Der Audi RS 3 ist eine feste Größe im Segment der kompakten Sportwagen und ging 2021 in dritter Generation an den Start, vor zwei Jahren hat Audi dem Kompakt-Sportler dann ein umfassendes Facelift verpasst.
Der AudiRS 3 ist eine feste Größe im Segment der kompakten Sportwagen und ging 2021 in dritter Generation an den Start, vor zwei Jahren hat Audi dem Kompakt-Sportler dann ein umfassendes Facelift verpasst.
Limitiertes Sondermodell RS 3 Performance Edition
Anfang 2023 gab es vom Vorfacelift noch ein limitiertes Sondermodell für alle, die sich nach mehr Leistung sehnten. 300-mal wurde der RS 3 Performance Edition gebaut. Neben sieben PS mehr stattete Audi das Sondermodell mit RS-Sportfahrwerk und Sportsitzen aus. Weitere Infos zur gesteigerten Leistung des RS 3 Performance Edition gibt es hier.
Die exklusive "Performance Edition" kam mit mehr Ausstattung, Leistung und 300 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Wie gehabt steht der RS 3 als praktischer Sportback und als Limousine zur Auswahl. Noch im Oktober 2024 startet das Facelift des RS 3 auf dem deutschen Markt. Bestellt werden kann der Kompaktsportler bereits seit Ende August.
Wer einen Audi RS 3 Sportback fahren will, muss mindestens 66.000 Euro blechen. Die Limousine kostet noch mal 2000 Euro mehr, schlägt also mit 68.000 Euro zu Buche.
Optisch hat Audis Sportabteilung in Neckarsulm deutlich nachgeschärft, die Front mit dem modifizierten Grill wirkt deutlich breiter. Der neue Frontsplitter erstreckt sich über die gesamte Fahrzeugbreite und lässt den RS 3 noch tiefer über dem Asphalt kauern – eine Reminiszenz an den Audi S1 Pikes Peak aus dem Jahr 1987.
Eine neu gestaltete Tagfahrlichtsignatur in Zielflaggen-Optik und neue Lufteinlässe runden das Design ab. Wer mag, der kann bei den Matrix-LED-Scheinwerfern auch noch drei weitere Signaturen einstellen.
Der neue Heckdiffusor beherbergt die RS-typischen Endrohre. Vor allem der Sound soll verbessert worden sein.
Bild: AUDI AG
Am Heck ein ähnliches Bild: Neue Leuchtgrafiken in den Rückleuchten prägen das Bild, dazu kommt ein neuer Diffusor – übrigens wie der Singleframe-Grill wahlweise in Hochglanz oder in Matt lackiert.
Apropos Lackierung, da gibt's künftig neben den bekannten RS-Farben "Kyalamigrün" und "Kemoragrau" auch die neuen Töne "Ascariblau", "Progressivrot" sowie erstmals auch die Mattlackierung "Daytonagrau". Darüber hinaus bekommt der RS 3 neue Felgen in 19 Zoll mit optionalen Semislicks und eine Reihe neuer Carbon-Zierelemente, die die Außenoptik abrunden.
Unter der Haube setzt Audi weiterhin auf den bekannten 2,5-Liter-Fünfzylinder mit Turboaufladung. Wer sich ein Leistungsplus gewünscht hat, wird aber enttäuscht. Wobei: Mit seinen 400 PS und maximalen 500 Nm Drehmoment ist der RS 3 natürlich alles andere als untermotorisiert.
Der Beschleunigungswert auf Tempo 100 ist mit 3,8 Sekunden folgerichtig gleich geblieben. Einzig bei der Höchstgeschwindigkeit schenkt Audi dem RS 3 ein kleines Plus, sie steigt von bislang 280 auf 290 km/h.
Interessanter wird es aber beim Fahrwerk, denn besonders dort haben die Ingolstädter nachgeschärft. Basis für das optimierte Fahrverhalten bietet ein Zusammenspiel aus Torque Splitter und vollvariablem Torque-Vectoring-System sowie den neuen adaptiven Dämpfern. All diese Modifikationen waren offenbar erfolgreich: Auf der Nordschleife konnte der RS 3 den aktuellen Bestwert im Kompaktsegment mit 7:33,123 Minuten schon um fünf Sekunden unterbieten.
Ein Team aus fünf Chemikern hat dafür gesorgt, dass das Facelift noch besser riecht. Klingt wie ein Scherz, ist aber ernst gemeint – nicht umsonst gibt es Duftbäume mit der Note "Neuwagen". Im Audi setzt sich der Geruch aus dem Leder der Bezüge und den verwendeten Kunststoffen zusammen. Damit der RS 3 besonders angenehm für die Nase ist, wurden alle 200 (!) Innenraumkomponenten erst einzeln in einer speziellen Kammer erhitzt und dann der Geruch analysiert.
Pro Bauteil dauert das Erhitzen und Analysieren der Luft in einer speziellen Kammer zwei bis drei Stunden.
Bild: AUDI AG
Anschließend haben die Chemiker den Geruch des gesamten Innenraums analysiert. Dazu wurde mit Wärmestrahlern beispielsweise ein heißer Sommertag simuliert. Erst nachdem die Duftprofis hier das Okay gegeben haben, ging es in die Serie.
Erster Check: bessere Materialanmutung
Sportlich und gleichzeitig mit Premium-Anspruch präsentiert sich der Innenraum. Das Cockpit-Layout hat sich zwar nicht groß verändert, aber in puncto Materialien ist der RS 3 noch hochwertiger geworden.
Bildergalerie
Audi RS 3
Direkt ins Auge sticht das neue Sportlenkrad. Es ist oben und unten abgeflacht, liegt gut in der Hand und ist mit einer neuen "RS Mode"-Taste (für die speziellen RS-Fahrmodi) auf der rechten Speiche ausgestattet.
Instrumententafel aus Carbon
Für sportliches Feeling im Innenraum braucht es natürlich mehr als nur ein paar spezielle Anzeigen. Die Instrumententafel besteht aus Carbon. In den optionalen Schalensitzen sitzt man nicht nur sehr gut eingepackt, sie bieten auch minimal mehr Beinfreiheit. Die normalen Sportsitze reichen aber allemal aus.
Im Innenraum wurde die Materialqualität nochmals verbessert.
Bild: AUDI AG
Ausstattung: "RS Designpaket plus" für noch schärfere Optik
Optional gibt es sportliche Farbakzente mit dem "RS Designpaket plus": Gurtränder, Sitzschultern und der Steg in den Luftauslässen sind in sportlichem Rot gehalten, zusätzlich gibt es rote Ziernähte. Statt in Rot gibt es diese Elemente auf Wunsch auch in Grün.
Fahren: Feintuning soll RS 3 noch schneller machen (Update!)
Bestes noch besser zu machen ist schon des Öfteren schiefgegangen. Meistens wurden die Autos verschlimmbessert – sie fuhren nicht mehr so rund wie die ursprünglichen Varianten. Und genau das dachte ich mir, als vor ein paar Monaten die Audi Sport GmbH meldete, sie habe den RS 3 noch mal verfeinert und schneller gemacht.
Genauer gesagt unterbot Frank Stippler den erst 2023 auf der Nordschleife aufgestellten Rekord um fünf Sekunden. Die neue Richtmarke der Kompaktklasse heißt nun 7:33,123 Minuten. Und jetzt kommt's: ohne an den 40 PS zu rütteln, mit den gleichen Pirelli Trofeo R wie vor einem Jahr. Da hat Audi wohl nicht verschlimmbessert, sondern den RS 3 an den richtigen Stellen verfeinert.
Das neue, eckigere Lenkrad mit den roten Power-Tasten gefällt.
Bild: Roman Rätzke / AUTO BILD
Aber wie und wo haben die Ingenieure nachgebessert? Torque Splitter, ESP, Brake Torque Vectoring, Steuerung der adaptiven Dämpfer – genau hier war laut Projektleiter Marvin Schwätter noch etwas zu holen. Ein weiterentwickelter Algorithmus soll nun intensiver auf die jeweiligen Fahrsituationen reagieren. Mit geändertem Brake Torque Vectoring etwa soll das Auto noch williger eindrehen, weniger untersteuern.
Mutige Fahrwerksabstimmung, schöner Sound
Doch wir wollen heute auf der Rennstrecke Castelloli herausfinden, ob man diesen geänderten Algorithmus spürt. Pirellis Trofeo R ist montiert und bereits warmgefahren. Fahrmodi Performance über die linke rote Taste am Lenkrad aktiviert – und los!
Audi RS 3 Facelift: Fahrbericht
Schneller ohne Leistungsplus? Erste Fahrt im frischen Audi RS 3
Bild: AUDI AG
Und ab Kurve eins das bekannte Gefühl, Gänsehaut, Herzrasen, herrlich. Die Fahrwerksabstimmung ist und bleibt mutig aggressiv, lebendig, der Auspuffsound ist anders, das neue Nachräuspern bei Gaswegnahme gefällt. Und der Torque-Splitter-Allrad, der ist auch wie zuletzt quicklebendig. Vielleicht kann man an zwei Kurven den RS 3 im Scheitel etwas früher in Richtung Kurvenausgang drehen und somit einen Tick eher beschleunigen.
Flacherer Grill und drei Öffnungen über dem Frontsplitter, der sich nun über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt.
Bild: Audi AG
Aber, hier und heute, es bleibt beim Best-of-Kompaktwagen. Ob das Feintuning wirklich in bessere Rundenzeiten münzt, kann nur der Test im Frühjahr auf dem Sachsenring offenlegen.
Vergleichstests: Reifen kosten RS 3 den Sieg
RS 3 Limousine tritt gegen M240i und A 45 S an
Auf der Rennstrecke muss sich die RS 3 Limousine gegen ihre Hauptgegner BMW M 240i und Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ beweisen – und der Audi hat dank bärenstarker Längsdynamik in den Vernunftkategorien die Nase vorn. Einschränkend muss man sagen: Weil das Wetter es nicht zuließ, konnten die wichtigen Kategorien Rundenzeit und Bremsweg in diesem Test leider nicht ermittelt werden.
Im Vergleichstest ohne Rundenzeiten und Bremswerte lag der Audi am Ende einen Punkt vor dem Mercedes-AMG.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Im zweiten Anlauf reicht es nicht mehr für den Sieg
Bei besserem Wetter hat AUTO BILD dieselbe Konstellation noch einmal getestet, dieses Mal musste sich der RS 3 geschlagen geben. Der A 45 S vernaschte die Limousine um zwei Sekunden. Unnötig: Auf dem Track hatte der Audi nur ein Problem – seine Bereifung. Sonst wäre er auf Augenhöhe.
Auch mit Feintuning bleibt der RS 3 das Nonplusultra seiner Klasse. Mehr Sound, Fahrspaß auf und neben der Rennstrecke gibt's nicht für das Geld. Und: Ein vollausgestatteter VW Golf R kostet auch nicht viel weniger.
Zitat
Mit 7:33,123 Minuten ist der Audi RS 3 erneut der schnellste Kompaktwagen auf dem Nürburgring.
Die Reise zur Präsentation des RS 3 Competition Limited wurde unterstützt von Audi. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Die technischen Daten werden bereitgestellt von SCHWACKE.
Audi RS 3
1/12
Der Audi RS 3 ging 2021 in dritter Generation an den Start – jetzt wird es Zeit für eine Gesichtsstraffung. Die Front mit dem modifizierten Grill wirkt deutlich breiter. Der neue Frontsplitter erstreckt sich über die gesamte Fahrzeugbreite und lässt den RS 3 noch tiefer über dem Asphalt kauern. Eine neu gestaltete Tagfahrlichtsignatur in ...
Bild: AUDI AG
2/12
... Zielflaggen-Optik und neue Lufteinlässe runden das neue Design ab. Wer mag, der kann bei den Matrix-LED-Scheinwerfern auch noch drei weitere Signaturen einstellen. Am Heck ein ähnliches Bild: Neue Leuchtgrafiken in den Rückleuchten prägen das Bild, dazu kommt ...
Bild: AUDI AG
3/12
Am Heck ein ähnliches Bild: Neue Leuchtgrafiken in den Rückleuchten prägen das Bild, dazu kommt ein neuer Diffusor – übrigens wie der Singleframe-Grill wahlweise in Hochglanz oder in Matt lackiert. Apropos Lackierung, da gibt's künftig neben den bekannten RS-Farben "Kyalamigrün" und ...
Bild: AUDI AG
4/12
... "Kemoragrau" auch die neuen Töne "Ascariblau", "Progressivrot" und erstmals auch die Mattlackierung "Daytonagrau".
Bild: AUDI AG
5/12
Darüber hinaus bekommt der RS 3 neue Felgen in 19 Zoll mit optionalen Semislicks sowie eine Reihe neuer Carbon-Zierelemente, die die Außenoptik abrunden. Unter der Haube setzt Audi weiterhin auf den bekannten 2,5-Liter-Fünfzylinder mit ...
Bild: AUDI AG
6/12
... Turboaufladung. Wer sich ein Leistungsplus gewünscht hat, wird aber enttäuscht. Wobei: Mit seinen 400 PS und maximalen 500 Nm Drehmoment ist der RS 3 natürlich alles andere als untermotorisiert. Der Beschleunigungswert auf Tempo 100 ist mit 3,8 Sekunden folgerichtig gleich geblieben. Einzig bei der Höchstgeschwindigkeit schenkt Audi dem RS 3 ein kleines Plus, sie steigt von bislang 280 km/h auf 290 km/h.
Bild: AUDI AG
7/12
Interessanter wird es aber beim Fahrwerk, denn besonders dort haben die Ingolstädter nachgeschärft. Basis für das optimierte Fahrverhalten bietet ein Zusammenspiel aus Torque Splitter und vollvariablem Torque-Vectoring-System sowie den neuen adaptiven Dämpfern. All diese Modifikationen waren offenbar erfolgreich: Auf der Nordschleife konnte der RS 3 den aktuellen Bestwert im Kompaktsegment mit 7:33,123 Minuten schon um fünf Sekunden unterbieten.
Bild: AUDI AG
8/12
Sportlich und gleichzeitig mit Premium-Anspruch geht es auch im Innenraum weiter. Das Cockpit-Layout hat sich zwar nicht groß verändert, aber in puncto Materialien ist der RS 3 noch hochwertiger geworden.
Bild: AUDI AG
9/12
Direkt ins Auge sticht das neue Sportlenkrad. Das ist oben und unten abgeflacht, ...
Bild: AUDI AG
10/12
... liegt gut in der Hand und ist mit einer neuen "RS Mode"-Taste (für die speziellen RS-Fahrmodi) auf der rechten Speiche ...
Bild: AUDI AG
11/12
... ausgestattet. Optional gibt es sportliche Farbakzente mit dem RS Designpaket plus: Gurtränder, Sitzschultern und der Steg in den Luftauslässen sind in sportlichem Rot gehalten, zusätzlich gibt es rote Ziernähte. Statt in Rot gibt es diese Elemente auf Wunsch auch in Grün.
Bild: AUDI AG
12/12
In den optionalen Schalensitzen sitzt man nicht nur sehr gut eingepackt, sie bieten auch minimal mehr Beinfreiheit. Die normalen Sportsitze reichen aber allemal aus.