Alle Infos zum Motorradführerschein

Motorradführerschein: Kosten, Klassen, Schnellkurs

Alle Infos zum Motorradführerschein

Was kostet der Motorradführerschein? Welche Motorradklasse darf ab welchem Alter gefahren werden? Wie lange dauern Schnellkurse? AUTO BILD klärt auf!
Wer ein motorisiertes Zweirad fahren will, braucht den Motorradführerschein. Zudem kommen einige Kosten auf den Neu-Biker zu. Außerdem gilt es, vor der Anmeldung bei der Fahrschule abzuwägen, welche Motorrad-Klasse man im Auge hat. Kaum ein Bike darf einfach so gefahren werden, und nicht jedes mit jedem Schein. Zeit investieren muss man. Und nicht zuletzt ist da noch das unbestreitbare Risiko für Leib und Leben, das das Hobby Motorradfahren mit sich bringt. AUTO BILD gibt einen Überblick und alle Infos zum Thema Motorradführerschein!

Rückblick: Die Motorrad-Neuheiten 2019

Motorrad-Neuheiten bis 2019Motorrad-Neuheiten bis 2019Motorrad-Neuheiten bis 2019

Motorradführerschein: Kosten

Genau wie beim Pkw-Führerschein setzen sich die Kosten für den Motorradführerschein aus unterschiedlichen Posten zusammen. Klar, die Anmeldung in der Fahrschule und die Übungsmaterialien müssen als Kostenfaktoren fest eingeplant werden. Dazu kommen Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und die Gebühren für die theoretische Prüfung. Sobald die Theorie vom Tisch ist, schlagen Übungsfahrten, Sonderfahrten und schließlich die praktische Prüfung zu Buche. Nicht zuletzt müssen Passbilder wie auch das Ausstellen des Führerscheins durch die Behörde bezahlt werden. Weil Übungs- und Sonderfahrten stark von Bundesland, Fahrschule und Lernfortschritt des Schülers abhängen, lässt sich der Endbetrag nur grob schätzen. Mit 1250 bis 1550 Euro (ohne vorhandenen Zweiradschein) muss man mindestens rechnen.

Motorradführerschein: Dauer der Ausbildung

Die erste Fahrstunde im Verkehr ist für jeden Fahrschüler eine Herausforderung. Das gilt besonders fürs Motorrad.

Durchschnittlich 20 bis 30 Fahrstunden dauert die praktische Ausbildung. Zuerst kommen die Übungsstunden. Hier soll sich der Fahrschüler mit den Funktionen und Fahreigenschaften des Motorrads vertraut machen. Das Beschleunigen, Bremsen, Ausweichen, Fahren in Schrittgeschwindigkeit, Fahren im Kreis, Slalomfahren und das Anfahren an einer Steigung gehören zu den Aufgaben. Dann folgen zwölf Pflichstunden mit den Sonderfahrten, zu denen Autobahn-, Überland- und Nachtfahrten zählen. Auf sogenannten Prüfungsfahrten kann der Fahrschüler schließlich gezielt mit seinem Ausbilder an Schwächen arbeiten, bevor er (oder sie) sich zur praktischen Prüfung anmeldet. Fahrschulen gehen meist flexibel auf den Fortschritt sowie die zeitlichen Möglichkeiten ihrer Schüler ein und fassen zum Beispiel mehrere Autobahnfahrten zusammen. Vom Geschick des Prüflings hängt ab, ob die Ausbildung zum Motorradführerschein sechs Wochen oder sechs Monate dauert.

Die passende Motorradfahrschule

Die Wahl der richtigen Fahrschule hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Motorrad fahrende Freunde und Bekannte können oft mit Tipps und Kontakten weiterhelfen. Telefonbuch oder Internet helfen auch. Grundsätzlich sollte man sich vor Ort einen eigenen Eindruck verschaffen: Vor dem Start einer Ausbildung sollte man die Fahrschule der Wahl besuchen und die Fahrlehrer kennenlernen bzw. einen Blick auf Ausstattung und Fahrzeuge werfen.   

Per Schnell-/Crashkurs zum Motorradführerschein

Geschafft! Redakteur Frank Rosin hat den Führerschein in einem fünftägigen Crashkurs erworben.

AUTO BILD-Redakteur Frank Rosin hat seinen Motorradführerschein 2017 in fünf Tagen gemacht und bewertet den Kraftakt so: "Eine Woche statt drei Monate, das ist die steile Abkürzung zum Führerschein. Aber sie ist mühsam. Und billig ist die Intensivausbildung auch nicht: Auch mit nur 14 Fahrstunden standen 1542 Euro auf der Rechnung. Trotzdem: Ich würde die gleiche Wahl wieder treffen! Vielleicht irgendwann beim Lkw-Schein."

Motorradführerschein: Klassen

Wer eine Maschine wie die BMW K1600 Grand America bewegen will, braucht einen Führerschein der Klasse A.

A
ist der der Führerschein für die großen Maschinen. Genauer: Es gibt für Zweiräder und Gespanne keine Hubraumgrenze und keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Klasse A2 gilt bis 35 kW und einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von maximal 0,2 kW/kg. A1 heißt der Führerschein für Leichtkrafträder mit maximal 11 kW und 125 ccm. AM ist die 50er-Klasse. Roller, Mopeds und Mokicks fallen darunter: Hauptsache, maximal 50 ccm und höchstens 45 km/h schnell. Kleine Elektroroller und Fahrräder mit elektrischen Hilfsmotoren bis vier kW Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gehören ebenfalls dazu.

Motorradklassen: Wer darf welche fahren?

Video: Fahrbericht BMW K 1600 B (2017)

Cruiser im US-Style

Die Roller-Klasse AM ist ab 16 Jahren fahrbar. Das Gleiche gilt für die Klasse A1 und 125er-Maschinen. Bei A1-Führerscheinen, die nach dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, ist die klassische Beschränkung auf 80 km/h für Fahrer unter 18 Jahren aufgehoben. Dafür werden die vorgeschriebene Maximalleistung von elf kW bei 125 ccm und das Leistungsgewicht von 0,1 kW/kg streng kontrolliert. Mit 18 Jahren kann der Führerschein A2 inklusive theoretischer und praktischer Prüfung erworben werden. Nach zwei Jahren erlaubt der Gesetzgeber dann den Aufstieg in die Klasse A. Hürde: eine weitere praktische Prüfung. Wer gleich die großen Maschinen fahren will, muss mindestens 24 Jahre alt sein.

Pkw-Führerschein hilft beim Motorradführerschein 

Wer bereits einen Führerschein besitzt, kann beim Erwerb der Motorradlizenz davon profitieren.

Ein vorhandener Pkw-Führerschein kann beim Erwerb des Motorradführerscheins Vorteile bringen. Kleinkrafträder mit nur 50 Kubik Hubraum, sogenannte 50er, dürfen alle Autofahrer auch ohne Prüfung fahren. Personen, die ihren Pkw-Führerschein zwischen dem 1. April 1980 und dem 18. Januar 2013 erworben haben, können zusätzlich mit dreirädrigen Kraftfahrzeugen bis 15 kW (20 PS), kleinen sogenannten "Trikes", in den Straßenverkehr. Autofahrer, die Klasse 3 vor dem 1. April 1980 ausgestellt bekommen haben haben, dürfen sogar automatisch A1 fahren und brauchen für A2 nur eine praktische Fahrprüfung. Außerdem ist es natürlich möglich, dass die vorhandene Erfahrung hinterm Pkw-Steuer eine kleinere Zahl an Fahrstunden nach sich zieht.

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Tipps im Netz

Der Internet-Suchbegriff "Motorradführerschein" bringt in Kombination mit den großen Städten Berlin, München, Hamburg oder vielen anderen Städtenamen eine Vielzahl von Fahrschul-Kontakten, mit denen sich der Motorradführerschein planen lässt.

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Weitere Themen: Headsets im Vergleich

Autoren: Frank Rosin,

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