Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Fahrbericht

Alfa Romeo Stelvio Erlkönig

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Vorstellung und Preis

— 02.12.2016

Alles zum Alfa Stelvio

Design, Cockpit, Motoren, dazu Preise, Marktstart und ein erster Fahrbericht: AUTO BILD hat alle Infos zum neuen Alfa-SUV Stelvio!

➤ Vorstellung: Patentzeichnungen vom Basis-Stelvio geleakt
➤ Interieur: AUTO BILD macht die erste Sitzprobe
➤ Fahren: Stelvio ist so sportlich wie die Giulia (Update!)
➤ Ausstattung: Assistenten sollen den Fahrspaß erhöhen (Update!)
➤ Motoren und Preis: Bis zu 510 PS im Quadrifoglio

Vorstellung: Patentzeichnungen von Standard-Stelvio geleakt

Aus der Heckschürze des Standard-Stelvio ragen nur zwei Endrohre – der Quadrifoglio kommt auf vier.

Er war das Highlight auf der LA Auto Show 2016: der Alfa Romeo Stelvio. Der Stelvio ist das erste SUV der Marke und der zweite Schritt von Alfas Neuerfindung nach dem Mittelklassemodell Giulia. Bislang haben wir nur die sportliche Quadrifoglio-Version zu Gesicht bekommen, jetzt sind Patentzeichnungen mit der Standardversion aufgetaucht. Die Frontschürze der Normalo-Variante fällt etwas braver aus, die Lufteinlässe an den Außenseiten gibt es hier nicht. Auch die Luftein- und -auslässe auf der Haube bleiben der Top-Variante vorbehalten. Die Seitenansicht bleibt beinahe gleich, nur die Bodenfreiheit dürfte etwas höher sein. Hinten gibt es ebenfalls kleine Veränderungen am Stoßfänger, aus dem nur zwei statt vier Endrohre ragen. Auch auf das Wabenelement verzichtet der Basis-Stelvio.

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Fahrbericht

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Alle News und Tests zu Alfa Romeo

Video: Alfa Stelvio (LA 2016)

Das erste Alfa-SUV

Über das Design des auf Sport getrimmten Stelvio Quadrifoglio sprach AUTO BILD mit dem Alfa-Chefdesigner Scott Krugger. Laut Krugger sei es wichtig, dass der Stelvio einen dynamischen Eindruck macht – obwohl er ein SUV ist. Deshalb habe man in der Seitenansicht darauf geachtet, dass der Stelvio optisch geduckter wirkt als er tatsächlich ist. Die Fensterlinie sei daher schmaler, die A-Säule stärker geneigt, das Dach falle nach hinten coupéartig ab. Zu Kruggers Exterieur-Highlights beim Quadrifoglio gehören neben der Front mit dem typischen Scudetto-Kühlergrill und den großen Lufteinlässen die vier Auspuffendrohre sowie die organisch anmutenden Heckleuchten. Trotz der optisch sportlichen Anmutung sollte das 4,68 Meter lange, 1,65 hohe und 2,16 Meter breite SUV aber funktional bleiben, erläutert Krugger.

Interieur: Sitze wie ein Rennanzug

Die Sitzprobe offenbart ein modernes, funktionales Cockpit – und Sitze, die wie ein Rennanzug passen.

Von der Funktionalität des Stelvio konnte sich AUTO BILD im Cockpit überzeugen. Chefdesigner Krugger hat recht behalten: Das dynamische Äußere hat im Innenraum keinen Einfluss auf die Platzverhältnisse. Selbst bei einem 1,86 Meter großen Fahrer und trotz des Panoramadachs bleibt ausreichend Luft zum Fahrzeughimmel. Genug Platz ist auch im Fond, nur in den Kofferraum konnten wir nicht gucken. Krugger verspricht "genug Stauraum für Gepäck" – was AUTO BILD später überprüfen wird.
Wie sportlich sich der Stelvio besonders als Quadrifoglio fahren dürfte, das kann man auf den vorderen Sitzen erahnen. Das Gestühl sitzt wie ein maßgeschneiderter Rennanzug. Im Bereich der Hüften wird man angenehm im Sitz gehalten. Allerdings bleiben die ordentlich gepolsterten Sportsitze vorerst nur der Top-Version vorbehalten. Ebenso wie das griffige Sportlenkrad mit seinen serienmäßigen Schaltwippen, die einfach gigantisch sind – wie sich das für ein SUV eben gehört. Wie bei der Giulia sitzt der Startknopf für den Motor auf dem Lenkrad, auch die Materialanmutung ist gut. Doch im Gegensatz zum Cockpit der Guilia dominieren im Stelvio horizontale Linien am Armaturenbrett – es ist also weniger dem Fahrer zugeneigt. Alfa geht es hier mehr um Komfort und Platz, schließlich soll das SUV kein Rennwagen, sondern ein familientaugliches Fahrzeug sein. Dennoch ist die Sitzposition tief und sportlich, ähnlich wie in einem Porsche Macan. Das Interview mit Scott Krugger sehen Sie hier im Video:

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Alfa Romeo Brera Illustration Alfa Romeo Stelvio Illustration Alfa Romeo Giulia Veloce

Fahren: Stelvio ist so sportlich wie die Giulia (Update!)

In Modena ist AUTO BILD das Nullserienexemplar des Alfa Romeo Stelvio gefahren. Der Prototyp ist mit dem gleichen 280-PS-Benziner wie die Giulia Veloce ausgerüstet. Der Vierzylinder spricht mit rauchiger Stimme und fährt schon mal die Ellenbogen aus: kurze Zwischensprints im blitzschnell eingelegten kleinen Gang wechseln sich ab mit lässigem Drehmoment-Punch, der fast ansatzlos Tempo aufbaut.

Der SUV-Aufbau hat kaum störende Nebenwirkungen auf Handling und Straßenlage.

Man sitzt höher als in der nur vier Zentimeter kürzeren, etwa 20 Zentimeter flacheren Giulia, doch die SUV-Silhouette hat kaum störende Nebenwirkungen auf Handling, Straßenlage, Grip und Performance. Im Gegenteil: Hier wird zackig, aber nicht gefühllos eingelenkt, selbst auf breiten 19-Zoll-Rädern nachsichtig gefedert, per Stahlscheiben (Carbon-Keramik im starken QV) satt und sicher verzögert. Die Verstelldämpfer schaffen sogar im Dynamik-Modus einen ordentlichen Kompromiss aus Bodenhaftung und Entkoppelung. Im Kreisverkehr ist nach ewiger Rushhour endlich Gelegenheit, den Torque-Vectoring-Effekt zu testen, eine Art umgekehrtes ESP: Das Auto wird hierbei nicht durch Abbremsen, sondern durch gezieltes Beschleunigen einzelner Räder in der Spur gehalten. Keine Frage: Es ist schon beeindruckend, wie flink die Kräfte längs und quer verteilt werden, wobei leichter Schlupf den Grenzbereich ankündigt.

Ausstattung: Assistenten sollen den Fahrspaß erhöhen (Update!)

Die elektronischen Assistenten sind laut Alfa Romeo dazu da, den Fahrspaß zu erhöhen. Serienmäßig an Bord ist die Fahrdynamikregelung DNA Pro mit den Stufen "Dynamic", "Natural", "Race" sowie dem Spritsparmodus "Advanced Efficiency". Was dem Alfa fehlt, ist das komplette Paket an modernen Assistenzsystemen, Komfort-Extras und neuesten Hightech-Knallern.

Motoren und Preis: Bis zu 510 PS im Quadrifoglio

Typische SUV-Formen, aber durchtränkt mit der Alfa-DNA: So präsentiert sich der Stelvio.

Zum Start des Stelvio präsentiert Alfa das SUV in der rassigen Quadrifoglio-Version, die mit einem 510 PS starken, 2,9 Liter großen V6 verfügbar ist. Vollkommen aus Aluminium gebaut, reduziert er das Gewicht und die Belastung der Vorderachse. Dank elektronisch gesteuerter Zylinderabschaltung soll er laut Alfa auch spritsparend laufen. Gekoppelt ist das Aggregat an ein achtstufiges Automatikgetriebe von ZF. Auch ein 280 PS starker Zweiliter-Turbo mit vier Zylindern und Achtstufen-Automatik soll verfügbar sein. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Nm.

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Vier Fahrmodi sind bei der sportlichen Quadrifoglio-Version mit dem sogenannten Alfa DNA Pro-Wahlschalter verfügbar: Dynamic, Natürlich, Effizienz und Race für maximale Leistung. Während die Normalversion mit Hinterradantrieb fährt, verfügt die Topmotorisierung über Allradantrieb. Bei Bedarf schickt das System bis zu 60 Prozent der Kraft an die Vorderachse. Mit einem Torque Vectoring-Verteilergetriebe kann die Kraft dank zwei Kupplungen an Hinterachsdifferential auf jedes einzelne Rad verteilt werden, um die Stabilität zu erhöhen. Ein elektronisch gesteuertes Dämpfersystem und ein elektromechanisches Bremssystem sollen den Fahrspaß in Verbindung mit einer ausgewogenen Gewichtsverteilung und Leichtbaumaterialien noch erhöhen. Beim Preis offenbart sich Alfas neue Taktik: BMW minus zehn Prozent, also im Vergleich zum X3 rund 40.000 Euro. Der Marktstart für die Basisversion wie in Deutschland im April 2017 stattfinden. Im September 2017 steht dann der Quadrifoglio beim Händler.

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Fahrbericht

Alfa Romeo Stelvio Erlkönig

Autoren: , , Georg Kacher

Stichworte:

SUV

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