Bildergalerie BMW i3

BMW i3/i3s (2018): Reichweite, Batterie, Preis

Der BMW i3 kommt jetzt deutlich weiter

Der BMW  i3 erhält neue 120-Ah-Hochvoltbatterien und kommt mit ihnen 30 Prozent weiter. Der Range-Extender wird dafür gestrichen. Alle Infos!

Vorstellung: Auf das Facelift folgt mehr Reichweite (Update!)

BMW erhöht ab November 2018 die Reichweite des i3 und i3s, nicht einmal ein Jahr nach dem letzten Facelift. Mit den neuen 120-Amperestunden-Hochvoltbatterien kommen die beiden Stromer ungefähr 30 Prozent weiter als zuvor. Mehr Informationen zur Technik und der Reichweite gibt es im Abschnitt "Motor und Preise". Außerdem ist jetzt auch für den normalen i3 ein sportliches Optik-Paket sowie eine neue Lack- und Innenraumfarbe lieferbar.

Video: BMW i3s (2017)

Elektro-GTI von BMW

Ende 2017 hatte BMW nach vier Jahren Bauzeit seinem Elektro-Stadtmobil ein Facelift verpasst. Die intern als LCI (Life Cycle Impulse) genannte Produkt-Evolution beschränkt sich beim i3 in erster Linie auf die Optik. Die neu gestalteten Stoßstangen sollen das sonst etwas hochbeinige Auto breiter wirken lassen. An der Front sind die runden Fernlichter verschwunden, sie wurden durch horizontal verlaufende LED-Blinker ersetzt. Das Fernlicht sitzt in den  serienmäßigen Voll-LED Scheinwerfern. Die Dachlinie ist bei allen Varianten in glänzendem Schwarz lackiert, das Facelift kommt zudem mit einer Akzentlinie in matter Silberoptik. Am Heck trägt der geliftete i3 eine silberne Zierleiste, die über den gesamten Kofferraum-Deckel verläuft. Die Rückleuchten sind gegenüber denen des Vorgängers unverändert geblieben, die Stoßstange ist auch hinten etwas markanter geformt.

BMW i3s kommt mit Sportfahrwerk inklusive Tieferlegung

Mit der erhöhten Reichweite bekommt der i3 auch eine neue Lack- und Innenraumfarbe

Abseits der optischen Änderungen gibt's den BMW i3 mittlerweile auch in einer sportlichen Variante: dem i3s. Neben etwas mehr Leistung hat der potentere E-BMW ein Sportfahrwerk inklusive Tieferlegung, eine Spurverbreiterung und den Fahrmodus "Sport". Optisch unterscheidet sich der stärkere i3 in kleinen spezifischen Details von den schwächeren Versionen: Die vordere Stoßstange hat kleine Akzent-Winkel in "BMW i Blau" oder "Frozen Grey". Die Dachlinie ist, anders als beim LCI, komplett schwarz. Das Heck unterscheidet sich nicht vom "normalen" Facelift. Auf die zusätzlichen PS weist nur das "s" in der Modellbezeichnung hin. Dank der vier Zentimeter breiteren Spur und den zwei Zentimeter breiteren Felgen wirkt der i3s etwas maskuliner.

Interieur: Neue Variante für den Innenraum

Das Inneraumdesign höhrt auf den Namen "Lodge". Es kombiniert Leder und Wollstoff.

BMW hat den i3 bei der Überarbeitung mit Samthandschuhen angefasst. Das merkt man auch im Innenraum. Der Einstieg durch die Türen ohne B-Säule gelingt weiterhin problemlos. Das Interieur begrüßt einen seit dem Facelift mit einer neuen Farbkombination. BMW nennt das überarbeitete Design "Lodge". Es ist eine Mischung aus naturgegerbten Leder und einem Wollstoff im Tweed-Look. Weiterhin werden, neben der Neuen, noch drei Ausstattungslinien angeboten. Das Platzangebot ist für die Fahrzeugklasse großzügig. Jedes der Natur-Materialien hat eine eigene, besondere Haptik. Die gewöhnungsbedürftigen Verkleidungen aus Naturfaser sind im i3 weiterhin großflächig verbaut. Das Infotainment ist in neuer, markentypischer Optik gehalten, der Tacho-Bildschirm behält die Grafik des Vorgängers. Die Qualität ist durchweg als wertig zu bezeichnen. Auch im Fond findet sich genug Platz für die Insassen, der Kopf neigt bei einer normal-großen Person nicht dazu, den Dachhimmel zu berühren. Weiterhin ein komisches Gefühl: der Ausstieg aus dem Fond. Wer nach draußen gelangen möchte, muss darauf warten, bis die Fahrer- oder Beifahrer-Türe geöffnet wird, denn ansonsten gehen die hinteren Türen nicht auf.

Fahren: Fährt wie ein elektrischer GTI

Die erste Fahrt im i3s zeigt: Er nimmt deutlich schneller Gas an, außerdem wurde die Lenkung verbessert.

AUTO BILD ist den i3s gefahren: Gestartet wird wie gehabt über die etwas klobige Multifunktionseinheit rechts vom Lenkrad. "Maximal sportlich, maximal elektrisierend", verspricht BMW. Okay, der Kompakte spurtet im Sportmodus richtig los. Auf 60 geht es in 3,7 Sekunden, die Lenkung ist straff, die Gasannahme direkt. Etwas mehr Drehmoment (270 statt 250 Nm) und etwas mehr Leistung (184 statt 170 PS) im i3s tragen spürbar zu mehr Sportlichkeit bei. Man hat das Gefühl, nach vorn katapultiert zu werden. Das Highlight aber ist das neue tiefere und spurverbreiterte Fahrwerk mit überarbeiteter elektronischer Antriebsschlupfregelung. Auf dem Nassparcours fährt der i3s souverän wie ein Allradler. Trotz zügiger Fahrweise durch den Handling-Parcours verliert man als Fahrer zu keiner Zeit das Vertrauen. BMW ist es mit dem i3s gelungen, so etwas wie einen E-GTI auf die Räder zu stellen.

Ausstattung: Überarbeitete Schlupfregelung und neuer Fahrmodus

Der i3 stellt mit seinem Facelift einen Technologieträger bei BMW dar. Er erhielt als erstes Fahrzeug im Konzern eine komplett überarbeitete Antriebsschlupfregelung. Neu dabei war die Art und Weise, wie die Begrenzung der Raddrehzahl umgesetzt wird. Das System soll sowohl bei der Beschleunigung als auch bei starken Bremsmanövern und zeitgleicher Energie-Rückgewinnung durch den Motor eine bessere Fahrstabilität ermöglichen. Der i3s hat den Fahrmodus "Sport", bei dem sich die Charakteristik der Gasannahme verändert und die Lenkung straffer wird. Für die Gestaltung des Exterieurs bot BMW den i3 ab dem LCI in zwei neuen Farben an, "Melbourne Rot metallic" und "Imperialblau metallic". Wie beim Vorgänger, ist auch eine breite Palette an Assistenzsystemen an Bord. Optional gibt es das Parkassistenzpaket, das neben der Park Distance Control auch eine Rückfahrtkamera enthält. Für mehr Sicherheit im laufenden Verkehr soll der optionale "Driving Assistant Plus" sorgen. Er beinhaltet eine Auffahr- und Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion. Darüber hinaus enthält das Paket einen Tempomaten mit Stop-and-Go-Funktion.

Connectivity: Neue Grafik für das Navi ohne Touchscreen

Im Zuge des Facelifts updatete BMW auch das Infotainment des i3. Das Erscheinungsbild des Navigationssystems "Professional" wurde überarbeitet. Die schon aus neueren BMW-Modellen bekannte Kachel-Optik ist nun auch im i3 und i3s wiederzufinden. Auf einen Touchscreen verzichten die Münchener. Grund dafür soll nach Angaben des Konzerns die schlechte Bedienbarkeit aufgrund der Positionierung des Bildschirms auf dem Armaturenbrett sein. Im Gegenzug erhält der i3 ab dem Facelift die Möglichkeit, das iPhone über die Apple CarPlay-Schnittstelle zu verbinden. Ebenso neu im i3: der Parkplatzsuchservice "On-Street Parking". Der Dienst gibt Auskunft über freie Parkplätze in der Umgebung und zeigt verfügbare Ladestationen im näheren Umkreis. Ab November 2018 gibt es den i3 und den i3s auch mit Bluetooth-Schnittstellen und einer kabellosen Auflademöglichkeit für Smartphones.

Neue BMW (2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023 und 2024)

BMW 1er IllustrationBMW 1er Illustration

Motor und Preise: BMW erhöht nochmals die Reichweite (Update!)

Der i3 behält seinen 170 PS starken Motor.

Rund ein Jahr nach dem Facelift und pünktlich zur Umstellung auf das WLTP-Messverfahren erhöht BMW ab November 2018 erneut die Reichweite seines Elektro-Kompakten. Die Steigerung haben die Ingenieure durch den Einsatz von neuen 120-Amperestunden-Hochvoltbatterien erreicht. In ihnen können bis zu 42,2 kWh Strom gespeichert werden. Die bisherigen 94-Ah-Versionen fallen aus dem Programm. Aufgrund der höheren Standardreichweite streicht BMW in Europa auch den Range Extender aus dem Angebot. Schon beim Vorgänger ließ BMW die kleine 60-Ah-Batterie aufgrund einer zu geringen Nachfrage wegfallen. So kommt der normale i3 mit der neuen Batterie nach der neuen Verbrauchsnorm bis zu 310 Kilometer weit. Der sportlichere i3s ermöglicht zukünftig einen Radius von 285 Kilometern. Dies bedeutet bei beiden Modellen eine Reichweitensteigerung von rund 30 Prozent. Im Alltagsbetrieb sollen beide Modelle rund 260 Kilometer weit kommen. Am Motor ändert sich nichts. Der Antrieb leistet weiterhin 170 PS und 250 Nm Drehmoment. Das Sportmodell i3s, das erst 2017 mit dem Facelift eingeführt wurde, leistet dank einer modifizierten Motorsteuerung und anderer Lager 14 PS (184 PS) und 20 Nm (270 Nm) Drehmoment mehr als der normale i3. Der Sprint von 0 auf 100 gelingt dem i3 in 7,3 Sekunden (i3s: 6,9 Sekunden). BMW verspricht beim i3s aber bis zu 40 Prozent mehr Leistung im Bereich der maximalen Motordrehzahl. In der Basis kostet der i3 unverändert 37.550 Euro. Für den sportlicheren i3s werden 41.150 Euro fällig.

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Gebrauchtwagen: BMW i3 gebraucht schon ab 21.000 Euro

Die günstigsten Gebrauchten starten bei 21.000 Euro – allerdings nur mit der kleinen 60 Ah Batterie.

Neben dem neuen Modell gibt es natürlich auch zahlreiche i3 auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Los geht es bei rund 21.000 Euro. Hierfür bekommt man einen BMW i3 der Baujahre 2013 und 2014 ohne Range Extender und mit der mittlerweile aus dem Programm genommenen 60 Ah Batterie. Dabei halten sich die Laufleistungen in Grenzen. Im Schnitt sind Fahrzeuge im unteren Preissegment um die 23.000 km gelaufen, einzelne Ausreißer bis 60.000 km sind möglich. Modelle mit Range Extender sind zum einen etwas teurer (da startet es bei 21.500 Euro) und weisen zum Teil auch deutlich höhere Laufleistungen (teilweise 144.000 km) auf. Vor dem Kauf sollte auf jeden Fall der Zustand der Batterie überprüft werden. Fachwerkstätten haben die Möglichkeit die Batterie auszulesen und die Kapazität sowie die Anzahl der Ladezyklen festzustellen.

Autoren: Andreas Huber, Sebastian Varchmin, Elias Holdenried

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