VW auf der CES 2017: Alle Infos

VW auf der CES 2017: Alle Infos

VW auf der CES 2017: Vorstellung

— 06.01.2017

VW auf der CES 2017

VW zeigt eine neue Infotainment-Generation, die bereits Ende 2017 im Touareg stecken könnte. AUTO BILD hat sie ausprobiert.

VW gibt auf der CES (5. bis 8. Januar 2017) in Las Vegas einen Ausblick auf die nächste Generation des Modularen Infotainment-Baukaustens (MIB). Im sogenannten Interactive Experience verschmelzen Funktionen des neuesten Infotainmentsystems aus dem Golf 7 Facelift mit einigen Anwendungen aus dem System der Studie Budd-e. Die dritte Generation des MIB könnte schon recht zeitnah in Serie gehen. AUTO BILD wäre nicht überrascht, wenn der neue Touareg bei seiner Premiere im September 2017 das neue System an Bord hat. Vielleicht geht dann auch die VW ID an den Start: Das ist ein Benutzerkonto, mit dem man künftige VW-Modelle individualisieren kann. So soll der neue Homescreen, der erstmals mit dem Golf 7 Facelift auf einem 9,2 Zoll großen Display eingeführt wurde, nicht mehr fahrzeug-, sondern personengebunden sein.

VW-Modelle lassen sich künftig per Benutzerkonto konfigurieren

Meldet sich der Fahrer mit seiner Volkswagen User-ID über sein Handy an, übernimmt das System vorkonfigurierte Einstellungen für den Homebildschirm, die Sitze oder das Ambientelicht. Die Einstellungen werden unter der ID abgespeichert und lassen sich dann in anderen Fahrzeugen abrufen. Ähnlich wie mit einer Apple-ID lassen sich mit der VW-ID auch Apps, zum Beispiel für Streamingdienste oder Navigation, aus einem Store laden, die das Infotainmentsystem um Funktionen erweitern sollen. Diese Apps sind zum testen, mieten oder kaufen. Auf dem Homebildschirm werden Menüpunkte wie Navigation oder Anrufe mit dem Finger wie Karteikarten aufgezogen. Bei Bedarf lassen sich die Menüs auch hervorheben oder auf dem ganzen Bildschirm darstellen. Hat man das beispielsweise gerade mit der Navigation gemacht, kann man trotzdem das Menü für Telefonate in einem kleinen Fenster aufrufen, die Karte tritt dann in den Hintergrund, ohne komplett zu verschwinden.

Noch weniger Knöpfe und Blickverfolgung (Eyetracking)

Zudem verfügt das Interactive Experience über eine Mehrfinger-Erkennung. Sie ersetzt die konventionelle Klimabedienung und weitere Schalter. Mit ihr lassen sich beispielsweise die Klimaanlage oder die Lautstärke direkt über ein Menü regulieren. Die Fläche hinter einer Lichtleiste wird berührt und es fühlt sich so an, als drücke man einen Knopf – der allerdings nicht existiert. Schwer vorzustellen? Dann probieren Sie das nach Möglichkeit mit dem Homebutton des iPhone 7 aus, da kommt die gleiche Technik bereits zum Einsatz. Die knopflose Bedienfläche findet sich auch auf den Lenkradspeichen wieder. Davor ist die neueste Generation des Active Info-Displays in 3D, was zum Sommer 2017 erstmals im neuen Audi A8 in Serie gehen wird. Durch zwei hintereinander angeordnete Bildschirme entsteht eine 3D-Anmutung mit Tiefeneindruck. Die Bedienung des zukünftigen Active Info-Displays wird durch Eyetracking unterstützt. Ruft man zwei Menüs im Display auf, so erkennt das System, ob der Blick gezielt auf das linke oder rechte Menü gerichtet wird und wählt dieses sofort an. Das erspart Zwischenschritte.

Die Highlights der CES 2017: Alle Infos

Neues Head-up-Display

Die neueste Generation von Head-up-Displays zeigt die Infos auf zwei Ebenen.

Das Augmented Reality (AR) Head-up Display projiziert Informationsgrafiken virtuell vor das Fahrzeug. Um sich von bisherigen Head-up-Displays abzuheben, blendet VW die Informationen in zwei Ebenen ein. Ebene 1: Routenrelevante Daten wie zum Beispiel Navigation oder der Abstand zum Vorausfahrenden erscheinen mehrere Meter vor dem Fahrzeug auf der Straße. Durch die Positionierung direkt auf der Fahrbahn fügt sich die Darstellung in die Umgebung ein. Ebene 2: Alle weiteren Daten wie etwa Infotainmentanzeigen stellt das AR Head-up Display näher an der Windschutzscheibe dar.

Neue Navi-Software

Neben der Integration der Funktionen über die Volkswagen User-ID ist eine neue intelligente sprachbediente Navigation geplant. Die Sprachbedienung erfolgt in natürlicher Sprache ("Ich möchte tanken", "Ich habe Hunger"). Außerdem kann das System Entscheidungen für Routenvorschläge auf Nachfrage erklären ("Warum, Volkswagen, hast du diese Tankstelle vorgeschlagen?" - "Diese Tankstelle liegt auf der direkten Route"). Durch künstliche Intelligenz soll das System den Nutzer und seine Vorlieben im Laufe der Zeit besser kennenlernen und dessen Wissen für individuelle Routenvorschläge nutzen.

Mehr Apps

Zudem erweitert VW das Angebot an eigenen Apps, die über MirrorLink mit dem Fahrzeug verknüpft sind. Dazu gehören Apps wie Doorbird, LG und Volkswagen My Rules. Doorbird zeigt dem Fahrer auf dem zentralen Infotainmentdisplay, wenn jemand vor der Haustür steht und an der Videotürklingel läutet. Über LG lassen sich unter anderem die Lampen im Haus ein- und ausschalten. Über die erweiterte Volkswagen My Rules App erscheint eine Mitteilung, wenn man ein wichtiges Bluetooth-Gerät (z.B. ein Headset) zu Hause vergessen hat. Dabei wird über einen Sensor oder nach Anbindung des Telefons nach verbundenen Bluetooth-Tags gesucht. Fehlt ein Bluetooth-Signal, wird der Nutzer über das Fehlen informiert.

Verbindung mit Amazon Alexa Voice

VW-Nutzer sollen künftig über die Freisprecheinrichtung im Auto den Amazon Alexa Voice Service bedienen können.

VW-Nutzer sollen künftig über die Freisprecheinrichtung im Auto den Alexa Voice Service des Amazon-Echo-Systems für daheim oder das Büro bedienen können. Das heißt, Funktionen wie die Steuerung von Lampen, Heizung oder der Zugriff auf Wetterinformationen und Nachrichten sind unterwegs nutzbar. Oder der Nutzer bittet Alexa, das daheim angefangene Hörbuch doch bitte im Auto weiter vorzulesen. Alexa fühlt sich immer angesprochen, wenn sie ihren Namen hört. Darüber hinaus kombiniert Volkswagen den Alexa Voice Service mit Funktionen von Car-Net für das Planen von Terminen oder Besorgungen. Wenn man zum Beispiel vorhat, später unterwegs noch schnell Blumen zu kaufen, kann man das Navigationsgerät mit dem Sprachbefehl programmieren: "Alexa, frage Volkswagen nach dem Weg zum nächsten Blumenladen." Auch ob er dort noch ohne Zwischenstopp hinkommt, lässt sich herausfinden: "Alexa, frage Volkswagen, wie viel Sprit noch im Tank ist."

VW auf der CES 2017: Alle Infos

Hier die Download-Links zur App, die bereits einen Ausblick auf den Umfang des Volkswagen Ecosystems gibt: für Apple und für Android.

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