UPDATE: Rundgang auf der Tokyo Motor Show 2009
Japan feiert sich selbst

So ist das also, wenn man zur großen Party einlädt – und alle guten Freunde sagen ab. Den 41. Geburtstag der Tokyo Motor Show feiern die Japaner unter sich. Und hier sind ihre Messe-Highlights.
- Tomas Hirschberger
- Gerald Czajka
Vor allem die Abstinenz der deutschen Hersteller kommt hier gar nicht gut an. Höflich wie die Japaner nun mal sind, wird ihr Nichterscheinen mit "schade" bis "unglücklich" kommentiert. Die rund 600 Händler deutscher Marken in Japan werden sicherlich deutlichere Worte finden. Sollten die Deutschen in zwei Jahren wieder bei der Makuhari Messe vor den Toren Tokios aufschlagen – nach dann vier Jahren Abstinenz – sind neue Modelle wie Porsche Panamera, $(LB589849:BMW 5er GT)$ oder Mercedes SLS bereits alte Hüte. Dennoch gibt es für die Japaner in diesen Tagen etwas zu feiern. Nach 13 Monaten im Rückwärtsgang springt der Automarkt endlich wieder an. Plus 9,2 Prozent im September im Vergleich zu 2008 – eine Abwrackprämie nach deutschem Vorbild, Steuerhilfen für umweltfreundliche Autos sowie eine Autobahnflatrate fürs Wochenende (1000 Yen, rund 7 Euro), haben die Trendwende eingeleitet.
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Bild: Hiro Kimura

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Ghosn postuliert Null-Emission
Mit dem CR-Z Concept und dem Skydeck zeigt Japans Nummer zwei Honda die ganze Bandbreite des Themas Hybrid. Während der CR-Z sich als sportlicher Kompakter vor allem an die verantwortungsbewusste Spaßgesellschaft richtet, soll der Skydeck als variabler Sechssitzer auch die Familien ins Ökoboot holen. Rein elektrisch macht sich der Kleinwagen EV-N zumindest optisch auf die Suche nach den Wurzeln seines Vorgängers N 360. Geradezu sensationell fallen die Verbrauchsversprechen von Mitsubishis Kompakt-SUV PX-MiEV aus. Der 1,6-Liter-Benziner des Plug-in-Hybriden wird von zwei Elektromotoren unterstützt, soll so mit zwei Liter auf 100 Kilometer auskommen – ein mehr als ehrgeiziger Wert. Kurierdienste und Pizzaboten dürfen sich über den i-MiEV Cargo freuen. Die Nutzfahrhzeugversion des E-Mobils trägt hinter den beiden Vordersitzen einen nicht schönen, aber praktischen Kastenaufbau. Nissan konzentriert sich auf den Leaf, der Ende 2010 das erste in Großserie gefertigte E-Mobil sein soll. "Das Null-Emissions-Auto ist keine Illusion mehr, sondern erreichbare Realität", erklärt uns Nissan-Chef Carlos Ghosn und postuliert gleich mal seinen Anspruch, bei den E-Mobilen in Zukunft den Takt anzugeben.
Daihatsu schlägt mit einer skurrilen Schnuckel-Flotte auf


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