Alle Audi-Neuheiten bis 2022

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Audi A3: Sportback Allroad, VarioVan und TTC

— 18.05.2015

Der Audi A3 wird zur Großfamilie

Audi will den A3 breiter aufstellen. Mit dem Sportback Allroad, dem VarioVan und dem viersitzigen TTC als sportlich-elegante Scirocco-Alternative.

Köchen, die nur alle Jubeljahre die Speisekarte verändern, laufen die Gäste weg. Ähnlich geht es den Autoherstellern. Limousine, Kombi, SUV – auf die Dauer fehlt die Abwechslung. Hat auch Audi erkannt. Und macht den A3 zur Großfamilie. Cabrio und Dreitürer stehen zum Modellwechsel 2018 auf dem Prüfstand, fest eingetütet sind Fünftürer, Limousine, Allroad, ein Van und ein Coupé.
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Neues in der A3-Familie

Die Tage des zweitürigen A3 dürften gezählt sein. Wie könnte ein Nachfolger aussehen, der auf höhere Stückzahlen kommt und mehr Gewinn abwirft? Die mögliche Antwort heißt TTC. Das C steht für Coupé, compact, cool. Anders als der höher positionierte TT ist dieser A3 ein echter Viersitzer. Damit wäre er automatisch etwas weniger spitz ausgelegt und entsprechend alltagstauglicher. Der TT entwickelt sich vom Pärchen zur Familie. Zu Coupé und Roadster gesellt sich mittelfristig der TTQ Crossover. Noch ehe 2021 die vierte TT-Generation vorgestellt wird, soll der neue TTC das Programm nach unten abrunden. Das Coupé muss auch im Fond ausreichend Platz bieten und über einen urlaubstauglichen Kofferraum verfügen. Gleichzeitig soll es Stilmerkmale von TT und A3-Dreitürer in eine neue Grundstruktur integrieren.

So könnte der dreitürige Audi A3 der Zukunft aussehen: eine Mischung aus TT und VW Scirocco, mit Platz für vier im Stil eines Shooting Brakes.

Wer jetzt an den VW Scirocco denkt, liegt vermutlich gar nicht so falsch. Auch den Hyundai Veloster haben sich die Audi-Strategen im Vorfeld genau angesehen. Weil sich kleine und günstige Coupés eher schlecht als recht verkaufen, geht der Design-Trend mehr in Richtung dynamischer und sehr geräumiger Shooting Brakes. Anders als der TT, der als RS 460 PS stark sein soll, bedient sich der TTC im Motor-Fundus des A3. Ein S-Modell mit 300 PS würde Sinn ergeben, ein RS mit Fünfzylinder dagegen nicht. Für alternative Antriebe ist kaum Platz, wohl aber für den unverzichtbaren Quattro-Baustein. Die Preisskala dürfte bei 27.500 Euro beginnen und bei knapp über 40.000 Euro enden.
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Audi A3 Allroad: Der Kleine fürs Gelände

Allrad für alle! Audi plant Allroad-Modelle von A1 bis A8. Auch der A3 Sportback soll fit sein fürs Grobe.

Der Sportback hat inzwischen eine treue Fangemeinde. Klar, man könnte die dritte Auflage etwas kompakter gestalten und einen A3 Avant obendrauf setzen, doch der wäre nur in Europa gefragt und würde dem A4 Avant Konkurrenz machen. Stattdessen plant Audi einen Sportback Allroad. Die Zutaten sind bekannt: Quattro, Anbauteile im Outdoor-Look, größere Räder und Schlechtwege-Fahrwerk. Wenn sich diese Variante im Vorstand durchsetzt, könnte sie die erste Stufe einer umfassenden Allroad-Offensive sein. Denn Audi denkt darüber nach, das Alload-Thema über fast alle Modellreihen vom A1 bis zum A7 oder A8 auszurollen. Dabei verfolgen die Produktplaner ganz unterschiedliche Ausprägungen, von rustikal über pragmatisch bis sportlich-elegant. Ziel ist es nicht, der Q-Reihe Konkurrenz zu machen. Stattdessen soll es der Offroad-Kit auch den Fahrern eines A5 oder eines A7 Sportback ermöglichen, morastige Feldwege und Tiefschneesteigungen zu meistern.

Audi A3 VarioVan: Einer für das Reich der Mitte

Hier kommt die Audi-Raumkapsel für sieben: Der Vario Van ist die Antwort auf den BMW 2er Gran Tourer und für den chinesischen Markt.

Ein Van? Passt nicht zu Audi! So die offizielle Sprachregelung. Warum steht der Siebensitzer jetzt doch wieder auf der Agenda? Weil Audi mit diesem Modell ab 2019 in China punkten könnte. Fünfsitzer gibt es am größten Automarkt der Welt auch im Premiumsegment in ausreichender Zahl – darunter Langversionen von A4 und A6. Doch in China ticken die Uhren anders. Fünf Plätze reichen allenfalls für die Häuptlinge, die standesgemäß vorfahren wollen. Die Indianer werden dagegen fast immer in ein statusmäßig weit unterlegenes Begleitfahrzeug gepfercht. Was fehlt, sind preiswerte und relativ einfach ausgestattete Premium-Vans. BMW bringt mit dem 2er Gran Tourer den Wettbewerb schon in Zugzwang. Technisch wäre so ein Raumwunder für Audi kein Problem, denn der kompakte Konzernbaukasten hat auch das Format für einen Siebensitzer. Fragt sich nur, ob sich der Vertrieb die Stückzahlen zutraut, die den VarioVan rentabel machen würden.

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Audi A6 Illustration Audi A3 Illustration Audi Q3 Illustration
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Weltautos waren gestern. Heute wird produziert, was die großen Märkte fordern. Auch Audi folgt diesem Muster – mit dem A3 Sportback Allroad für Europa, dem VarioVan für China und dem TTC für jene Länder, in denen Fahrspaß noch kein Schimpfwort ist.

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