Hoch sitzen, aber kein halbes Schiff durch den Stadtverkehr steuern – und das zu einem akzeptablen Preis? Da kommt ein kleines SUV wie gerufen. Höher gelegte Kleinwagen bis 4,35 Meter Länge laufen unter dieser Kategorie.
Schon seit ein paar Jahren liegen sie voll im Trend. Die Autohersteller bringen immer wieder neue Modelle in diesem Format. Und das mit den verschiedensten Antrieben. Mini-SUV gibt es als Diesel oder Benziner, Hybrid oder vollelektrisch.
INSTER 49kWh HYUNDAI
Autobild LogoTestsieger
1.
2,1
gut
Preis
25.400 EUR
PRO & KONTRA
  • gute Raumausnutzung
  • ausreichend flott und effizient
  • Navi für diese Klasse sehr gut
  • mit guter Ausstattung nicht günstig
  • Vollkasko teuer
  • recht großer Wendekreis
Captur E-TECH Full Hybrid 145 RENAULT
Autobild LogoTestsieger
1.
2,1
gut
Preis
32.750 EUR
PRO & KONTRA
  • niedriger Sparverbrauch
  • angeangenehmer Federungskomfort
  • sinnvolle Ausstattungspakete
  • Getriebe unter Last unentschlossen
  • dürftiges Kofferraumvolumen
  • könnte besser bremsen
R 4 E-Tech RENAULT
3.
2,2
gut
Preis
32.400 EUR
PRO & KONTRA
  • hohe Zuladung
  • Google-System mit vielen Apps
  • alltagsgerechte Fahrleistungen
  • recht teuer
  • Vmax dünn (150 km/h)
  • lädt nur mit 100 kW
Arona 1.5 TSI OPF DSG SEAT
3.
2,2
gut
Preis
33.250 EUR
PRO & KONTRA
  • angenehmes Raumgefühl
  • praktisches Fahrzeugformat
  • niedrige Typklasseneinstufung (Haftpflicht/Vollkasko)
  • Motor dröhnt beim Ausdrehen
  • DSG mit Anfahrruckeln
  • hohe Preise
Hyundai Bayon
5.
2,3
gut
Preis
27.000 EUR
PRO & KONTRA
  • 1.0-Turbobenziner passt gut
  • klein, aber universell
  • hohes Ausstattungsniveau
  • hoher Kaufpreis
  • wenig wertstabil
  • kleiner Kofferraum
Puma 1.0 EcoBoost Hybrid FORD
5.
2,3
gut
Preis
28.800 EUR
PRO & KONTRA
  • Kurvenräuber
  • lässt sich sparsam fahren
  • moderates Gewicht
  • müder Antrieb
  • Fahrwerk teils zu knackig
  • enger Fond
7.
2,4
gut
Preis
34.740 EUR
PRO & KONTRA
  • gute Fahrzeuggröße für die Stadt
  • Mildhybrid mit Spareffekt
  • kurze Bremswege
  • hoher Schweller, unbequemer Einstieg
  • beengtes Raumgefühl
  • hohe Ladekante
Mini Cooper John Cooper Works MINI
7.
2,4
gut
Preis
40.000 EUR
PRO & KONTRA
  • kerniger Motor
  • hohe Endgeschwindigkeit
  • agiles Wesen
  • hoher Verbrauch bei sportlicher Fahrweise
  • trinkt Super Plus
  • im Fond eng
Seat Ibiza
9.
2,5
befriedigend
Preis
28.300 EUR
PRO & KONTRA
  • angenehme Ergonomie
  • klar ablesbares Fahrerdisplay
  • spontan ansprechender Motor
  • durstig bei sehr schneller Fahrt
  • mit FR-Sportfahrwerk recht straff abgestimmt
  • keinerlei Hybridisierung
Yaris Cross Hybrid 130 1.5 VVT-i TOYOTA
9.
2,5
befriedigend
Preis
37.400 EUR
PRO & KONTRA
  • solide Technik
  • niedriger Sparverbrauch
  • bis zu 15 Jahre Garantie
  • müder Antrieb
  • wenig Dämmung
  • als Topmodell "GR Sport" recht teuer
Peugeot 208
11.
2,7
befriedigend
Preis
31.035 EUR
PRO & KONTRA
  • gelungenes Design
  • sparsam bei verhaltener Fahrt
  • Spracheingabe mit ChatGPT
  • wenig Platz auf der Rückbank
  • gewöhnungsbedürftige Lenkrad-Anordnung
  • Motorstart mit Gedenksekunde
e-C3 CITROEN
12.
2,9
befriedigend
Preis
23.300 EUR
PRO & KONTRA
  • ordentliches Platzangebot
  • sicheres Fahrverhalten
  • ordentlicher Federungskomfort
  • Basis ohne Bildschirm und Navi
  • eher bescheidene Reichweite
  • dünne Ausstattung
Im AUTO BILD-Test müssen sie sich beweisen. Wir überprüfen den Bremsweg, checken die Beschleunigung, fahren exakte Verbrauchsrunden, messen den kompletten Innenraum aus, kontrollieren den Geräuscheindruck und vieles mehr. Welche kleinen SUV dabei 2025 bislang am besten abgeschnitten haben, zeigt die Bestenliste.

Platz 1: Hyundai Inster und Renault Captur

Den ersten Platz teilen sich zwei grundverschiedene Autos. Es handelt sich um den elektrischen Hyundai Inster und den Vollhybriden Renault Captur. Mit 3,83 Metern Länge ist der Inster ein ganzes Stück kleiner als der Captur. Der zählt mit 4,24 Metern zu den größeren Vertretern seiner Zunft.

Der Inster hat alles Wichtige

Der Hyundai Inster startet in der Basis bei 23.900 Euro. Im AUTO BILD-Test haben wir das Topmodell "Prime" unter die Lupe genommen. Das kommt mit 115 Elektro-PS, 147 Nm und einem 49 kWh großen Akku.
Hyundai Inster (49 kWh)
Tolles Gesamtpaket: Der Hyundai Inster fährt und federt ordentlich, hat alles Wichtige an Bord.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Damit sind wir auf unserer Drittelmix-Testrunde 286 Kilometer weit gekommen. Bei 130 km/h sind es immer noch 222 Kilometer. Mit maximal 85 kW lässt sicher Hyundai zwar nicht überragend schnell nachladen, um von zehn auf 80 Prozent zu kommen, reicht aber eine halbe Stunde (mit Wärmepumpe und Batterievorkonditionierung).
Der Innenraum ist sehr variabel und bietet eigentlich ein bemerkenswertes Platzangebot. Eigentlich, denn wegen der geringen Breite von nur 1,61 Meter wird es mit zwei kräftigeren Personen auf den Vordersitzen eine Fahrt Schulter an Schulter.

TESTNOTE

2,1
Hyundai Inster (49 kWh)

Starkes Gesamtpaket beim Captur

Seit dem Facelift 2024 wirkt der Innenraum des Renault Captur deutlich wohnlicher. Die verwendeten Materialien machen einen ordentlichen Eindruck, allerdings ist die Verarbeitung mitunter etwas laissez-faire. Die Bedienung ist in den meisten Fällen intuitiv, unterstützt durch das serienmäßige Google-Infotainmentsystem in der getesteten Ausstattungslinie, inklusive Google Maps, Sprachsteuerung und weiteren Funktionen.
Renault Captur E-Tech Full Hybrid 140
Zweimal den Knopf links vom Lenkrad drücken – und im "MyPerso-Mode" gehen Tempolimit-Piep und Spurhaltewarner gleichzeitig aus.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Im AUTO BILD-Test haben wir uns den Vollhybriden mit 143 PS Systemleistung angeschaut. Also 1,6-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner plus E-Motor. Nicht ganz so angetan waren wir vom Getriebe. Das gönnt sich teils sehr lange Schaltpausen. Außerdem ist es schier unmöglich, einen Schaltvorgang vorherzusehen und entsprechend darauf zu reagieren.
Die Effizienz stimmt dafür: Glatte fünf Liter Testverbrauch sind ein Wort. Dazu überzeugt das Fahrwerk, das für diese Klasse ausreichend agil ist.

TESTNOTE

2,1
Renault Captur E-Tech Full Hybrid 140

R4 belegt den dritten Platz

Der zweite Platz entfällt wegen der Doppelplatzierung auf Rang eins. Dritter wird ein Renault. Die elektrische Neuauflage des R4 zeigt sich vorn geräumig, hinten empfehlen wir aber nur Personen bis 1,75 Meter Körpergröße die Fahrt auf längerer Strecke. Bei der Innenraumverarbeitung sehen wir auch noch Luft nach oben.
Renault 4 E-Tech 150 Comfort Range
Renault 4: Bei Ein- und Ausstieg stören allgemein der hoch bauende Schweller und das weit heruntergezogene Dach.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Dafür punktet er mit großem Kofferraum samt niedriger Ladekante und bis zu einer halben Tonne Zuladung. Zurück ins Cockpit: Hier kümmert sich der digitale Avatar Reno um Fahrzeugfunktionen. Der überzeugt im Test genauso wie das Infotainment auf Google-Basis.
Und der Antrieb? Die getestete Version mit 150 PS lässt keinen Wunsch nach mehr Leistung aufkommen, wir würden uns allerdings etwas mehr als die 150 km/h Höchstgeschwindigkeit wünschen. Aber das schont den Akku. Die Reichweite im Test: 335 Kilometer. Werksangabe: 409 Kilometer.

TESTNOTE

2,2
Renault 4 E-Tech 150 Comfort Range
Auf dem vierten Rang kommt es wieder zu einer Doppelplatzierung: Der Hyundai Bayon punktet mit Universalität, der Ford Puma mit seiner Fahrdynamik. Beide erreichten im Test die Note 2,3.
Beim Yaris Cross (Note 2,5) hingegen fanden wir den Antrieb etwas müde, der elektrische ë-C3 von Citroën bietet in der Grundversion weder Navi noch Bildschirm. Viele Funktionen sind nur übers eigene Handy verfügbar – das kostet viele Punkte und ergibt schlussendlich nur die Note 2,9.
Verbrenner, Hybrid oder Elektro: In der Klasse der kleinen SUV gibt es eine große Auswahl – und wirklich schlecht hat noch keins der getesteten Mini-SUV abgeschnitten. Es zeigt sich jedoch: Die Marken setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Wer sich also für einen hochgebockten Kleinwagen interessiert, sollte sich der eigenen Vorlieben bewusst sein und gezielt prüfen, ob das Wunschauto diese erfüllt.