VW Golf Sportsvan Facelift (2017): Test

VW Golf Sportsvan Facelift (2017): Test

VW Golf Sportsvan Facelift (2017): Test, Preis, Motoren

Alle Infos zum gelifteten Golf Sportsvan

Nach dem normalen Golf spendiert VW nun auch dem geräumigeren Sportsvan ein Update. AUTO BILD hat den Preis – und den Fahrbericht!
Vorstellung: Optische Details und mehr Connectivity
Interieur: Neue Materialien, neues Infotainment
Fahren
Der Sportsvan ist unauffällig in jeder Lebenslage (UPDATE!)
Ausstattung: Neue Assistenten und Vernetzung wie im Golf 7
Motoren und Preise: Ab sofort zum gleichen Einstiegspreis bestellbar

Vorstellung: Optische Details und mehr Connectivity

Nach dem Golf 7 frischt VW nun auch den Sportsvan auf.

Video: VW Golf Sportsvan Facelift (2017)

Frischer Sportsvan

Nach dem Facelift des Golf 7 legt nun auch der Sportsvan nach. Die geräumige Version des Kompakt-Großvaters zeichnet sich vor allem durch einen erweiterten Laderaum und die höhere Sitzposition aus. Ähnlich wie beim normalen Golf ziehen im Zuge des Facelifts neue Connectivity-Optionen in das Cockpit ein. Optisch verändert sich der Sportsvan nur im Detail. An der Front finden sich ein überarbeiteter Stoßfänger sowie neue Halogen-Frontleuchten. Optional ersetzten Voll-LED-Scheinwerfer die bisherigen Xenon-Leuchten. Auch das Heck wird mit neuen LED-Leuchteinheiten versehen, wie vorne wurde auch hier die Stoßstange optisch neu aufgelegt. Fünf neue Leichtmetall-Felgen und die Farbe "Cranberry Red" zieren den Sportsvan optional ab dem Facelift.

Interieur: Neue Materialien, neues Infotainment

Trotz 1,95 Metern Größe, hätte auch noch ein Hut auf dem Kopf Platz.

Auch beim Innenraum zieht der Sportsvan nach. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich nicht besonders viel tut. Gut, denn die große Stärke des Golf-Vans bleibt unangetastet: Das Platzangebot ist vorne wie hinten gediegen. Bei der Kopffreiheit haben auch Sitzriesen nichts zu beanstanden. Die einzige Neuerung im Fahrgastraum bezieht sich auf das Infotainmentangebot, das sich am Golf 7 Facelift orientiert. So hat das AUTO BILD-Fotofahrzeug den 9,2 Zoll großen Touchscreen verbaut. Gesten kann der Sportsvan jetzt auch. Und ein kleines Manko übernimmt er auch vom Golf Facelift: Die klassischen Drehregler sind verschwunden, stattdessen gibt es Touchflächen neben dem Bildschirm. Nicht ganz so intuitiv – vor allem beim Einstellen der Lautstärke herrscht Rätselraten, ob der Finger richtig liegt. Bei den Instrumenten geht der modernisierte Sportsvan übrigens den klassischen Weg: Digitale Instrumente gibt es für den Sportsvan nicht.

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Fahren: Der Sportsvan ist unauffällig in jeder Lebenslage

Der VW Golf Sportsvan war schon immer ein Perfektionist. Das macht ihn reichlich unspektakulär.

AUTO BILD hat sich für die erste Testfahrt im Golf Sportsvan den neuen 1,5-Liter-TSI-Turbobenziner mit 130 PS und Zylinderabschaltung gegriffen. Die höhere Sitzposition (plus 8,5 Zentimeter zum Golf) erleichtert das Ein- und Aussteigen vor allem für ältere und rückengeplagte Passagiere, unterm hohen Dach hat man ein fürstliches Raumgefühl, und der im Vergleich mit den anderen Golf-Versionen um fünf Zentimeter längere Radstand bringt das Ladevolumen (max. 1520 Liter) fast auf Variant-Niveau (1620 Liter). Dass sich auf unserer Testrunde keine weltbewegenden neuen Erkenntnisse auftun, hat einen simplen Grund: Der Sportsvan war schon vor dem Update ein Perfektionist, fast bis zur Langeweile untadelig ausgewogen, eben ein Golf. Lenkung und Sechsgangschaltung arbeiten so präzise, wie man es sich von anderen, vielleicht viel spannenderen Autos wünscht, das Fahrwerk ist gut in der Mitte abgestimmt – irgendwo zwischen Sportsgeist und gemütlichem Familien-Ausflug.
Der 1,5-Liter-TSI mag sich da keine Blöße geben und treibt den Klassenstreber brav über Stadt, Land und Fluss. Nicht zu nervös, nicht zu laut, nach bestem Ermessen unauffällig in jeder Lebenslage. Und, wenn möglich, auch noch sparsam. Ohne es nach dieser ersten Testfahrt mit Zahlen belegen zu können, soll der Sportsvan nur knapp über fünf Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Verspricht zumindest VW. Auch dank Zylinderabschaltung, die immer dann automatisch zwei Kolben in die Ruhepause schickt, wenn ihre Leistung aktuell nicht benötigt wird. Der Fahrer spürt davon nichts. 

Ausstattung: Neue Assistenten und Vernetzung wie im Golf 7

Im Cockpit haben sich nur kleine Details geändert. Neu ist das 9,2-Zoll große Display des Navigationssystems "Discover Pro".

Volkswagen bietet im überarbeiteten Golf Sportsvan seine neuesten Assistenz-Systeme an. Dazu gehören die City-Notbremsfunktion inklusive Fußgängererkennung, der Stauassistent, der Park-Assistent und das Dienst-Paket "Security & Service". Es ermöglicht dem Nutzer, in verschiedenen Situationen Unterstützung anzufordern. Das kann eine automatische Unfallmeldung sein, aber auch eine Terminvereinbarung für den nächsten Service. Neben den Assistenten hat VW den großen Golf auch um einige Connectivity-Features erweitert. Zum Verbinden des Smartphones mit dem Fahrzeug bietet VW alle gängigen Schnittstellen an. Über den Infotainment-Reiter "App-Connect" stehen MirrorLink, Apple CarPlay und AndroidAuto zur Verfügung. Insassen dürfen sich über das optional erhältliche Navigationssystem "Discover Pro" freuen. Es lässt sich nun auch im geräumigen Golf neben der Sprache auch über Gesten steuern. Per Wisch lassen sich Musik-Titel skippen, Radiosender wechseln oder Anrufe annehmen. Ansonsten kommt die Bedienung ohne gewöhnliche Knöpfe aus. Touch ist hier das Stichwort. Die Kacheln des Infotainments lassen sich frei konfigurieren, so kann die Oberfläche an die Wünsche des Fahrers angepasst werden.

Neue VW (2018, 2019, 2020, 2021, 2022)

Motoren und Preise: Ab sofort zum gleichen Einstiegspreis bestellbar

LED-Rückleuchten sind im Sportsvan Serie. Die Heckschürze wurde im Zuge des Facelifts neu aufgelegt.

Im gelifteten Sportsvan lassen sich ab sofort zwei verschiedene TSI-Benziner in jeweils zwei Leistungsstufen bestellen. In der Einliter-Version leisten die Benziner 85 PS und 110 PS. Der seit dem Golf Facelift verbaute 1.5 TSI mit Zylinderabschaltung kommt ebenfalls in zwei Varianten mit 130 PS und 150 PS. Außerdem kündigt VW zwei Dieselmotoren an, verrät aber noch nicht, um welche Aggregate es sich genau handelt. Beim Preis gibt es eine positive Nachricht: Mit 20.475 Euro bleibt der überarbeitete Sportsvan preislich exakt auf dem Niveau des Vor-Facelifts. Der Marktstart soll laut VW noch 2017 stattfinden.

VW Golf Sportsvan Facelift (2017): Test

Autoren: Andreas Huber, Peter R. Fischer, Tomas Hirschberger

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