Ferrari 488 Pista (2018): Test, Motor, PS, Preis

Ferrari 488 Pista (2018): Motor, PS, Preis, Technische Daten

Alle Infos zum Ferrari 488 Pista

Der Ferrari 488 Pista beerbt den 458 Speciale. Mit 720 PS tritt der rennstreckentaugliche Ferrari gegen den 911 GT2 RS an. Sitzprobe!

Vorstellung
Innenraum
Motor und Preis
Technische Daten

Vorstellung: Der 488 Pista folgt auf den 458 Speciale

Trotz 20 Prozent mehr Abtrieb kommt der 488 Pista ohne feststehenden Heckflügel aus.

Der Ferrari 488 Pista beerbt den 458 Speciale. Sorgte im Vorgänger 458 Speciale noch ein Sauger-V8 für Vortrieb, setzt Ferrari beim 488 Pista auf Turbotechnik und Leichtbau – damit soll der Pista (deutsch: Rennstrecke) das Thema Sportlichkeit noch einmal auf ein höheres Level heben. Das Ergebnis sind 115 PS Mehrleistung im Vergleich zum 458 Speciale – der 488 Pista schickt 720 PS an die Hinterachse. Doch damit nicht genug: Der Pista hat ein Trockengewicht von 1280 Kilogramm, was eine Gewichtseinsparung von 90 kg bedeutet. Zusätzlich haben die Techniker den 488 Pista aerodynamisch überarbeitet. So hat der neueste Hardcore-Ferrari eine strömungsgünstigere Frontschürze, einen optimierten Unterboden und eine neue Heckpartie mit einem weit aufgefächerten Diffusor. Zudem ist der Heckspoiler größer worden.

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Diese Maßnahmen führen zu einem um 20 Prozent erhöhten Abtrieb. Ebenfalls überarbeitet haben die Ingenieure das Fahrwerk, das mit neuentwickelten Reifen von Michelin bestückt ist. So gerüstet tritt der 488 Pista gegen den McLaren 720S und den neuen Porsche GT2 RS an. Der Marktstart dürfte im Sommer 2018 sein. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auf das nicht limitierte Coupé auch noch eine exklusive Spider-Version folgen. Die könnte analog zu 430 Scuderia Spider 16M und 458 Speciale Aperta streng limitiert sein.

Innenraum: Extraportion Carbon und Alcantara für den 488 Pista

Die Türtafeln des Ferrari 488 Pista bestehen jeweils zur Hälfte aus Carbon und Alcantara.

Herzlich willkommen in der italienischen Alcantara-Höhle: Sonnenblenden, Dachhimmel, Armaturenbrett, Oberseite der Türtafeln und Sitze sind mit dem Mikrofaserstoff bezogen, ansonsten dominiert Carbon den Innenraum. Einzige Ausnahme beim silbernen Messefahrzeug in Genf ist das Lederlenkrad. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich hier auf Alcantara zurückgreifen, weil griffiger. Der Einstieg gelingt für einen Supersportwagen relativ problemlos – konventionelle Türen sei Dank. Eine gute Sitzposition ist schnell gefunden, die Einstellung erfolgt manuell und nicht elektrisch. Man sitzt deutlich komfortabler als beispielsweise in den Schalensitzen im Lamborghini Aventador LP750-4 SV.

Fußmatten raus fürs blanke Carbon

Auf Wunsch bietet Ferrari auch 20-Zoll-Felgen aus Carbon an. Im Vergleich zu den normalen Felgen sind sie rund 40 Prozent leichter.

Das Platzangebot im Ferrari 488 Pista ist nicht nur für kleine Menschen designt, hier haben auch Leute über 1,85 Meter ausreichend Platz. Die Unterschiede zum Innenraum des normalen 488 GTB sind überschaubar: mehr Carbon, mehr Alcantara und die Anordnung der Gangwahltaste unterhalb der Mittelkonsole. Der 488 Pista setzt zudem auf ein filigranes Carbongerüst, wie es auch der limitierte Ferrari F12tdf hat. Das Lenkrad mit Schaltblitzen, Blinkertasten und Manettino wird eins zu eins vom 488 GTB übernommen. Die Carbon-Schaltsichel sind zwar fest an der Lenksäule verbaut, aber so groß gefertigt, dass man sich schon sehr ungeschickt anstellen muss, um danebenzugreifen. Ein Stück Nostalgie versteckt sich unter den Fußmatten: Das blanke Carbon sieht nicht nur schön aus, sondern erinnert an den Ferrari F40. Ich würde die Fußmatten rauswerfen, um jeden Tag das blanke Carbon sehen zu können.

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Motor und Preis: 720 PS aus 3,9 Litern Hubraum

Der Motor ist aus dem Rennwagen 488 Challenge abgeleitet und leistet 720 PS bei 8000 U/min. Die Leistung schöpft der V8-Turbo aus 3,9 Litern Hubraum, sodass die Literleistung bei 185 PS pro Liter Hubraum liegt. Das maximale Drehmoment von 770 Nm wird bei 3000 U/min im siebten Gang erreicht. Kurbelwelle und Schwungrad sind im Vergleich zum 488 gewichtsreduziert, zudem kommen Titanpleuel und eine Carbon-Ansaugung zum Einsatz. Der 670 PS starke Ferrari 488 GTB kostet gut 200.000 Euro, der 488 Pista wird voraussichtlich rund 285.000 Euro kosten, einen offiziellen Preis nennt Ferrari noch nicht.

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Technische Daten: 50 PS mehr als ein 488 GTB

Motor: V8 Biturbo • Hubraum: 3902 ccm • Leistung: 530 kW (720 PS) bei 8000 U/min • maximales Drehmoment: 770 bei 3000 U/min im siebten Gang • Trockengewicht: 1280 kg • 0 auf 100 km/h: 2,85 s • 0 auf 200 km/h: 7,6 s • Höchstgeschwindigkeit: über 340 km/h • Preis: rund 285.000 Euro.

Ferrari 488 Pista (2018): Test, Motor, PS, Preis

Autoren: Katharina Berndt, Jan Götze, Peter R. Fischer

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