BMW i3/i3s Facelift/LCI (2017): Vorstellung

BMW i3/i3s Facelift/LCI (2017): Vorstellung

BMW i3/i3s Facelift/LCI (2017): Vorstellung

— 06.12.2017

BMW gibt dem i3 einen Extra-Schub

BMW frischt seinen Elektro-Kleinwagen i3 auf – optische Änderungen und eine sportlichere Version inklusive. AUTO BILD hat alle Preise zum Facelift und ist den i3s bereits gefahren.

Vorstellung : Optische Anpassungen und i3s
Interieur: Neue Variante für den Innenraum
Fahren: Fährt wie ein elektrischer GTI
Ausstattung:
Überarbeitete Schlupfregelung und neuer Fahrmodus
➤ Connectivity: Neue Grafik für das Navi ohne Touchscreen
Motor und Preise: i3 Facelift bleibt bei 170 PS, i3s erhält 184 PS
➤ Gebrauchtwagen: BMW i3 gebraucht schon ab 21.000 Euro

Vorstellung: Optische Anpassungen und i3s

Nach knapp vier Jahren Bauzeit nimmt sich BMW sein Elektro-Stadtmobil zur Brust und verpasst ihm ein Facelift. Die intern als LCI (Life Cycle Impulse) genannte Produkt-Evolution beschränkt sich beim i3 in erster Linie auf die Optik. Die neu gestalteten Stoßstangen sollen das sonst etwas hochbeinige Auto breiter wirken lassen. An der Front fällt auf, dass die runden Fernlichter verschwunden sind und gegen horizontal verlaufende LED-Blinker ersetzt wurden. Das Fernlicht findet nun in den jetzt serienmäßigen Voll-LED Scheinwerfern Platz. Die Dachlinie ist ab jetzt bei allen Varianten in glänzendem Schwarz lackiert, das Facelift erhält zudem eine Akzentlinie in matter Silberoptik. Am Heck bekommt der geliftete i3 eine silberne Zierleiste, die über den gesamten Kofferraum-Deckel verläuft. Die Rückleuchten bleiben gegenüber denen des Vorgängers unverändert, die Stoßstange ist auch hinten etwas markanter geformt.

Der etwas potentere i3s hat eine vier Zentimeter breitere Spur und zwei Zentimeter breitere Felgen.

Abseits der optischen Änderungen legt BMW den i3 jetzt auch in einer sportlichen Variante auf: dem i3s. Neben etwas mehr Leistung erhält der potentere E-BMW ein Sportfahrwerk inklusive Tieferlegung, eine Spurverbreiterung und den Fahrmodus "Sport". Optisch unterscheidet sich der stärkere i3 in kleinen spezifischen Details. Die vordere Stoßstange erhält kleine Akzent-Winkel in "BMW i Blau" oder "Frozen Grey". Die Dachlinie ist, anders als beim LCI, komplett schwarz. Das Heck erhält dieselben Veränderungen wie das normale Facelift. Auf die zusätzlichen PS weißt nur das "s" in der Modellbezeichnung hin. Dank der vier Zentimeter breiteren Spur und den zwei Zentimeter breiteren Felgen wirkt der i3s etwas maskuliner.

Interieur: Neue Variante für den Innenraum

Das neue Inneraumdesign höhrt auf den Namen "Lodge". Es kombiniert Leder und Wollstoff.

BMW fasst den i3 bei der Überarbeitung mit Samthandschuhen an. Das merkt man auch im Innenraum. Der Einstieg durch die Türen ohne B-Säule gelingt weiterhin problemlos. Das Interieur begrüßt einen mit einer neuen Farbkombination. BMW nennt das überarbeitete Design "Lodge". Es ist eine Mischung aus naturgegerbten Leder und einem Wollstoff im Tweed-Look. Weiterhin werden, neben der Neuen, noch drei Ausstattungslinien angeboten. Das Platzangebot ist für die Fahrzeugklasse großzügig. Jedes der Natur-Materialien hat eine eigene, besondere Haptik. Die gewöhnungsbedürftigen Verkleidungen aus Naturfaser sind im i3 weiterhin großflächig verbaut. Das Infotainment ist in neuer, markentypischer Optik gehalten, der Tacho-Bildschirm behält die Grafik des Vorgängers. Die Qualität ist durchweg als wertig zu bezeichnen. Auch im Fond findet sich genug Platz für die Insassen, der Kopf neigt bei einer normal-großen Person nicht dazu, den Dachhimmel zu berühren. Weiterhin ein komisches Gefühl: der Ausstieg aus dem Fond. Wer nach draußen gelangen möchte, muss darauf warten, bis die Fahrer- oder Beifahrer-Türe geöffnet wird, denn ansonsten gehen die hinteren Türen nicht auf.

Fahren: Fährt wie ein elektrischer GTI

Die erste Fahrt im i3s zeigt: Er nimmt deutlich schneller Gas an, außerdem wurde die Lenkung verbessert.

AUTO BILD ist den i3s bereits gefahren: Gestartet wird wie gehabt über die etwas klobige Multifunktifunktionseinheit rechts vom Lenkrad. "Maximal sportlich, maximal elektrisierend", verspricht BMW. Okay, der Kompakte spurtet im Sportmodus richtig los. Auf 60 geht es in 3,7 Sekunden, die Lenkung ist straff, die Gasannahme direkt. Etwas mehr Drehmoment (270 statt 250 Nm) und etwas mehr Leistung (184 statt 170 PS) im i3s tragen spürbar zu mehr Sportlichkeit bei. Man hat das Gefühl, nach vorn katapultiert zu werden. Das Highlight aber ist das neue tiefere und spurverbreiterte Fahrwerk mit überarbeiteter elektronischer Antriebsschlupfregelung. Auf dem Nassparcours fährt der i3s souverän wie ein Allradler. Trotz zügiger Fahrweise durch den Handling-Parcours verliert man als Fahrer zu keiner Zeit das Vertrauen. BMW ist es mit dem i3s gelungen, so etwas wie einen E-GTI auf die Räder zu stellen.

Ausstattung: Überarbeitete Schlupfregelung und neuer Fahrmodus

Der i3 stellt mit seinem Facelift einen Technologieträger bei BMW dar. Er erhält als erstes Fahrzeug im Konzern eine komplett überarbeitete Antriebsschlupfregelung. Neu dabei ist die Art und Weise, wie die Begrenzung der Raddrehzahl umgesetzt wird. Das neue System soll sowohl bei der Beschleunigung als auch bei starken Bremsmanövern und zeitgleicher Energie-Rückgewinnung durch den Motor eine bessere Fahrstabilität ermöglichen. Der i3s bekommt den Fahrmodus "Sport", bei dem sich die Charakteristik der Gasannahme verändert und die Lenkung straffer wird. Für die Gestaltung des Exterieurs bietet BMW den i3 ab dem LCI in zwei neuen Farben an, "Melbourne Rot metallic" und "Imperialblau metallic". Wie beim Vorgänger, ist auch eine breite Palette an Assistenzsystemen an Bord. Optional gibt es das Parkassistenzpaket, das neben der Park Distance Control auch eine Rückfahrtkamera enthält. Für mehr Sicherheit im laufenden Verkehr soll der optionale "Driving Assistant Plus" sorgen. Er beinhaltet eine Auffahr- und Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion. Darüber hinaus enthält das Paket einen Tempomaten mit Stop-and-Go-Funktion.

Connectivity: Neue Grafik für das Navi ohne Touchscreen

Im Zuge des Facelifts updatet BMW auch das Infotainment des i3. Das Erscheinungsbild des Navigationssystems "Professional" wurde überarbeitet. Die schon aus neueren BMW-Modellen bekannte Kachel-Optik ist nun auch im i3 und i3s wiederzufinden. Auf einen Touchscreen verzichten die Münchener. Grund dafür soll nach Angaben des Konzerns die schlechte Bedienbarkeit aufgrund der Positionierung des Bildschirms auf dem Armaturenbrett sein. Im Gegenzug erhält der i3 ab dem Facelift die Möglichkeit, das iPhone über die Apple CarPlay-Schnittstelle zu verbinden. Ebenso neu im i3: der Parkplatzsuchservice "On-Street Parking". Der Dienst gibt Auskunft über freie Parkplätze in der Umgebung und zeigt verfügbare Ladestationen im näheren Umkreis.

Neue BMW (bis 2024)

BMW i5 Illustration BMW Z4 Illustration BMW X4 Illustration

Motor und Preise: i3 Facelift bleibt bei 170 PS, i3s erhält 184 PS

Der BMW i3 LCI bekommt keinen neuen Motor zum Facelift. Der Antrieb leistet weiterhin 170 PS und 250 Nm Drehmoment. Auch der i3s holt sein Mehr an Leistung aus dem schon bekannten Elektrosynchronmotor. Das Sportmodell leistet aber dank einer modifizierten Motorsteuerung und anderer Lager 14 PS (184 PS) und 20 Nm (270 Nm) Drehmoment mehr. Der Sprint von 0 auf 100 gelingt dem i3 in 7,2 Sekunden (i3s: 6,9 Sekunden). BMW verspricht beim i3s aber bis zu 40 Prozent mehr Leistung im Bereich der maximalen Motordrehzahl. Auch die Kapazität der Batterie hat sich nicht verändert. Schon beim Vorgänger ließ BMW die kleine 60 Ah Batterie, aufgrund einer zu geringen Nachfrage, wegfallen. Die verbliebene 94 Ah Hochvoltbatterie speist auch weiterhin das Facelift. Beim i3 reicht eine Akku-Ladung für eine Reichweite von bis zu 300 km, der i3s verliert durch die gesteigerte Leistung etwas an Radius und kommt somit auf 280 km. Beide Modelle werden wie gewohnt mit einem 38-PS-Range-Extender angeboten (4500 Euro Aufpreis beim i3 / 3500 Euro Aufpreis beim i3s). In der Basis kostet der i3 37.550 Euro. Für den sportlicheren i3s werden sogar 41.150 Euro fällig.

BMW i3/i3s Facelift/LCI (2017): Vorstellung

Gebrauchtwagen: BMW i3 gebraucht schon ab 21.000 Euro

Die günstigsten Gebrauchten starten bei 21.000 Euro – allerdings nur mit der kleinen 60 Ah Batterie.

Neben dem neuen Modell gibt es natürlich auch zahlreiche i3 auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Los geht es bei rund 21.000 Euro. Hierfür bekommt man einen BMW i3 der Baujahre 2013 und 2014 ohne Range Extender und mit der mittlerweile aus dem Programm genommenen 60 Ah Batterie. Dabei halten sich die Laufleistungen in Grenzen. Im Schnitt sind Fahrzeuge im unteren Preissegment um die 23.000 km gelaufen, einzelne Ausreißer bis 60.000 km sind möglich. Modelle mit Range Extender sind zum einen etwas teurer (da startet es bei 21.500 Euro) und weisen zum Teil auch deutlich höhere Laufleistungen (teilweise 144.000 km) auf. Vor dem Kauf sollte auf jeden Fall der Zustand der Batterie überprüft werden. Fachwerkstätten haben die Möglichkeit die Batterie auszulesen und die Kapazität sowie die Anzahl der Ladezyklen festzustellen.

Übersicht gebrauchter BMW i3
Autor:

Andreas Huber

Fazit

Viel ändert sich beim i3 nicht. Die optischen Änderungen sind dezent-konsequent aber notwenig. So wirkt der i3 wieder frisch. Der etwas potentere i3s könnte dank des neuen Fahrwerks ein richtiges Spaßmobil werden.

Autoren: Andreas Huber, Sebastian Varchmin

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