AUTO BILD-Bestenliste: Elektroautos bis 45.000 Euro
Die besten Elektroautos: Warum der Skoda Elroq der Maßstab ist

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Alltagstaugliches Raumangebot und fairer Preis: Der Skoda Elroq sichert sich die AUTO BILD-Krone bei den E-Autos bis 45.000 Euro. Auf den Plätzen bildet sich die ganze Vielfalt des Angebots ab.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Fast jeder fünfte Neuwagen hierzulande summte im letzten Jahr als E-Auto aus dem Showroom (Anteil BEV an den Pkw-Neuzulassungen 19,1 Prozent). Und inzwischen finden sich darunter auch etliche bezahlbare Modelle bis 45.000 Euro.
Eine große Vielfalt gibt es in der Preisklasse bis 45.000 Euro. AUTO BILD erklärt in der Kaufberatung, welche Elektroautos sich wirklich lohnen und welche Modelle über alle Tests hinweg am besten abgeschnitten haben.

11.
Fiat
Grande Panda Elektro
2,7
befriedigend
Preis
24.990 EUR

12.
BYD
Dolphin Surf Comfort 43,2 kWh
2,8
befriedigend
Preis
26.990 EUR

14.
Leapmotor
T03
3,3
befriedigend
Preis
18.900 EUR
Wen sprechen diese Autos an, was ist die Zielgruppe?
- Pendler mit täglich mittleren Strecken
- Familien, die ein praktisches Alltagsauto suchen
- Autokäufer, die bewusst auf einen Verbrenner verzichten wollen.
An der Spitze platziert sich der Skoda Elroq mit der Note 1,5. Das kompakte Elektro-SUV überzeugt als alltagsgerechtes und ausgewogenes Gesamtpaket. Ordentliche Platzverhältnisse, angemessener Fahrkomfort und eine praxisgerechte Akkugröße von 77 kWh machen ihn zum derzeit besten Angebot in dieser Preisklasse.

Der Elroq mit 286 PS geht in 6,6 Sekunden auf 100 km/h, schafft Tempo 180 und 323 Kilometer im Test – bei minus zwei Grad Celsius.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Eine noch bessere Testnote vereitelte im AUTO BILD-Test im Übrigen auch der Wettergott. Die Verbrauchsfahrt musste bei ungemütlichen minus 2 Grad Celsius stattfinden, was den Verbrauch des 286 PS starken Elroq 85 inklusive Ladeverlusten auf wenig bescheidene 28,5 kWh/100 km trieb. Die so mögliche Reichweite bleibt mit 323 Kilometern überschaubar – kein Ruhmesblatt, auch weil der Testwagen mit der Wärmepumpe für 1080 Euro extra versehen war.
Stärken:
- großes Platzangebot
- Antrieb ist top
- sehr gut Assistenz
Schwächen:
- Wärmepumpe kostet Aufpreis
- kein One-Pedal-Driving
Auf Rang zwei folgt der Tesla Model 3 mit der Note 1,6. Die Limo überzeugt bei Effizienz und Ladeperformance, Abzüge gibt es für Materialanmutung und Bedienlogik. Trotzdem überzeugt das immerhin 4,72 Meter lange Model 3 mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die 320 PS starke Variante mit Heckantrieb startet bei 44.990 Euro, mit 283 PS geht's knapp unter 40.000 Euro los.

Der Tesla Model 3 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für knapp unter 40.000 Euro gibt es das 283 PS starke Einstiegsmodell.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Der Tesla bietet weniger Raum und Komfort als der Testsieger Elroq, er ist zudem straffer abgestimmt und somit weniger komfortabel. Die typische Tesla-Bedienung mit dem riesigen Monitor ist Geschmacksache, die Verarbeitung im Detail nicht immer sorgfältig. Und auf den kleinen, eher weich gepolsterten Sitzen fühlt sich auch nicht jeder Fahrer wohl.
Stärken:
- hohe Effizienz
- geringes Leergewicht
- agiler Fahreindruck
Schwächen:
- Fahrerdisplay und HUD fehlen
- kleine, weiche Sitze
- schlecht bedienbare Türgriffe
Der mit Testnote 1,8 gemeinsam mit dem VW ID.3 drittplatzierte Kia EV4 wirkt mit seiner gekrümmten Fronthaube und dem Targa-artigen Querbügel über dem Dach wie eine Designstudie, die anderswo als zu polarisierend verworfen worden wäre. Es gibt auch eine Fastback-Variante des EV4, die Freunde konventioneller Linien auf eine noch härtere Probe stellt. Mit 4,45 Metern Länge und 1,86 Meter Breite marschiert der Kompakte schon schwer Richtung Mittelklasse.

Dürfte durchaus polarisieren: Wegen seiner etwas avantgardistischen Optik wirkt der kompakte Kia EV4 wie eine Designstudie.
Bild: Kia Motors
Aktuell sorgt für den Vortrieb ein 204 PS starker E-Motor, der ein maximales Drehmoment von 283 Newtonmetern an die Vorderräder schickt. Obwohl der EV4 lediglich gemessene 7,9 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h braucht, wirkt die Beschleunigung subjektiv eher milde, sogar im Sport-Programm. Kia hat an seinen Fahrwerken erkennbar gearbeitet, die Federung des EV4 spricht fein an. Auch die Lenkung ist besser austariert als bei älteren Modellen. Sie zeigt sich generell aber etwas teigig, um die Mittellage hingegen zu zackig.
Anders als der große Bruder EV6 ist der EV4 nicht an eine 800-Volt-Architektur gekoppelt, sondern muss sich mit 400 Volt begnügen. Für die Ladezeiten bedeutet das, dass 30 Minuten gebraucht werden, um den 81,4 kWh großen Akku von 10 auf 80 Prozent zu laden. Die identische Zeitdauer entsteht durch die unterschiedlichen Ladeleistungen – während der große Akku mit bis zu 128 kW geladen wird, sind es beim kleineren lediglich 101 kW.

Der Kia hat ein luftig gestaltetes, aber nicht komplett leer geräumtes Cockpit. Vorn gibt es ein tolles Platzangebot und Raumgefühl.
Bild: Kia Motors
Qualitativ gibt es an der Gestaltung des Innenraums nichts zu meckern. Die zu großen Teilen recycelten Materialien, die verarbeitet wurden, machen haptisch und optisch einen ordentlichen Eindruck. Auch beim Infotainment hat Kia beim EV4 aufgerüstet. Die Kia-Gestalter folgten aber leider der unseligen Mode, Wichtiges wie die Lenkradheizung in der Türverkleidung zu verstecken, also außerhalb des Blickfelds. Bei der Erstbegegnung mit dem Auto sucht man die Taste vergeblich.
Stärken:
- luftiger Innenraum
- top Bremsen
- großzügige Garantie
Schwächen:
- unbequemer Fond
- ungünstige Wiederverkaufsprognose
So testet AUTO BILD
Alle Fahrzeuge durchlaufen einen Test, der Messwerte wie Reichweite, den Verbrauch auf einer standardisierten 155-km-Runde, Ladeverhalten oder Antriebsleistung mit Eindrücken aus dem Alltag kombiniert. Ermittelt werden zudem Fahrleistungen und Bremswege.
Neben dem Vermessen des Innenraums und dem daraus folgenden Platzangebot wird unter anderem noch die Geräuschentwicklung gecheckt. Jedes Auto, ob einzeln oder im Rahmen eines Vergleichs, durchläuft dasselbe aufwendige Testverfahren, an dessen Ende die Note steht – die Basis unserer Bestenliste.
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