Vor rund fünf Jahren hat Audi den Q4 e-tron vorgestellt und damit das erste und einzige Modell der Marke auf MEB-Basis auf den Markt gebracht. Über die Jahre wurde das SUV immer mal wieder technisch überarbeitet, ein Facelift blieb aber aus – bis jetzt. Das Update bringt optische sowie technische Änderungen und soll das Elektro-SUV fit für die zweite Lebenshälfte machen.
Vor rund fünf Jahren hat Audi den Q4 e-tron vorgestellt und damit das erste und einzige Modell der Marke auf MEB-Basis auf den Markt gebracht. Über die Jahre wurde das SUV immer mal wieder technisch überarbeitet, ein Facelift blieb aber aus – bis jetzt. Das Update bringt optische sowie technische Änderungen und soll das Elektro-SUV fit für die zweite Lebenshälfte machen.
Mit dem Facelift des Q4 e-tron werden auch die Preise leicht nach oben korrigiert. So startet das SUV nicht mehr bei 46.150 Euro, sondern wird künftig mindestens 47.500 Euro kosten. Der Sportback bekommt einen Aufpreis von 1950 Euro, für ihn werden künftig 49.450 Euro fällig.
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Audi Q4 e-tron
statt 59.900 EUR
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Auch die Modellbezeichnungen wurden erneuert, das Basismodell heißt jetzt einfach Q4 e-tron. Darüber positioniert sich der Q4 e-tron performance, der zu Preisen ab 53.500 Euro bei den Händlern stehen wird.
Zwei Allradversionen vervollständigen das Modellprogramm: Q4 e-tron quattro und Q4 e-tron quattro performance. Der Startpreis für die Allradler liegt bei 55.900 Euro für den Q4 e-tron quattro bzw. 59.900 Euro für den Q4 e-tron quattro performance.
Bis zu 6000 Euro E-Kaufprämie
Anders als viele andere Hersteller gewährt Audi derzeit keine Rabatte auf Elektroautos. Aber der Q4 e-tron ist mit der staatlichen E-Kaufprämie förderfähig. Bis zu 6000 Euro lassen sich so vom Kaufpreis abziehen – die Basisversion kostet im besten Fall also nur noch 41.500 Euro.
Schon als der Q4 e-tron 2021 auf den Markt kam, verfolgte er eine eigene Designstrategie, die sich von den Konzernbrüdern von VW unterschied. Mit dem Facelift hat Audi das SUV äußerlich nur behutsam überarbeitet. Am auffälligsten ist der neu gestaltete, invertierte Grill mit Elementen in Wagenfarbe. Die geschlossenen Audi-Ringe beherbergen die Sensorik.
LED-Scheinwerfer sind immer Standard, nur wer Matrix-Technik haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Beim Facelift wurde vor allem die Tagfahrlicht-Signatur überarbeitet – aber auch weiterhin gibt es Möglichkeiten zur Individualisierung.
Mit dem Facelift wurde auch die Aerodynamik des Q4 e-tron etwas verbessert – das kommt der Reichweite zugute.
Bild: Audi AG
An der Seite fallen die ausgestellten Radhäuser auf, die im Audi-Jargon "Blister" heißen. Die Felgen variieren weiterhin je nach Wunsch zwischen 19 und 21 Zoll. (Hier geht's zum AUTO BILD Sommerreifentest.) Am Heck gibt es ebenfalls LED-Rückleuchten, die per durchgängigem Leuchtenband miteinander verbunden sind.
Sportback: Q4 e-tron auch als Coupé
Neben dem Vollheck bietet Audi den Q4 auch als coupéhaften Sportback an. Bis zur B-Säule unterscheiden sich die beiden SUV nicht, danach fällt das Dach des sportlichen Derivats aber sichtbar ab. Das Heck endet in einer zweigeteilten Heckscheibe, die von einem Spoiler getrennt wird.
Der Sportback erhält eine zweigeteilte Heckscheibe. Der Spoiler verbessert die Aerodynamik.
Bild: Audi AG
Ungewöhnlich: Mit 527 Liter Kofferraumvolumen bietet das Coupé im Alltagsbetrieb sogar mehr Platz für Gepäck als das SUV – allerdings mit dem Facelift auch acht Liter weniger als zuvor. Das SUV fasst mit 515 Litern ebenfalls etwas weniger als beim Vorfacelift, die fünf Liter dürften zu verkraften sein. Die Angaben beziehen sich allerdings nur auf die Beladung bis zur Fensterunterkante, die beim Sportback höher ist. Bis oben beladen geht natürlich mehr in das konventionelle SUV.
Da Audi den Q4 e-tron über die Jahre immer wieder technisch aktualisiert hat, ändert sich bei der Motorenpalette zunächst wenig. Größter Unterschied zum Vorfacelift ist die Namensgebung der Motorisierungen, die nun ohne aufsteigende Nummern auskommt. So heißt das Grundmodell jetzt schlicht Audi Q4 e-tron, es kommt mit Heckantrieb und 204 PS.
Neu ist beim Q4 e-tron das bidirektionale Laden: Externe Elektrogeräte oder das eigene Heim können vom Auto mit Strom versorgt werden.
Bild: Audi AG
Die nächsthöhere Stufe ist der Q4 e-tron performance. Er fährt ebenfalls mit Heckantrieb vor, 286 PS gehen an die Hinterräder.
Die technischen Daten im Überblick:
Die technischen Daten im Überblick:
Audi Q4 e-tron
Audi Q4 e-tron performance
Audi Q4 e-tron quattro
Audi Q4 e-tron quattro performance
Motor
Elektro
Elektro
Elektro
Elektro
Antrieb
Heckantrieb
Heckantrieb
Allrad
Allrad
Leistung
204 PS (150 kW)
286 PS (210 kW)
299 PS (220 kW)
340 PS (250 kW)
max. Drehmoment
350 Nm
545 Nm
vorn: 134 Nm
hinten: 350 Nm
vorn: 134 Nm
hinten: 545 Nm
0-100 km/h
8,1 s
6,6 s
6,2 s
5,4 s
Höchstgeschwindigkeit
160 km/h
180 km/h
180 km/h
180 km/h
Batteriekapazität(brutto/netto)
63 kWh/59 kWh
82 kWh/77kWh
82 kWh/77kWh
82 kWh/77kWh
max. Ladeleistung
160 kW
165 kW
165 kW
185 kW
Ladezeit bei max. Ladeleistung (10-80 %)
24 min
27 min
27 min
27 min
Reichweite (WLTP)
440 km
451 km (Sportback)
578 km
592 km (Sportback)
558 km
573 km (Sportback)
541 km
554 km (Sportback)
Verbrauch nach WLTP*
18,0-15,3 kWh/100 km
17,3-14,8 kWh/100 km (Sportback)
18,4-15,6 kWh/100 km
17,7-15,2 kWh/100 km (Sportback)
19,1-16,1 kWh/100 km
18,6-15,6 kWh/100 km (Sportback)
18,9-16,2 kWh/100 km
18,5-15,8 kWh/100 km (Sportback)
Vervollständigt wird die Antriebspalette von zwei Allradversionen: Q4 e-tron quattro und Q4 e-tron performance quattro. 299 PS bzw. 340 PS ("performance") stehen zur Verfügung, grundsätzlich also dieselben Leistungsangaben, die Audi schon vorher angeboten hatte.
Q4 e-tron bekommt bidirektionales Laden
Ebenso unverändert bleibt der Akku mit einer Kapazität von 63 kWh im Basismodell und 82 kWh in den höheren Antriebsvarianten. Allerdings ist die Reichweite gestiegen, mit Heckantrieb und großem Akku sind bis zu 578 WLTP-Kilometer drin. Der Sportback legt da noch einen drauf, soll sogar bis zu 592 Kilometer weit kommen. In der Basis gibt's immerhin noch 440 Kilometer Reichweite und 451 Kilometer beim Sportback.
Bildergalerie
Audi Q4 e-tron Facelift (2026)
In puncto Ladeleistung wurde zumindest das Topmodell verbessert, es kann am DC-Lader mit bis zu 185 kW laden. Neu beim Q4 ist mit dem Facelift das bidirektionale Laden mit V2L- (Vehicle to Load) und V2H-Funktion (Vehicle to Home). So können externe Elektrogeräte wie E-Fahrräder vom Auto geladen werden; gleichzeitig kann der Q4 auch Strom ins eigene Heim einspeisen.
Während sich das Blechkleid des Q4 e-tron hauptsächlich in Details verändert hat, ist im Innenraum deutlich mehr passiert. Das gesamte Armaturenbrett wurde neu gestaltet und dem Markendesign angepasst, erinnert jetzt an den Q6 e-tron. Dazu zählt das Curved Display, das die Gestalt des Singleframe-Grills zitiert. Optional gibt es auch beim Q4 ein Beifahrerdisplay.
Schönes Detail: Wenn das Beifahrerdisplay nicht gewählt ist, gibt's keine schwarz-glänzende Fläche, sondern ein eigens designtes Armaturenbrett mit einer Mischung aus Leder und Zierrat.
Das Infotainment bekommt das bekannte Curved Display, dazu gibt's optional einen Beifahrermonitor.
Bild: AUDI AG
Bedient werden die Displays über das aktuelle MMI-Infotainment, das im Q4 e-tron zum Einsatz kommt. Es lässt sich leicht bedienen und bekommt neue Drittanbieter-Apps sowie weitere Sicherheits- und Entertainment-Funktionen.
Ordentliche Platzverhältnisse vorn und hinten
Eine Etage weiter unten wurde auch die Mittelkonsole komplett neu gestaltet. Sie steht nicht mehr schwebend im Raum – stattdessen zieht sie sich bis nach hinten durch und bekommt seitliche Knee-Pads, die speziell aufgepolstert sind und mehr Komfort auf langen Fahrten bieten sollen.
Selbst im Sportback ist hinten massig Platz, auch für Passagiere mit 1,90 Meter Körpergröße.
Bild: AUDI AG
Die Platzverhältnisse sind auf allen Plätzen ordentlich vorhanden, vorne und hinten lässt es sich gut aushalten. Überraschend: Trotz steiler abfallender Dachlinie ist das Raumangebot im Fond aber immer noch gut. Mit 1,90 Meter Körpergröße macht der Q4 e-tron Sportback auch auf langen Reisen in der zweiten Reihe Spaß. Das liegt vor allem an ausgewölbten Mulden im Dachhimmel, die die Kopffreiheit erhöhen.
Nach fünf Jahren spendiert Audi seinem Q4 e-tron eine grundlegende Überarbeitung, wir treffen das elektrische Kompakt-SUV in München. In der City fühlt sich der von uns gefahrene Q4 e-tron quattro mit 299 PS leichtfüßig an. Die Rekuperation lässt sich in vier Stufen vorgeben, im One-Pedal-Modus bremst der Q4 sogar bis zum Stillstand.
Wir fahren raus aus der Stadt und rein ins Voralpenland. Dank Dynamikpaket plus (900 Euro) kommt beim Tester richtig Freude auf. Das adaptive Fahrwerk bietet eine gute Kombination aus Sport und Komfort. Im Kuschelmodus sind selbst grobe Schlaglöcher kaum spürbar. Das Dynamikprogramm verleitet dagegen regelrecht zum Kurvenräubern. Dabei arbeitet die Lenkung leichtgängig, angenehm direkt und verbindlich. Der Geradeauslauf ist gut, das Feedback präzise.
Auf der Autobahn bleibt der Audi stets leise, Windgeräusche halten sich angenehm zurück. Der Sprint 0 null auf 100 km/h gelingt laut Hersteller in 6,2 Sekunden. Die Beschleunigung endet bei Tempo 180 – Vollstrom war jedoch mit 20 Kilometern der kleinste Teil der Testroute.
Zurück im Münchener Feierabendverkehr, der Verbrauch pendelt sich im Mix aus Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn bei 16,6 kWh/100 km ein. Das würde mit dem 77-kWh-Akku (netto) für rund 460 Kilometer reichen. Audi nennt für den getesteten Allradler laut WLTP 523 Kilometer Reichweite.
So weit also alles fein. Gibt's auch Kritik? Ein Punkt gefiel weniger: Wird dynamisch in eine Kurve hineingebremst, wünscht sich der Tester einen klareren Druckpunkt. Die Verzögerung ist zwar zweifelsfrei sehr gut, doch das Pedalgefühl des Testwagens wirkt etwas undefiniert. Im Alltag wird das aber wohl kaum eine Rolle spielen.
Fazit von Tim Dahlgaard
Der Audi Q4 e-tron ist nicht das aufregendste Elektro-SUV seiner Klasse, aber eines der ausgewogensten. Souverän, leise, alltagstauglich – und wieder mit dem Premiumgefühl, das man von Audi erwartet.
Fahren: Audi Q4 Sportback 50 e-tron
Bei der ersten Fahrt im Audi Q4 Sportback 50 e-tron Vorfacelift waren wir zunächst überrascht: Er wiegt bereits ohne Gepäck und Menschen an Bord über zwei Tonnen, ist aber dennoch wendig wie ein Kleinwagen. Denn das Gewicht der Akkus (rund 500 Kilogramm!) zum Beispiel verteilt sich flach und sorgfältig ausgebreitet nahezu bündig am Bodenblech des SUV. Entsprechend fahrstabil fühlt sich der Q4 an.
Die meiste Zeit mit Heckantrieb
Zugleich federt das Auto (auch dank der optionalen Dämpferreglung) so sanft, satt und gleichmütig wie eine dicke Reiselimousine. Der Q4 Sportback 50 e-tron (299 PS, 310 Nm) stürmt geradezu lässig vorwärts. Im Normalfall übernimmt nur der hintere der beiden E-Motoren den Antrieb, erst bei voller Beschleunigung oder auf rutschigem Untergrund arbeitet die vordere E-Maschine mit.
Wendig: Dank seines niedrigen Schwerpunkts lässt sich der 2,1 Tonnen schwere Q4 dynamisch bewegen.
Bild: Audi AG
Ein paar kleine Schrullen hat er
Keine Fehler? Nein, eher Schrullen. So führt im Motorraum eine wirklich ärmlich wirkende "Styropor"-Lufthutze den Kühlbedarf des Systems in Richtung Wärmetauscher. Den Berührbildschirm hat Audi nicht optimal positioniert.
Die leicht klapprige Blende über der Dreiertastenreihe ("drive select", Warnblinker, ESP) finden wir haptisch fragwürdig, und die Vielzahl an Untermenüs für Fahrzeugeinstellungen erahnt man nur nach dem Studium der Bedienungsanleitung. Am Ende haben wir den Q4 also doch ganz gut durchschaut.
Vergleichstest: Der ewige Zweite?
Bei den AUTO BILD-Vergleichstests belegte der Audi Q4 e-tron bislang dreimal den zweiten Platz.
Audi Q4 e-tron gegen BMW iX1
Der neuste zweite Platz entstand beim Test gegen den BMW iX1. Im Test hatte der Audi zwar die bessere Reichweite – aber trat auch mit einem größeren Akku an. Ohne Abstriche gewinnt der Q4 e-tron beim Komfort mit seinem sanften Abrollverhalten.
Auch wenn der Q4 e-tron komfortabler fährt und innen luftiger ist – es reicht nicht für den Sieg im Vergleichstest.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Auch die Bremsen haben sich im Test sehr gut geschlagen. Punkte verliert der Audi wegen seiner mageren Ausstattung bei einem hohen Preis.
Auch in einem früheren Vergleich mit dem BMW iX1 und dem Mercedes EQB verliert der Q4 e-tron gegen den BMW. Obwohl das Auto in vielen Details fein ausgetüftelt ist, reicht es leider nicht für den Sieg, weil es bei der Qualität am Rotstift krankt.
Zum einen offenbart sich das, wen man die Motorhaube öffnet, die im Gegensatz zu den hydraulisch unterstützten Hauben der Konkurrenz von Hand mit einem Stützstab fixiert werden muss. Zudem klappert der Audi beim Gang über Kopfsteinpflaster wie das Überraschungsei in der Hand eines Dreijährigen.
Audi Q4 e-tron gegen Hyundai Ioniq 5 und Polestar 2
In unserem Vergleichstest gegen Hyundai Ioniq 5 und Polestar 2 platziert sich der Q4 e-tron in der Mitte. Auf der Haben-Seite stehen hoher Komfort, gute Fahrleistungen, ordentlich Platz und feines Multimedia. Doch der Hyundai ist im Vergleich in allen Disziplinen ein kleines bisschen besser.
Ein Kritikpunkt: Die Rekuperation lässt sich mit den Schaltpaddles am Lenkrad verstellen (300 Euro extra), das funktioniert ganz gut. Allerdings verzögert der Audi eben nicht bis zum Stillstand, sondern rollt mit 5 km/h weiter – und das ist gewöhnungsbedürftig.
Audi hat mit dem Facelift des Q4 e-tron an den richtigen Stellschrauben gedreht. Die frische Optik, verbesserte Technik mit mehr Reichweite und das bidirektionale Laden sollen das SUV in seiner Klasse auch künftig konkurrenzfähig halten. Langfristig wird aber auch er nicht an der 800-Volt-Technik vorbeikommen.
Technische Daten im Überblick
Listenpreis
44.700 – 61.850 €
Leistung
170 – 340 PS
Höchstgeschwindigkeit
160 – 180 km/h
Elektrische Reichweite
315 – 513 km
Verbrauch (kombiniert)
14,8 – 17,2 kWh/100 km
0 – 100 km/h
5,4 – 9 s
Kofferraumvolumen
515 – 1.490 l
Anhängelast
750 – 1.800 kg
Technische Daten & Varianten
Audi Q4 e-tron Typ F4, SUV
Bauzeitraum: seit 04/2021
1 Kraftstoffart
Elektrischer Strom
Fahrzeug-Variante
Leistung
0–100 km/h
Reichweite
Listenpreis
Alle Daten
Q4 SUV e-tron seit 05/2026
204 PS
8,1 s
375 km
47.500 €
Q4 SUV e-tron performance seit 05/2026
285 PS
6,6 s
491 km
53.500 €
Q4 SUV e-tron quattro seit 05/2026
299 PS
6,2 s
468 km
55.900 €
23 weitere Varianten anzeigen
AudiQ4 e-tron
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Die technischen Daten werden bereitgestellt von SCHWACKE.
Audi Q4 e-tron Facelift (2026)
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Vor rund fünf Jahren hat Audi den Q4 e-tron vorgestellt und damit das erste und einzige Modell der Marke auf MEB-Basis auf den Markt gebracht. Über die Jahre wurde das SUV immer mal wieder technisch überarbeitet, ein Facelift blieb aber aus – bis jetzt. Das Update bringt optische sowie technische Änderungen und soll das Elektro-SUV fit für die zweite Lebenshälfte machen.
Bild: Audi AG
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Schon als der Q4 e-tron 2021 auf den Markt kam, verfolgte er eine eigene Designstrategie, die sich von den Konzernbrüdern von VW unterschied. Mit dem Facelift hat Audi das SUV äußerlich nur behutsam überarbeitet. Am auffälligsten ist der neu gestaltete, invertierte Grill mit Elementen in Wagenfarbe. Die geschlossenen Audi-Ringe beherbergen die Sensorik.
Bild: Audi AG
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LED-Scheinwerfer sind immer Standard, nur wer Matrix-Technik haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Beim Facelift wurde vor allem die Tagfahrlicht-Signatur überarbeitet – aber auch weiterhin gibt es Möglichkeiten zur Individualisierung. An der Seite fallen die ausgestellten Radhäuser auf, die im Audi-Jargon "Blister" heißen. Die Felgen variieren weiterhin je nach Wunsch zwischen 19 und 21 Zoll.
Bild: Audi AG
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Neben dem Vollheck bietet Audi den Q4 auch als coupéhaften Sportback an. Bis zur B-Säule unterscheiden sich die beiden SUV nicht, danach fällt das Dach des sportlichen Derivats aber sichtbar ab. Das Heck endet in einer zweigeteilten Heckscheibe, die von einem Spoiler getrennt wird.
Bild: Audi AG
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Ungewöhnlich: Mit 527 Liter Kofferraumvolumen bietet das Coupé im Alltagsbetrieb sogar mehr Platz für Gepäck als das SUV – allerdings mit dem Facelift auch acht Liter weniger als zuvor. Das SUV fasst mit 515 Litern ebenfalls etwas weniger als beim Vorfacelift, die fünf Liter dürften zu verkraften sein. Die Angaben beziehen sich ...
Bild: Audi AG
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... allerdings nur auf die Beladung bis zur Fensterunterkante, die beim Sportback höher ist. Im Maximum gehen bis zu 1487 Liter in das SUV, der Sportback schluckt maximal 1460 Liter.
Bild: Audi AG
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Während sich das Blechkleid des Q4 e-tron hauptsächlich in Details verändert hat, ist im Innenraum deutlich mehr passiert. Das gesamte Armaturenbrett wurde neu gestaltet und dem Markendesign angepasst, erinnert jetzt an den Q6 e-tron. Dazu zählt das Curved Display, das die Gestalt des Singleframe-Grills zitiert. Optional gibt es auch beim Q4 ein Beifahrerdisplay.
Bild: Audi AG
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Schönes Detail: Wenn das Beifahrerdisplay nicht gewählt ist, gibt's keine schwarz-glänzende Fläche, sondern ein eigens designtes Armaturenbrett mit einer Mischung aus Leder und Zierrat.
Bild: Audi AG
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Bedient werden die Displays über das aktuelle MMI-Infotainment, das im Q4 e-tron zum Einsatz kommt. Es lässt sich leicht bedienen und bekommt neue Drittanbieter-Apps sowie weitere Sicherheits- und Entertainment-Funktionen.
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Eine Etage weiter unten wurde auch die Mittelkonsole komplett neu gestaltet. Sie steht nicht mehr schwebend im Raum – stattdessen zieht sie sich bis nach hinten durch und bekommt seitliche Knee-Pads, die speziell aufgepolstert sind und mehr Komfort auf langen Fahrten bieten sollen.
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Die Platzverhältnisse sind auf allen Plätzen ordentlich vorhanden, vorne und hinten lässt es sich gut aushalten. Überraschend: Trotz steiler abfallender Dachlinie ist das Raumangebot im Fond aber immer noch gut. Mit 1,90 Meter Körpergröße macht der Q4 e-tron Sportback auch auf langen Reisen in der zweiten Reihe Spaß. Das liegt vor allem an ausgewölbten Mulden im Dachhimmel, die die Kopffreiheit erhöhen.
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Da Audi den Q4 e-tron über die Jahre immer wieder technisch aktualisiert hat, ändert sich bei der Motorenpalette zunächst wenig. Größter Unterschied zum Vorfacelift ist die Namensgebung der Motorisierungen, die nun ohne aufsteigende Nummern auskommt. So heißt das Grundmodell jetzt schlicht Audi Q4 e-tron, es kommt mit Heckantrieb und 204 PS. Die nächsthöhere Stufe ist der Q4 e-tron performance. Er fährt ebenfalls mit Heckantrieb vor, 286 PS gehen an die Hinterräder.
Bild: Audi AG
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Vervollständigt wird die Antriebspalette von zwei Allradversionen: Q4 e-tron quattro und Q4 e-tron performance quattro. 299 PS bzw. 340 PS ("performance") stehen zur Verfügung, grundsätzlich also dieselben Leistungsangaben, die Audi schon vorher angeboten hatte.
Bild: Audi AG
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Ebenso unverändert bleibt der Akku mit einer Kapazität von 63 kWh im Basismodell und 82 kWh in den höheren Antriebsvarianten. Allerdings ist die Reichweite gestiegen, mit Heckantrieb und großem Akku sind bis zu 578 WLTP-Kilometer drin. Der Sportback legt da noch einen drauf, soll sogar bis zu 592 Kilometer weit kommen. In der Basis gibt's immerhin noch 440 Kilometer Reichweite und 451 Kilometer beim Sportback.
Bild: Audi AG
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In puncto Ladeleistung wurde zumindest das Topmodell verbessert, es kann am DC-Lader mit bis zu 185 kW laden. Neu beim Q4 ist mit dem Facelift das bidirektionale Laden mit V2L- (Vehicle to Load) und V2H-Funktion (Vehicle to Home). So können externe Elektrogeräte wie E-Fahrräder vom Auto geladen werden; gleichzeitig kann der Q4 auch Strom ins eigene Heim einspeisen.