Autofahrer müssen immer tiefer in die Tasche greifen. Neben steigenden Werkstatt- und Versicherungskosten sorgen seit einigen Monaten vor allem die hohen Preise für Diesel und Benzin für zusätzliche Belastungen.
Der Umstieg auf Elektromobilität ist derzeit nicht für jeden realisierbar. Daher sind sparsame Verbrenner voll im Trend. Egal ob Diesel, Benziner oder Hybrid-Varianten: Hauptsache, der Verbrauch ist möglichst niedrig.
Mini Countryman D MINI
Autobild LogoTestsieger
1.
Testverbrauch
5,3 l/100km
2,0
gut
PRO & KONTRA
  • Premium-Qualität
  • viel Dynamik
  • präzise Lenkung
  • Fahrwerk teils zu hart
  • hoher Einstiegspreis
  • kleiner Kofferraum
Formentor 2.0 TDI DSG CUPRA
2.
Testverbrauch
5,6 l/100km
2,1
gut
PRO & KONTRA
  • viel Komfort
  • fährt brav
  • angenehme Sportsitze vorn
  • hohe Preise
  • fährt teils harsch an
  • hinten spitzer Lehnenwinkel
3.
Testverbrauch
5,9 l/100km
2,2
gut
PRO & KONTRA
  • Niedriger Verbrauch
  • Großzügiges Platzangebot
  • Angestrengter Motor
  • Hoher Wertverlust
T-Roc 1.5 eTSI OPF DSG VW
4.
Testverbrauch
5,9 l/100km
1,8
gut
PRO & KONTRA
  • hoher Alltagswert
  • angenehmes Raumgefühl
  • gute Qualität im Innenraum
  • geringer Verbrauch
  • mäßige Übersichtlichkeit
  • ruckeliges Getriebe
  • großer Wendekreis
Citroën C3 Aircross Turbo 100
Autobild LogoPreis-Leistungs-Sieger
5.
Testverbrauch
6,3 l/100km
2,5
befriedigend
PRO & KONTRA
  • Komfortables Fahrwerk
  • Günstiger Einstiegspreis
  • Navi nicht serienmäßig
  • Hohe Ladekante
6.
Testverbrauch
6,4 l/100km
2,3
gut
PRO & KONTRA
  • lässt sich sparsam fahren
  • günstiger Einstiegspreis
  • bequeme Sitze
  • Einstieg hinten erschwert
  • nur einfache und wenig Fahrassistenz
  • schlichte Materialien
VW T-Roc 1.5 eTSI (110 kW)
7.
Testverbrauch
6,5 l/100km
1,9
gut
PRO & KONTRA
  • Gute Ergonomie
  • Ausgewogenes Fahrverhalten
  • Kurze Garantie
  • Hoher Einstiegspreis
Peugeot 2008 Hybrid
8.
Testverbrauch
6,6 l/100km
2,3
gut
PRO & KONTRA
  • Gut nutzbarer Kofferraum
  • Spracheingabe mit ChatGPT
  • Motorstart mit Gedenksekunde
  • gewöhnungsbedürftige Lenkrad-Anordnung
CX-5 e-SKYACTIV-G 141 MAZDA
Autobild LogoLademeister
9.
Testverbrauch
7,1 l/100km
2,2
gut
PRO & KONTRA
  • üppiger Kofferraum
  • bequemer Einstieg
  • fünf Jahre Garantie
  • wenig spritziger Motor
  • durchschnittliche Bremsleistung
  • gefühllose Lenkung
Kia Sportage
Autobild LogoFamilien-Tipp
10.
Testverbrauch
7,2 l/100km
2,0
gut
PRO & KONTRA
  • vernünftiges Platzangebot
  • stabile Bremse
  • sieben Jahre Garantie
  • Motor wenig Laufruhig
  • etwas kurze Sitzpolster
  • jährliche Wartung
Mini Countryman S ALL4 MINI
Autobild LogoBeschleunigungs-Sieger
11.
Testverbrauch
7,8 l/100km
2,1
gut
PRO & KONTRA
  • Agiles Fahrverhalten
  • Gute Beschleunigung
  • Eingeschränkter Komfort
  • Verschachtelte Bedienung
In dieser Bestenliste stellt AUTO BILD besonders effiziente Kompakt-SUV vor, die dank des niedrigen Verbrauchs die Unterhaltskosten spürbar reduzieren können. Um aufgrund der Vielzahl an Modellen in diesem Segment nicht ganz den Überblick zu verlieren, qualifizieren sich nur Kompakt-SUV, die im Test weniger als acht Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer verbraucht haben.

Für wen eignen sich sparsame Verbrenner-SUV am meisten?

Für SUV sprechen in der Regel die hohe Vielseitigkeit und die daraus resultierende Alltagstauglichkeit für eine Vielzahl an Interessenten. Allerdings sorgen die Größe und das Gewicht dafür, dass der Verbrauch meist über dem von Limousinen und Kombis liegt. Besonders sparsame Modelle verbinden die typischen SUV-Tugenden mit einem möglichst niedrigen Kraftstoffverbrauch.
Typische Zielgruppen:
  • Pendler und Vielfahrer, für die ein Elektroauto derzeit nicht infrage kommt.
  • Familien, die viele Kilometer im Jahr zurücklegen und die Spritkosten im Blick behalten wollen.
  • Autofahrer, die viel Platz und Alltagstauglichkeit möchten, aber beim Verbrauch sparen wollen.
  • Interessenten, die die hohe Sitzposition und den Komfort eines SUV schätzen.

Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?

Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren wollen und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind.
Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, neueste Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis und den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen (Zustand, Historie), sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen wollen und sich nicht um Wiederverkauf kümmern möchten. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden sehr individuell verhandelt –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können Zusatzkosten entstehen.
Kurz gesagt:
  • Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
  • Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
  • Leasing: planbar und bequem, aber ohne Eigentum.

Mini Countryman D – der Testsieger

Immer häufiger streichen die Hersteller den Diesel aus dem Motorenprogramm – auch im Segment der Kompakt-SUV. Doch wie attraktiv der Selbstzünder vor allem auf der Suche nach einem möglichst sparsamen Fahrzeug ist, zeigt der Mini Countryman D im Test eindrucksvoll. Der niedrige Testverbrauch von 5,3 Litern Diesel auf 100 Kilometer sichert dem Mini-SUV den Sieg in dieser AUTO BILD-Bestenliste.
Und da es sich beim Countryman um einen echten Mini handelt, muss man trotz aller Effizienz nicht einmal auf eine Portion Sportlichkeit verzichten. Neben dem straff abgestimmten Fahrwerk sorgt auch eine direkte, progressiv abgestimmte Lenkung dafür, dass sich der Countryman dynamisch anfühlt.
Mini Countryman D
Auch im Countryman sorgt das Fahrwerk für Gokart-Feeling. Das muss allerdings durchaus mit etwas Härte erkauft werden.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Im Cockpit bleibt sich die britische Marke treu und setzt ganz auf runde Formen. Besonders deutlich wird das beim riesigen, kreisrunden Zentraldisplay auf dem fast alle Einstellungen zu finden sind. Auch die Kanten der Lüftungsdüsen sind abgerundet, damit sie zum Mini-Look passen. Qualität und Verarbeitung sind bei der aktuellen Generation des Countryman gewohnt hoch.
Als Schnäppchen darf sich der Mini Countryman D angesichts eines Testwagenpreises von über 50.000 Euro wirklich nicht feiern lassen. Aber schon ein Blick auf den Grundpreis von knapp 40.000 Euro sorgt zusammen mit dem niedrigen Verbrauch für ein deutlich besseres Bild. Kombiniert mit den sonstigen Stärken sichert sich der Countryman unterm Strich verdient den Spitzenplatz.

Fahrzeugempfehlung

Mini Countryman D MINI

Mini

Countryman D

2,0
gut
  • Pro IconPremium-Qualität
  • Pro Iconviel Dynamik
  • Contra IconFahrwerk teils zu hart
  • Contra Iconhoher Einstiegspreis

TESTNOTE

2,0
Mini Countryman D

Mazda CX-5 e-Skyactiv-G 141 – der Preis-Leistungs-Sieger

Auch wenn es in dieser Bestenliste vor allem um den Verbrauch geht, dürfen die restlichen SUV-Tugenden nicht ganz unter den Tisch fallen. Eine davon ist das große Platzangebot – und hier punktet der Mazda CX-5 e-Skyactiv-G 141 im Test besonders. Mit einem maximalen Kofferraumvolumen von 2019 Litern hat er die markante Fahrzeugnase deutlich vor der Konkurrenz.
Doch nicht nur in diesem Punkt unterscheidet sich der CX-5 deutlich von den übrigen Modellen im Segment. Denn unter der Haube steckt (trotz der komplexen Nomenklatur) ein denkbar einfaches Konzept, nämlich ein Saugmotor. Der Vierzylinder-Benziner mit 2,5 Litern Hubraum leistet 141 PS und stellt ein Drehmoment von 238 Nm zur Verfügung. Für wirklich sportliche Fahrwerte reicht das nicht, der Sprint auf Tempo 100 dauert zähe 10,5 Sekunden.
Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141
Für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 braucht der CX-5 10,5 Sekunden. Maximal sind 187 km/h drin.
Bild: Mazda Motor Corporation
Überzeugen kann der CX-5 dafür mit seinem hochwertigen und übersichtlich gestalteten Innenraum, dem schon erwähnten Platzangebot und natürlich auch dem Verbrauch. Denn auch ohne Zwangsbeatmung genehmigt sich der 2,5-Liter-Benziner auf 100 Kilometer gerade einmal 7,1 Liter. Für ein Benziner-SUV dieser Größe kein schlechter Wert.

Fahrzeugempfehlung

CX-5 e-SKYACTIV-G 141 MAZDA

MAZDA

CX-5 CX-5 e-SKYACTIV-G 141

2,2
gut
  • Pro Iconüppiger Kofferraum
  • Pro Iconbequemer Einstieg
  • Contra Iconwenig spritziger Motor
  • Contra Icondurchschnittliche Bremsleistung

TESTNOTE

2,0
Mazda CX-5 e-Skyactiv-G 141

Kia Sportage 1.6 T-GDI 2WD DCT – der Familien-Tipp

Zu den anspruchsvollsten Käufergruppen gehören ohne Zweifel Familien. Denn im Alltag mit Kind werden Fahrzeuge besonders beansprucht. Ein Modell, das sich hier besonders hervortut ist der Kia Sportage 1.6 T-GDI 2WD DCT, der damit auch der Familien-Tipp dieser Bestenliste ist.
Ein Grund hierfür ist ohne Zweifel das Platzangebot. Die gerade erste modernisierte, fünfte Generation des koreanischen Kompakt-SUV bietet auf einer Länge von 4,54 Meter jede Menge Raum für die Bedürfnisse von Kind und Kegel. Der immerhin zweitgrößte Kofferraum der Bestenliste stellt maximal 1751 Liter zur Verfügung, hinzu kommt ein geräumiger Innenraum. Im Fond finden auch ausgewachsene Kinder bequem Platz.
Kia Sportage
Der Kia Sportage bietet viel Platz und ist trotzdem sparsam. Perfekt für Familien.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Auch wenn der Sportage der Konkurrenz in keiner Kategorie davonstürmt, passt das Gesamtpaket. Vor allem Familien dürften ihre Freude am geräumigen Kompakt-SUV haben, das im Test faire 7,2 Liter Super auf 100 Kilometer verbrauchte. Und angesichts der üppigen Ausstattung geht auch der Grundpreis von knapp 41.800 Euro in Ordnung.

Fahrzeugempfehlung

Kia Sportage

Kia

Sportage Sportage 1.6 T-GDI 2WD DCT

2,0
gut
  • Pro Iconvernünftiges Platzangebot
  • Pro Iconstabile Bremse
  • Contra IconMotor wenig Laufruhig
  • Contra Iconetwas kurze Sitzpolster

TESTNOTE

2,0
Kia Sportage 1.6 T-GDI 2WD DCT

So testet AUTO BILD

Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion harte Messwerte mit authentischen Eindrücken aus dem Alltag. Erst die Verbindung aus Zahlen und Erfahrung zeigt, wie gut ein Auto wirklich ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. In das Ergebnis fließen sowohl objektive Faktoren wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Eindrücke ein – etwa Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit.
Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss also mehr bieten als nur Tempo oder Komfort. Entscheidend ist der beste Gesamteindruck und bei dieser Bestenliste ganz besonders ein möglichst niedriger Verbrauch.

Häufige Fragen zu sparsamen Kompakt-SUV

Welche SUV mit sparsamen Verbrennermotoren gibt es?

Vor allem kleinere und kompakte SUV werden mit sparsamen Turbobenzinern angeboten. Auch Mild- und Vollhybrid-Varianten sind im Segment verbreitet. Bei größeren Modellen greifen die Hersteller immer noch zu effizienten Diesel-Aggregaten.
Typische Merkmale:
  • Segment: Sparsame Verbrenner sind vor allem im Kompakt-SUV-Segment verbreitet.
  • Leistung: Viele Modelle mit einem niedrigen Verbrauch besitzen eine Leistung zwischen 100 und 180 PS.
  • Allrad: Eine 4x4-Option wird auch aufgrund des höheren Verbrauchs meist nur noch bei den stärksten Motorisierungen angeboten.

Was kosten SUV mit sparsamen Verbrenner-Antrieben?

Der tatsächliche Anschaffungspreis hängt von vielen Faktoren wie der Ausstattung, der konkreten Motorisierung und der Fahrzeuggröße ab. Die günstigste Variante ist meist ein Benziner, Hybrid und Diesel sind in der Regel etwas teurer. Aktuell beginnen die Preise bei knapp über 21.000 Euro.

Für wen lohnen sich SUV mit sparsamen Motoren?

Ein niedriger Verbrauch ist vor allem dann interessant, wenn man auf das Fahrzeug angewiesen ist und beispielsweise ein vollelektrisches Modell keine Alternative ist. Da Diesel-Optionen immer seltener werden, steigt die Nachfrage nach Benzinern und Hybrid-Varianten.

Welche Antriebe bieten einen möglichst niedrigen Verbrauch

Einen Durchschnittsverbrauch von unter acht Litern bieten folgende Varianten mit Verbrenner:
  • Turbobenziner: Meist drei oder vier Zylinder mit Turboaufladung und einer Leistung ab 100 PS.
  • Diesel: Früher der Standard im SUV-Segment, inzwischen vor allem bei Kompakt-SUV eher eine Seltenheit.
  • Mildhybrid: 48-Volt-Mildhybrid-Systeme unterstützen die Verbrenner und helfen, den Verbrauch zu senken.
  • Vollhybrid: Dank E-Unterstützung sparen Verbrenner vor allem innerorts Kraftstoff ein.

Fazit

von Jens Borkum
Auch wenn die Bundesregierung die Energiesteuern senkt und ein Preisdeckel im Gespräch ist: Kraftstoff wird immer teurer. Wer also weiter auf Kompakt-SUV mit Verbrenner setzen will, der kann die laufenden Kosten vor allem durch eine angepasste Fahrweise und den Griff zu einem besonders effizienten Modell senken. Die Bestenliste zeigt, dass hierfür nicht nur Benziner in Frage kommen, sondern auch noch der gute alte Diesel eine Rolle spielt.