Mit dem neuen XF will Jaguar die Oberklasse aufmischen. Ihre Messepremiere feiert die britische Limousine auf der New York Auto Show (3. bis 12. April). Jetzt wurden die Preise festgelegt! In der Basis-Linie "Pure" kostet der kleinste Dieselmotor (163 PS) 41.350 Euro. Der etwas stärkere Diesel mit 180 PS startet bei 42.560 Euro. Die zweite Generation des Jaguar XF baut auf einer neuen Plattform auf, die bereits bei der kleineren Limousine XE verwendet wird. Die Karosserie des Neuen besteht zu 75 Prozent aus Aluminium und soll so bis zu 190 Kilogramm leichter sein als sein Vorgänger. Die Torsionssteifigkeit ist laut Jaguar um bis zu 28 Prozent gestiegen. Mit stark ausgeprägten Schulterlinien, großen Lufteinlässen an der Front und Doppelendrohren am Heck vermittelt der XF einen sportlichen Eindruck. Angeblich sank der Cw-Wert von 0,29 auf 0,26.
Edles Ambiente im Innenraum: Holz- und Aluminium-Applikationen rahmen den mit Leder bespannten Armaturenträger ein.
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Das Cockpit des neuen XF zeigt sich im edlen Look. Holz- und Aluminium-Applikationen rahmen den mit Leder bespannten Armaturenträger ein. Der Dreh-Schalter für die Gangwahl ist nun nicht mehr links, sondern mittig angeordnet. Insgesamt wirkt das neue Cockpit hochwertiger, aufgeräumter und moderner als beim Vorgänger. Obwohl der neue Jaguar XF sieben Millimeter kürzer und drei Millimeter flacher ist als das auslaufende Modell, soll der um 51 auf 2960 Millimeter verlängerte Radstand im Innenraum ein Plus an Bein-, Knie- und Kopffreiheit im Fond bieten.
Neues Infotainmentsystem InControl Touch Pro
Der neue XF ist der erste Jaguar mit Voll-LED-Scheinwerfern.
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Im 10,2 Zoll großen Touchscreen in der Mittelkonsole steckt die neueste Generation des InControl Touch Pro Systems. Der Bildschirm verfügt über eine Split-view-Funktion, die es möglich macht, dass sich der Fahrer zum Beispiel Informationen zur Routenführung ansieht, während der Beifahrer eine DVD guckt. Der Touchscreen wird ergänzt durch ein konfigurierbares TFT-Kombiinstrument im Format 12,3 Zoll, das bereits im Jaguar XJ eingesetzt wird. Auf technischer Seite kommen diverse Fahrerassistenzsystemen und ein Head-up-Display hinzu.
Motoren vom 163-PS-Diesel bis zum 380-PS-Benziner
Jaguar verspricht einen Minimalverbrauch von 3,9 Litern auf 100 Kilometer.
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Wie bereits der XE wird auch der XF mit den neuen Turbodieseln der Ingenium-Baureihe ausgestattet. Jaguar bietet die Selbstzünder in zwei Leistungsstufen mit 163 PS und 380 Nm sowie 180 PS mit 430 Nm (ab 42.560 Euro) an. Dazu werden manuelle Sechs- oder automatische Achtgang-Getriebe (2500 Euro Aufpreis gegenüber dem 6-Gang-Handschalter) angeboten. In der Variante mit 163 PS soll der XF mit CO2-Emissionen von 104 g/km besonders schadstoffarm sein. Die V6-Aggregate werden durchgehend mit der Achtstufen-Automatik von ZF gepaart. Den per Kompressor aufgeladenen 3,0-Liter-V6-Benziner hat Jaguar ebenfalls in zwei Leistungsstufen im Programm: mit 340 PS und 380 PS. Das maximale Drehmoment beträgt jeweils 450 Nm. Hinzu kommt ein ebenfalls drei Liter großer V6-Diesel mit 300 PS (ab 61.510 Euro). Dank Bi-Turbo-Aufladung erreicht dieser Selbstzünder ein Drehmoment von bis zu 700 Nm und soll, elektronisch begrenzt, eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen.
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Neue Ober- und Luxusklasse-Modelle (2019 bis 2023)
Doppelte Dreiecksquerlenker an der Vorderachse, Einzelradaufhängungen hinten und eine Gewichtsverteilung von 50:50 sollen eine sportliche Fahrweise unterstützen. Um auch bei dynamischer Fahrt immer die passende Dämpfereinstellung herzustellen, passt zusätzlich ein adaptives Dämpfersystem die Kennungen der jeweiligen Fahrsituation an. Der Fahrer kann die Einstellungen der Dämpfer, der Lenkung, der Motorcharakteristik und des Automatikgetriebes über das Cockpit wählen. Der Allradantrieb wird durch das erstmals im allradgetriebenen F-TYPE eingesetzte System Intelligent Driveline Dynamics (IDD) erweitert. Das System soll den Charakter eines Hecktrieblers trotz 4x4-Antriebs erhalten. Die Preise für Allradmodelle des XF starten bei 64.870 Euro, in der Sportvariante mit 380 PS kostet Vierradantrieb sogar 70.390 Euro.
Preis und Marktstart
Ab Ende des Jahres wird der neue Jaguar XF BMW 5er und Mercedes E-Klasse Konkurrenz machen. Marktstart in Europa ist September/Oktober 2015. Alle Preise finden Sie in der Tabelle.
Neue Ober- und Luxusklasse-Modelle (2019 bis 2023)
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AUTO BILD zeigt, welche Ober- und Luxusklasse-Neuheiten bis 2024 auf den Markt kommen. Los geht's mit dem Audi S8; Preis: ab ca. 120.000 Euro; Marktstart: Ende 2019. Der neue S8 wird von einem 571 PS starken Vierliter-V8-Biturbo angetrieben. Optisch basiert er auf dem Sportpaket des A8. Dazu ...
Bild: Audi AG
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... gibt es in Alu-Optik lackierte Spiegelkappen und exklusive 21-Zoll-Felgen. Das Heck hebt sich durch einen Diffusor und die zweiflutige Abgasanlage mit vier Endrohren vom Flaggschiff ohne Sportanstrich ab. Der S8 erhält außerdem einen Klappenauspuff.
Bild: Audi AG
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BMW 8er Gran Coupé; Preis: ab 91.500 Euro; Marktstart: November 2019. Das Gran Coupé ist ein echter 8er – mit breiten Nieren, schmalen Scheinwerfern, einer geduckten Silhouette und einem breitschultrigen Heck ...
Bild: BMW Group
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... samt filigranen Rückleuchten und ehrfurchtgebietenden Endrohrblenden. Das Angebot der Antriebe reicht von 320 PS des Dreiliter-Diesel bis zu 530 PS im M850i mit Allrad, immer mit Achtstufenautomatik und mindestens 18-Zoll-Rädern.
Bild: BMW Group
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DS 8; Preis: ca. 35.000 Euro; Marktstart: 2019. DS plant den Angriff auf Mercedes E-Klasse, Audi A6 und BMW 5er. Beim Design orientiert sich die Limousine am 2017 erschienenen SUV DS 7 Crossback. Reichlich Chrom und technische Finessen ...
Bild: Demarets
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... wie die versenkbaren Türgriffe sollen den Premium-Anspruch untermauern. Für den Antrieb sollen Benzinmotoren mit bis zu 225 PS und Diesel mit bis zu 180 PS sorgen. Auch einen Plug-in-Hybrid mit 220 PS plant PSA.
Bild: Demarets
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Citroën C5; Preis: ab ca. 32.000 Euro; Marktstart: 2020. Citroën hat mit der Studie CXperience Concept einen Ausblick auf den kommenden C5 gezeigt. Der sieht aus wie ein SUV, wird aber flach wie ein Kombi – und erinnert von hinten ein wenig an Porsche. Allem Anschein nach will Citroën den C5 in der Oberklasse positionieren.
Bild: Rene Demarets
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Bis Citroën den C5 Ende 2018 auf dem Pariser Autosalon vorstellt, soll auch ein neuer Plug-in-Hybridantrieb verfügbar sein, dessen elektrische Reichweite 60 Kilometer beträgt – bei einer Systemleistung von 250 PS. Die Studie gibt außerdem die Strategie in Richtung Vollvernetzung vor. Beim Concept Car dient unter anderem das Smartphone als Schlüssel.
Bild: Rene Demarets
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Mercedes S-Klasse; Marktstart: 2020. Mit der Neuauflage der S-Klasse dürfte bei Mercedes ein neues Designzeitalter anbrechen. Im Innenraum fällt vor allem das gewaltige Zentraldisplay auf, dass praktisch vollständig ...
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... den Übergang von Mittelkonsole zum Armaturenbrett bildet. Abgesehen davon sind die wichtigsten Punkte für die neue S-Klasse autonomes Fahren und neue Assistenzsysteme. Bei den Motorren gilt 48-Volt-Technik genauso als gesetzt wie Hybrid-Versionen.
Bild: Automedia
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Mercedes EQS; Marktstart: 2020. Der EQS ist der erste Mercedes, der auf dem neu konzipierten großen Elektro-Baukasten basiert. Interessanterweise kommen der S-Klasse-Nachfolger (W 223) und die große Elektro-Limousine ...
Bild: B.Reichel
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... nahezu zeitgleich auf den Markt. Doch von den Abmessungen her fährt der EQS trotz langen Radstands zwischen S- und E-Klasse. Innen bietet er dennoch mehr Platz als die auf Diesel und Benziner getrimmte S-Klasse.
Bild: Stefan Baldauf
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Mercedes-Maybach S-Klasse; Preis: ab ca. 150.000 Euro; Markstart: 2021. Mit der Umstellung auf die nächste S-Klasse-Generation wird auch der Maybach neu entwickelt. Besonders auffällig ist der um einen guten Meter ...
Bild: Automedia
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... gestreckte Radstand. Die Auspuffblenden haben im Gegensatz zum aktuellen Maybach horizontale statt vertikale Stege. Fraglich ist, ob der S 650 weiterhin den standesgemäßen Zwölfzylinder unter der Haube hat oder auf einen V8 in Kombination mit Hybridtechnik gesetzt wird.
Bild: Automedia
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Mercedes EQE, Marktstart: 2021. Der EQE ist kürzer als die E-Klasse mit Verbrenner, entspricht von den Innenmaßen aber sogar der E-Langversion. Die Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt. Die Airmatic-Luftfederung ist Serie die Hinterachslenkung kostet Aufpreis. Mutig sind die Lenkwinkel: bis zu zwölf Grad (gleichsinnig) bzw. zehn Grad (gegenläufig).
Bild: Larson
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Aston Martin Lagonda; Marktstart 2021. Die vollautonome Elektro-Studie Lagonda Vision Concept soll einen konkreten Ausblick auf die Zukunft geben. Die Briten wollen Lagonda zu einer eigenständigen Marke machen. Deshalb gibt es neben der Studie auch noch Design-Modelle eines SUVs und eines Coupés. Alle Fahrzeuge sollen Elektroantrieb haben und ab 2021 die Luxusklasse neu definieren. Übrigens: Mit einer Akkuladung soll der Aston Martin Lagonda rund 640 Kilometer weit kommen.
Bild: Aston Martin
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Audi e-tron GT ; Preis: unter 100.000 Euro; Marktstart: 2021. Die Grundform erinnert an die coupéhaften Sportbacks der Marke, aggressive Linien in der Karosserie lassen das Auto weniger bieder und angepasst wirken.
Bild: Audi AG
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Mit 590 PS und dem – typisch für Elektroautos – sofort verfügbaren Drehmoment soll der e-tron GT Fahrleistungen wie ein Sportwagen vorweisen. Quattro-Antrieb und Torque Vectoring sind gesetzt.
Bild: Audi AG
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VW I.D. Vizzion; Marktstart: 2022. Nach dem I.D. Buzz bringt VW die Oberklasselimousine I.D. Vizzion. Das das Auto autonomes Fahren der Stufe 5 beherrscht, verzichtet der potenzielle Phaeton-Nachfolger auf ein Lenkrad. Der ...
Bild: Volkswagen AG
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... I.D. soll seinen Insassen per Gesten- und Sprachsteuerung gehorchen und sich deren individuellen Vorlieben anpassen. Für den Antrieb der 5,11 Meter langen Limousine sorgen zwei Elektromotoren mit insgesamt 225 kW Leistung. Die Reichweite des rein elektrischen I.D. Vizzion gibt VW mit 665 Kilometern an.
Bild: Volkswagen AG
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BMW i7; Markstart: 2023. Das fast geräuschlose Traumschiff i7 soll die Speerspitze der i-Reihe werden. Im Gegensatz zum i5x werden die Akkus im i7 nicht en bloc untergebracht, sondern sie sitzen im Kardantunnel, unter den Sitzen und über der Hinterachse. Die Elektro-Motoren sind in fünf Leistungsstufen von 160 bis 320 kW denkbar.