Das H-Kennzeichen für Oldtimer ist ein begehrtes Nummernschild – Autos mit dieser Zulassung ziehen die Blicke auf sich. Wer ein mindestens 30 Jahre altes, weitgehend originales Fahrzeug besitzt, kann vom Historienkennzeichen profitieren. Die Zahl steigt seit Jahren: Zum Stichtag Januar 2026 waren knapp eine Million Fahrzeuge mit H-Kennzeichen zugelassen (die genauen Zahlen folgen weiter unten).
Das spezielle Nummernschild zeichnet Oldtimer als erhaltungswürdiges Kulturgut aus. Darüber hinaus spart es laufend Steuern: Pro Jahr werden pauschal 191 Euro Kfz-Steuer (beim saisonalen H sind es auf zwölf Monate gerechnet 192 Euro) entrichtet, unabhängig von Hubraum, Verbrauch und Leistung des Klassikers.
Das H-Kennzeichen hat die Form eines normalen EU-Nummernschildes, endet aber mit dem Buchstaben "H" (für historisch). Ein damit zugelassenes Auto gilt als rollendes Kulturgut. Das Nummernschild wurde 1997 als Kennzeichen für erhaltenswerte historische Fahrzeuge eingeführt. Neben dem Mindestalter von 30 Jahren müssen Kraftfahrzeuge dafür in einem guten originalen oder zeitgenössisch restaurierten Zustand sein. Immerhin: Das Auto darf zeitgenössisch getunt sein.

Autobatterie-Ladegeräte im Vergleich

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  • Braucht viel Restkapazität beim Aufladen
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  • Schafft nicht die versprochene Leistung (3,3 statt 3,8 Ah)
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  • Verarbeitung wirkt etwas billig
  • Erreicht nicht die versprochene Ladeleistung
  • Funkenflug beim Anschluss
  • Verarbeitung zeigt Schwächen
  • Erreicht nicht die versprochene Ladeleistung
  • Kabel wirken etwas filligran
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  • Funkenflug beim Anschließen
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  • Sehr geringe Ladeleistung
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  • Kabel wirken filligran
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Wie viele Fahrzeuge haben H-, 07- und Saisonkennzeichen?

Der aktuelle Bestand an Oldtimern mit und ohne Historienkennzeichen liegt bei 923.538 Fahrzeugen – ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr (888.355). Das sind die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zum Stichtag 1. Januar 2026, inklusive Saisonkennzeichen.
Aktuell rücken immer mehr Massenmodelle aus den 90er-Jahren ins H-Kennzeichen-Alter. Viele Halter lassen ihre Fahrzeuge jedoch regulär zugelassen und verzichten auf den Aufwand sowie das notwendige Gutachten für das H-Kennzeichen. Nach Schätzung des ADAC liegt die H-Kennzeichen-Quote derzeit bei rund 54 Prozent – Tendenz fallend. Damit wären in Deutschland etwa 500.000 Oldtimer – vom Kraftrad bis zur Zugmaschine – mit H-Kennzeichen unterwegs. (Diese Autos Jahrgang 1996 sind reif fürs H-Kennzeichen.)
Zudem sollen rund 60.000 rote 07er-Nummern vergeben sein. Experten gehen davon aus, dass die Nummer im Schnitt für drei Fahrzeuge benutzt wird – so dürften in Deutschland etwa 180.000 Fahrzeuge mit einer solchen Wechselnummer fahren. Mit Saisonkennzeichen waren laut KBA zuletzt (Stand: Januar 2025) rund 2,58 Millionen Pkw zugelassen.

Lohnt sich das H-Kennzeichen für alle Oldtimer?

Das Ummelden auf ein H-Kennzeichen lohnt sich erst ab einem bestimmten Hubraum. Wer einen kleinen Oldtimer mit wenig Hubraum und Leistung hat, kann damit nicht sparen. Um herauszubekommen, ob es sich lohnt, muss man etwas rechnen. Sollte die pro Jahr fällige Kfz-Steuer unter 191 Euro liegen, lohnt sich die H-Zulassung nicht. Für Benziner-Kleinwagen bis 800 ccm Hubraum, beispielsweise die BMW Isetta, ist eine reguläre Zulassung günstiger. Auch mit einer saisonalen H-Zulassung würden Hubraum-Zwerge mit einem regulären Saisonkennzeichen günstiger fahren.
BMW Isetta 300
Für Benziner mit weniger als 800 ccm Hubraum lohnt der Umstieg aufs H-Kennzeichen steuerlich nicht.
Bild: Angelika Emmerling / AUTO BILD
Für Halter aller Autos bis 1,3 Liter Hubraum, die mit einer Siebenmonats-Zulassung als Saisonkennzeichen fuhren, dürfte sich der Umstieg aufs H-Saisonkennzeichen lohnen. Dann würde der anteilige Steuer-Betrag unter 191 Euro fallen. Auch bei Fahrzeugen, die Ende der 80er auf den Markt kamen, kann die Kfz-Steuer geringer ausfallen, da der verbaute G-Kat den Schadstoffausstoß und damit auch die Steuer mindert.

H-Kennzeichen für Diesel?

Bei Diesel-Kfz lohnt sich ein H-Kennzeichen meistens. Das liegt an der höheren Kfz-Steuer, die auch bei kleinen Motoren meist über 191 Euro liegt. So würden für einen Renault 11 Diesel mit 1,6 Liter Hubraum ohne Abgasreinigung jährlich 437 Euro Steuern anfallen. Da rentiert sich das H! Allerdings ist die Anzahl dieselgetriebener Oldtimer in Deutschland recht gering. Alte Diesel werden in der Regel als Gebrauchtwagen zugrunde geritten. Nur wenige überleben die schwierige Zeit zwischen dem 20. und 30. Jahr seit Erstzulassung. Immerhin: Mit den dieselstarken Jahrgängen bis Mitte der 90er-Jahre könnten viele Selbstzünder mittlerweile die Oldtimerflotte bereichern.

Beispielrechnung Opel Kadett A: regulär und mit Saison-Kennzeichen

Für einen 1965er Opel Kadett mit 996 ccm fallen pro Jahr 252 Euro Kfz-Steuern an. Mit Saisonkennzeichen von April bis Oktober müssen 147 Euro bezahlt werden – also deutlich weniger als die 191 Euro fürs ganzjährige H-Kennzeichen.

Beispielrechnung Opel Kadett A mit saisonalem H-Kennzeichen

Wird derselbe Kadett A mit H-Kennzeichen für sieben Monate zugelassen, muss der Besitzer nur 111 Euro bezahlen. Ein saisonales H-Kennzeichen würde sich gegenüber einem herkömmlichen Saisonkennzeichen also lohnen!

Braucht man ein H-Kennzeichen?

Das H-Kennzeichen ist nicht vorgeschrieben, es bringt aber Prestige – denn es qualifiziert ein Auto als historisch. Die günstigen Kosten machen Budget frei für dringend nötige Reparaturen oder erhaltende Maßnahmen wie eine Hohlraumkonservierung. Wer an seinem DIN-Kennzeichen festhalten will, überlegt sich den Wechsel wohl zweimal, mit dem Wechsel aufs H-Kennzeichen Euro-Kennzeichen an.

Bildergalerie

Mercedes E-Klasse (W210)
BMW 540i E39
Chrysler Stratus
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Diese Oldtimer waren 2025 reif für's H-Kennzeichen
Mit einer roten 07er-Nummer lassen sich mehrere Oldtimer in Fahrt halten, die Nutzung ist gegenüber dem H-Kennzeichen aber deutlich eingeschränkt.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD

Wie hoch ist die Steuer für ein saisonales H-Kennzeichen?

Das H-Kennzeichen lässt sich auch unterjährig beantragen und zuteilen. Damit muss für Oldtimer nicht mehr die pauschale Kfz-Steuer in Höhe von 191 pro Jahr bezahlt werden. Stattdessen ist eine Zulassung für zwei bis elf Monate möglich, die Kfz-Steuer wird anteilig berechnet, aber wegen der besseren Teilbarkeit auf Basis von 192 Euro. Wer seinen Klassiker beispielsweise für sechs Monate von April bis September anmeldet, zahlt 96 Euro Steuer für diese Saison.

Wenn Besitzer historischer Autos mit dem Anmelden und dem Erteilen eines Kfz-Kennzeichens ihren Oldie nur für die Sommermonate anmelden, spart das Geld. Zumindest dann, wenn sie für ihr Fahrzeug mit einem regulären Kennzeichen mehr als 191 Euro Kfz-Steuer pro Jahr bezahlen. Fällt die Steuer geringer aus, ist ein übliches Saisonkennzeichen günstiger als ein H-Saisonkennzeichen.

Was ist die Bedingung für die Zulassung per H-Kennzeichen?

Wer das H-Kennzeichen möchte, muss ein Gutachten nach §23 StVZO vorlegen. Nicht jeder Klassiker nimmt diese Hürde: Verbrauchte, abgenutzte Altwagen, deren Widerstandskraft der Nachlässigkeit seiner Fahrer getrotzt hat und die mit Glück über die Altersgrenze gerutscht sind, schaffen es nicht. Damit ist auch schon die Annahme widerlegt, dass sich ein H-Kennzeichen-Oldtimer als günstiger Alltagswagen bewegen lässt. Grundsätzlich gilt: Der Zustand des Autos muss original und gut sein, und die Hauptbauteile müssen im Originalzustand oder zumindest zeitgenössisch ersetzt worden sein.

Auslaufmodell H-Kennzeichen
Mit dem H-Kennzeichen adelt man seinen Oldie als automobiles Kulturgut. Das ist nicht immer die günstigste Lösung.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
Erstellen kann so ein Gutachten jeder geschulte Prüfingenieur der großen Prüforganisationen TÜV, DEKRA, GTÜ und weitere. Die Begutachtung umfasst eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung sowie eine Beurteilung des Pflege-/Erhaltungszustands des Gesamtfahrzeugs und die Originalität seiner Hauptbaugruppen. Dazu gehören:
● Aufbau/Karosserie
● Rahmen/Fahrwerk
● Motor/Antrieb
● Bremsanlage
● Lenkung
● Räder/Reifen
● elektrische Anlage
● Fahrzeuginnenraum
● Pflege- und Erhaltungszustand

Was fürs H-Gutachten wichtig ist

Experten bemängeln, dass in der "Richtlinie für die Begutachtung von Oldtimern nach § 23 StVZO" aus dem Jahr 2011 zur Beurteilung wiederholt Begriffe wie "Originalausführung" auftauchen, die der Text jedoch nicht erläutert. Denn: Originalausführung meint eigentlich ein Bauteil in seiner ersten, ursprünglichen Form. Das schließt genau genommen, Nachbauten aus, auch originalgetreue. Noch dazu, weil diese an einigen Stellen der Richtlinie ausdrücklich erwähnt werden. Je nach Gutdünken des Prüfers kann also das Gutachten negativ ausfallen, wenn beispielsweise der Motor zwar ein historisch korrekter, aber nicht der ursprünglich verbaute ist.
Auftakt 1000-Euro-Challenge Audi 80
Wer sein DIN-Kennzeichen behalten möchte, muss aufs H-Kennzeichen verzichten.
Bild: Christoph Boerries
Missverständlich ist auch der Passus, der den Umgang mit Abgasanlagen beschreibt: Waren bislang originalgetreue Nachbauten aus Edelstahl zulässig, fehlt in der neuen Richtlinie das Wort "auch". Liest man genau, dürfte es keine H-Zulassung geben, wenn nun ein simpler Ersatz-Auspufftopf aus Stahlblech montiert wurde. Das war sicher nicht gewollt. Daher gilt: Die Nachrüstung von Abgasreinigungssystemen ist aus Umweltschutzgründen generell möglich, allerdings muss deren Zulässigkeit nachgewiesen werden. Dann spricht nichts gegen einen Nachrüst-Kat!

Können getunte Oldtimer das H-Kennzeichen bekommen?

Auch getunte Klassiker können mit H-Kennzeichen zugelassen werden. Die Bedingung: Wurde das Tuning vor mindestens 30 Jahren durchgeführt und spiegelt es den damaligen Tuningstil wider, dann kann das Fahrzeug durchaus als "automobiles Kulturgut" gelten – auch wenn es sich nicht im Originalzustand befindet. Somit sind getunte Fahrzeuge ein Sonderfall.

Welches Oldtimer-Tuning ist erlaubt?

Als zeitgenössisches Tuning innerhalb der Regeln fürs H-Kennzeichen erlaubt sind:
● Änderungen am Fahrzeug, die nachweislich innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung oder gegebenenfalls dem Herstellungsdatum erfolgt sind oder hätten erfolgen können und damit zeitgenössisch sind
● technische Änderungen, die innerhalb der Fahrzeugbaureihe bereits für zulässig/möglich erklärt wurden
● nicht zeitgenössische Änderungen, die nachweislich vor mindestens 30 Jahren durchgeführt wurden
● Das bedeutet: Auch heute noch lässt sich ein Auto mit klassischen Teilen tunen!

Muss ich zeitgenössische Änderungen nachweisen?

Für Oldtimerbesitzer kann es sinnvoll sein, Unterlagen wie Originalprospekte aufzubewahren, die besondere Ausstattungen wie beispielsweise Felgen zeigen. Auch Betriebsanleitungen, damalige Herstellerfreigaben oder historische Gutachten eignen sich für den Nachweis der Originalität. Bei der Frage der erlaubten Felgengröße ist die Kopie eines alten Kfz-Scheins hilfreich, auf dem sie vermerkt sind.
Wer so etwas nicht zur Hand hat, kann in Archiven stöbern oder auch oder kaufen: Auch Presseveröffentlichungen wie z. B. Fahrberichte, in denen das jeweilige Detail erwähnt wird oder abgebildet ist, können als Beweismittel dienen. Der Fahrzeugbrief (heute: Zulassungsbescheinigung Teil II) eines anderen Fahrzeugs desselben Typs kann helfen, den Prüfer von der Zulässigkeit der Änderungen zu überzeugen.

Was kostet das Gutachten fürs H-Kennzeichen?

Das Erteilen eines H-Kennzeichens kostet rund 200 Euro. Bezahlt werden müssen:
● das Gutachten selbst, das kostet etwa 100 Euro (variiert je nach Fahrzeugart)
● die Hauptuntersuchung (HU), etwa 90 Euro
● die Abgasuntersuchung AU, zusammen mit der HU für rund 150 Euro
● die Zulassung, etwa 30 Euro, ggf. plus Kosten für ein Wunschkennzeichen (ca. 15 Euro)
Außerdem muss das Fahrzeug versichert werden, einige Versicherungen bieten für Oldies spezielle Tarife an.

Wie oft muss ich mit einem H-Kennzeichen zur HU?

Das H-Kennzeichen ändert nichts am Untersuchungsrhythmus für die Hauptuntersuchung. Oldtimer genießen da keinen Sonderstatus, auch sie müssen, ungeachtet der meist nur geringen Fahrleistung alle zwei Jahre zur HU. Die einzigen Oldtimer, die nicht regelmäßig zum TÜV müssen, sind solche mit 07er-Nummer (siehe 07er-Nummer weiter unten im Text)

Wie viele Zeichen darf ein saisonales H-Kennzeichen haben?

Das saisonale H-Kennzeichen trägt am Ende neben dem "H" die beiden Zahlen, die den Saisonzeitraum eingrenzen. Dürfen beim einzeiligen H-Kennzeichen ohne Saisonbezug vor dem H maximal sieben Buchstaben und Ziffern stehen (z. B. FD-AL 123H oder NWM-A 212H), sind beim saisonalen H-Kennzeichen maximal sechs Zeichen vor dem H erlaubt. Damit können Halter aus Orten mit drei Buchstaben (ECK, NWM, STA), deren jetziges Kennzeichen etwa zwei Unterscheidungsbuchstaben und zwei Zahlen trägt, die neue Verordnung nicht nutzen. Sie müssten auf ein Kennzeichen mit sechs Zeichen umrüsten.

Wann lohnt sich ein Saisonkennzeichen?

Ein Saisonkennzeichen ist sinnvoll für alle, die nicht das ganze Jahr mit dem Auto fahren wollen, sondern beispielsweise nur im Sommer. Gerade Oldtimer sind im Winter wegen Frost und Streusalz ja besser in der Garage aufgehoben. Möglich ist ein Zulassungszeitraum von zwei bis elf Monaten, die Kfz-Steuer wird anteilig berechnet. Von wann bis wann das Kennzeichen gültig ist (z. B. "04/10", also vom 1. April bis 31. Oktober), steht am rechten Rand des Kennzeichens. Nur in diesem Zeitraum ist das Fahrzeug zugelassen.

Ist die rote 07er-Nummer eine Alternative zum H-Kennzeichen?

Die rote 07er-Nummer, also das Kennzeichen, das nach der Ortskennung mit einer 07 beginnt, ermöglicht die wechselnde Verwendung an mehreren, mindestens 30 Jahre alten Fahrzeugen einer Fahrzeugart (ob Pkw, Motorrad oder andere Kfz). Die Fahrzeuge müssen seit 2006 die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie für ein H-Kennzeichen (guter, originalgetreuer Zustand, nachgewiesen durch Gutachten).
Renault 11 mit roter 07er-Nummer
Die rote 07er-Nummer ist ein praktisches Wechselkennzeichen, es spart vor allem beim Besitz mehrerer Fahrzeuge Geld. Nachteil: Man muss es vor der Fahrt am Auto anbringen, mit dem man fahren will.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Der wichtigste Unterschied zum H-Kennzeichen: Eine regelmäßige HU ist nicht mehr nötig! Dafür schränkt die rote 07er-Nummer die Nutzung des Fahrzeugs stark ein: Erlaubte Fahrten mit dem roten 07er-Kennzeichen sind "Probe- und Prüfungsfahrten sowie Fahrten zum Zwecke der Reparatur und Wartung", wie auch Fahrten zu Oldtimerveranstaltungen. Auch Fahrten zur Werkstatt und Überführungsfahrten sind abgedeckt. Zum Nachweis ist ein Fahrtenbuch zu führen, in dem jede Fahrt mit Datum, Fahrer und Zweck der Fahrt vermerkt sind.
Wer mit dem historischen Fahrzeug einfach so eine Ausfahrt machen will, kann es nicht mit der 07er-Nummer tun. Bei Missbrauch kann das Kennzeichen entzogen werden. So vergibt der Landesbetrieb Verkehr, also das Verkehrsamt in der Hansestadt Hamburg, extra Termine zum Thema "Auffälligkeit roter Oldtimerkennzeichen".
Das 07er-Kennzeichen ist keine reguläre Zulassung, doch es bietet einen starken Vorteil: Man kann es mit mehreren Fahrzeugen nutzen, zahlt aber nur einmal 191 Euro Steuer im Jahr wie beim H-Kennzeichen (46 Euro für Motorräder). Leider bekommt man keinen zweiten Satz roter Kennzeichen, man muss die Nummernschilder vor der Fahrt also immer am jeweiligen Fahrzeug befestigen. Die Ausnahme: Wer neben dem historischen Pkw ein Oldtimer-Motorrad besitzt, bekommt dafür meist ein zweites Schild.
07er-Kennzeichen
Mehrere historische Fahrzeuge eines Halters können ein gemeinsames 07er-Kennzeichen führen. Die Nutzung ist eingeschränkt.
Bild: Markus Heimbach
Also: Wer mehrere Fahrzeuge besitzt, die er aber jeweils nur zwei Mal im Jahr zu einer Klassik-Rallye oder einer Oldtimer-Schau fahren möchte, ist mit einem roten Oldtimer-Kennzeichen gut bedient.

Warum der Bundesrechnungshof das H-Kennzeichen kritisiert hat

Zuletzt schreckte der Bundesrechnungshof die Besitzer von H-Kennzeichen-Oldtimern auf: In ihrem Rechenschaftsbericht von 2022 lenkte die Institution den Blick auf einen möglichen Missbrauch des H-Kennzeichens. Die Argumente: Die Halter vieler Oldtimer mit H-Kennzeichen würden in den Genuss einer steuerlichen Ermäßigung kommen, ihr Fahrzeug aber im Alltag nutzen. Das Finanzministerium widersprach dem Bericht und verwies auf ihm zugrunde liegende, unbewiesene Annahmen. Aus der erwiesenen geringen Jahresfahrleistung von Oldtimern ließe sich nur eine unwesentliche Umweltbeeinträchtigung herauslesen. Mittlerweile hat sich die Aufregung gelegt. Hier ein Kommentar dazu: Hände weg vom H-Kennzeichen.

Dürfen Fahrzeuge mit H-Kennzeichen in Umweltzonen fahren?

Ja, dürfen sie! Laut §2 Nr. 22 ist es historischen Fahrzeugen erlaubt, auch ohne Umweltplakette in Umweltzonen zu fahren.
Das H-Kennzeichen macht knapp 200 Euro pro Jahr, doch der Aufwand, ein über 30 Jahre altes Fahrzeug in gutem Zustand zu bewahren, ist nicht zu unterschätzen. Aber es ziert jeden Klassiker. Spartipp: Wer seinen Oldie im Winter in der Garage lässt, kann aufs saisonale H-Kennzeichen umschwenken.