Neue Audi (2019 bis 2022)

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Audi A1 Citycarver (2019): Test, Fahrbericht, Preise, Innenraum

Eher teurer Spaßmacher als Mini-SUV

Die höhergelegte Version des Audi A1 heißt Citycarver und ist alles andere als ein billiges Vergnügen. AUTO BILD ist den Edel-A1 gefahren!
Der Audi A1 Citycarver ist eine echte Frechheit. Die Unverschämtheit auf 18-Zoll-Rädern hat einen Dreizylinder mit 116 PS und Sechsgang-Handschaltung, kostet in der Erstlings-Ausstattung "Edition One" 28.950 Euro und mit großem Navi, Dynamikpaket, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Bang- &-Olufsen-Soundsystem sowie etwas mehr Chichi fast 35.000 Euro. 35.000 Euro! Dafür gibt's drei mager ausgestattete Dacia Duster mit vollem Tank. Und trotzdem wird das hier eine Liebeserklärung an den neuen A1 Citycarver.

Der Citycarver ist ein echter Audi

Mit seinen großen Felgen und den neuen Schürzen macht der höhergelegte Kleinwagen optisch echt was her.

Warum? Weil sie bei Audi auf Basis der Polo-Plattform MQB A0 kein nutzwertiges Mini-SUV wie VW T-Cross oder Seat Arona gebaut haben, sondern einen echten Audi. Der Citycarver ist mit 4,05 Metern knappe zwei Zentimeter länger als der zivile A1 Sportback und hat vorne und hinten neue Stoßfänger. Und ist je nach Rädergröße bis zu fünf Zentimeter höher. Das merkt man beim Ein- und Aussteigen und der guten Sichtverhältnisse in dem höhergelegten Kleinwagen. Und auch die Optik wurde verschärft: An Radläufen und Seitenschwellern hat Audi Anbauteile in Kontrastfarbe montiert, bei unserem Testwagen das Dach und die Spiegelkappen schwarz lackiert, dem Singleframe-Grill wie bei den Q-Modellen acht Ecken verpasst. So macht er mit den riesigen 18-Zöllern, dem Dachkantenspoiler, den LED-Scheinwerfern, den dicken Audi-Backen am Heck mächtig was her. Was für ein Designer-Teilchen!

Mit dem stärkeren Dreizylinder macht er richtig Spaß

Der Citycarfer zirkelt leichtfüßig um Kurven und zieht über 2000 Umdrehungen ordentlich durch.

Unter den höhergelegten Kleinwagen aus dem VW-Konzern ist der A1 Citycarver nämlich der Kürzeste. Der Seat Arona misst ganze neun Zentimeter mehr. Der Citycarver ist gleichzeitig aber auch der Wuseligste. Keiner macht in der Stadt so viel Laune. Zum Start gibt's den Einliter-Dreizylinder mit 95 und 116 PS sowie den 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS. Wir nehmen den stärkeren Dreizylinder und fahren mal los. Der Citycarver wiegt mit Fahrer 1215 Kilo, 35 mehr als die niedrigere Variante. Sagen wir so: Das niedrige Gewicht tut dem A1 in der Stadt gut, der Kleine lenkt zügig um die Kurven, wenn der Drehzahlmesser dauerhaft über 2000 Touren anzeigt kommt man mit ihm auch gut voran. Darunter ist er eher lustlos. Also oft schalten, was mit der exakt geführten Sechsgang-Box mit kurzen Wegen gut funktioniert. Nur im Stop-and-go-Verkehr, da wünschten wir uns das Siebengang-DSG. Das würde aber noch mal 1700 Euro mehr kosten.

Ordentlicher Kofferraum und viel Luxus

Das Kofferraumvolumen des Kleinwagens liegt auf dem Niveau des deutlich größeren VW Golf.

Schauen wir uns den aufgebockten A1 lieber nochmal genauer an: Der Kofferraum fasst 335 bis 1090 Liter. Nur mal so zum Vergleich: Ein Golf 7 (380 –1270 Liter) hat auch nicht viel mehr. Im Citycarver gibt's einen doppelten Ladeboden, den man flott mit einer Hand tiefer und wieder hochlegen kann. Die Beinfreiheit hinten ist okay, aber nur wenn die Passagiere rund 1,80 Meter messen. Vorne sind die Platzverhältnisse deutlich besser. Der Citycarver hat natürlich auch viel Luxus an Bord. Das Handy lädt induktiv, Apple CarPlay funktioniert ohne Kabel, wer will, kann Amazons Alexa mitfahren lassen und im Auto die Heizung zu Hause regeln. Wenn man auf den zum Fahrer geneigten XL-Touchscreen schaut, denkt man: Hey, das ist ja wie in guten alten BMW-Zeiten! Nur moderner. Und teurer. Ja, auch 22.100 Euro für einen 95-PS-Citycarver in der Basisausstattung sind eine Menge. Und dann rollt er nur auf 16-Zöllern. Auweia!

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Andreas May

Andreas May

Fazit

Praktisch? Ne, das sind seine Brüder von VW (T-Cross), Seat (Arona), Skoda (Kamiq). Dieser Ingolstädter darf ein Audi sein, sportlich, dynamisch, cool designt.

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