Die 82 PS extra kommen hauptsächlich über Software, den Rest trägt eine neue Klappenanlage bei.
Bild: Thomas Starck
Optisch bleibt der nardograue RS 5 MTM-typisch dezent. Die Carbonteile an Front, Seite und Heck gibt es bereits ab Werk im Carbon-Paket, stammen also nicht vom Tuner. Die auffällige rote Teil-Folierung dient Showzwecken und stellt klar, dass der 2,9-Liter-V6-Biturbo nicht mehr die serienmäßigen 450 PS, sondern ab 532 PS leistet. Damit übertrumpft er die Dauer-Rivalen BMW M4 und Mercedes-AMG C 63 S (hier geht es zum Vergleich mit dem Serien-RS 5). Die Extrapower wird überwiegend durch die Software gesteuert, den Rest trägt eine neue Klappenanlage bei. Und in den Auspuff ist laut MTM besonders viel Entwicklungsarbeit geflossen. Wer den neuen RS 5 schon mal gehört hat, weiß, dass der 2,9-Liter-V6 ab Werk verhalten, geradezu zahm klingt. Diesen Sound wollte MTM gezielt verbessern, ohne dabei das Klangbild zu zerstören. Unsere Bewertung nach der ersten Soundprobe: Daumen hoch! Der RS 5 R klingt deutlich sonorer und rotzt bei Gaswegnahme ordentlich ab. Vom lauten Knallen des Fünfzylinders im RS 3 R ist der V6 aber noch weit entfernt. Optisch ist die Vierrohr-Optik Geschmackssache. Uns gefällt die ovale Serienoptik besser.
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Neue Audi (2023 bis 2030)
Tiefer und schneller
Statt der serienmäßigen 3,9 Sekunden braucht der RS 5 R nur 3,6 Sekunden auf 100 km/h.
Bild: MTM
Ebenfalls nichts für Introvertierte sind die knallroten Felgen. Auf der Messe in Genf soll das neue Schmiederad (gibt es auch in etwas massentauglicheren Farben) in 21 Zoll natürlich besonders auffallen. Die passende Tiefe wird über Gewindefedern erreicht, die das Coupé etwa 25 Millimeter an der Vorder- und 20 Millimeter an der Hinterachse tieferlegen. Felgen, Federn und Folie – das wären auch schon alle optischen Veränderungen von MTM. Die 82 PS Mehrleistung kosten in Verbindung mit dem Auspuff über 14.000 Euro, bringen aber auch bessere Fahrleistungen. Statt der serienmäßigen 3,9 Sekunden braucht der RS 5 R nur 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Rein rechnerisch kostet also jede gewonnene Zehntelsekunde auf 100 km/h über 4000 Euro. Der Topspeed bleibt vorerst bei maximal 280 km/h.
Innenraum, Preis, Marktstart
Vom Innenraum lässt MTM aktuell noch die Finger – die Extrapower hatte Vorrang.
Bild: Thomas Starck
Vom Innenraum lässt MTM aktuell noch die Finger. Die Entwicklungszeit war knapp und die Extrapower hatte Vorrang. Zumal es am Cockpit des Serien-RS 5 absolut nichts zu meckern gibt. Die Sitzposition ist gut, die Materialien sind es sowieso. Rautensteppung, Carbonzierleisten und mehr gibt es ab Werk. Auch das Head-up-Display mit Öltemperatur bietet Audi in der Aufpreisliste an. Etwas, das dort bei allen RS-Modellen fehlt, ist eine Standheizung. Hier kann MTM weiterhelfen – der Tuner hat in Zusammenarbeit mit Webasto Standheizungen für alle RS-Modelle im Angebot. Für den RS 5 kostet dieses Komfort-Extra 2975 Euro. Für das Messe-Komplettfahrzeug möchte MTM gut 102.000 Euro, wovon knapp 22.000 Euro auf das Tuning entfallen. Zu haben sind die Teile ab sofort.
Die optischen Veränderungen sind sehr dezent. Rote Felgen und Folie sind natürlich Show. Die Mehrleistung ist nicht ganz günstig, dafür klingt der RS 5 R deutlich besser als die Serie. Ich würde trotzdem einen BMW M4 oder Mercedes-AMG C 63 S nehmen!
Neue Audi (2023 bis 2030)
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Der neue Audi Q6 e-tron, der RS e-tron GT "Ice Race", das Facelift des Q8, Q7 und Co.: AUTO BILD zeigt alle neuen Audi-Modelle bis 2030! Audi RS e-tron GT "Ice Race"; Marktstart: Ende 2023. Zum 40. Jubiläum der Audi Sport GmbH spendieren die Ingolstädter dem RS e-tron GT ein auf 99 Exemplare limitiertes Sondermodell – mit optischen Details in Anlehnung an das GP Ice Race in Österreich.
Bild: AUDI AG
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Audi Q8 Facelift; Marktstart: Anfang 2024; Preis: ab 86.700 Euro. Audi verpasst dem Q8 ein Update. An der Kosmetik wurde dabei nur behutsam Hand angelegt, die größten Änderungen gibt's in puncto Software und Infotainment.
Bild: AUDI AG
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Audi Q6 e-tron; Marktstart: Anfang 2024. Als Pendant zum vollelektrischen Porsche Macan wird Audi den Q6 e-tron bringen. Bei Q5-Abmessungen soll er geräumig wie ein Q7 sein. 800-Volt-Bordnetz und knapp 500 Kilometer Reichweite sind möglich.
Bild: AUTO BILD / Larson
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Audi AI:me; Marktstart: 2024. Auf dem Weg zur E-Mobilität wird Audi künftig auf die Modelle A1 und Q2 verzichten, den neuen Einstieg dürfte dann eine baterieelektrische Variante des A3 werden.
Bild: Audi AG
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Audi A6 e-tron concept; Marktstart: 2024. Im A6 e-tron concept leisten zwei Elektromotoren (je einer an der Vorder- und Hinterachse) 350 kW (476 PS) und 800 Nm. Dank 800-Volt-Technik soll der Audi besonders schnell laden können.
Bild: AUDI AG
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Audi R8-Nachfolger; Marktstart: 2024. Als Antrieb für den R8-Nachfolger wäre der Vierliter-V8 des Lamborghini Urus denkbar, der mit Hybridisierung auf rund 700 PS käme. Aber auch ein reiner Elektro-Antrieb ist nicht unwahrscheinlich.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
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Audi A6 e-tron Avant concept; Preis: über 90.000 Euro; Marktstart: 2024. Den elektrischen A6 wird es wohl auch als Kombi geben. Der würde mehr Kofferraum bei einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern bieten. Auch ein 646 PS starker RS könnte kommen.
Bild: Audi AG
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Audi Q9; Marktstart: frühestens 2024. Audi plant ein noch größeres und luxuriöseres SUV als die Baureihen Q7 und Q8: Der Erlkönig des Q9 wurde bereits auf Testfahrt gesichtet.
Bild: CarPix
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Audi A4 e-tron; Marktstart: 2024. Unterbau für den elektrischen A4 könnte die PPE-Plattform aus der Zusammenarbeit mit Porsche sein. 800-Volt-Technik wäre damit gesetzt!
Bild: B. Reichel
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Audi A8-Nachfolger; Marktstart: 2025. Der A8-Nachfolger soll im Stil eines Shooting Brakes kommen. Das Auto soll autonom fahren und per Eye-Tracking bedient werden können.
Bild: Larson
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Audi A4 B10; Marktstart: 2024. Der kommende A4 soll die Lücke zu Mercedes C-Klasse und BMW 3er wieder schließen. Dabei soll er sich noch mehr am größeren A6 orientieren als bisher schon. Der Sechszylinder-Benziner dürfte nur im ...
Bild: Larson
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... RS 4 überleben und dank Elektro-Boost wohl nahe an die 500 PS herankommen. Auf der Dieselseite wird der V6 wahrscheinlich verschwinden, die Dreiliter-TDI könnten durch Hybrid-Vierzylinder mit bis zu 350 PS ersetzt werden.
Bild: Larson
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Audi Q5; Marktstart: 2024. Die dritte Generation des Q5 könnte auch die letzte sein. Kurz darauf möchte Audi nämlich nur noch elektrisch unterwegs sein. Der Q5 soll allerdings auch schon als Plug-in-Hybrid elektrifiziert sein.
Bild: Bernhard Reichel Car Design
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Audi Q7 Facelift; Marktstart 2024. Audis letzter Verbrenner könnte der große Q7 sein. Trotz allem wird die gesamte Motorenpalette elektrifiziert werden, vor allem Plug-in-Hybride werden eine Rolle spielen.
Bild: B. Reichel
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Audi Skysphere; Marktstart: 2025. Der offene Roadster soll fahrender Lounge-Sessel und aktive Fahrmaschine in einem Fahrzeug sein. Die Besonderheit des Showcars: Der Radstand ist variabel. Ob daraus ein neues Modell wird, bleibt abzuwarten.
Bild: Audi AG
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Audi Urbansphere; Marktstart: 2030. Mit der Studie will Audi das Stadtauto von morgen zeigen. Hier steht das Thema Privatsphäre im Vordergrund. Den Marktstart sieht Audi aber erst für das Jahr 2030.
Bild: Audi AG
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Audi e-tron GT Shooting Brake; Preis: über 100.000 Euro; Marktstart: ungewiss. Analog zum Taycan Cross Turismo wird Audi wahrscheinlich auch vom e-tron GT eine Shooting-Brake-Variante anbieten. Mit bis zu 646 PS würde er zu einem elektrischen Pendant des RS 6.