Subaru Forester IV: Fahrbericht
— 21.01.2013
Für Förster und Familien
Mit frischem Design, neuem Raumkonzept und knackigen Motoren kommt am 23. März die vierte Generation des Forester in den Handel. Hier gibt's erste Fahreindrücke und Preise!
Kommt Ende März zu Preisen ab 28.900 Euro in den Handel: die vierte Generation des Subaru Forester.
Wenn sich einer auskennt in Feld, Wald und Wiese, dann ist es
Subaru. Die Japaner bauen nicht nur weltweit die meisten
Allrad-Autos, sie haben auch den größten Anteil an Jägern, Förstern und Landwirten in ihrer Kundschaft. Doch weil diese Zielgruppe eher klein und begrenzt ist, zieht es
Subaru schon seit Jahren in die Stadt. Dafür hat Subaru seine Modellpalette ordentlich umgekrempelt. Kein Auto macht das deutlicher als der
Forester, der vor 15 Jahren mal als rustikaler Geländekombi gestartet ist. Wenn Ende März zu Preisen ab 28.900 Euro die vierte Generation in den Handel kommt, ist davon nicht mehr viel übrig geblieben. Dann wird der Waldläufer gar vollends zu einem ebenso modernen wie modischen SUV, das mit Autos wie
Toyota RAV-4 oder
Honda CR-V auf einer Linie fährt.
Der schluckt was: Bei voller Bestuhlung passen 505, umgeklappt sogar bis zu 1577 Liter in den Kofferraum.
Dabei setzen die Japaner neben dem markanteren und bulligeren Design vor allem auf neue Platzverhältnisse: Weil das Auto in jeder Dimension ein paar Zentimeter zugelegt hat, kann man auf allen Plätzen bequem sitzen und hinten schon bei voller Bestuhlung stolze 505 Liter einladen. Damit kann es der Forester mit manchem Kombi aufnehmen. Das gilt auch für die praktischen Details des Laderaums: Die Rücklehnen lässt man von der Ladekante aus mit einem einzigen Hebelzug nach vorne schnappen und bekommt so eine weitgehend ebene Ladefläche, über der sich bis zu 1577 Liter Stauraum auftun. Im Souterrain gibt es ein praktisches Fach für Wertsachen oder Schmutzwäsche. Und zum ersten Mal surrt die Heckklappe auf Wunsch auch elektrisch auf. Das dauert allerdings so lange, dass man lieber selbst Hand anlegt.
Pixelige Grafiken zwischen den Instrumenten und viel dunkles Hartplastik: Das Cockpit wirkt recht antiquiert.
Der Forester überrascht mit einem frischen Design. Aber innen liegen die Trendscouts und Modemacher daneben: Pixelige Grafiken zwischen den Instrumenten, viel dunkles Hartplastik und zu kurze Sitze mit zu wenig Seitenhalt erinnern gefährlich an die Asien-Importe aus den Achtzigern. Das reißt auch der kunterbunte Monitor in der Mittelkonsole nicht heraus. Und selbst wenn man länger in das triste Cockpit schaut, wird man kaum einen Schalter für ein modernes Assistenzsystem finden. Sieben Airbags, ESP und Tempomat sind zwar an Bord. Aber Hilfen für Spurwechsel, Abstandskontrolle und andere Finessen sucht man im Forester vergebens.
| Subaru Forester IV |
| Modell |
Leistung |
Getriebe |
Preis (Euro) |
| Forester 2.0X Active |
110 kW/150 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe* |
28.900 |
| Forester 2.0X Comfort |
110 kW/150 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe* |
30.600 |
| Forester 2.0X Exclusive |
110 kW/150 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe* |
32.100 |
| Forester 2.0X Platinum |
110 kW/150 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe* |
36.000 |
| Forester 2.0XT Comfort |
177 kW/ 240 PS |
Lineartronic |
39.900 |
| Forester 2.0XT Platinum |
177 kW/ 240 PS |
Lineartronic |
43.000 |
| Forester 2.0D Active |
108 kW/147 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe |
31.200 |
| Forester 2.0D Exclusive |
108 kW/147 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe |
34.000 |
| Forester 2.0D Platinum |
108 kW/147 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe |
38.000 |
| Forester 2.0D Sport |
108 kW/147 PS |
6-Gang-Schaltgetriebe |
40.300 |
| *) Stufenloses Automatikgetriebe Lineartronic gegen 2000 Euro Aufpreis lieferbar. |
Gut so: Der Allradantrieb ist beim Basis-Forster schon ab Werk an Bord.
Während ihnen in Sachen Ausstattung und Ambiente eine zaghafte Annäherung an den Mainstream gut zu Gesicht gestanden hätte, dürfen die Japaner unter dem Blech gerne ihren Eigensinn behalten. Denn wo es den Allradantrieb sonst oft nur noch gegen Aufpreis gibt, ist ein 4x4-Paket zum Nulltarif eine schöne Botschaft – erst recht, wenn es so gut funktioniert wie beim Forester.
Bei den Motoren hält Subaru wie sonst nur
Porsche dem Boxer-Prinzip die Treue. Die Motoren klingen ein wenig rau, sind drehfreudig und gelten per se als die sportlichere Alternative. Diesen Eindruck schürt Subaru mit einer neuen Spitzenmotorisierung. Denn neben dem zwei Liter großen Diesel-Boxer mit 147 PS und einem gleich großen Benziner mit 150 PS feiern die Japaner im neuen Forster das Comeback eines Turbos. Der Benzindirekteinspritzer hat ebenfalls zwei Liter Hubraum und kommt dank des Laders auf stolze 240 PS. Dafür gönnt er sich aber auch einen ordentlichen Schluck aus dem Tank. Wo dem Diesel auf dem Prüfstand 5,7 Liter reichen, sind es beim Turbo im Normzyklus 8,5 und auf der Straße mindestens elf Liter.
Geländewagen mit einem 200 PS starken Boxer-Herz: knackig, kräftig und nicht zu überhören.
Der 200 PS starke Vierzylinder hängt giereig am Gas und macht mit seinen bis zu 350 Nm so viel Laune, dass einem selbst die stufenlose Automatik den Spaß nicht verderben kann. Zumal sich das Getriebe auf Knopfdruck in einen Sportmodus bringen lässt, in dem es acht ganz ordentlich abgestufte Gänge simuliert und sich dann nicht mehr ganz so sehr nach Gummiband anfühlt
Wo CR-V & Co die ruhigen Kilometerfresser geben, wird der Forester so zum Sportler unter den SUVs. Nicht umsonst schafft er den Sprint von 0 auf 100 in 7,5 Sekunden und fährt der Konkurrenz mit 221 km/h davon. Spätestens dann merkt man, dass Subaru nicht nur in Feld, Wald und Wiese daheim ist – sondern auch auf der Rallye-Piste jede Menge Erfahrung gesammelt hat. Mehr
Tuning von Subaru finden Sie hier.
Kommentare zum Artikel (3)
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Kann mich meinem Vorredner bob2013 nur anschließen. All diese elektronischen Firlefanz-Hilfen für Spurwechsel, Abstandskontrolle usw. sind zumindest für mich völlig überflüssig. Sie kosten nicht nur mehr Geld - das wird zwar meist geschickt im Gesamtpreis versteckt - nein, je mehr man ein Fahrzeug mit solch überflüssiger Elektronik voll stopft, um so mehr kann defekt werden. Dias wird zwar bei einem Defekt während der Garantiezeit vom Hersteller übernommen, aber für die Zeit der Reparatur muss der Besitzer auf sein Fahrzeug verzichten. Was ist nach der Garantiezeit bei einem Defekt von solchem Elektronik-Quatsch? Selber bezahlen!
Ich persönlich finde es sehr gut, dass Subaru diesen allgemeinen Trend zur immer extremeren Elektroniküberfrachtung der heutigen Autos nicht mitmacht!
" Aber Hilfen für Spurwechsel, Abstandskontrolle und andere Finessen sucht man im Forester vergebens".
Braucht man dies wirklich alles? Ich hab diese Sachen in der Fahrschule gelernt. Es macht die neuen Autos nur unnötig teuer.
Der Forester nimmt Anleihen an der unschönen neuen Designlinie von Impreza und XV.
Bei ihm sehen die stehend angebrachten Seitenspiegel auch nicht mehr so deplatziert aus, wie bei den anderen beiden.
Was fehlt, ist die Lufthutze - diese gehört einfach zu einem Subaru-Turbo dazu!
Diese kann man auch dezent - wie beim Legacy- verbauen...
Die verbauten Kunststoffe - keine Plastik - könnten an manchen Stellen besser aussehen.