Elektroautos mit wenig Wertverlust: Tipps vom Restwert-Spezialisten
Bei diesen Elektroautos bleibt der Restwert stabil

Viele Käufer fürchten beim elektrischen Neuwagenkauf einen späteren hohen Wertverlust. AUTO BILD hat bei Restwert-Experten nachgefragt, welche E-Autos besonders wertstabil bleiben.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
- Raphael Schuderer
Ladegeschwindigkeit, Akku-Technologie, Assistenzsysteme: ein erst drei Jahre junges Elektroauto kann aktuellen Modellen technisch bereits hinterherhinken. Viele Interessenten zögern daher beim Kauf eines E-Autos oder befürchten einen rasanten Wertverlust. AUTO BILD hat bei den Restwert-Experten von Bähr & Fess Analytics nachgefragt, welche Modelle langfristig wertstabil bleiben.
Das Ergebnis: fünf exklusive Kauftipps für aktuelle Neuwagen aus verschiedenen Fahrzeugklassen, denen die Prognose-Spezialisten einen relativ beständigen Werterhalt zutrauen. Die Analysten von Bähr & Fess untersuchen seit 1998 die automobilen Restwerte. Zu den Kunden zählen Leasing- und Finanzdienstleister, Automobilhersteller und Importeure sowie Fuhrparkdienstleistungsunternehmen.
Für alle Neuwagen – auch solche mit Verbrenner – gilt: Ab der Zulassung verlieren die Autos rasant an Wert. Allerdings verläuft der Wertverlust bei manchen Modellen langsamer als bei anderen. "Unsere Auswahl zeigt Modelle, die sich im relativen Marktvergleich voraussichtlich wertstabiler entwickeln als der Durchschnitt der angebotenen Elektroautos in ihrem jeweiligen Segment", verrät der Auto-Analyst Maarten Baljet.
Kauftipps für Elektro-Neuwagen
Den niedrigsten Wertverlust aller aktuellen E-Autos prognostiziert Bähr & Fess für den Tesla Model Y in der Ausführung Premium Maximale Reichweite Allradantrieb. Nach drei Jahren und 60.000 Kilometern sind laut aktueller Untersuchung noch 57 Prozent des Neuwerts übrig. Damit fährt das E-SUV auf Platz 1.
Dicht dahinter folgen zwei Skoda-SUV: Der Epiq 55 Essence und der Peaq 90 Selection sichern sich der Prognose zufolge jeweils 54 Prozent ihres ursprünglichen Neupreises. Tesla Model 3 (mit Hinterradantrieb) und der Mini Aceman (in der Version E Essential Trim) kommen auf einen Restwert von jeweils 53 Prozent.
Modell | Ausführung | Neupreis in Euro | Restwert* |
|---|---|---|---|
Mini Aceman | E Essential Trim | 30.000 | 53% |
Tesla Model 3 | Hinterradantrieb RWD | 36.990 | 53% |
Skoda Epiq | 55 Essence | 32.100 | 54% |
Skoda Peaq | 90 Selection | 57.900 | 54% |
Tesla Model Y | Premium Maximale Reichweite AWD | 50.990 | 57% |
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Bei Leasing gibt's kein Restwert-Risiko
Wem ein Elektro-Neukauf zu kostspielig oder riskant ist, kann auf Leasing ausweichen – auch hier gilt die staatliche Förderprämie von bis zu 6000 Euro. Als Leasing-Vorteile nennt Baljet: "Gute Konditionen, vor allem bei flexibler Modellauswahl. Zudem verbleibt das Wiedervermarktungsrisiko am Ende der Laufzeit beim Leasinggeber."
Was bestimmt eigentlich den Restwert? Baljet: "Der Restwert hängt von Faktoren wie dem Markenimage, der Modellbeschaffenheit und der technologischen Reife – insbesondere bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit – ab. Auf individueller Ebene entscheiden Alter, Laufleistung und der Fahrzeugzustand."
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