Alle Infos zum Motorradführerschein

Motorradführerschein: Kosten, Klassen, Schnellkurs, Motorräder

Alle Infos zum Motorradführerschein

Im Winter planen viele für den Motorradführerschein. Was kostet er? Welche Motorradklasse darf ich fahren? Wie lange dauern Schnellkurse? Neu: künftig reicht die Prüfung auf einer 250er-Maschine. AUTO BILD klärt auf!
Wer ein motorisiertes Zweirad fahren will, braucht den Motorradführerschein. Da kommen einige Kosten und Prüfungen auf den Neu-Biker zu. Außerdem sollte man vor der Anmeldung bei der Fahrschule abwägen, welche Motorrad-Klasse man im Auge hat. Kaum ein Bike darf einfach so gefahren werden, und nicht jedes mit jedem Führerschein. Hier sind alle Infos zum Motorradführerschein!

Das sind die Motorrad-Neuheiten 2020

Motorrad-Neuheiten 2020Motorrad-Neuheiten 2020Motorrad-Neuheiten 2020

Motorradführerschein: News und Änderungen

Seit dem 1. November 2020 kann die Prüfung für den A2-Führerschein auf einem Motorrad mit 250 Kubikzentimetern Hubraum abgelegt werden. Bisher waren wenigstens 395 ccm vorgeschrieben, dazu musste das Fahrschulmotorrad zwischen 27 und 48 PS leisten. Doch reizen viele Zweiradfahrer in dieser Fahrzeugklasse die Leistungsgrenze überhaupt nicht aus, haben vor 48 PS sogar Respekt. Mit der neuen EU-Regel soll das Motorradfahren attraktiver werden. Eine weitere Konsequenz: Fahrschulen müssen neue Maschinen anschaffen. 

Motorradführerschein: Kosten

Wie beim Pkw-Führerschein setzen sich die Kosten für den Motorradführerschein aus unterschiedlichen Posten zusammen. Klar, die Anmeldung in der Fahrschule und die Übungsmaterialien müssen fest eingeplant werden. Dazu kommen Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und die Gebühren für die theoretische Prüfung. Sobald die Theorie vom Tisch ist, schlagen Übungsfahrten, Sonderfahrten und schließlich die praktische Prüfung zu Buche. Nicht zuletzt müssen Passbilder und das Ausstellen des Führerscheins durch die Behörde bezahlt werden. Weil Übungs- und Sonderfahrten von Bundesland, Fahrschule und Lernfortschritt des Schülers abhängen, lässt sich der Endbetrag nur grob schätzen. Mit 1250 bis 1550 Euro (ohne jeden vorhandenen Zweiradschein) sollte man rechnen.

 Dauer der Ausbildung

Die erste Fahrstunde ist eine Herausforderung. Das gilt für Zweiräder aller Art.

©AUTO BILD

Durchschnittlich 20 bis 30 Fahrstunden dauert die praktische Ausbildung. Zuerst kommen die Übungsstunden: Hier soll sich der Fahrschüler mit den Funktionen und Fahreigenschaften des Motorrads vertraut machen. Das Beschleunigen, Bremsen, Ausweichen, Fahren in Schrittgeschwindigkeit, Fahren im Kreis, Slalomfahren und das Anfahren an einer Steigung gehören dazu. Dann folgen zwölf Pflichtstunden inklusive Sonderfahrten, zu denen Autobahn-, Überland- und Nachtfahrten zählen. Auf sogenannten Prüfungsfahrten kann der Fahrschüler schließlich gezielt mit seinem Ausbilder an Schwächen arbeiten, bevor es in die praktische Prüfung geht. Fahrschulen gehen meist flexibel auf den Fortschritt sowie die zeitlichen Möglichkeiten ihrer Schüler ein und fassen zum Beispiel mehrere Autobahnfahrten zusammen. Vom Geschick des Prüflings hängt ab, ob die Ausbildung zum Motorradführerschein sechs Wochen oder eher sechs Monate dauert.

Die passende Motorradfahrschule

Bei der Wahl der Fahrschule sollte man persönliche Vorlieben berücksichtigen. Freunde und Bekannte können oft mit Tipps und Kontakten weiterhelfen. Branchenbuch oder Internet helfen auch. Grundsätzlich sollte man sich aber vor Ort einen eigenen Eindruck verschaffen, die Fahrlehrer kennenlernen und einen Blick auf die Fahrzeuge werfen.   

Per Schnell-/Crashkurs zum Motorradführerschein

Ein AUTO BILD-Test ergab schon 2017, dass es möglich ist, den Motorradführerschein in fünf Tagen zu machen. Doch das ist ein Kraftakt! Und ein Schnäppchen ist der Crashkurs auch nicht: Trotz nur 14 Fahrstunden standen zum Schluss dennoch 1542 Euro auf der Rechnung.

Führerscheinklassen

Wer eine Maschine wie die BMW K1600 B bewegen will, braucht einen Führerschein der Klasse A.

©BMW Group

Die Klasse A ist der Führerschein für die großen Maschinen. Genauer: Damit darf man Zweiräder und Gespanne ohne Hubraumgrenze und ohne Geschwindigkeitsbeschränkung fahren. Klasse A2 gilt bis 35 kW und einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von maximal 0,2 kW/kg. A1 heißt der Führerschein für Leichtkrafträder mit maximal 11 kW und 125 ccm. AM ist die 50er-Klasse. Roller, Mopeds und Mokicks fallen darunter – Hauptsache, maximal 50 ccm und höchstens 45 km/h schnell. Kleine Elektroroller und Fahrräder mit elektrischen Hilfsmotoren bis vier kW Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gehören ebenfalls dazu.

Motorradklassen: Wer darf welches Motorrad fahren?

Die Roller-Klasse AM ist ab 16 Jahren fahrbar. Das Gleiche gilt für die Klasse A1 und 125er-Maschinen. Bei A1-Führerscheinen, die nach dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, ist die klassische Beschränkung auf 80 km/h für Fahrer unter 18 Jahren aufgehoben. Dafür werden die vorgeschriebene Maximalleistung von elf kW bei 125 ccm und das Leistungsgewicht von 0,1 kW/kg streng kontrolliert. Mit 18 Jahren kann der Führerschein A2 inklusive theoretischer und praktischer Prüfung erworben werden. Nach zwei Jahren erlaubt der Gesetzgeber dann den Aufstieg in die Klasse A. Hürde: eine weitere praktische Prüfung. Wer gleich die großen Maschinen fahren will, muss mindestens 24 Jahre alt sein.

So hilft der Pkw-Führerschein beim Motorradführerschein

Ein vorhandener Pkw-Führerschein kann beim Erwerb der Fahrerlaubnis fürs Motorrad nützlich sein.

©Werk

Ein vorhandener Pkw-Führerschein bringt beim Erwerb des Motorradführerscheins Vorteile. Kleinkrafträder mit nur 50 Kubik Hubraum, sogenannte 50er, dürfen alle Autofahrer auch ohne Prüfung fahren. Personen, die ihren Pkw-Führerschein zwischen dem 1. April 1980 und dem 18. Januar 2013 erworben haben, können zusätzlich mit dreirädrigen Kraftfahrzeugen bis 15 kW (20 PS), kleinen sogenannten "Trikes", in den Straßenverkehr. Autofahrer, die Klasse 3 vor dem 1. April 1980 ausgestellt bekommen haben, dürfen automatisch A1 fahren und brauchen für A2 nur eine praktische Fahrprüfung. Seit dem 1. Januar 2020 können Inhaber eines Pkw-Führerscheins den Führerschein B196 erwerben. Damit können sie 125er-Motorräder fahren, wenn sie mindestens 25 Jahre alt sind, seit fünf Jahren ihren Pkw-Führerschein besitzen und mindestens  vier Theorie- sowie fünf praktische Fahrstunden absolviert haben. Außerdem verhilft oft die Erfahrung hinterm Pkw-Steuer zu einer geringen Zahl an Fahrstunden.

Alle Infos zum Motorradführerschein

Mash Dirt Track 125Motorradführerschein: Kosten, Klassen, SchnellkursMotorradführerschein: Kosten, Klassen, Schnellkurs

Tipps im Netz

Der Internet-Suchbegriff "Motorradführerschein" bringt in Verbindung mit Berlin, München, Hamburg oder vielen anderen Städtenamen eine Vielzahl von Fahrschul-Kontakten, mit denen sich der Motorradführerschein planen lässt.

Motorradreifen-Finder

Finden Sie günstige Markenreifen!

Motorradreifen in versch. Ausführungen günstig online kaufen. Bei reifen.com finden Sie garantiert die passenden Reifen für Ihr Bike!

Ein Service von

reifen.com

Fotos: Mash Motors

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.