125er-Motorräder sind attraktiv, denn sie vermitteln ähnlichen Fahrspaß wie hubraumstärkere Bikes – und bieten daher ein großartiges Freiheitsgefühl, das mancher während einer globalen Pandemie vermutlich gut gebrauchen kann.

Nützliches für Motorradfahrer

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Sie haben aber auch eine rationale Seite, denn 125er kosten nur den Bruchteil eines größeren Motorrads, sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt. Und man darf sie in Deutschland mit dem B196-Führerschein fahren. Für Autofahrer ist das – vereinfacht ausgedrückt – eine Zusatzschulung in der Fahrschule.
Grund genug für AUTO BILD MOTORRAD, sich einmal genau anzusehen, welche neuen 125er im Jahr 2022 auf den Markt kommen. Die heißesten Neuheiten stellen wir in diesem Artikel mit den wichtigsten Infos vor.

Husqvarna Svartpilen 125: die erste 125er von Husqvarna

KTM-Tochter Husqvarna wagt sich 2022 mit der Svartpilen 125 ins Achtelliter-Segment. Die kleine Husky ist ihrer Schwester Svartpilen 401 wie aus dem Gesicht geschnitten. Husqvarna halt: Der Stil der Schweden ist ebenso eigenständig wie auffällig. Das macht auch die 125er-Version zum Hingucker und könnte für die anvisierte junge Kundschaft ein wichtiges Kaufargument sein.

Bewährte Technik bei der Husqvarna Svartpilen

Die Technik unter den schönen Kleidern ist bewährt. Sie stammt von der Konzernschwester KTM Duke 125 und steht unter anderem für haltbare Einzylinder, aufwendig gefertigte Gitterrohrrahmen und solide Federungskomponenten. Die maximal mögliche Leistung von 15 PS wird ausgeschöpft, ABS ist an Bord. Kosten: mindestens 5150 Euro.

Yamaha XMax 125: der Mercedes unter den 125er-Rollern

Der Yamaha XMax 125 fährt mit der gleichen Karosserie wie sein großer Bruder XMax 300 vor. Schon deshalb gilt er als der Mercedes unter den 125er-Rollern. Die Ausstattung ist üppig, die Verarbeitungsqualität vom Feinsten.
Yamaha XMAX 125
Der Yamaha XMax 125 ist toll ausgestattet und fein verarbeitet. Der Daimler unter den 125er-Rollern.
Auch die Leistung stimmt. Mit seinen 12,2 PS düst der Xmax flink durch den Stadtverkehr und soll dabei trotzdem nur 2,3 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.

Viel Praxisnutzen beim Yamaha XMax 125 

Der praktische Nutzen kann sich sehen lassen. Zwei Personen fahren ganz bequem. Dazu passen zwei Integralhelme plus Kleinkram ins Helmfach. Auf dem Preisschild stehen 5249 Euro. Dafür gibt es neben dem obligatorischen Euro 5 auch noch serienmäßiges ABS.

Mash X-Ride 125: ein Hingucker, kein Blender

Die Mash X-Ride 125 ist mit 4126 Euro kein Schnäppchen. Aber sie zeigt sich als wertige Mitbewerberin im Segment. Es sind moderne Bremsen inklusive ABS, eine sportliche Upside-Down-Gabel und ein Euro-5-konformer Einzylinder an Bord. Der Motor leistet volle 15 PS und entwickelt 11,5 Nm maximales Drehmoment. Der Hersteller gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 101 km/h an.
Darüber hinaus kann man die Mash X-Ride 125 durchaus als Hingucker bezeichnen. Ihr Scrambler-Look mit den goldeloxierten Felgen kommt schön retro rüber, ohne aufgesetzt oder übertüncht zu wirken.

Suzuki GSX-R125: Supersportlerin im Bonsai-Format

Suzuki hat die Nachwuchssportlerin GSX-R125 mit wenigen Modifikationen fürs Modelljahr 2022 fit gemacht. Ganz oben auf der Liste stand die Euro-5-Hürde, klar. Mit welchen technischen Kniffen der 15 PS starke Einzylinder die neue Abgasnorm schafft, verraten die Japaner nicht. Es bleibt aber bei der bekannten Leistung und 11,5 Nm maximalem Drehmoment.
Suzuki GSX-R125
Suzuki hat die Mini-Supersportlerin GSX-R125 mit einigen Überarbeitungen fürs neue Modelljahr fit gemacht.
Die Bugverkleidung sieht im Vergleich zur Vorgängerin etwas anders aus. Es gibt nun einen lackierten Teil vorne und einen neuen, unlackierten Teil in Richtung Auspuff. Zwei Dekors stehen zur Auswahl, eins in Blau mit gelben Farbtupfern und weißem Suzuki-Schriftzug, eins in Schwarz-Rot. Preis: ab 4650 Euro.

Yamaha XSR125: attraktives Retro-Bike in klein

Die Konkurrenz von Yamaha geht mit der XSR125 an den Start. Die kleine Schwester der XSR900 soll neben ihrer Optik mit dem bei den Geschwistern erprobten Brückenrahmen und daraus resultierenden erwachsenen Platzverhältnissen überzeugen.
Insgesamt ist die 125er-Klasse auf dem deutschen Markt sehr sportlich aufgestellt und spricht daher eher eine junge Käuferklientel an.
Yamaha XSR 125
Yamaha will mit der kleinen Retro-Maschine XSR 125 eine nicht ganz so junge Kundschaft ansprechen.
Das will Yamaha mit der XSR125 anders machen. Die Sitzhöhe liegt bei passablen 81,5 Zentimetern. Aus 140 Kilo Leergewicht könnte sich eine erfrischende Agilität ergeben, aus elf Liter Tankvolumen eine mehr als ordentliche Reichweite.
Der Motor schöpft die laut Gesetz möglichen 15 PS voll aus. Yamaha gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 102 km/h an. 4649 Euro müssen Interessenten mindestens anlegen.

Kawasaki Ninja 125: neue Farben, bekannte Technik

Die 15 PS starke, A1-taugliche Kawasaki Ninja 125 und ihre Zwillingsschwester Z125 gehen mit neuen Lackierungen ins aktuelle Modelljahr, bleiben sich technisch aber treu. Die Ninja 125 lehnt sich optisch und ergonomisch an die Kawasaki Ninja ZX-10RR an, mit der Jonathan Rea sechs World-SBK-Meisterschaften in Folge gewinnen konnte.
Die Person hinter dem Lenker sitzt sportiv nach vorne gebeugt. Optional gibt es einen Ergo-Fit-Fahrersitz, der zusätzlichen Komfort für die Knie bietet. Die Preise starten bei 5795 Euro.

KTM RC 125: angriffslustiges Bike aus Österreich

Die Presseabteilung von KTM hat sich noch nie gescheut, die Produkte aus Mattighofen (Österreich) mit markigen Worten zu bewerben. Kein Wunder also, dass KTM ankündigt, die neue RC 125 sei bereit, "der Konkurrenz eins vor den Latz zu knallen". Hinter den starken Worten verbirgt sich eine komplett überarbeitete Straßensportlerin in klein. Mit der neuen Optik geht mehr Volumen des Bikes einher. Das soll der Person im Sattel mehr Bewegungsfreiheit bieten.
Aus 13,7 Liter Tankvolumen errechnet sich eine ansehnliche Reichweite. Das Fahrwerk stammt aus dem Regal von WP. Vorne ist eine Open-Cartride-Upside-Down-Gabel verbaut, hinten ein Apex-Federbein mit Split-Piston-Funktion. Die RC 125 wiegt fahrbereit 156 Kilo und hat volle 15 PS. Der Spaß kostet mindestens 4749 Euro.

Honda Monkey 125: an wichtigen Stellen verbessert

Das sympathische Retro-Bike Honda Monkey 125 ist seit seiner Vorstellung 2018 jeder Menge Fans mitten ins Herz gefahren. Für das Modelljahr 2022 haben die Japaner die knuffige 125er nun an ein paar entscheidenden Stellen verbessert. Mit neuem Einlassbereich, Kat und Auspuff wurde der 9,5 PS starke Grom-Einzylinder Euro-5-kompatibel.
Honda Monkey 125
Honda hat die Monkey 125 eigenen Angaben zufolge entscheidend verbessert.
Dazu kommt ein Upgrade von vier auf fünf Gänge. Die Spitzengeschwindigkeit liegt jetzt bei 91 km/h. Neue Stoßdämpfer am Hinterrad sollen zusammen mit Doppel-Federpaketen und neuen Dämpfergummis für mehr Stabilität im Fahrwerk sorgen. Ebenfalls neu ist die Farbe "Pearl Glittering Blue". Ab 4244 Euro geht es los.

Brixton Crossfire 125: hübsche Retro-125er im Husqvarna-Stil

Brixton aus Österreich rollt 2022 die Crossfire 125 an die Startlinie. Die lehnt sich optisch ein wenig an die Svartpilen von Husqvarna an – das ist äußerst gelungen.
Technischer Leckerbissen ist der neu entwickelte, wassergekühlte Motor, der anstelle der bisher verwendeten japanischen Aggregate aus chinesischer Fertigung zum Einsatz kommt. Er verfügt über genau 124,8 Kubikzentimeter Hubraum, leistet 13,6 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 10,5 Nm.
Brixton Crossfire 125
Die Brixton Crossfire 125 bekommt einen brandneuen Motor und lehnt sich optisch an Husqvarna an.
Der Hersteller beziffert die Höchstgeschwindigkeit mit 99 km/h. Fahrfertig bringt die Brixton Crossfire 125 ein Gewicht von 148 Kilogramm auf die Waage. In den Tank passen elf Liter Kraftstoff. Die Preise beginnen bei 3999 Euro.