Erlkönig und Zeichnungen: Der neue Opel Insignia

Opel Insignia II (2016): Vorstellung und Fahrbericht

— 23.11.2016

Opel strebt nach oben

Der neue Insignia wächst kräftig in die Länge. Außerdem soll der große Opel auf Luxus getrimmt werden – und er kommt mit neuem Motor. Alle Infos!

➤ Vorstellung: Opel Insignia II ist leichter, aber größer
➤ Interieur: Bessere Sitzposition und Massagesitze
➤ Fahren: Der 165-PS-Benziner vereint Kraft und Laufruhe
➤ Ausstattung: Insignia mit intelligenten Fahrmodi (Update!)
➤ Motoren und Preise: Insignia startet bei 25.500 Euro
➤ Connectivity: OnStar mit aktuellen Apps und großen Bildschirmen

Vorstellung: Opel Insignia II ist leichter, aber größer

Video: Opel Insignia 2 (2017)

So edel wird der Ober-Opel

Insignia Nummer zwei steht auf einer ganz neuen Plattform. Und die soll in der Spitze das Gewicht um bis zu 175 Kilogramm senken, der Insignia wäre in diesem Bereich endlich wieder konkurrenzfähig. Das ist ziemlich erstaunlich, weil der Opel gleichzeitig gewachsen ist. Die Außenlänge haben die Entwickler um 5,5 Zentimeter auf 4,90 Meter verlängert, den Radstand um 9,2 Zentimeter auf 2,83 Meter gestreckt. Gleichzeitig fällt der neue Insignia fast drei Zentimeter flacher aus als bisher. Die Dachlinie unter der aufwendigen Tarnung erscheint coupéhaft – das passt zum neuen Opel-Gesicht, das erstmals die Formensprache der Studie Monza aufnimmt und dem Insignia eine Menge Charakter ins Blech bügelt.
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Der Kombi wird wieder Sports Tourer genannt. Sein Kofferraum fasst künftig 600 Liter.

Opel verleiht der Fließhecklimousine den Namenszusatz Grand Sport. Der Kombi wird wieder Sports Tourer genannt (auch ein Country Tourer ist wieder denkbar) und könnte mit seinem schrägen Heck fast als Shooting Brake durchgehen. Auch hier verspricht Opel, dass der Laderaum kräftig wächst – und die unpraktisch dicke Ladekante des aktuellen Modells Geschichte sein soll. Aber: Er kommt erst kurz nach seiner Premiere im März 2017 auf den Markt.

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Interieur: Bessere Sitzposition und Massagesitze

Opel hat die bisher kutschbockartige Sitzposition im Insignia spürbar verbessert.

Die erste Generation des Insignia hatte mit einer Menge Probleme zu kämpfen. Das Pummelchen ist schlicht zu schwer, die Raumausnutzung ist bescheiden und die Bedienung ließ zu Wünschen übrig. Und das sagt nicht nur AUTO BILD, selbst bei Opel geben sie das unumwunden zu. Aber jetzt soll Schluss mit den alten Schwächen sein: Schon beim Einsteigen fällt auf, dass Opel die kutschbockartige Sitzposition spürbar verbessert hat. Der Fahrer sitzt künftig drei Zentimeter tiefer, wie gehabt auf richtig guten Sitzen. Das Platzangebot hingegen ist nicht so viel größer geworden, wie wir angesichts der Außendimensionen des Insignia erwartet hätten. Die Luftigkeit eines Skoda Superb erreicht dieser Opel nicht. Aber auf der Langstrecke wird er mithalten können. Weiche Kunststoffe und pingelige Verarbeitung sollen an die Premiumkollegen herankommen, zudem sind feine Extras wie Massagesitze oder ein besonders hochwertiges Leder lieferbar.

Fahren: Der 165-PS-Benziner vereint Kraft und Laufruhe

Unter der Motorhaube des Testwagens arbeitet der neu entwickelte 1,5-Liter-Turbobenziner mit 165 PS, er ist an ein ebenfalls komplett neues Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Und die erste Fahrt zeigt schnell: Bei Opel haben sie einen guten Job gemacht! Der Motor hat bereits bei niedrigen Drehzahlen ordentlich Wumms, bleibt aber auch beim Ausdrehen angenehm laufruhig. Der Rückstand zu den TSI-Motoren des VW-Konzerns? Plötzlich kaum noch zu spüren. Und auch das Getriebe gefällt, kurze Schaltwege und die präzise Führung machen die knorpeligen alten Opel-Getriebe schnell vergessen. Natürlich haben die Rüsselsheimer auch am Fahrwerk kräftig geschraubt. Der Insignia surft auf der straffen Welle, bleibt trotzdem ausreichend komfortabel. Ein gelungener Kompromiss. Das gegen Aufpreis erhältliche, verstellbare Fahrwerk braucht man nicht – doch bietet es spannende Neuigkeiten (siehe Ausstattung). Zumal der Insignia dank des gesenkten Leergewichts fast zum Kurvenräuber wird – und sich hier anders als der Vorgänger wohlzufühlen scheint. Auch ein Verdienst der präziseren Lenkung und des strafferen Pedalgefühls der Bremse.

Ausstattung: Insignia mit intelligenten Fahrmodi

Opel führt beim Insignia fort, was schon beim neuen Astra begonnen wurde: die Demokratisierung von Luxus. So soll etwa ähnlich wie bei Mercedes und Audi ein Matrix-LED-Licht lieferbar sein, das eine deutlich bessere Fahrbahnausleuchtung ermöglichen soll – ohne den Gegenverkehr zu blenden. Allradantrieb und ein adaptives Fahrwerk wird es auch in Zukunft gegen Aufpreis geben. Das Flexride-Fahrwerk mit den drei Modi "Standard", "Tour" (komfortabel, verbrauchsoptimiert für Langstrecken) und "Sport" wurde erneuert. Der Fahrer kann in diesem Modus die Charakteristik von Lenkung, Gas und Stoßdämpfern einstellen – zudem merkt sich die Software den Fahrstil und optimiert die Systeme für passende Traktion und Straßenlage. So merkt der Insignia beispielsweise selbst, wenn der Fahrer sportlicher unterwegs sein will und schaltet Fahrwerk und Antrieb automatisch in den entsprechenden Modus.

Motoren und Preise: Neu entwickelter Bi-Turbo-Diesel

Abgespeckt: Das Gewicht haben die Opel-Entwickler um 175 Kilogramm gesenkt.

Der neue Insignia soll sparsamer sein als sein Vorgänger. Neben weniger Gewicht sollen auch die Drei- und Vierzylindermotoren dabei helfen. Vor allem der komplett neu entwickelte Bi-Turbo-Diesel mit rund 160 PS soll einen riesigen Schritt machen. Mehr Drehmoment als die Konkurrenz, aber weniger Verbrauch stehen im Lastenheft.

Oberklasse-Neuheiten bis 2022

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Anders als VW wird Opel keine Doppelkupplungsgetriebe anbieten und setzt auf die klassische Wandlerautomatik mit acht Fahrstufen. Und die gute Nachricht für alle Leistungshungrigen: Die heiße OPC-Version bekommt eine Neuauflage. Insider rechnen mit einem aufgeladenen Sechszylinder mit einer Leistung von knapp 400 PS. Der Einstiegspreis für den Basis-Insignia liegt bei rund 25.500 Euro.

Connectivity: OnStar mit aktuellen Apps

Anders als bei anderen Herstellern kostet das Thema Connected Car bei Opel nicht mehrere Tausend Euro Aufpreis: OnStar heißt das System, das künftig vom Kleinwagen Karl bis zum neuen Insignia für Vernetzung sorgt. Es ähnelt dem im neuen Astra, wird allerdings um aktuelle Apps und besonders hochauflösende, große Bildschirme ergänzt. Das Ganze wird schon für wenige Hundert Euro Aufpreis erhältlich sein.

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Gebrauchtwagen: Opel Insignia ab 11.000 Euro kaufen

Seit 2008 ist der Insignia auf dem Markt, 2013 gab es ein umfangreiches Facelift.

Seit 2008 ist der Opel Insignia auf dem Markt; Modelle mit knapp 100.000 Kilometern kosten inzwischen ab rund 11.000 Euro. Am beliebstesten sind Dieselmodelle, drei Viertel der Kunden entschieden sich für diese Variante. Bei der Hauptuntersuchung erzielt der Insignia gute Ergebnisse, teils gibt es Störungen an der elektronischen Parkbremse. Die Zweiliter-Diesel fielen durch mehrere Rückrufe auf. 2013 gab es für den Insignia übrigens ein Facelift – die Opelaner entrümpelten das Cockpit gründlich und strafften die Optik. Entsprechende Exemplare kosten ab rund 14.000 Euro.

100.000 Kilometer im Opel Insignia Sports Tourer

Opel Insignia Sports Tourer Opel Insignia Sports Tourer Opel Insignia Sports Tourer

Autor: Stefan Voswinkel

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