Opel Insignia Sports Tourer (2017): Vorstellung

Opel Insignia Sports Tourer (2017): Vorstellung

Opel Insignia Sports Tourer (2017): Alle Infos und Tests

— 22.06.2017

Alle Infos zum Insignia Kombi

Fast zeitgleich mit der Insignia-Limousine bringt Opel auch den Sports Tourer auf den Markt. AUTO BILD hat alle Infos, Preise und erste Tests!

➤ Vorstellung: Insignia Sports Tourer fast fünf Meter lang
➤ Interieur: Mehr Platz in Fond und Kofferraum
➤ Fahren: Erste Fahrt im Top-Benziner und im 136 PS-Diesel (Update!)
➤ Ausstattung: Heckklappe öffnet per Fußkick
➤ Connectivity: OnStar mit neuem Booking-Service
➤ Motoren und Preis: Drei Benziner und drei Diesel
Technische Daten und Preise: 140-PS-Kombi ab 26.940 Euro
➤ Gebrauchtwagen: Opel Insignia Sports Tourer für unter 10.000 Euro

Vorstellung: Insignia Sports Tourer fast fünf Meter lang

Die Kombi-Version des Opel Insignia heißt weiterhin Sports Tourer. Nummer zwei steht, wie die Limousine, auf einer ganz neuen Plattform. Je nach Antrieb und Ausstattung wiegt der Insignia Sports Tourer bis zu 200 Kilogramm weniger als der Vorgänger und ist damit endlich auf Konkurrenz-Niveau. Die Gewichtsersparnis wurde hauptsächlich durch die Verwendung von Leichtbaumaterialien erzielt. Gleichzeitig verfehlt der Kombi mit 4,99 Meter (Vorgänger: 4,91 Meter) Außenlänge die Fünf-Meter-Marke nur knapp. Zudem ist der Radstand um neun Zentimeter und die Spur um 1,1 Zentimeter gewachsen. Die Dachlinie erscheint coupéhaft – das passt zum neuen Opel-Gesicht mit tieferem Grill, das erstmals die Formensprache der Studie Monza aufnimmt und dem Insignia eine Menge Charakter ins Blech bügelt. Das Kofferraumvolumen leidet nicht unter der coupéhaften Form. Im Gegenteil: Die Kapazität wächst auf 1665 Liter an, was einem Plus von über 100 Litern entspricht.

Interieur: Mehr Platz in Fond und Kofferraum

Im Fond stoßen auch 1,95-Meter-Menschen nicht mit dem Kopf an den Dachhimmel.

Im vorderen Rang gibt es keine Unterschiede zur Limousine. Das ist nicht abwertend gemeint, im Gegenteil: Die Platzverhältnisse sind auch für Großgewachsene hervorragend, die AgR-Sitze top. Das liegt auch an der neuen Plattform, die sich der Insignia mit dem Chevrolet Malibu teilt. Soweit ist alles bekannt. Der entscheidende Vorteil des Kombi-Insignia lässt sich auf der Rücksitzbank erleben. Denn obwohl auch der Sports Tourer drei Zentimeter flacher wurde, dürfen auch 1,95-Meter-Menschen im Fond den Rücken gerade machen, ohne dass der Kopf an den Dachhimmel stößt. Warum? Ganz einfach: Beim Kombi fällt das Dach nach hinten weniger stark ab als bei der Limousine.

Absolut reisetauglich ist auch das Kofferraumvolumen: Mit aufgestellter Rücksitzbank fasst das Gepäckabteil 560 Liter, umgeklappt finden bis zu 1665 Liter Platz – 130 Liter mehr als beim Vorgänger. Auch der Transport langer Gegenstände ist kein Thema – bei einer 2,05 Meter langen Ladefläche. Die Ladekante macht das Befüllen des Kofferraums angenehm, die rechteckige Form der Öffnung ohne die eigentümliche Ausformungen des Vorgängers erleichtert das Packen zusätzlich. Ein sinnvolles Gimmick ist die elektrische Klappe, die sich per Fußsensor öffnen und schließen lässt, ohne die Einkaufstüten abstellen zu müssen. Praktisches Detail: Eine kleine Lichtprojektion zeigt an, wo der Fuß unter die Heckschürze gehalten werden muss.
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Fahren: Erste Fahrt im Top-Benziner und im 136 PS-Diesel

Positiv: Die Start-Stopp-Automatik springt an, als würde sie das Anfahren erahnen.

AUTO BILD fuhr den Insignia Sports Tourer mit dem Top-Benziner. Der Zweiliter-Vierzylinder leistet 260 PS und gibt seine Kraft an einen Vierradantrieb ab. Mangelnder Vortrieb sollte dementsprechend kein Problem darstellen – tatsächlich ist der Antritt kraftvoll, die Achtgang-Automatik schaltet verschliffen und macht den Fünfmeter-Kombi zum entspannten Reisemobil. Schnell fahren kann der 260-PS-Insignia auch, aber schon beim Kickdown gönnt er sich erst mal ein Päuschen, sortiert die Gänge und legt sich erst dann ins Zeug – im komfortbetonten "Tour"-Modus bäumt sich der Rüsselsheimer bei Vollgas merklich auf. Oberhalb 4500 Umdrehungen klingt der Vierzylinder etwas angestrengt, die Leistung liefert er trotzdem zuverlässig ab und schiebt die 1,8 Tonnen Leergewicht gut an. Wechselt der Fahrer in den Sport-Modus straffen sich die Dämpfer, die Lenkung erfordert mehr Kraftaufwand und wirkt direkter. Gut, aber ganz ehrlich: Der Insignia fühlt sich im Tour- und Normal-Modus wesentlich harmonischer an. Er ist ein entspannter Cruiser, der sich mit dem 260 PS-Benziner gerade auf der Autobahn wohlfühlt.

Der 136-PS-Diesel reicht!

Aber auch der kleine Diesel mit 136 PS bringt den Insignia zügig auf Reisegeschwindigkeit. Schließlich ist der Sports Tourer mit dieser Motorisierung rund 300 Kilogramm leichter als der Top-Benziner. Der Antritt ist zügig, verlangt aber nach etwas mehr Drehzahl. Erst ab circa 2300 Umdrehungen zieht der 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder spürbar los. Die Sechs-Gang-Handschaltung lässt sich präzise bedienen, lediglich der Schalthebel sitzt etwas weit hinten. Das führt nicht selten zu leichten Handverränkungen beim Gangwechsel. Wie auch schon beim großen Benziner steckt der Sports Tourer städtisches Kopfsteinpflaster mühelos weg. Der Tour-Modus erlaubt komfortables Gleiten durch die Stadt. Die Lenkung wird dabei deutlich weicher, was im Berufsverkehr nicht immer von Vorteil ist. Der etwas härter abgestimmte Normal-Modus lässt den Insignia etwas sicherer durch den Großstadt-Dschungel manövrieren. Wer einen Sports Tourer mit Diesel fahren möchte, kann beherzt zuschlagen. Die 136 PS reichen aus, es muss nicht der große Selbstzünder mit 170 PS sein.

Ausstattung: Heckklappe öffnet per Fußkick

Das Display des Infotainments ist rahmenlos eingefasst, der Fahrer sitzt drei Zentimeter niedriger.

Die Heckklappe des Insignia Kombi öffnet und schließt per Fußkick und verfügt über einen Notfall-Stopp und eine Höhen-Programmierung. Ansonsten führt Opel beim Insignia fort, was schon beim neuen Astra begonnen wurde: die Demokratisierung von Luxus. So wird etwa ähnlich wie bei Mercedes und Audi ein Matrix-LED-Licht angeboten, das eine deutlich bessere Fahrbahnausleuchtung ermöglichen soll – ohne den Gegenverkehr zu blenden. 32 statt 16 LED-Elemente wie beim Astra steuern den Lichtaustritt. Kurvenlicht und ein extrastarkes Fernlicht, das bis zu 400 Meter weit leuchtet, sind ebenfalls lieferbar. Ebenfalls neu: ein Head-up-Display, eine 360-Grad-Kamera, ein adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und ein Warner vor Querverkehr beim Ausparken (Rückfahrassistent). Schlüsselloses Starten hingegen ist Serie. Das Flexride-Fahrwerk mit den drei Modi "Standard", "Tour" (komfortabel, verbrauchsoptimiert für Langstrecken) und "Sport" wurde weiterentwickelt. Der Allradantrieb wurde für den Insignia überarbeitet. Beim Torque-Vectoring ersetzen zwei elektrisch gesteuerte Lamellen-Kupplungen das Differential. Der Vorteil ist laut Opel eine präzisere Kraftübertragung. Die äußeren Rücksitze und die Windschutzscheibe sind auf Wunsch beheizbar. Auch ein Panoramadach ist lieferbar.

Connectivity: OnStar mit neuem Booking-Service

Anders als bei anderen Herstellern kostet das Thema Connected Car bei Opel nicht mehrere Tausend Euro Aufpreis: OnStar heißt das System, das künftig vom Kleinwagen Karl bis zum neuen Insignia für Vernetzung sorgt. Es ähnelt dem im neuen Astra, wird allerdings um aktuelle Apps und besonders hochauflösende, große Bildschirme ergänzt. Neu bei Onstar ist der Booking-Service über den ein Opel-Mitarbeiter auf Wunsch Hotelzimmer bucht. Das Ganze wird schon für wenige Hundert Euro Aufpreis erhältlich sein. Apple CarPlay, Android Auto und der Online-Assistent Onstar sind dann ebenso möglich wie kabelloses Laden per Induktion und ein LTE-basierter Hotspot.

Opel Insignia (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Motoren: Top-Benziner mit 270 PS - Top-Diesel mit 170 PS

Abgespeckt: Das Gewicht haben die Opel-Entwickler um bis zu 200 Kilogramm gesenkt.

Als Motorisierung für den neuen Insignia Sports Tourer bietet Opel drei Otto-Motoren an: einen 1,5-Liter-Turbo in zwei Leistungsvarianten (140 PS und 165 PS) sowie einen Zweiliter-Turbo mit 260 PS. Auch drei Dieselmotoren wird es geben. Der Einstiegs-Selbstzünder leistet 110 PS und 300 Nm, der mittlere 136 PS und 320 Nm und der Top-Diesel 170 PS bei 400 Nm Drehmoment.

Oberklasse-Neuheiten bis 2022

Peugeot 508 Illustration Peugeot 508 Illustration BMW M5 Illustration
Opel wird keine Doppelkupplungsgetriebe anbieten und setzt stattdessen auf eine konventionelle Wandlerautomatik mit acht Fahrstufen. Der neue Insignia ist bereits bestellbar, Verkaufsstart ist am 24. Juni 2017.

Technische Daten und Preise: 140-PS-Kombi ab 25.940 Euro

Benziner

Opel Insignia Sports Tourer 1.5 ● Hubraum: 1490 cm³ ● Leistung: 103 kW (140 PS) ● maximales Drehmoment: 250 Nm bei 2000 bis 4100 U/min ● Getriebe: Sechsgang-Schaltung ● Höchstgeschwindigkeit: 207 km/h (Ecotec: 210 km/h) ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,2 s ● Verbrauch: 6,0 l/100 km (Ecotec: 5,8 l/100 km) ● Preise: ab 25.940 Euro (Ecotec ab 26.190 Euro)

Opel Insignia Sports Tourer 1.5 ● Hubraum: 1490 cm³ ● Leistung: 121 kW (165 PS) ● maximales Drehmoment: 250 Nm bei 2000 bis 4500 U/min ● Getriebe: Sechsgang-Schaltung ● Höchstgeschwindigkeit: 218 km/h (Sechs-Gang-Automatik:221 km/h) ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 9,2 s ● Verbrauch: 6,1 l/100 km (Acht-Gang-Automatik:5,8 l/100 km) ● Preise: ab 29.695 (Sechs-Gang-Automatik ab 31.695 Euro)

Opel Insignia Sports Tourer 2.0 4x4 ● Hubraum: 1998 cm³ ● Leistung: 191 kW (260 PS) ● maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.500 bis 4000 U/min ● Getriebe: Achtstufen-Automatik ● Höchstgeschwindigkeit: 245 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 7,5 s ● Verbrauch: 8,7 l/100 km ● Preise: ab 41.500 Euro.

Diesel

Opel Insignia Sports Tourer 1.6 Diesel ● Hubraum: 1598 cm³ ● Leistung: 81 kW (110 PS) ● maximales Drehmoment: 300 Nm bei 2000 U/min ● Getriebe: Sechsgang-Getriebe ● Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 11,8 s ● Verbrauch: 4,3 l/100 km ● Preise: ab 27.375 Euro (Ecotec ab 27.625 Euro).

Opel Insignia Sports Tourer 1.6 Ecotech Diesel ● Hubraum: 1598 cm³ ● Leistung: 100 kW (136 PS) ● maximales Drehmoment: 320 Nm bei 2000 bis 2.250 U/min ● Getriebe: Sechsgang-Getriebe ● Höchstgeschwindigkeit: 212 km/h (Sechs-Gang-Automatik: 204 km/h) ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 10,7 s (Sechs-Gang-Automatik: 11,2 s) ● Verbrauch: 4,5 l/100 km (Sechs-Gang-Automatik: 5,2 l/100 km) ● Preise: ab 28.375 Euro (Sechs-Gang-Automatik in Ausstattung Edition: ab 31.970 Euro)

Opel Insignia Sports Tourer 2.0 ● Hubraum: 1956 cm³ ● Leistung: 125 kW (170 PS) ● maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1750 bis 2500 U/min● Getriebe: Sechsgang-Getriebe ● Höchstgeschwindigkeit: 223 (Acht-Gang-Automatik:220 km/h) ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 8,9 s (Acht-Gang-Automatik: 9,2 s) ● Verbrauch: 5,3 l/100 km (Acht-Gang-Automatik: 5,7 l/100 km) ● Preise: ab 29.865 Euro (Automatik in Ausstattung Edition: ab 33.460 Euro.

Opel Insignia Sports Tourer 2.0 4x4 ● Hubraum: 1956 cm³ ● Leistung: 125 kW (170 PS) ● maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1750 bis 2500 U/min ● Getriebe: Sechsgang-Getriebe ● Höchstgeschwindigkeit: 220 ● Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 9,9 s ● Verbrauch: 6,3 l/100 km ● Preise: ab 33.660 Euro.

Gebrauchtwagen: Opel Insignia Sports Tourer für unter 10.000 Euro

Seit März 2009 ist der Insignia Sports Tourer auf dem Markt, 2013 gab es ein umfangreiches Facelift.

Seit Anfang 2009 ist der Opel Insignia Sports Tourer auf dem Markt; Modelle mit knapp 100.000 Kilometern gibt es schon für unter 10.000 Euro. Am beliebtesten sind Dieselmodelle, drei Viertel der Kunden entschieden sich für diese Variante. Bei der Hauptuntersuchung erzielt der Insignia gute Ergebnisse, teils gibt es Störungen an der elektronischen Parkbremse. Die Zweiliter-Diesel fielen durch mehrere Rückrufe auf. 2013 gab es für den Insignia übrigens ein Facelift – die Opelaner entrümpelten das Cockpit gründlich und strafften die Optik. Entsprechende Exemplare kosten ab rund 14.000 Euro.

100.000 Kilometer im Opel Insignia Sports Tourer

Autoren: Stefan Voswinkel, Jan Götze, Peter R. Fischer, Andreas Huber

Stichworte:

Kombi Limousine

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