Land Rover Defender V8 (2018): Works V8, Motor, Preis, Test
Defender kehrt mit V8 zurück!
SUV-Neuheiten Mittelklasse (2019, 2020, 2021 und 2022)
Zum 70. Jubiläum des Defenders bringt Land Rover den Defender mit V8 und 405 PS zurück. Nur 150 Stück werden gebaut. AUTO BILD hat alle Infos. Plus Fahrbericht!
Timo Gohler
Der V8-Sauger hat fünf Liter und 405 PS, kommt aber ohne Kompressor aus.
Bild: Redaktionsbüro Geiger
5,6 statt bislang 15,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h – dafür muss man sonst in einen Rage Rover Sport wechseln. Ab sofort klappt das auch im Land Rover Defender! Denn wenn man diesen Defender anlässt, zittern die Wände, und die Straße wirbelt ihren Staub auf. Aber das ist auch nicht irgendein Defender. Wir sitzen in einem von nur 150 Exemplaren des Geländewagens, das die Briten zum 70. Geburtstag der Legende zurückgekauft und kräftig getunt haben. Ein dezenter Hinweis ist die Plakette Works V8, die der Dinosaurier zurecht trägt. Schließlich steckt unter der kantigen Haube des Klassikers der fünf Liter große Achtzylinder aus Range Rover & Co. Zwar fehlt dem Triebwerk der Kompressor, doch auch als Sauger leistet er 405 PS, entwickelt irrwitzige 515 Nm und stempelt unseren kurzen Station Wagon in seinem unschuldigen Weiß nicht nur zum stärksten, sondern auch zum schnellsten Defender aller Zeiten.
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405 PS statt zuletzt 122 PS im Defender
Entsprechend beherzt tritt der Defender an. Wo man beim Serienmodell mit einem zuletzt 122 PS starken Diesel versucht war, auszusteigen und anzuschieben, bäumt sich der Landy dank 405 PS jetzt beim Kickdown ganz kurz auf, dann verzahnen sich alle vier Reifen mit dem Asphalt, und er stürmt davon wie ein Rhinozeros in Rage. Und selbst wenn alle anderen SUV-Fahrer über eine Spitzengeschwindigkeit von 171 km/h nur milde lächeln, ist man darauf im Defender stolz wie Bolle. Denn erstens fühlt sich das in einem Auto wie diesem an, als würde eine Dampflok plötzlich auf ICE-Tempo beschleunigen, und zweitens war früher schließlich schon bei 145 km/h Schluss.
Der Landy fährt kann jetzt auch Kurven
Aber die Experten von JLRs SVO-Abteilung bauen nicht nur ein starkes Spenderherz samt der aktuellen Achtgang-Automatik und auf Wunsch ESP ein, sondern bringen gleich auch noch das Fahrwerk auf Vordermann. Neue Bremsen und ein Handlingkit mit anderen Federn, Dämpfern und Stabilisatoren beamen den Klassiker zumindest ein Stückchen Richtung Neuzeit. Das Ergebnis ist ein Fahrverhalten, wie man es im Defender noch nie erlebt hat.
Der Innenraum wurde mit feinstem Windsor-Leder und Sportsitzen aufgewertet.
Bild: Redaktionsbüro Geiger
Natürlich wird aus dem Defender damit noch immer keine Luxuslimousine und erst recht kein Sportwagen. Doch endlich fährt das Auto auch mal geradeaus, wenn man die Hände zwei Sekunden vom Lenkrad lässt. In Kurven folgt es auch jenseits der Schrittgeschwindigkeit dem vorgegebenen Kurs, und die Federung ist jetzt so gutmütig, dass man nicht jeden Kanaldeckel gleich im Kiefergelenk spürt. Ach ja, und auch die sportlich tief geschnittenen Ledersitze im hübsch ausgekleideten Innenraum sind keine Angeberei, sondern erfüllen durchaus einen Zweck. Denn zum ersten Mal taugt der Defender nicht nur für Kletterpartien, sondern auch für Kurven.
Tanknadel fast so fix wie der Drehzahlmesser
Zwar bewegt sich die Tanknadel fast so schnell wie der Drehzahlmesser, doch wo man mit dem alten Defender gar nicht schnell genug ankommen konnte, möchte man aus dem Works V8 gar nicht mehr aussteigen und ewig weiterfahren. Das haben sie bei SVO offenbar vorausgesehen und entsprechende Vorkehrungen getroffen. Nicht umsonst prangen im klassischen Gesicht nun neumodische LED-Scheinwerfer: Wo man im Original mit seinen Halogen-Funzeln in der Nacht so blind war wie ein Maulwurf am Tag, sieht man so selbst bei Tempo 150 noch, wo man hinfährt. Vom Rentner zum Raser – diese Entwicklung ist beeindruckend. Und die hohe Nachfrage nach den maximal 150 Exemplaren beweist, dass die Fangemeinde des Klassikers riesig ist und der Defender genau wie die G-Klasse es längst vom Arbeitstier zum Luxusspielzeug geschafft hat. Aber sie ist zugleich auch eine Mahnung an die Mannschaft von Designern und Entwicklern, dass sie sich mit dem Nachfolger nicht mehr ganz so lange Zeit lassen sollten – und ihn besser verdammt nah am Original halten. Sonst kaufen die Leute einfach weiter den Alten – schließlich sind davon noch über zwei Drittel aller je gebauten Autos auf der Straße, sodass der Nachschub an gebrauchten so schnell nicht ausgehen wird. Egal ob mit V8-Motor oder ohne. Übrigens ist der V8-Defender kein Schnäppchen: In Großbritannien startet der Defender V8 ab rund 169.000 Euro.
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AUTO BILD zeigt die kommenden Mittelklasse-SUVs! Los geht's mit dem Mercedes EQC; Preis: ca. 70.000 Euro; Marktstart: Frühsommer 2019. Das Elektro-SUV ist das erste Produkt der Marke "EQ". Optisch ähnelt der Mercedes EQC seinem Plattformbruder GLC. Das Antriebssystem ist neu und kommt mit je einem elektrischen Antriebsstrang (eATS) an Vorder- und Hinterachse. Die Gesamtleistung liegt ...
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... bei 300 kW (408 PS), das maximale Drehmoment beider E-Maschinen beträgt 765 Nm. Die Reichweite laut NEFZ liegt bei 450 Kilometern. Die Ladezeit von zehn auf 80 Prozent Restkapazität beträgt mit dem wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) laut Mercedes etwa 40 Minuten.
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Audi Q3 Sportback; Marktstart: Mitte 2019. Das Q3 Coupé kommt – und heißt Sportback statt Q4. Das Designteam um Marc Lichte hat dem Q3 Sportback ein wirklich hübsches Heck verpasst – optisch viel bekömmlicher als das von BMW X4 und Mercedes GLC Coupé; ganz ähnlich sind die Ingolstädter auch schon beim Q8 vorgegangen. Ganz nebenbei sollen auch die praktischen Talente des Q3 kaum leiden, trotz des flachen Dachs können wohl auch Erwachsene im Fond anständig sitzen.
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BMW X3 M / X4 M + Competition-Modelle; Preis: ab 84.900 Euro; Marktstart: September 2019. BMW bringt jeweils zwei M-Versionen der beiden Mittelklasse-SUVs X3 und X4. Neben dem normalen M stellen die Münchner auch gleich die jeweilige Competition-Version der beiden Krawall-Brüder vor. Mit einem neu entwickelten Reihensechser mit bis zu 510 PS und einem hecklastigen Allradantrieb sollen die beiden X der Konkurrenz um Mercedes-AMG GLC 63 richtig einheizen. Große Lufteinlässe in der ...
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... Frontschürze sorgen für Frischluft an den drei Kühlern. Die Streben der Nieren sind M-typisch in Schwarz gehalten, beim Competition sogar die gesamte Doppelniere. An der Seite fallen die modifizierten Spiegel auf. In der Basis in Wagenfarbe lackiert, sind sie beim Top-Modell glänzend schwarz. Die Competition-Modelle stehen serienmäßig auf neuen 21-Zoll-Felgen, sonst sind es 20-Zoll. Am Heck findet sich beim X3 und dem Coupé X4 ein spezifischer Dachkantenspoiler. In der Schürze sitzt ein integrierter Diffusor, daneben stecken die vier Endrohre der zweiflutigen Klappenauspuffanlage.
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DS 7 Crossback E-Tense 4x4; Marktstart: 2019. Die PSA-Edelmarke hat auf dem Pariser Salon die E-Tense genannte Plug-in-Hybridversion des Mittelklasse SUVs DS präsentiert. Technisch ähnelt sie stark dem Peugeot 3008 Hybrid4. Das heißt: eine Systemleistung von 300 PS, eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern und elektrisch angetriebene Hinterräder.
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Infiniti QX50; Preis: circa 60.000 Euro; Marktstart: Ende 2019. Das Design des SUVs orientiert sich deutlich an den Studien Sport Inspiration und QX50 Concept, auch den Innenraum inklusive der übereinander angeordneten Displays übernimmt die Serienversion vom Concept. Der neue Zweiliter-Vierzylinder mit 268 PS debütiert im QX50 und passt die Verdichtung variabel an.
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Audi Q6; Marktstart: 2020. Als Basis dient der Q5, doch kommen für das Coupé nur die stärkeren Motoren infrage – auch die Ausstattung soll deutlich hochwertiger werden. Das Design ist wieder mal ein echter Marc Lichte: tolle Proportionen, fein ausgeführte Details, Dynamik pur aus jedem Blickwinkel und optional ...
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... Kameras statt Außenspiegel. Dazu kommen ein 48-Volt-Netz, Plug-in-Hybridantrieb und kernig motorisierte S/RS-Zwillinge. Soweit möglich, werden Innovationen aus dem neuen A8 nach unten durchgereicht.
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Audi RS Q5; Preis: ca. 80.000 Euro; Marktstart: 2020. Audi bringt von der zweiten Generation des Q5 eine scharf gemachte RS-Variante auf den Markt. Das Über-SUV kommt mit riesigen Lufteinlässen in der Front, Seitenschwellern und einem Heckdiffusor mit integrierter Sportabgasanlage. Erkennungsmerkmale sind zudem die Außenspiegel aus Aluminium. Für den Vortrieb sorgt der V6-Biturbo aus dem RS 4 mit über 500 PS.
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Maserati Mittelklasse-SUV; Marktstart: 2020. Maserati möchte bis 2020 ein zweites SUV unterhalb des Levante anbieten, das berichtet "Automotiv News". Aufbauen wird das SUV auf der Giorgio-Plattform, die auch schon der Alfa Stelvio nutzt. Auch der 2,6-Liter-V6 aus dem Alfa könnte in den Maserati wandern und dort mehr als 510 PS leisten.
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BMW iX3; Marktstart: 2020. Der Motor des iX3 (im Bild die Studie) soll nach Angaben von BMW ohne Seltene Erden auskommen. Damit macht sich das Unternehmen von Lieferanten wie China unabhängig. Trotz allem soll die Leistung des Elektro-SUVs 270 PS betragen. Mit einer Akku-Kapazität von über 70 kWh soll eine Reichweite von 400 Kilometern möglich sein.
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Mercedes GLC; Marktstart: 2021. Kaum hat Mercedes auf dem Genfer Salon das Facelift des GLC gezeigt, da arbeiten die Schwaben schon an der nächsten Generation. Optisch soll das schon jetzt sehr erfolgreiche SUV eine Weiterentwicklung des aktuellen Modells werden. Mercedes wird seiner Designlinie treu bleiben und den GLC um Sicken und Kanten erleichtern. Als Ausgleich sollen modellierte Flächen erzeugt werden. Dazu ...
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... kommen schmale Scheinwerfer und Rückleuchten mit durchgängigem Leuchtenband. Im Innenraum wird eine modifizierte Version von MBUX zu finden sein. Unter der Haube sollen weiterhin Benziner und Diesel arbeiten. Allerdings sollen die Otto-Motoren elektrifiziert werden und dank 48-Volt-Netz den Selbstzündern beim Verbrauch in nichts nachstehen.
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Skoda E-SUV; Marktstart: 2021. Skodas erstes Modell auf Basis des Wolfsburger Elektrobaukastens wird das E-SUV – wobei es eigentlich zwei SUV werden: Beide rund 4,70 Meter lang, ein sportliches Coupé und eine Nutzwert-Version Beiden gemein ist die Reichweite von 500 Kilometern, ein riesiger Innenraum (weil die Technik nicht so viel Platz braucht) und der vergleichsweise günstige Preis. Viel teurer als ein gut ausgestatteter Kodiaq mit Diesel sollen die beiden E-SUV nicht werden.
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Opels großes SUV; Marktstart: 2021. Opel bekommt ein großes SUV: Der gestreckte Grandland X soll in Rüsselsheim vom Band rollen, einen Namen hat der Große aber noch nicht. Was jetzt schon feststeht: Allradantrieb wird es auch für das Top-SUV nicht geben. Immerhin: Platz für eine dritte Sitzreihe soll auf jeden Fall sein.
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Porsche E-Macan; Marktstart: 2022. Der Macan soll komplett auf E-Antrieb umgestellt werden. Basis wird die Premium-Plattform Elektromobilität (PPE), für die drei Leistungsstufen mit 160, 240 und 320 kW vorgesehen sind. Die Reichweite beträgt immer 500 Kilometer.
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Lotus SUV; Preis: ca. 70.000 Euro; Marktstart: 2022. Mit einem SUV will Lotus seinen Absatz auf über 10.000 Autos steigern. Der zum Geely-Konzern gehörende Autobauer wird "Module" aus dem Konzernverbund nutzen. Wahrscheinlich ist es, dass das SUV Volvos flexible SPA-Plattform verwendet, die unter anderem ...
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... beim XC60 und XC90 zum Einsatz kommt. Neben Vierzylindermotoren wäre als Antrieb damit auch ein Plug-in-Hybrid mit 400 PS möglich. Das Lotus-SUV soll unter zwei Tonnen wiegen – ein echtes Leichtgewicht wie die Lotus-Sportler ist er also nicht. Trotzdem verspricht Gales die besten Handlingeigenschaften im Segment.