Bildergalerie Mercedes CLA II (2019)

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Mercedes CLA II (2019): Vorstellung, alle Infos

Das ist der neue Mercedes CLA

Der Mercedes CLA fährt in die zweite Runde – mit neuen MBUX-Features und einem vom großen Bruder CLS inspirierten Design. Erste Sitzprobe!

Vorstellung: Runde zwei für den sportlichen Viertürer

Der Mercedes CLA fährt in die zweite Runde. Auf der CES 2019 in Las Vegas (8. bis 11. Januar 2019) präsentieren die Stuttgarter ihr neues viertüriges Kompakt-Coupé der Öffentlichkeit. Nach der A-Klasse als Stufenheck und Limousine runden die Schwaben ihr Kompakt-Portfolio mit der sportlichsten Modellvariante ab – wenn man den kommenden GLA mal ausklammert. Der CLA ist für Mercedes ein wichtiges Modell, um neue Kunden zu gewinnen. Nach eigenen Angaben fuhr 2017 jeder zweite Kunde eines CLA vorher ein anderes Fabrikat, 75 Prozent blieben angeblich sogar beim nächsten Kauf bei Mercedes.
Dass der CLA der Dynamiker unter den A-Modellen bleiben soll, zeigt schon das Äußere. Mercedes hat den CLA um einige Linien im Blech erleichtert, was ihn stimmiger wirken lässt. An der Front erhält das Coupé den neuen Markengrill. Die Motorhaube wirkt mit den beiden Powerdomes muskulös. Die optionalen Voll-LED-Scheinwerfer behalten den vom Vorgänger typischen Schwung nach unten, wirken aber schärfer gezeichnet. Zusätzlich gibt's ein neues Tagfahrlicht, das sich vom Plattformspender A-Klasse mittels eines zweiten Leuchtelements abhebt. Die vordere Schürze könnte so auch von anderen Modellen mit Stern stammen. Mit dem AMG-Optik-Paket erhält der CLA große, angedeutete Lufteinlässe mit horizontalen Flügeln.

Der CLA soll das dynamischste Mitglied der A-Klasse-Familie sein. Dazu passt auch das an den größeren CLS erinnernde Heck.

Im Profil fällt zuerst die niedrige Dachlinie auf. Die ins Seitenblech des Vorgängers gestanzten Kanten sind beim neuen Modell verschwunden. Die Reifen werden beim kleinen Stern serienmäßig auf 16-Zoll-Felgen gezogen, optional sind bis zu 19 Zoll möglich. Am Heck hat Mercedes den Entenbürzel verkleinert und den Kofferraumdeckel weniger steil modelliert. Die an den größeren CLS erinnernden Rückleuchten heben sich deutlich vom A-Klasse-Stil ab. Wie die erste Generation erscheint auch der neue CLA hinten wie eine Mischung aus A-Klasse und CLS. Zum Marktstart im Mai 2019 soll das viertürige Coupé für ein Jahr als Edition 1 erhältlich sein.

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Neue Plattform führt zu neuen Abmessungen

Wie schon die A-Klasse und deren Limousine steht der CLA auf der MFA2-Plattform. Das schafft innen wie außen neue Platzverhältnisse. Dabei ist der neue CLA gegenüber dem Vorgänger in fast allen Dimensionen gewachsen: Generation zwei ist mit fast 4,70 Metern (4688 mm) rund fünf Zentimeter (48 mm) in die Länge geschossen. Gleiches bei der Breite: Hier stehen 1,83 Meter auf dem Datenblatt, das sind etwas mehr als fünf Zentimeter (53 mm) Zuwachs im Vergleich zum Vorgänger. Der zweite CLA ist in der Höhe mit knapp 1,49 Metern fast gleich hoch geblieben, zum Vorgänger sind es nur zwei Millimeter weniger. Die neue Fahrzeuglänge macht sich auch beim Radstand bemerkbar, er wächst um ganze drei Zentimeter.

Innenraum: Mercedes setzt auf den Baukasten (Update!)

Das moderne Cockpit mit dem MBUX-Bediensystem ist bereits aus der A-Klasse bekannt.

AUTO BILD hat bei der Weltpremiere des CLA die erste Sitzprobe gemacht! Schon beim Einsteigen wird klar: Der CLA kann seinen Plattformspender auch im Innenraum nicht verleugnen. Das Cockpit stammt im Grunde von der A-Klasse. Zentrales Element ist auch hier der freistehende Instrumententräger mit Kombiinstrument und Infotainment-Bildschirm. Auch im Coupé kommen auf Wunsch zwei jeweils bis zu 10,25 Zoll große Displays zum Einsatz. Bedient werden sie wahlweise über den Touchcontoller in der Mittelkonsole, per Touch oder über das Multifunktionslenkrad. Die Bedienung funktioniert auch im CLA einwandfrei. Das Lenkrad kommt so auch in der A-Klasse zum Einsatz und bringt die kapazitiven Touchflächen zur Navigation durchs Menü nun auch ins viertürige Kompakt-Coupé. Das Armaturenbrett ist wie ein Flügel geformt und bereitet einen luftigeren Innenraumeindruck. Bei der Auswahl der Materialien hat Mercedes auch im CLA nicht gespart. Egal wohin die Hände greifen, alles macht einen überaus hochwertigen Eindruck.
Großer Kritikpunkt beim Vorgänger: Der Einstieg in den Fond. Hier kann leider auch der neue CLA nicht punkten. Noch immer hindert das abfallende Dach und die breite C-Säule am leichten Einstieg. Hier stellt sich die Frage, wieso der CLA überhaupt vier Türen besitzt. Erst mal auf der Rückbank eingebaut, fällt auf, dass der Kopf wenig Platz zum Dach hat. Mit einer Größe von 1,80 Metern stößt man leicht an der Decke an. Ganz anders sieht's bei der Beinfreiheit aus, hier hat der CLA an Platz gewonnen. Die drei Zentimeter Radstand machen sich deutlich bemerkbar. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, an den Knien eingesperrt zu sein.

Ausstattung: Edition 1 zum Marktstart

Die Edition 1 des CLA erkennt man außen wie innen an den orangefarbenen Applikationen.

Auch den CLA der zweiten Generation wird es in unterschiedlichen Ausführungen und mit mehreren Paketen geben, darunter auch die AMG-Line. Zum Marktstart im Mai 2019 wird auch die Edition 1 angeboten, ein auf ein Jahr limitiertes Sondermodell. Es hebt sich vor allem mit farbigen Akzenten in Orange von anderen Paketen ab. Bei den Assistenzsystemen hebt Mercedes das Coupé auf ein neues Level: Hier kommen nun Systeme wie die optionale Distronic (Abstandstempomat), der aktive Nothalt-Assistent und ein aktiver Spurwechselassistent zum Einsatz. Sie machen den CLA teilautonom, was den Fahrer auf langen Strecken entlasten soll. Serienmäßig an Bord ist ein erweiterter aktiver Brems-Assistent, der Auffahrunfällen vorbeugen soll. Ebenfalls immer mit dabei: Der aktive Spurhalteassistent. Bei Geschwindigkeiten zwischen 60 und 200 km/h warnt er den Fahrer vor einem unbeabsichtigten Verlassen der Spur und bremst im Notfall einseitig, um den Spurwechsel zu vermeiden.
Für einen besseren Durchblick bei Nacht erhält der neue CLA optional Multibeam-LED-Scheinwerfer. Sie steuern die Lichtverteilung mit jeweils 18 einzeln ansprechbaren LEDs. In der Basis kommt das Coupé mit Halogenscheinwerfern. Für mehr Komfort bietet Mercedes optional auch die bereits aus anderen Modellen bekannte "Energizing"-Funktion an – sie steuert unter anderem die Klimaanlage oder die Lichtstimmung im Cockpit. Neu dabei sind komplett zusammengestellte Energizing-Pakete inklusive Trainer. Diese Pakete werden von einem Algorithmus ausgesucht und lassen sich mit eine Smartwatch noch individueller gestalten.

Connectivity: CLA mit neuen MBUX-Funktionen

Das Bediensystem MBUX inklusive Sprachsteuerung wurde weiter verfeinert.

Mit der neuen Modellgeneration zieht auch MBUX in den CLA. Das Infotainmentsystem kommt bereits im neuen Sprinter, in der A-Klasse und im neuen GLE zum Einsatz. Es lässt sich per Sprachbefehl, per Touch oder über die Tasten an Lenkrad und Mittelkonsole steuern. Vorgestellt wurde MBUX auf der der CES 2018. Jetzt erweitert Mercedes das System um einige Funktionen – als Premierenfahrzeug darf der CLA auf der CES 2019 herhalten. Mit dem Interieur-Assistenten lassen sich per Geste verschiedene zuvor festgelegte Favoriten aufrufen. Das kann der Weg nach Hause oder die Temperatur der Klimaanlage sein. Besonderheit: Das System soll erkennen, ob der Fahrer oder der Beifahrer die Geste ausführt. Beide haben die Möglichkeit, unterschiedliche Favoriten abzuspeichern. Nähert man sich mit der Hand dem Innenspiegel, aktiviert sich automatisch die Leseleuchte. Lagert der Fahrer Dinge auf dem unbenutzten Beifahrersitz, schaltet sich die Leuchte ebenfalls ein, sobald er auf den Sitz greift, um etwas zu suchen.

Highlights der CES 2019: Bilder

"Hey Mercedes" mit erweitertem Wortschatz

Auch die Sprachsteuerung von MBUX hat Mercedes verbessert. Der Suchalgorithmus soll zusätzlich externe Quellen einbeziehen. Somit sollen auch Fragen nach Sportergebnissen oder Allgemeinwissen möglich werden. Das erlaubt auch komplexe Anfragen wie etwa die Suche nach einem Spezialitäten-Restaurant. Dabei erkennt MBUX, wer den Sprachbefehl erteilt hat. Sucht etwa der Beifahrer nach der schnellsten Route nach München, wird das System nur ihm antworten.

Motoren und Preis: Auch ein Mercedes-AMG CLA 35 ist geplant

Die Motorenpalette teilt sich der CLA mit der A-Klasse.

Mercedes präsentiert den CLA in Las Vegas mit nur einer Motorvariante. Der CLA 250 erhält den 224 PS starken Vierzylinder aus der A-Klasse, der über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe übersetzt wird. Zum Marktstart soll laut Mercedes "ein breites Angebot an Diesel und- Benzinmotoren zur Verfügung stehen". Daraus lässt sich schließen, dass Mercedes dem CLA dasselbe Motoren-Portfolio spendiert wie der A-Klasse. Demnach würde als Einstiegsmotor das Aggregat der Benziner-Baureihe M282 dienen. Er hat 1,33 Liter Hubraum und gibt bis zu 163 PS und 250 Nm an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ab. Auch ein manuelles Sechsganggetriebe und Allradantrieb bietet Mercedes an. Eine Zylinderabschaltung soll den Verbrauch des Vierzylinders reduzieren helfen, indem der Motor im Teillastbereich die Zylinder eins und drei abschaltet. Der in Zusammenarbeit mit Renault entwickelte M282 verfügt über einen Partikelfilter.
Der dritte neue Motor im Bunde ist der 1,5-Liter-Diesel mit der internen Bezeichnung OM 608. Es basiert auf dem bekannten OM 607, soll laut Mercedes leiser und emissionsärmer (Euro 6d-TEMP) geworden sein. Für die Abgasnachbehandlung setzt Mercedes SCR-Kats mit AdBlue (Tankinhalt: 23,8 Liter) ein. Gleichzeitig steigt die Leistung gegenüber dem alten A 180 d (109 PS) um sieben Pferdestärken auf 116 PS. Gekoppelt ist der Diesel an das gleiche Getrag-Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit Segelfunktion, das auch mit dem 1,33-Liter-Benziner kombiniert wird.

Sicherlich wird auch die neue "35"-Motorisierung von Mercedes-AMG ihren Weg in den CLA finden. Wie im A 35 dürfte der zwei Liter große Vierzylinder 306 PS leisten. Später im Modellzyklus dürfte die Topversion A 45 folgen. Angetrieben wird sie wahrscheinlich von einem über 400 PS starken Turbovierzylinder. Zu den Preisen äußert sich Mercedes noch nicht. AUTO BILD schätzt den Basispreis zum Marktstart auf rund 34.000 Euro. Zum Vergleich: Die A-Klasse startet als 106 PS starker A 160 bei 26.090 Euro. Später werden für das viertürige Coupé wahrscheinlich niedrigere Motorisierungen nachgereicht. Dann wird die Preisliste bei etwa 30.000 Euro losgehen.

Bildergalerie Mercedes CLA II (2019)

Andreas Huber

Fazit

Der neue CLA ist erwachsener als sein Vorgänger geworden. Das Innenraumkonzept überzeugte schon in der A-Klasse und passt perfekt in den CLA. Zwar ist der Einstieg hinten noch immer nicht leicht – wer es einfach haben möchte, der kann immer noch zur A-Klasse Limousine greifen. Als sportlicher Kompakter, der dank MBUX obendrin gut vernetzt ist, ist der CLA ein Auto ganz nach meinem Geschmack!

Stichworte:

Kompaktklasse Coupé

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