Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Fahrbericht

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Fahrbericht

Alfa Romeo Stelvio Erlkönig

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Vorstellung und Preis

— 18.01.2017

Alles zum Alfa Stelvio

Design, Cockpit, Motoren, dazu Preise, Marktstart und ein erster Fahrbericht: AUTO BILD hat alle Infos zum neuen Alfa-SUV Stelvio!

➤ Vorstellung: "First Edition" zum Marktstart (Update!)
➤ Interieur: AUTO BILD macht die erste Sitzprobe
➤ Fahren: Stelvio ist so sportlich wie die Giulia
➤ Ausstattung: Umfangreiche Serienausstattung für die "First Edition" (Update!)
➤ Connectivity: Alfa Connect für den Stelvio (Update!)
➤ Motoren: Zum Marktstart mit 280-PS-Benziner (Update!)
➤ Technische Daten und Preise: 56.000 Euro für die "First Edition" (Update!)

Vorstellung: "First Edition" zum Marktstart

Der neue Stelvio kommt zum Marktstart als "First Edition" mit 280 PS. Die 20-Zöller gehören zur Serienausstattung.

Maserati und Jaguar haben schon eins und sogar Lamborghini plant eins – SUVs sind extrem beliebt. Der Alfa Romeo Stelvio ist das erste SUV der Marke und der zweite Schritt von Alfas Neuerfindung nach dem Mittelklassemodell Giulia. Nach der sportlichen Quadrifoglio-Version, zeigen die Italiener die sogenannte "First Edition", die ab sofort bestellbar ist. Die Frontschürze der Normalo-Variante fällt etwas braver aus. Die Luftein- und -auslässe auf der Haube bleiben der Top-Variante vorbehalten. Die Seitenansicht bleibt beinahe gleich, nur die Bodenfreiheit dürfte etwas höher sein. Hinten gibt es ebenfalls kleine Veränderungen am Stoßfänger, aus dem nur zwei statt vier Endrohre ragen. Dennoch wirkt der Stelvio auch in der schwächeren Variante bullig. Der Name Stelvio ist übrigens tatsächlich von der Passstraße in den italienischen Alpen abgeleitet.

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Alfa Romeo Stelvio Erlkönig
Alle News und Tests zu Alfa Romeo

Über das Design des auf Sport getrimmten Stelvio Quadrifoglio sprach AUTO BILD mit Alfas Chefdesigner Scott Krugger. Laut Krugger sei es wichtig, dass der Stelvio einen dynamischen Eindruck macht – obwohl er ein SUV ist. Deshalb habe man in der Seitenansicht darauf geachtet, dass der Stelvio optisch geduckter wirkt als er tatsächlich ist. Die Fensterlinie sei daher schmaler, die A-Säule stärker geneigt, das Dach falle nach hinten coupéartig ab. Zu Kruggers Exterieur-Highlights beim Quadrifoglio gehören neben der Front mit dem typischen Scudetto-Kühlergrill und den großen Lufteinlässen die vier Auspuffendrohre sowie die organisch anmutenden Heckleuchten. Trotz der optisch sportlichen Anmutung sollte das 4,68 Meter lange, 1,65 hohe und 2,16 Meter breite SUV aber funktional bleiben, erläutert Krugger.

Interieur: Sitze wie ein Rennanzug

Das Cockpit ist modern und sportlich gezeichnet, nimmt viele Anleihen bei der Limousine Giulia.

Von der Funktionalität des Stelvio konnte sich AUTO BILD im Cockpit überzeugen. Chefdesigner Krugger hat recht behalten: Das dynamische Äußere hat im Innenraum keinen Einfluss auf die Platzverhältnisse. Selbst bei einem 1,86 Meter großen Fahrer und trotz des Panoramadachs bleibt ausreichend Luft zum Fahrzeughimmel. Genug Platz ist auch im Fond, nur in den Kofferraum konnten wir nicht gucken. Krugger verspricht "genug Stauraum für Gepäck" – was AUTO BILD später überprüfen wird.
Wie sportlich sich der Stelvio besonders als Quadrifoglio fährt, das kann man auf den vorderen Sitzen erahnen. Das Gestühl sitzt wie ein maßgeschneiderter Rennanzug. Im Bereich der Hüften wird man angenehm im Sitz gehalten. Allerdings bleiben die ordentlich gepolsterten Sportsitze vorerst nur der Top-Version vorbehalten. Ebenso wie das griffige Sportlenkrad mit seinen serienmäßigen Schaltwippen, die einfach gigantisch sind – wie sich das für ein SUV eben gehört. Wie bei der Giulia sitzt der Startknopf für den Motor auf dem Lenkrad, auch die Materialanmutung ist gut. Doch im Gegensatz zum Cockpit der Guilia dominieren im Stelvio horizontale Linien am Armaturenbrett – es ist also weniger dem Fahrer zugeneigt. Alfa geht es hier mehr um Komfort und Platz, schließlich soll das SUV kein Rennwagen, sondern ein familientaugliches Fahrzeug sein. Dennoch ist die Sitzposition tief und sportlich, ähnlich wie in einem Porsche Macan. Das Interview mit Scott Krugger sehen Sie hier im Video:

Alfa Romeo: Neuheiten bis 2020

Alfa Romeo Kamal Illustration Alfa Romeo Stelvio Illustration Alfa Romeo Giulia Veloce

Fahren: Stelvio ist so sportlich wie die Giulia

In Modena ist AUTO BILD das Nullserienexemplar des Alfa Romeo Stelvio gefahren. Der Prototyp ist mit dem gleichen 280-PS-Benziner wie die Giulia Veloce ausgerüstet. Der Vierzylinder spricht mit rauchiger Stimme und fährt schon mal die Ellenbogen aus: kurze Zwischensprints im blitzschnell eingelegten kleinen Gang wechseln sich ab mit lässigem Drehmoment-Punch, der fast ansatzlos Tempo aufbaut.

Die Sitzprobe offenbart ein modernes, funktionales Cockpit – und Sitze, die wie ein Rennanzug passen.

Man sitzt höher als in der nur vier Zentimeter kürzeren, etwa 20 Zentimeter flacheren Giulia, doch die SUV-Silhouette hat kaum störende Nebenwirkungen auf Handling, Straßenlage, Grip und Performance. Im Gegenteil: Hier wird zackig, aber nicht gefühllos eingelenkt, selbst auf breiten 19-Zoll-Rädern nachsichtig gefedert, per Stahlscheiben (Carbon-Keramik im starken QV) satt und sicher verzögert. Die Verstelldämpfer schaffen sogar im Dynamik-Modus einen ordentlichen Kompromiss aus Bodenhaftung und Entkoppelung. Im Kreisverkehr ist nach ewiger Rushhour endlich Gelegenheit, den Torque-Vectoring-Effekt zu testen, eine Art umgekehrtes ESP: Das Auto wird hierbei nicht durch Abbremsen, sondern durch gezieltes Beschleunigen einzelner Räder in der Spur gehalten. Keine Frage: Es ist schon beeindruckend, wie flink die Kräfte längs und quer verteilt werden, wobei leichter Schlupf den Grenzbereich ankündigt.

Ausstattung: Umfangreich für die "First Edition"

Nicht ganz so aggressiv wie der Stelvio Quadrifoglio aber trotzdem bullig, der Stelvio als "First Edition".

Die "First Edition" des Stelvio ist ab sofort bestellbar und verfügt über eine umfangreiche Serienausstattung. Neben dem Q4 genannten Allradantrieb kommt das SUV ab Werk mit der Achgtang-Automatik, Bi-Xenon-Scheinwerfern, Leder, Rückfahrkamera und Alfa Connect-Navi. Die elektronischen Assistenten sind laut Alfa Romeo dazu da, den Fahrspaß zu erhöhen. Serienmäßig an Bord ist die Fahrdynamikregelung DNA Pro mit den Stufen "Dynamic", "Natural", "Race" sowie dem Spritsparmodus "Advanced Efficiency". Bei den Assistenzsystemen bekommt der Stelvio ein Kollisionswarnsystem mit autonomer Bremsfunktion, einen Spurhalteassistenten und Fußgängererkennung serienmäßig.

Connectivity: Alfa Connect für den Stelvio

Das Infotainmentsystem im Stelvio heißt im Alfa Connect. Beim Mutter-Konzern, also FCA, heißt das System U Connect. In den USA präsentierte das Unternehmen zusammen mit Panasonic auf der CES 2017 die neueste Generation, die höchstwahrscheinlich auch beim Stelvio an Bord ist. Dabei ist die gesamte Menüstruktur auf dem 8,8-Zoll-Bildschirm mit HD-Auflösung neu. Alle Hauptmenüpunkte wie zum Beispiel Radio, Media und Sitzheizung sind in einer horizontalen Leiste im unteren Bereich des Touchscreen angeordnet und bleiben dort immer sichtbar. Das ermöglicht eine schnelle Rückkehr ins Hauptmenü, ohne bereits offene Menüs schließen zu müssen. Das hat vor allem Vorteile bei Android Auto und Apple CarPlay. Die geschlossenen Systeme nehmen bei anderen Marken den ganzen Bildschirm in Beschlag und müssen zum Teil erst beendet werden, wenn man wieder ins System des Autoherstellers will. Fazit: Bei der neuesten U Connect-Generation ist die Integration von CarPlay und Android Auto deutlich besser. Außerdem gelingt die Navigation durch die Menüpunkte dank der permanenten Anzeige schneller.

Motoren: Zum Marktstart mit 280-PS-Benziner

Typische SUV-Formen, aber durchtränkt mit der Alfa-DNA: So präsentiert sich der Stelvio.

Zum Marktstart im April bringt Alfa Romeo den Stelvio als "First Edition" mit einem Zweiliter-Turbo. Der Vierzylinder leistet 280 PS und 400 Nm maximales Drehmoment. Mit der serienmäßigen Achtgang-Automatik und Allradantrieb fällt die 100-km/h-Marke bereits nach 5,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Alfa mit 230 km/h an. Darüber rangiert das Topmodell: der Stelvio in der rassigen Quadrifoglio-Version. Den 2,9 Liter großen V6 mit 510 PS kennen wir bereits aus der Giulia QV. Vollkommen aus Aluminium gebaut, reduziert er das Gewicht und die Belastung der Vorderachse. Dank elektronisch gesteuerter Zylinderabschaltung soll er laut Alfa auch spritsparend laufen. Gekoppelt ist das Aggregat an ein achtstufiges Automatikgetriebe von ZF.

Neue SUVs bis 2021

Mercedes GLA Illustration Alfa Romeo Kamal Illustration
Vier Fahrmodi sind bei der sportlichen Quadrifoglio-Version mit dem sogenannten Alfa DNA Pro-Wahlschalter verfügbar: Dynamic, Natürlich, Effizienz und Race für maximale Leistung. Die Topmotorisierung verfügt für maximale Traktion über Allradantrieb. Bei Bedarf schickt das System bis zu 60 Prozent der Kraft an die Vorderachse. Mit einem Torque Vectoring-Verteilergetriebe kann die Kraft dank zwei Kupplungen an Hinterachsdifferential auf jedes einzelne Rad verteilt werden, um die Stabilität zu erhöhen. Ein elektronisch gesteuertes Dämpfersystem und ein elektromechanisches Bremssystem sollen den Fahrspaß in Verbindung mit einer ausgewogenen Gewichtsverteilung und Leichtbaumaterialien noch erhöhen.

Alfa Romeo SUV Stelvio (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Alfa Romeo Stelvio Erlkönig

Technische Daten und Preise: 56.000 Euro für die "First Edition"

Beim Preis offenbart sich Alfas neue Taktik: BMW minus zehn Prozent, also im Vergleich zum X3 rechnet AUTO BILD mit einem Einstiegspreis von rund 40.000 Euro. Der Marktstart für die Basisversion wird in Deutschland im April 2017 stattfinden. Ab sofort bestellbar ist außerdem die "First Edition" des Stelvio mit 280-PS-Benziner für mindestens 56.000 Euro. Im September 2017 steht dann das Topmodell Quadrifoglio beim Händler.

Alfa Romeo Stelvio "First Edition" • Motor: Vierzylinder-Benziner • Hubraum: 1995 ccm • Leistung: 206 kW (280 PS) bei 5250 U/min • max. Drehmoment: 400 Nm bei 2250 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 5,7 s • Topspeed: 230 km/h • Verbrauch: 7,0 l/100 km • Preis: ab 56.000 Euro.
Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio Verde • Motor: Sechszylinder-Benziner • 2891 ccm • Leistung: 375 kW (510 PS) bei 6500 U/min • max. Drehmoment: 600 Nm bei 2500 U/min.

Autoren: , , Georg Kacher, Jan Götze

Stichworte:

SUV

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung