
19.980 €

Hyundai Santa Fe 2.2 Premium blue, Diesel

58.742 km
147 kW (200 PS)
06/2016
Zum Inserat
Diesel, 6 l/100km (komb.) CO2 159 g/km*
20.625 €

Hyundai Santa Fe PREMIUM AROUND-VIEW, Diesel

94.200 km
147 kW (200 PS)
04/2016
Zum Inserat
Diesel, CO2 0 g/km*
20.950 €

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Premium blue, Diesel

135.000 km
147 kW (200 PS)
07/2017
Zum Inserat
Diesel, CO2 0 g/km*
Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Style, Diesel +

59192 Bergkamen, Motor Center Heinen GmbH

Hyundai Santa Fe 2.0 CRDi Trend blue fest, Diesel +

53881 Euskirchen, Autohaus Louis Dresen GmbH Euskirchen

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Premium blue, Diesel +

18439 Stralsund, AUTOZENTRUM EGGERT GmbH

Hyundai Santa Fe 2.2 Style Automatik, Diesel +

06122 Halle, PS Union GmbH

Hyundai Santa Fe 2.2 Premium blue, Diesel +

51373 Leverkusen, Audi Zentrum Leverkusen GS-RP GmbH & Co. KG

Hyundai Santa Fe PREMIUM AROUND-VIEW, Diesel +

48653 Coesfeld, Autohaus Tönnemann GmbH & Co.KG

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Premium blue, Diesel +

37115 Duderstadt, Autohaus Abicht GmbH

Seine in der Stadt und auf der Landstraße ausgeprägte Sparsamkeit legt er bei Schnellfahrt aber schnell ab, was Langstreckenfahrern den Griff zur Dieselvariante nahelegt. Kurven durcheilt er mit weniger Seitenneigung, wirkt sogar einen Hauch zu straff. Auf Querfugen spricht die Federung hölzerner an, als es dem Preis des Wagens angemessen wäre.

Als Geländegänger taugt weder der Japaner noch der Koreaner

Von wegen offroad: Die Bodenfreiheit des Hyundai liegt bei 170, die des Toyota bei 202 Millimetern.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Gelände können beide kaum: Der Hyundai bietet seinem Fahrer per Drehschalter Fahrprogramme für Schnee, Schlamm und Sand an; mit 170 Millimeter Bodenfreiheit empfiehlt er sich aber nicht für Offroad-Ausflüge. Im Toyota Highlander gibt's eine Trail-Taste, die das ESP auf tolerant und den Elektroantrieb der Hinterräder auf wachsam schaltet, ebenso wird eine Bergabfahrhilfe aktiviert. Der Toyota kann der Hinterachse zwar nur rund ein Fünftel der Antriebskraft zuweisen (Hyundai: 50 %), dafür fällt seine Bodenfreiheit mit 202 Millimetern brauchbarer aus. Verarbeitungsschwächen finden wir an beiden: Beim Hyundai ist das Kreuzgelenk der Lenkung sichtbar wie bei älteren Fiat-Modellen. Beim Toyota wirkt der Dachhimmel nicht an allen Stellen sauber verarbeitet. Insgesamt wirken beide aber solide. Wegen seiner längeren Bremswege (bedingt durch die Toyota-typische, besonders rostresistente Bremsscheiben-Legierung), dem höheren Testwagenpreis und der verboten teuren Versicherung verliert der Japaner. Auch bei der Connectivity sammelt der Santa Fe mehr Punkte: Echtzeit-Verkehrsinfos (Toyota: nur TMC), Apple CarPlay und Android Auto kabellos im Gegensatz zum Toyota.
Die besten Autopflege-Produkte Zum Angebot

Dr. Wack P21S High End

Preis*: 17,79 Euro

DR. WACK A1 Speed Wax Plus 3

Preis*: 16,95 Euro

Koch Chemie Shine Speed Polish

Preis*: 16,05 Euro

Sonax Xtreme Scheibenreiniger Sommer

Preis*: 6,55 Euro

A1 Polster- und Alcantarareiniger

Preis*: 10,95 Euro

*Preis: Amazon-Preis am 04.05.2021
Mit dem Highlander kann ein ruhiger Fahrertyp dennoch glücklich werden, der ein Maximum an Platz und Komfort sucht. Die Raffinesse des Koreaners – Totwinkel-Monitor, fernentriegelbare Fondbank, vom Fond aus verstellbarer Beifahrersitz – kontert er mit viel Serienausstattung (dritte Sitzreihe, Notrad ohne Aufpreis) und prima Details wie dem Gepäckrollo-Halter unterm Ladeboden.
Das Fazit: Der Hyundai fährt sich europäischer, kostet weniger. Bei Fahrdynamik und Kosten zieht der Toyota den Kürzeren – typisch für ein US-Modell wie den Highlander. Ruhige Fahrertypen mit Bereitschaft, sich auf den Hybridantrieb im Stil des Prius einzulassen, werden ihn aber mögen.

Zwei Hybrid-SUVs im Test

Toyota Highlander Hybrid      Hyundai Santa Fe 1.6 T-GDIHyundai Santa Fe 1.6 T-GDIToyota Highlander Hybrid

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Autoren: Rolf Klein,

Fotos: Christoph Börries / AUTO BILD

Stichworte:

SUV Allradantrieb

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.