Volkswagen stellt die sechste Generation des VW Polo vor – und natürlich wird es auch wieder einen GTI geben. Der kleine Sportler ist mittlerweile fester Bestandteil der GTI-Familie und ist ab sofort zum Einstiegspreis von 23.950 Euro bestellbar. Zur Serienausstattung gehören DSG, Sportfahrwerk und -Sitze sowie 17-Zoll-Felgen.
Zu Hause im GT – mit traditionellem "Clark"-Karomuster
So geht GTI: Sportsitze mit Karomuster, abgeflachtes Sport-Lederlenkrad mit roten Ziernähten.
Bild: Volkswagen AG
Der Innenraum kommt in typischer GTI-Manier. Die Designsprache des Basis-Polo ist aber immer noch gut erkennbar – das Raumgefühl ist wie im normalen Polo eher schon Kompaktklasse als Kleinwagen. Die Sitzposition ist tiefer, das passt natürlich besonders zum sportlichen Polo. Das abgeflachte Sport-Lederlenkrad mit roten Ziernähten ist im GTI ein Muss, Multifunktion und GTI-Prägung in der Lenkradspange inklusive. Das feine Leder ums Volant ist ein Handschmeichler und dabei griffig – gut, wenn die Gangart auf der kurvigen Landstraße härter wird. Sowohl die gut ausgeformten Sportsitze vorne als auch die hinteren Sitze haben Sitzflächen im "Clark"-Karomuster, das an den Ur-GTI erinnert. Die Seitenwangen sind mit schwarzem Stoff bezogen. Auch Dachhimmel und Säulen sind schwarz bezogen. Der Top-Polo ist serienmäßig mit der Ambiente-Beleuchtung ausgestattet. Alles in allem folgt der Innenraum des Polo GTI dem Ideal: dort sportlich, wo es sein muss – und dabei voll alltagstauglich.
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Neue VW (2023, 2024, 2025 bis 2028)
Auch außen gibt's typische GTI-Elemente
Der neue Polo GTI ist 81 Millimeter länger, 69 Millimeter breiter und sieben Millimeter flacher geworden.
Bild: Volkswagen AG
Äußerlich trägt auch das neue Modell wieder die typischen GTI-Elemente. Der Kühlergrill besitzt die obligatorische Wabenstruktur, die Frontschürze ist markanter und trägt eine Spoilerlippe. Auch der rote GTI-Streifen ziert das Gesicht des sportlichen Polo. Das Element wird in den Scheinwerfern fortgeführt, was dem Kleinen einen besonderen "Blick" verleiht. Am Heck finden sich eine Dachspoilerkante in Wagenfarbe, LED-Leuchten, ein Diffusor und ein Doppelauspuff mit Chromblenden. Serienmäßig sind 17-Zoll-Felgen montiert, als einziger Polo können für den GTI auch 18-Zöller bestellt werden. Markant sind auch die rot lackierten Bremssättel sowie die verbreiterten Seitenschweller.
Mehr PS und 15 Millimeter weniger Bodenfreiheit
Ein Zweiliter-TSI mit 200 PS ersetzt den bislang 192 PS starken 1.8 TSI.
Bild: Volkswagen AG
Acht PS mehr im Vergleich zum Vorgänger platzieren die Wolfsburger unter der Motorhaube des kleinen GTI. Der neue Zweiliter-TSI leistet 200 PS (Vorgänger: 1.8 TSI mit 192 PS). Mit dem DSG zieht der 1,35 Tonnen schwere Polo GTI in nur 6,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h – eine leichte Verzögerung bei der Gasannahme inbegriffen. Damit liegt er ziemlich gleichauf zum Opel Corsa OPC oder dem Mini Cooper S. Als Höchstgeschwindigkeit gibt VW für den viertürigen Polo GTI 237 km/h an. Mit einem Verbrauch von offiziell 5,9 Litern auf 100 Kilometern wird man im Alltag nicht klarkommen – wer GTI fährt, fährt sportlich. Unter knapp neun Litern Super, braucht man es gar nicht erst zu versuchen. Da hilft auch das serienmäßige Start-Stopp-System nicht viel.
Im Sportmodus zeigt der Polo GTI seine Krallen
Im Alltag gibt sich der Polo GTI lammfromm, im Sportmodus wird er zum Giftzwerg.
Bild: Volkswagen AG
Im Normalmodus fährt sich der Polo GTI wie ein kraftvolles, aber gutmütiges Alltagsauto. Ein netter, leiser Zeitgenosse, der weder Umgebung noch Insassen durch einen unnötig hohen Geräuschpegel nervt und in dem man dank der komfortablen Federung auch lange Strecken entspannt zurücklegt. Sobald man aber den Sportmodus eingeschaltet hat, zeigt er seine andere Seite: Die Elektronik dreht die Gänge bis zum Anschlag, die Federung versteift sich bis kurz vor die Ruppigkeit, die Gasannahme wird giftiger und die Lenkung einen Tick direkter. Gleichzeitig ändert sich die komplette Geräuschkulisse: Der Sound wird kerniger, wenn man Geschwindigkeit wegnimmt, sprotzt der Motor Stöße von Zwischengas und knallt gelegentlich simulierte Fehlzündungen zum Endrohr raus. Ganz wie ein Großer.
Der Sportmodus hält den GTI selbst dann noch unbeirrbar in der Spur, wenn es in rasantem Tempo um enge Kurven geht. Das Heck versucht nicht auszubrechen, der Wagen versetzt nicht, selbst mit den unterschiedlichen Reibungskoeffizienten von Asphalt und Curbs kommt der Polo klar. Beim Herausbeschleunigen aus Kurven ist trotz Frontantrieb kein Gewusel in der präzisen, elektromechanischen Lenkung spürbar, die 215 Millimeter breiten Vorderreifen verlieren nie den Grip. Dafür sorgt auch die serienmäßig verbaute Differenzialsperre. Preislich startet der VW Polo GTI bei 23.950 Euro.
Neue VW (2023, 2024, 2025 bis 2028)
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AUTO BILD zeigt, welche VW bis 2028 auf den Markt kommen. Los geht es mit demVW ID.7; Marktstart: 2023. Das Elektro-Pendant zum Passat wird es – anders als den Verbrenner – auch als Limousine geben. Die Reichweite soll bei bis zu 700 Kilometern liegen.
Bild: Volkswagen AG
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VW Tiguan 3; Marktstart: 2023. Auch die dritte Generation von VWs SUV-Kassenschlager wird wahrscheinlich wieder auf der MQB-Plattform basieren. Das bedeutet keine brandneue, sondern nur weiterentwickelte Technik. Einen längeren Allspace wird es ebenfalls wieder geben.
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VW ID.Buzz LWB; Marktstart: 2023. Mit dem ID.Buzz hat VW eine Legende elektrifiziert – den Bulli. Auf den normalen ID.Buzz (hier im Bild) und seine Cargo-Variante wird 2023 noch ein weiteres Modell mit langem Radstand folgen.
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VW ID.3 Facelift; Marktstart: Ende 2023. Mit dem Blick auf die ID-Familie wirkt der ID.3 fast schon etwas angestaubt. Optisch fällt das Facelift mit seiner neuen Fronthaube auf, die Basispreise sollen sinken.
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VW Touareg Facelift; Marktstart: Ende 2023. Seit 2018 ist die dritte Generation des VW Touareg mit dem internen Kürzel "CR" in Deutschland am Start. Umfangreicher dürfte die Technik überarbeitet werden: Eine aktive Hinterachslenkung auch bei den beiden Plug-in-Hybriden ist im Bereich des Möglichen.
Bild: Volkswagen AG
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VW ID.7 GTX; Marktstart: 2024. Mit dem ID.7 hat VW einen vollelektrischen Passat-Ableger auf die Räder gestellt. 2024 soll eine sportliche GTX-Version folgen. Bis zu 340 PS und Allradantrieb dürfte der Sport-ID.7 bekommen.
Bild: VW
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VW Passat; Preis: über 35.000 Euro; Marktstart: 2024. Den nächsten Passat wird es nur noch als Kombi geben. Um sich vom Golf Variant abzusetzen, wächst er vermutlich etwas in die Länge. Der zusätzliche Platz kommt Passagieren und dem Kofferraumvolumen zugute.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.3 R; Marktstart: 2024. Die R-Version des vollelektrischen ID.3 dürfte mit Allradantrieb und deutlich mehr Leistung antreten. Bis dahin muss das Problem der schrumpfenden Reichweite bei mehr Leistung gelöst werden.
Bild: B. Reichel
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VW Golf R Plus; Marktstart: 2024. VW könnte einen noch stärkeren Golf R auf den Markt bringen – das berichtet das australische Magazin "WhichCar". Schon 2015 hatte Volkswagen diese Idee mit der Studie R400 illustriert. Leistungsmäßig soll der stärkste Golf mit 408 PS gegen Konkurrenten wie Mercedes-AMG A 45 S antreten.
Bild: B. Reichel
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VW Golf 8 Facelift; Marktstart: 2024. Der Golf 8 ist bereit für ein Facelift. Der Wolfsburger wird optisch mehr in das Markendesign eingebunden. Im Innenraum wird er aufgewertet – inklusive eines neuen Infotainments.
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VW ID.Buzz California; Marktstart: 2025; Preis: ab ca. 77.000 Euro. Mit dem ID.Buzz hat VW den Bulli ins Elektro-Zeitalter überführt. 2025 soll die Camping-Variante California folgen, vermutlich basierend auf der Variante mit langem Radstand. Küche und Aufstelldach gelten als gesetzt.
Bild: Bernhard Reichel
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VW ID.2; Marktstart: Ende 2025; Preis: ab ca. 25.000 Euro. Der ID.2 soll der Einstieg in VWs E-Auto-Angebot werden – mit 450 Kilometern Reichweite und als erster MEB-VW mit Frontantrieb.
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VW Trinity; Marktstart: nicht vor 2028. Der Trinity-Start wurde auf frühestens 2028 verschoben, vielleicht wird es auch 2030. Die Pläne zu einer Limousine sind in den Papierkorb gewandert. Einem Elektro-SUV der Oberklasse im Touareg-Format räumt VW nun mehr Erfolgschancen ein. Zwar war ein SUV von Anfang in Planung, aber erst als zweites Modell.