VW Tiguan II (2016): Vorstellung und Preise

VW Tiguan II (2016): Vorstellung und Preis

— 15.01.2016

Das kostet der Tiguan

Der neue VW Tiguan wird größer, geräumiger und vernetzter. Ab sofort ist er bestellbar. AUTO BILD sagt, was er kann und was er kostet.

VW hat die Preise für den neuen Tiguan verraten: Das auf der auf der IAA in Frankfurt (17. bis 27. September 2015) präsentierte SUV ist ab sofort bestellbar und kommt zunächst in drei Varianten und in fünf Farben ab 30.025 Euro auf den Markt.
Alles zum VW Tiguan

Video: VW Tiguan (IAA 2015)

Zweite Generation des VW-SUV

Zum Verkaufsstart sind drei Motor-Getriebe-Varianten bestellbar: Der 2.0 TDI mit 150 PS mit Schaltgetriebe, ein 2.0 TDI mit 150 PS mit DSG und 4Motion Allradantrieb sowie ein 2.0 TSI mit 180 PS und Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allrad. Das Einstiegsmodell mit dem 1.4 TSI Motor und 125 PS für 25.975 Euro sowie weitere Motorisierungen sollen laut VW zeitnah folgen. Knapp 62.000 Mal verkaufte sich der Tiguan 2014 in Deutschland, insgesamt über 2,64 Millionen Mal weltweit. Das Segment der Hochsitze ist das am schnellsten wachsende weltweit, allein in Deutschland ist der SUV-Anteil 2014 um 20,6 Prozent auf knapp 300.000 verkaufte Autos gestiegen.

Der Tiguan wird länger, breiter – und flacher

Im Vergleich zu seinem Vorgänger wächst der neue Tiguan um sechs Zentimeter, ist damit 4,49 Meter lang. Der Radstand legt um knapp acht Zentimeter auf 2,68 Meter zu, was den Passagieren im Fond zugute kommt: Sie haben künftig drei Zentimeter mehr Platz vor den Knien. Zudem ist der Neue drei Zentimeter breiter geworden, aber um drei Zentimeter flacher. Das bringt einen Kofferraumzuwachs von 145 Litern mit sich, insgesamt passen 615 bis 1655 Liter ins Gepäckabteil. Die Rückbank ist asymmetrisch teil- und um 18 Zentimeter verschiebbar, die Neigung der Rückenlehnen lässt sich ebenso einstellen. Das Gewicht des optisch deutlich gestrafften Tiguan schrumpft um gut 50 Kilo. Wegen einer deutlich kantigeren Form und einer höheren Gürtellinie mit flacheren Seitenfenstern wirkt das SUV deutlich definierter. Auf Wunsch gibt es vorne LED-Projektionsscheinwerfer (Serie in der "Highline"-Ausstattung), am Heck werkeln LED-Rückleuchten.

VW Tiguan im ersten Check

Die Basismotoren haben ausschließlich Frontantrieb, bei den anderen Varianten ist Allradantrieb entweder optional oder serienmäßig.

An Bord sind nun erneuerte Euro-6-Motoren, bald sollen insgesamtacht Varianten (vier Benziner, vier Diesel) erhältlich sein: Die TSI-Benziner leisten 125, 150, 180 und 220 PS, bei den Dieseln sind 115, 150, 190 und 240 PS in der Auswahl. Die Basismotoren haben ausschließlich Frontantrieb, bei den anderen Varianten ist Allradantrieb entweder optional oder serienmäßig. Die 4Motion genannten Allradmodelle sind elf Millimeter höher, eine Haldex-5-Kupplung übernimmt die Antriebskraftverteilung. In Kombination mit einer speziellen, optionalen Offroad-Frontpartie liegt der vordere Böschungswinkel bei 25,6 statt 18,3 Grad. Neu im Tiguan ist der Dreh- und Drückschalter in der Mittelkonsole, mit dem die vier Modi des Allradantriebs (Onroad, Offroad, Offroad Individual und Snow) gewählt werden.

Die Assistenzsysteme wurden runderneuert

Auch der Tiguan – im Bild die Variante R-Line – ist jetzt vernetzt. Die Anzeigen sind komplett digital.

Ebenfalls neu ist eine Armada von modernen Sicherheitsassistenten. So ist neben den mittlerweile fast schon selbstverständlichen elektronischen Helferlein Totwinkelwarner, Spurhalteassistent und Abstandsradar künftig auch ein Stauassistent lieferbar, der den Tiguan auf Autobahnen bis Tempo 70 kurzzeitig alleine fahren lässt. Für Fahrten mit Anhänger ist zudem ein neuer Parkassistent erhältlich – die Anhängelast liegt bei 2500 Kilo.
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Fest steht auch: kein neues Auto ohne Vernetzung. Hier macht Volkswagen einen Riesenschritt gegenüber dem aktuellen Tiguan. Erstmals bringt die Marke das Internet in das Kompakt-SUV und ermöglicht so eine Navigation mit Echtzeitstaudaten des niederländischen Spezialisten TomTom. Zudem lassen sich Smartphones unabhängig von deren Betriebssystem mit dem Tiguan vernetzen und deren Programme per Touchscreen bedienen. Außerdem werden die Instrumente künftig digital angezeigt – und Volkswagen will das erste kompakte SUV mit Head-up-Display anbieten. Neue Komfortsitze vorn und eine Dreizonen-Klimaautomatik sollen die Aufenthaltsqualität steigern.

VW Tiguan im Gebrauchtwagen-Test

VW Tiguan VW Tiguan

Ebenfalls auf der IAA: die hybride Variante GTE mit Solarplatten auf dem Dach. Leider noch nicht serienreif!

Auf der IAA in Frankfurt stand der Tiguan zudem im R-Line-Look. Leichtmetallräder, Türbeplankungen, Aerodynamik-Applikationen sowie ein Dachkantenspoiler und ein schwarzglänzender Diffusor peppen die Optik auf, innen gibt es unter anderem spezielle Sitzbezüge, Dekoreinlagen und ein sportliches Multifunktionslenkrad. Zudem gab VW mit dem Tiguan GTE einen Ausblick darauf, was VW beim Tiguan in Sachen Alternative Antriebe vorhat. Die Systemleistung des Plug-in-Hybriden liegt bei 218 PS, bis zu 50 Kilometer weit kann das SUV rein elektrisch fahren. Der Clou: Auf dem Dach befinden sich Solarflächen, die den Akku zusätzlich aufladen. Im GTE-Modus kann der Elektrosportler in 8,1 Sekunden von Tempo 0 auf 100 sprinten.

2017 kommt die XL-Variante

Insbesondere für den asiatischen und amerikanischen Markt braucht VW mehr Platz im Tiguan – und bietet ab Frühjahr 2017 den Tiguan mit langem Radstand an. Der ist rund 4,75 Meter lang, bekommt den auf 2,79 Meter verlängerten Radstand des Passat und bietet gegen Aufpreis bis zu sieben Sitze. Die Motorenpalette wird vom normalen Tiguan übernommen, die Preise dürften rund 1000 Euro über dem Tiguan liegen. Aber nicht nur praktisch liegt im Trend, sondern auch sportlich. Der Erfolg von BMW X1 und Range Rover Evoque ist VW ein Dorn im Auge. Die Premiummarken können nämlich deutlich mehr Geld für ihre flotten SUVs fordern, obwohl die Technik unterm Blech kaum hochwertiger ist als beim Tiguan. Und so wird Volkswagen das Tiguan Coupé ab Sommer 2016 zwischen Normalversion und Premiummarken positionieren.

VW-Neuheiten bis 2020

VW Tiguan XL Illustration VW Polo VI Illustration VW Golf VIII Illustration
Laut VW wird sich diese Version des Tiguan an solche Fahrer richten, denen Lifestyle wichtiger ist als Geländegängigkeit. Das Platzangebot soll trotz der flachen Dachlinie kaum leiden. Dafür soll das Fahrwerk deutlich dynamischer abgestimmt werden – und der Innenraum wird eine Spur feiner eingerichtet. Grundlage dürfte bei diesem Modell die Studie CrossBlue Coupé Concept aus dem Jahr 2013 sein. Was aber auch klar ist: Unterhalb des kommenden Tiguan ist ebenfalls eine Menge Luft. Laut VW soll deshalb auch eine kompakte Version des Tiguan à la Renault Captur oder Fiat 500X folgen. Vorbild könnte die Studie Taigun sein. Was allerdings noch unklar ist: Kommen beide Varianten auch nach Deutschland?
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