Die besten Mitteklasse-Autos mit Allrad im Test
Diese Allrader fahren der Mittelklasse-Konkurrenz davon

Mehr Traktion, mehr Sicherheit, mehr Fahrspaß: AUTO BILD zeigt die besten Mittelklasse-Autos mit Allrad im Test.
Bild: Skoda
Allradantrieb ist längst kein Privileg von Geländewagen oder teuren Sportwagen mehr. Auch in der Mittelklasse gehört er bei vielen Modellen zum Angebot – ob als Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektroauto. Gerade bei Regen, Schnee oder auf unbefestigten Straßen sorgt die Kraftverteilung auf alle vier Räder für mehr Traktion und ein Plus an Fahrsicherheit.
Doch ein guter Allradler muss mehr können als nur Grip liefern. Komfort, Verbrauch, Fahrdynamik und Alltagstauglichkeit spielen in dieser Klasse eine ebenso wichtige Rolle. AUTO BILD zeigt die besten Mittelklasse-Autos mit Allradantrieb – sortiert nach ihren Testnoten.

1.
1,8
gut
Preis
59.780 EUR
PRO & KONTRA
- sehr großzügiges Platzangebot
- sparsamer, ausgereifter Antrieb
- komfortables Fahrwerk (DCC)
- nur zwei Jahre Garantie
- Zuladung nur Mittelmaß
- Sicht nach hinten etwas eingeschränkt

2.
1,8
gut
Preis
63.835 EUR
PRO & KONTRA
- sehr größzügiges Platzangebot
- hoher Langstreckenkomfort
- ausgewogene Kombination aus Lenkung & Fahrwerk
- Aufpreis für GTX hoch
- DC-Laden nur Durchschnitt

3.
Hyundai
1,9
gut
Preis
65.350 EUR
PRO & KONTRA
- Herausragende Effizienz und Aerodynamik
- Sehr schnelle Ladetechnik
- Eingeschränkte Alltagstauglichkeit des Kofferraums
- Wenig Komfortabel

4.
2,0
gut
Preis
65.200 EUR
PRO & KONTRA
- Sehr Fahraktiv
- Hoher Fahrkomfort
- Enger Fondzugang
- Kleiner und weniger variabler Kofferraum

5.
2,1
gut
Preis
62.500 EUR
PRO & KONTRA
- Sehr gute Bremsen
- Modernes Cockpit und Infotainment
- Kofferraum durch Batterie eingeschränkt
6.
2,1
gut
Preis
78.800 EUR
PRO & KONTRA
- traumhafter Sechszylindermotor
- hochwertige Machart
- souveräne Fahrleistungen
- Platz im Fond nicht riesig
- man muss ihn sich leisten können
- recht großer Wendekreis

7.
Mercedes
CLE Mercedes-AMG CLE 53 4M+ Cabrio AMG S.SHIFT TCT 9G
2,5
befriedigend
Preis
102.298,35 EUR
PRO & KONTRA
- Fahrwerk mit gutem Restkomfort
- bequeme und Halt gebende Performance-Sitze (Option)
- bewährtes Infotainmentsystem
- hakelige Türgriffe
- Verwindung auf schlechten Straßen
- insgesamt teuer im Unterhalt
Für wen eignen sich Autos mit Allradantrieb am besten?
Mittelklasse-Autos mit Allradantrieb richten sich vor allem an Vielfahrer, Familien und Pendler, die bei jedem Wetter sicher unterwegs sein möchten. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, Anhänger zieht oder häufig auf nassen, verschneiten oder unbefestigten Straßen unterwegs ist, profitiert von der besseren Traktion und dem souveränen Fahrverhalten. Gleichzeitig bieten moderne Allradmodelle hohen Komfort und genügend Platz für den Alltag.
Typische Zielgruppen:
- Vielfahrer: hohe Fahrstabilität und souveränes Fahrverhalten auf langen Strecken.
- Familien: viel Platz, hohe Sicherheit und oft große Koffer- sowie Anhängelasten.
- Pendler: mehr Traktion bei Regen und winterlichen Straßenverhältnissen.
- Freizeitaktive: ideal für Wohnwagen, Pferde- oder Bootsanhänger sowie Ausflüge auf unbefestigten Wegen.
- Geschäftsreisende: komfortable Langstreckenautos mit sicherem Fahrverhalten bei jedem Wetter.
Testsieger: Skoda Superb 2.0 TDI DSG 4x4
Der Skoda Superb Combi zeigt eindrucksvoll, warum klassische Kombis noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Im AUTO BILD-Test sichert sich der Tscheche den Sieg unter den Mittelklasse-Autos mit Allradantrieb dank seines nahezu perfekten Gesamtpakets aus Platz, Komfort, Effizienz und Fahrdynamik. Der 193 PS starke 2,0-Liter-TDI startet bei 48.100 Euro.

Bild: Skoda
Im Test überzeugt der große Kombi vor allem auf langen Strecken. Mit nur 5,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer sind Reichweiten von rund 1200 Kilometern möglich. Gleichzeitig bietet der Superb bis zu 1920 Liter Kofferraumvolumen, 2,2 Tonnen Anhängelast und reichlich Platz für Passagiere und Gepäck.
Seine Stärken liegen im ausgewogenen Gesamtpaket: Komfortables Fahrwerk, sicherer Allradantrieb, kräftiger Diesel und viele clevere Alltagsdetails machen den Skoda zu einem der vielseitigsten Fahrzeuge seiner Klasse. Kritik gibt es lediglich für das im Stadtverkehr gelegentlich etwas ruppige DSG und den frei stehenden Touchscreen. Insgesamt liefert der Superb das stärkste Gesamtpaket unter den Mittelklasse-Allradlern.
Platz 2: VW ID.7 GTX 4Motion
Nur hauchdünn verpasst der VW ID.7 GTX den Testsieg. Der 340 PS starke Elektro-Allradler überzeugt mit viel Platz, hohem Komfort und starken Langstreckenqualitäten. Der Grundpreis liegt bei 63.835 Euro.

Bild: VW
Im AUTO BILD-Test punktet der ID.7 GTX mit einem großzügigen Raumangebot, bis zu 1586 Litern Kofferraumvolumen und einer praxisnahen Reichweite von 407 Kilometern. Der 86-kWh-Akku lädt mit bis zu 200 kW Gleichstrom, während das adaptive Fahrwerk hohen Federungskomfort mit einer ausgewogenen Straßenlage verbindet.
Seine größten Stärken liegen im harmonischen Gesamtpaket aus Komfort, Fahrstabilität und Alltagstauglichkeit. Abzüge gibt es für den weit vorne platzierten Touchscreen, der während der Fahrt schwer erreichbar ist, sowie den hohen Preis. Insgesamt gehört der ID.7 GTX zu den überzeugendsten elektrischen Allradmodellen der Mittelklasse.
Platz 3: Hyundai Ioniq 6 84 kWh 4WD
Mit seinem außergewöhnlichen Design hebt sich der Hyundai Ioniq 6 deutlich von der Konkurrenz ab. Im AUTO BILD-Test fährt die 325 PS starke Elektro-Limousine auf einen starken dritten Platz und überzeugt mit hoher Effizienz, modernster Ladetechnik und viel Fahrspaß. Der Einstiegspreis liegt bei 61.550 Euro.

Bild: Hyundai
Im Test punktet der Ioniq 6 vor allem mit seiner 800-Volt-Technik. Der 84-kWh-Akku lädt mit bis zu 260 kW Gleichstrom und ist im Idealfall in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt. Dazu kommen ein kraftvoller Allradantrieb, 5,2 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und eine praxisnahe Reichweite von 351 Kilometern.
Seine größten Stärken sind das leise Fahrverhalten, die hochwertige Verarbeitung und die gelungene Mischung aus Sportlichkeit und Effizienz. Abzüge gibt es für den kleinen Kofferraumzugang, den etwas straffen Federungskomfort auf 20-Zoll-Rädern und den hohen Preis. Insgesamt zählt der Ioniq 6 aber zu den modernsten und fahraktivsten Allradmodellen der Mittelklasse.
Platz 4: BMW 330e xDrive Limousine
Wer Fahrspaß und Effizienz verbinden möchte, kommt am BMW 330e xDrive kaum vorbei. Die 292 PS starke Plug-in-Hybrid-Limousine zählt zu den überzeugendsten Allradmodellen der Mittelklasse. Der Grundpreis liegt bei 65.200 Euro.

Bild: Christoph Boerries
Im Test punktet der BMW mit seinem harmonischen Antrieb, einer elektrischen Reichweite von 83 Kilometern und einem niedrigen Testverbrauch von 4,7 Litern plus 9,4 kWh pro 100 Kilometer. Dazu kommen eine komfortable Achtgang-Automatik, der intelligente xDrive-Allradantrieb und ein ausgewogenes Fahrwerk, das Dynamik und Langstreckenkomfort gekonnt verbindet.
Seine größten Stärken liegen im gelungenen Gesamtpaket aus Fahrdynamik, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Kritik gibt es für den eingeschränkten Kofferraum und den etwas engen Fondzugang.
Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren möchten und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind. Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, moderne Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis sowie den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen – Zustand und Historie prüfen, sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen möchten und sich nicht um den Wiederverkauf kümmern wollen. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden individuell vereinbart –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können zusätzliche Kosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber kein Eigentum.
Ein guter Allradantrieb macht aus einem Mittelklasse-Auto keinen Geländewagen – aber einen souveränen Begleiter bei jedem Wetter.
So testet AUTO BILD
AUTO BILD bewertet jedes Auto nach einem festen Testschema mit den Kategorien Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. Neben objektiven Messwerten fließen auch umfangreiche Alltagseindrücke in die Gesamtnote ein.
Bei Mittelklasse-Autos mit Allradantrieb stehen vor allem Traktion, Fahrstabilität und Langstreckenkomfort im Fokus. Bewertet werden unter anderem Fahrleistungen, Bremsweg, Verbrauch, Geräuschkomfort sowie das Zusammenspiel von Motor, Getriebe und Allradsystem. Ebenso wichtig sind Platzangebot, Bedienung und die Alltagstauglichkeit. Denn ein guter Allradler soll nicht nur bei Schnee überzeugen, sondern das ganze Jahr über Sicherheit, Komfort und Souveränität bieten.
FAQ: Mittelklasse-Autos mit Allrad
Welches Mittelklasse-Auto mit Allrad ist das beste?
Im AUTO BILD-Test sichert sich der Skoda Superb Combi 2.0 TDI 4x4 den Gesamtsieg. Er überzeugt mit viel Platz, niedrigem Verbrauch, hohem Komfort und einem ausgewogenen Fahrverhalten.
Braucht man Allrad überhaupt?
Nicht zwingend. Wer aber häufig bei Regen, Schnee oder auf unbefestigten Straßen unterwegs ist, profitiert von der besseren Traktion und dem Plus an Fahrsicherheit.
Sind Allradautos teurer im Unterhalt?
In der Regel ja. Allradmodelle kosten meist mehr in der Anschaffung, verbrauchen etwas mehr Kraftstoff und können bei Wartung und Versicherung höhere Kosten verursachen.
Welcher Antrieb eignet sich am besten für Vielfahrer?
Für lange Strecken bleibt ein moderner Diesel wie im Skoda Superb eine sehr gute Wahl. Er kombiniert niedrigen Verbrauch mit hoher Reichweite und kräftigem Durchzug.
Gibt es auch sparsame Allradmodelle?
Ja. Moderne Diesel, Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Allradantrieb zeigen, dass hohe Traktion und niedrige Betriebskosten kein Widerspruch mehr sein müssen.
Fazit
Mittelklasse-Autos mit Allradantrieb bieten ein Plus an Traktion, Sicherheit und Fahrstabilität. Ob Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektroantrieb: Für nahezu jeden Einsatzzweck gibt es heute passende Modelle.
Der Skoda Superb Combi überzeugt im AUTO BILD-Test mit dem stärksten Gesamtpaket aus Platz, Komfort und Effizienz. Der VW ID.7 GTX zeigt, wie souverän ein elektrischer Allradler unterwegs sein kann, der Hyundai Ioniq 6 verbindet Fahrspaß mit moderner Ladetechnik, und der BMW 330e xDrive empfiehlt sich als dynamischer Plug-in-Hybrid für alle, die das Beste aus zwei Antriebswelten suchen.
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