Der Audi A1 Citycarver ist eine echte Frechheit. Die Unverschämtheit auf 18-Zoll-Rädern hat einen Dreizylinder mit 116 PS und Sechsgang-Handschaltung, kostet in der Erstlings-Ausstattung "Edition One" 28.950 Euro und mit großem Navi, Dynamikpaket, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Bang- &-Olufsen-Soundsystem sowie etwas mehr Chichi fast 35.000 Euro. 35.000 Euro! Dafür gibt's drei mager ausgestattete Dacia Duster mit vollem Tank. Und trotzdem wird das hier eine Liebeserklärung an den neuen A1 Citycarver.
Der Citycarver ist ein echter Audi
Mit seinen großen Felgen und den neuen Schürzen macht der höhergelegte Kleinwagen optisch echt was her.
Warum? Weil sie bei Audi auf Basis der Polo-Plattform MQB A0 kein nutzwertiges Mini-SUV wie VW T-Cross oder Seat Arona gebaut haben, sondern einen echten Audi. Der Citycarver ist mit 4,05 Metern knappe zwei Zentimeter länger als der zivile A1 Sportback und hat vorne und hinten neue Stoßfänger. Und ist je nach Rädergröße bis zu fünf Zentimeter höher. Das merkt man beim Ein- und Aussteigen und der guten Sichtverhältnisse in dem höhergelegten Kleinwagen. Und auch die Optik wurde verschärft: An Radläufen und Seitenschwellern hat Audi Anbauteile in Kontrastfarbe montiert, bei unserem Testwagen das Dach und die Spiegelkappen schwarz lackiert, dem Singleframe-Grill wie bei den Q-Modellen acht Ecken verpasst. So macht er mit den riesigen 18-Zöllern, dem Dachkantenspoiler, den LED-Scheinwerfern, den dicken Audi-Backen am Heck mächtig was her. Was für ein Designer-Teilchen!
Mit dem stärkeren Dreizylinder macht er richtig Spaß
Der Citycarfer zirkelt leichtfüßig um Kurven und zieht über 2000 Umdrehungen ordentlich durch.
Unter den höhergelegten Kleinwagen aus dem VW-Konzern ist der A1 Citycarver nämlich der Kürzeste. Der Seat Arona misst ganze neun Zentimeter mehr. Der Citycarver ist gleichzeitig aber auch der Wuseligste. Keiner macht in der Stadt so viel Laune. Zum Start gibt's den Einliter-Dreizylinder mit 95 und 116 PS sowie den 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS. Wir nehmen den stärkeren Dreizylinder und fahren mal los. Der Citycarver wiegt mit Fahrer 1215 Kilo, 35 mehr als die niedrigere Variante. Sagen wir so: Das niedrige Gewicht tut dem A1 in der Stadt gut, der Kleine lenkt zügig um die Kurven, wenn der Drehzahlmesser dauerhaft über 2000 Touren anzeigt kommt man mit ihm auch gut voran. Darunter ist er eher lustlos. Also oft schalten, was mit der exakt geführten Sechsgang-Box mit kurzen Wegen gut funktioniert. Nur im Stop-and-go-Verkehr, da wünschten wir uns das Siebengang-DSG. Das würde aber noch mal 1700 Euro mehr kosten.
Ordentlicher Kofferraum und viel Luxus
Das Kofferraumvolumen des Kleinwagens liegt auf dem Niveau des deutlich größeren VW Golf.
Schauen wir uns den aufgebockten A1 lieber nochmal genauer an: Der Kofferraum fasst 335 bis 1090 Liter. Nur mal so zum Vergleich: Ein Golf 7 (380 –1270 Liter) hat auch nicht viel mehr. Im Citycarver gibt's einen doppelten Ladeboden, den man flott mit einer Hand tiefer und wieder hochlegen kann. Die Beinfreiheit hinten ist okay, aber nur wenn die Passagiere rund 1,80 Meter messen. Vorne sind die Platzverhältnisse deutlich besser. Der Citycarver hat natürlich auch viel Luxus an Bord. Das Handy lädt induktiv, Apple CarPlay funktioniert ohne Kabel, wer will, kann Amazons Alexa mitfahren lassen und im Auto die Heizung zu Hause regeln. Wenn man auf den zum Fahrer geneigten XL-Touchscreen schaut, denkt man: Hey, das ist ja wie in guten alten BMW-Zeiten! Nur moderner. Und teurer. Ja, auch 22.100 Euro für einen 95-PS-Citycarver in der Basisausstattung sind eine Menge. Und dann rollt er nur auf 16-Zöllern. Auweia!
Praktisch? Ne, das sind seine Brüder von VW (T-Cross), Seat (Arona), Skoda (Kamiq). Dieser Ingolstädter darf ein Audi sein, sportlich, dynamisch, cool designt.
Neue Audi (2023 bis 2030)
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Der neue Audi Q6 e-tron, der RS e-tron GT "Ice Race", das Facelift des Q8, Q7 und Co.: AUTO BILD zeigt alle neuen Audi-Modelle bis 2030! Audi RS e-tron GT "Ice Race"; Marktstart: Ende 2023. Zum 40. Jubiläum der Audi Sport GmbH spendieren die Ingolstädter dem RS e-tron GT ein auf 99 Exemplare limitiertes Sondermodell – mit optischen Details in Anlehnung an das GP Ice Race in Österreich.
Bild: AUDI AG
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Audi Q8 Facelift; Marktstart: Anfang 2024; Preis: ab 86.700 Euro. Audi verpasst dem Q8 ein Update. An der Kosmetik wurde dabei nur behutsam Hand angelegt, die größten Änderungen gibt's in puncto Software und Infotainment.
Bild: AUDI AG
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Audi Q6 e-tron; Marktstart: Anfang 2024. Als Pendant zum vollelektrischen Porsche Macan wird Audi den Q6 e-tron bringen. Bei Q5-Abmessungen soll er geräumig wie ein Q7 sein. 800-Volt-Bordnetz und knapp 500 Kilometer Reichweite sind möglich.
Bild: AUTO BILD / Larson
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Audi AI:me; Marktstart: 2024. Auf dem Weg zur E-Mobilität wird Audi künftig auf die Modelle A1 und Q2 verzichten, den neuen Einstieg dürfte dann eine baterieelektrische Variante des A3 werden.
Bild: Audi AG
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Audi A6 e-tron concept; Marktstart: 2024. Im A6 e-tron concept leisten zwei Elektromotoren (je einer an der Vorder- und Hinterachse) 350 kW (476 PS) und 800 Nm. Dank 800-Volt-Technik soll der Audi besonders schnell laden können.
Bild: AUDI AG
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Audi R8-Nachfolger; Marktstart: 2024. Als Antrieb für den R8-Nachfolger wäre der Vierliter-V8 des Lamborghini Urus denkbar, der mit Hybridisierung auf rund 700 PS käme. Aber auch ein reiner Elektro-Antrieb ist nicht unwahrscheinlich.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
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Audi A6 e-tron Avant concept; Preis: über 90.000 Euro; Marktstart: 2024. Den elektrischen A6 wird es wohl auch als Kombi geben. Der würde mehr Kofferraum bei einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern bieten. Auch ein 646 PS starker RS könnte kommen.
Bild: Audi AG
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Audi Q9; Marktstart: frühestens 2024. Audi plant ein noch größeres und luxuriöseres SUV als die Baureihen Q7 und Q8: Der Erlkönig des Q9 wurde bereits auf Testfahrt gesichtet.
Bild: CarPix
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Audi A4 e-tron; Marktstart: 2024. Unterbau für den elektrischen A4 könnte die PPE-Plattform aus der Zusammenarbeit mit Porsche sein. 800-Volt-Technik wäre damit gesetzt!
Bild: B. Reichel
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Audi A8-Nachfolger; Marktstart: 2025. Der A8-Nachfolger soll im Stil eines Shooting Brakes kommen. Das Auto soll autonom fahren und per Eye-Tracking bedient werden können.
Bild: Larson
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Audi A4 B10; Marktstart: 2024. Der kommende A4 soll die Lücke zu Mercedes C-Klasse und BMW 3er wieder schließen. Dabei soll er sich noch mehr am größeren A6 orientieren als bisher schon. Der Sechszylinder-Benziner dürfte nur im ...
Bild: Larson
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... RS 4 überleben und dank Elektro-Boost wohl nahe an die 500 PS herankommen. Auf der Dieselseite wird der V6 wahrscheinlich verschwinden, die Dreiliter-TDI könnten durch Hybrid-Vierzylinder mit bis zu 350 PS ersetzt werden.
Bild: Larson
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Audi Q5; Marktstart: 2024. Die dritte Generation des Q5 könnte auch die letzte sein. Kurz darauf möchte Audi nämlich nur noch elektrisch unterwegs sein. Der Q5 soll allerdings auch schon als Plug-in-Hybrid elektrifiziert sein.
Bild: Bernhard Reichel Car Design
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Audi Q7 Facelift; Marktstart 2024. Audis letzter Verbrenner könnte der große Q7 sein. Trotz allem wird die gesamte Motorenpalette elektrifiziert werden, vor allem Plug-in-Hybride werden eine Rolle spielen.
Bild: B. Reichel
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Audi Skysphere; Marktstart: 2025. Der offene Roadster soll fahrender Lounge-Sessel und aktive Fahrmaschine in einem Fahrzeug sein. Die Besonderheit des Showcars: Der Radstand ist variabel. Ob daraus ein neues Modell wird, bleibt abzuwarten.
Bild: Audi AG
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Audi Urbansphere; Marktstart: 2030. Mit der Studie will Audi das Stadtauto von morgen zeigen. Hier steht das Thema Privatsphäre im Vordergrund. Den Marktstart sieht Audi aber erst für das Jahr 2030.
Bild: Audi AG
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Audi e-tron GT Shooting Brake; Preis: über 100.000 Euro; Marktstart: ungewiss. Analog zum Taycan Cross Turismo wird Audi wahrscheinlich auch vom e-tron GT eine Shooting-Brake-Variante anbieten. Mit bis zu 646 PS würde er zu einem elektrischen Pendant des RS 6.