Die meisten Autobesitzer bereiten ihr Auto auf den Winter vor: So werden die Winterreifen montiert, die Schlösser geschmiert, die Batterie gecheckt und der Frostschutz überprüft. Doch die Vorbereitung sollte da noch nicht aufhören, denn es gibt noch viele wichtige Utensilien, die Autofahrer im Winter immer im Auto dabei haben sollte. AUTO BILD verrät, was Sie unbedingt in Ihr Auto legen sollten, damit Sie entspannt und sicher durch den Winter kommen!

Die wichtigsten Winter-Utensilien fürs Auto

1. Eiskratzer oder Enteiserspray

Wer kennt es nicht? Man kommt morgens zum Auto und wird von einer dicken Eisschicht begrüßt, die sich auf den Scheiben gebildet hat. Dann wird es Zeit für einen Eiskratzer, der in jedem Auto vorhanden sein sollte. Alternativ funktioniert auch ein Enteiserspray, das nicht so schnell für Kratzer auf den Scheiben sorgt. Vorteil vom Eiskratzer: Einige Kratzer sind mit einem Schneebesen ausgestattet, mit dem man das Auto vom Schnee befreien kann, ohne nasse Hände zu bekommen.
Ganz besonders wichtig: Die Scheiben sollten komplett von Schnee und Eis befreit werden. Autofahrer, die sich nur ein Guckloch freikratzen, gefährden andere Verkehrsteilnehmer; ein Bußgeld droht hier zurecht. Ein Bußgeld droht übrigens auch den Leuten, die den Schnee auf dem Dach ihres Autos lassen, auch hier muss alles vom Fahrzeug entfernt werden. Wer keine Lust auf Eiskratzen hat, kann am Abend eine Scheibenabdeckung ans Auto anbringen, gegen Schnee hilft die allerdings nicht.
Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Heyner Snowstar M Pro
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Telwin 829565 Drive 9000 3in1 Startbooster
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Sesam Hirschtalg Gummipflege
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Sonax Silikon-Spray
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Sonax AntiFrost+KlarSicht
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2. Starthilfekabel oder Startbooster

Im Winter leiden selbst gesunde Autobatterien. Kurzstrecken, auf denen viele Verbraucher wie Heckscheibenheizung, Gebläse oder Sitzheizung angestellt werden, und kalte Temperaturen können schnell einmal eine Batterie in die Knie zwingen. Deshalb ist es immer ratsam, im Winter einen Satz Starthilfekabel oder einen Startbooster im Auto dabei zu haben. So kann sich schnell selbst helfen, denn oft sind Pannendienste wegen genau solcher Defekte im Winter oft überlastet und die Wartezeiten können dementsprechend lang werden. Vorteil einiger Startbooster: Man braucht kein anderes Auto, um Starthilfe zu bekommen und es gibt sogar Ausführungen, die als Powerbank für das Handy genutzt werden können.

3. Gummipflege

Die besten Utensilien nützen nichts, wenn Sie im Auto liegen, die Türen aber zugefroren sind. Deshalb ist es ratsam, auch im Winter regelmäßig die Gummidichtungen zu pflegen. Hirschtalg oder Silikonspray bauen eine Trennschicht zwischen der Dichtung und dem Wasser auf. Auch ein altes Handtuch ist nützlich, mit dem zwischendurch immer wieder die Dichtungen abgetrocknet werden können. Das ist kein großer Aufwand und spart die Kosten einer neuen Dichtung, die man beim gewaltsamen Aufreißen von zugefrorenen Türen schnell einmal zerstört.

4. Warme Kleidung und Decken

Man muss nicht tagelang im Auto eingeschneit sein, damit warme Kleidung und warme Decken nützlich werden. Auch bei einer Panne oder nach einem Unfall können warme Decke vor Kälte schützen – und wenn nicht einen selbst, dann vielleicht jemand anderes.
Wintereinbruch in Bayern
Warme Kleidung und warme Decken machen nicht nur im Stau Sinn. Besonders bei Pannen können sie gut vor Kälte schützen.
Zudem ist es immer sinnvoll, sich eine warme Mütze, warme Handschuhe und einen warmen Schal ins Auto zu legen. Selbst, wenn die Heizung im Auto funktioniert, freut man sich, wenn man nicht wieder in die nassen Handschuhe schlüpfen muss, sondern noch ein trockenes Paar im Auto parat hat.

5. Winter-Scheibenreiniger und Scheiben-Putztücher

Ob durch Salz, Matsch oder Schneeregen – im Winter sind die Straßen und somit auch die Scheiben am Auto ganz besonders dreckig. Deshalb ist es wichtig, immer genügend Scheibenreiniger dabei zu haben, um auch unterwegs die Scheiben-Waschanlage auffüllen zu können. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass es sich um Winter-Scheibenreiniger handelt, denn Sommer-Scheibenreiniger hat nicht nur andere Additive und reinigt somit den Winterdreck nicht so gut, sondern könnte auch einfrieren. Gleiches gilt natürlich auch für pures Wasser, das man im Winter auch nicht in die Scheiben-Waschanlage kippen sollte. Nützlicher Nebeneffekt: Eine saubere Scheibe friert auch nicht so schnell zu.
Auch Scheiben-Putztücher sollten im Winter in jedem Auto liegen. Höhere Luftfeuchtigkeit oder alleine schon der Atem lassen im Winter die Scheiben schneller von innen beschlagen. Wer nun mit einem Taschentuch oder dem Schal die Scheiben freiwischt, hat zwar kurz den Durchblick, wird aber schon bald durch Schlieren auf die Straße schauen. Steht die Sonne dann auch noch ungünstig, steigt die Gefahr, geblendet zu werden. Eine saubere Scheibe beschlägt nicht so schnell, die Putztücher sorgen außerdem für eine schlierenfreie, gute Sicht.

6. Technik-Gadgets und Zubehör

Pannen passieren meist immer in den ungünstigsten Momenten. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es deshalb nützlich, eine Taschenlampe im Auto parat zu haben. Das muss nicht einmal eine große, sperrige Taschenlampe sein, es gibt auch Exemplare im Kompakt-Format sind, die gutes Licht liefern.
Hinweisschild Schneeketten-Pflicht
In bergigen Regionen ist es ratsam, Schneeketten dabei zu haben. 
So zum Beispiel die Klarus XT2CR, der Testsieger aus unserem LED-Taschenlampen-Test. Auch nützlich: Eine Powerbank, die im Notfall genügend Saft fürs Handy liefern kann. Der Klassiker für Autofahrer, die viel in bergigen Regionen unterwegs sind, sind natürlich die Schneeketten. Auch die sollten dann nicht im Auto fehlen, wenn man sie braucht. Und falls gar nichts mehr geht, ist es immer nützlich, ein Abschleppseil im Auto liegen zu haben.

Von

Lars Golly