Irrer FSD-Trick mit Mini-Köpfen
So tricksen Tesla-Fahrer ihr Auto aus

Teslas "Full Self-Driving"-Modus (FSD) ist inzwischen auch in vier europäischen Staaten zugelassen – doch wie sicher ist das System? In China geht ein Trick viral, der den Aufmerksamkeits-Assistenten von Tesla in die Irre führt!
Bild: X.com/John Ee
- Raphael Schuderer
Ein neues Autopilot-Schlupfloch für Tesla-Fahrer? Der hochautomatisierte "Full Self-Driving"-Modus (FSD) des US-Elektropioniers ist bisher nur in wenigen Staaten komplett freigeschaltet – innerhalb der EU in vier Ländern. In den meisten Ländern ist FSD nur eingeschränkt nutzbar, das System funktioniert dann wie ein Aktiv-Tempomat mit Spurhalteassistent.
Ein Aufmerksamkeits-Assistenzsystem filmt dabei stets den Fahrer und überwacht, ob der Fahrer den Verkehr noch im Blick behält. So auch in China – eigentlich. Denn inzwischen geht im Netz ein Trick viral, der das Sicherheitssystem des Autos überlisten soll!
Zum Hintergrund: Die Konzentration des Fahrers überwacht Tesla mithilfe einer Kamera am Rückspiegel. Diese filmt den Fahrer permanent – das System überprüft, ob die Person am Steuer das Verkehrsgeschehen im Blick hat und warnt bei Ablenkung. In der EU sind derartige Aufmerksamkeits-Assistenten ab Juli 2026 Pflicht in allen Neuwagen.
Erwischt das System den Fahrer in einer unaufmerksamen Phase, bekommt dieser den Hinweis, wieder auf die Straße zu achten. Bei mehrfacher Missachtung der Warnung deaktiviert das Fahrzeug die Selbstfahrfunktion und kann sie sogar für einen Zeitraum sperren. Sofern der Aufmerksamkeits-Assistent nicht vorher ausgetrickst wird!
Mini-Köpfe überlisten das Sicherheitssystem von Tesla
Findige Chinesen nutzen dazu kleine Miniaturköpfe aus Online-Shops, wie das Video auf der Plattform X zeigt. Die Köpfe, meist Abbilder von gefeierten Stars, sind für wenige Euro in Onlineshops erhältlich. Die Miniköpfe werden direkt vor der Kamera am Dachhimmel befestigt und so positioniert, dass der Puppenkopf den Kopf des Fahrers überdeckt.

Der Fahrer hält den Miniaturkopf in der Hand, auf dem Zentraldisplay des Tesla ist noch sein echtes Gesicht zu sehen.
Bild: X.com/John Ee

Der Miniaturkopf wird vor der Innenraumkamera des Tesla am Rückspiegel befestigt.
Bild: X.com/John Ee

Erfolgreicher FSD-Hack: Die Kamera filmt und überwacht nun nicht mehr den Fahrer, sondern einen kleinen Plastikkopf.
Bild: X.com/John Ee
Wie der Video-Screenshot zeigt, passt die "Fälschung" auch hinsichtlich der Größenverhältnisse zum richtigen Körper. Der Miniaturkopf blickt stur nach vorn auf die Straße, das Gesicht des Fahrers wird verdeckt. Die Person am Steuer könnte nun theoretisch überall hingucken – vielleicht ein Nickerchen halten? Selbst die auffällige Befestigungsschraube im Miniaturkopf lässt den Tesla anscheinend keinen Verdacht schöpfen.
Fazit
Bitte nicht nachmachen! Der Aufmerksamkeits-Assistent dient der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Die Überwachung der Aufmerksamkeit des Fahrers soll Unfälle vermeiden. Wie dieser Fall zeigt, lässt sich ein Tesla aber noch einfach veräppeln. Hoffentlich ein Grund für den Hersteller, sich das Sicherheitssystem noch einmal genauer anzusehen.
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