Nissan GT-R Nismo Facelift (2016): Sitzprobe

Nissan GT-R Nismo Facelift (2016): Sitzprobe

— 29.05.2016

Noch härter als bisher

Nach dem GT-R hat Nissan den GT-R Nismo geliftet. AUTO BILD hat die Sitzprobe gemacht und sagt, welche Updates es gibt – und was gleich bleibt.

Der GT-R hat sein Facelift schon bekommen. Jetzt ist sein aufgepumpter Bruder dran: der Nissan GT-R Nismo. Beim Biturbo-Monster gibt es einige Neuerungen – manches bleibt aber auch gleich. AUTO BILD hat die Sitzprobe gemacht.
Alles Wissenswerte zum Nissan GT-R Nismo

Mehr Luft: Die aerodynamischen Eigenschaften der Frontschürze wurden im Detail verbessert.

Wenden wir uns zunächst der Karosserie zu: Hier sind die Neuerungen weniger offensichtlich als beim normalen GT-R: Die vertikal ausgerichteten Seitenelemente unterhalb der Scheinwerfer entfallen beim Nismo-Modell. Stattdessen ist seine neugestaltete Frontschürze von horizontal ausgerichteten Falzen durchzogen. Die neu designte Schürze mit dem größeren Lufteinlass soll dem Motor mehr Kühlluft zuführen und ein Plus an Downforce bringen. Dort hörte die aerodynamische Detailarbeit aber nicht auf: Die kleinen Flügelspitzen der neuen Spoilerlippe verwirbeln die Luft so, dass auf Höhe des Vorderrads ein Unterdruck entsteht, der die heiße Luft um die Bremse absaugt. Für mehr Highspeed-Stabilität soll die umgestaltete Haube sorgen, die auch in den höchsten Geschwindigkeitsbereichen ihre Form behält. Das können wir während der Sitzprobe leider noch nicht testen. Dafür erfreuen wir uns an den vier fetten Endrohren. Gut, mit Understatement hat der Nismo eh nix am Helm.

Nissan GT-R Facelift (New York 2016): Sitzprobe

Alcantara und Recaro

Moderner: Die Cockpitarchitektur entspricht der des GT-R Facelifts. Neu sind Lenkrad, Armaturenträger und Infotainment.

Innen profitiert der Nismo vom Facelift des GT-R. Das neugestaltete Lenkrad ist in der stärksten Ausbaustufe des 4x4-Sportlers mit Alcantara bezogen und schreit mit der roten Mittenmarkierung nach Nordschleifen-Action. Auch der Armaturenträger ist mit dem handschmeichelnden Stoff bezogen. Fahrer und Beifahrer nehmen auf ergonomisch sehr gelungenen Recaro-Sitzen Platz, die nicht nur Seitenhalt sondern auch Komfort können. Ein ist klar: Darben muss auch im supersportlichen Nismo niemand. Wie im normalen GT-R Facelift ersetzt ein acht Zoll großer Touchscreen das alte Infotainment. Wer möchte kann sich natürlich in bester GT-R-Tradition alle nur erdenklichen Parameter und Anzeigen ins Display einblenden. Die Carbon-Mittelkonsole gibt es auch im GT-R, beim Nismo ist sie mit einer kleinen Plakette verfeinert.
Das ändert sich mit dem GT-R Facelift

So fährt der Nissan GT-R Nismo

Die Leistung bleibt gleich

Nach wie vor leistet der Biturbo-V6 im GT-R Nismo 600 PS.

Bei allem Feinschliff: Die Motorleistung bleibt gleich. Das heißt: Weiterhin leistet der 3,8-Liter-V6-Biturbo 600 PS. GT-R Chefentwickler Hiroshi Tamura begründet dies damit, dass der Wagen ausbalanciert bleiben soll. Es geht ihm nicht um Spitzenleistungen auf einem Gebiet, sondern um die Fahrbarkeit und die Ausgewogenheit des Gesamtpakets. Und so haben die Ingenieure sich aufs Chassis konzentriert. Sowohl die Karosseriestruktur der A- als auch der C-Säule wurden überarbeitet, so dass der GT-R Nismo an Verwindungssteifigkeit gewonnen haben soll. Das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe wurde mechanisch und software-technisch im Detail angepasst. Um eine stärkere Abgrenzung zum GT-R zu erreichen, bei dem der Fokus auf einer Gran Turismo-Abstimmung liegt, ist die Nismo-Version fahrwerksseitig nachgeschärft worden. Nissan sagt, dass das neue Setup härter ist als beim Vorgänger. Was Nissan dagegen nicht verrät, ist der Preis. AUTO BILD geht davon aus, dass der Preis für den modernsierten GT-R Nismo knapp über den 150.000 Euro des Vorfaceliftmodells liegen dürfte und Anfang 2017 auf den Markt kommt.

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Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Das Facelift hat dem GT-R Nismo gutgetan – vor allem im wesentlich moderneren Innenraum. Viele Fans wird es sicher enttäuschen, dass die Leistung nicht die 600 PS-Marke übersprungen hat. Aber: Bei 600 PS dürften sich die wenigsten über mangelnden Schub beklagen. Für mich ergibt es deshalb Sinn auf Fahrbarkeit zu setzen. Ob und wie sich die technischen und aerodynamischen Detailanpassungen bemerkbar machen, muss der Test zeigen.

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Supersportwagen

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